Einladung zur ADRAshop-Eröffnung in Niedersachsen

ADRAshop lightGebrauchte Waren kaufen und damit Gutes tun. Dazu gibt es die ADRAshops. Hier können gut erhaltenen Textilien, Spielzeug, Haushaltswaren und Dekorationsartikel abgegeben und erworben werden. Das schont die Umwelt und unterstützt Projekte der Entwicklungszusammenarbeit.

Am Sonntag, den 26. Mai 2019 finden zwischen 10 und 17 Uhr in der Enge Straße 19 in 49356 Diepholz die Feierlichkeiten zur Neueröffnung eines ADRAshops „light“ statt. Es wird ein Rahmenprogramm rund um die Eröffnungszeremonie geben, da auch die ortsansässige Adventgemeinde offiziell den Bezug der neuen Räumlichkeiten im gleichen Gebäude zeitgleich feiern wird. Das ADRAshop-Light-Konzept ist speziell für kleinere ehrenamtliche Initiativgruppen von vier bis sechs Mitarbeitern gedacht. Es werden hier, wie in den anderen ADRAshops, gespendete, qualitativ hochwertige Secondhandwaren zum Kauf angeboten, und zusätzlich ein Onlinevertrieb für Bücher betrieben. Die Erlöse fließen in die gemeinnützige Arbeit des ADRA-Netzwerkes.
Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Zyklon Fani trifft auf ostindische Küste

Zyklon FaniDer Zyklon Fani (gesprochen „Foe-nee“) trifft heute auf die Küste Ostindiens und zieht in Richtung Bangladesch. Hunderttausende Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht, Flüge gestrichen und Schulen geschlossen. Es könnte sich um den schlimmsten Wirbelsturm seit 20 Jahren in der Region handeln.

Es wird erwartet, dass der Wirbelsturm mit bis zu 200 Stundenkilometer am heutigen Freitag auf die indische Küste trifft und sich weiter ins Landesinnere bewegt. Am Samstag erreicht der Zyklon dann Bangladesch. ADRA überwacht den Wirbelsturm und bereitet sich auf den Ernstfall vor. Mitarbeiter von ADRA sind in Indien und Bangladesch und arbeiten eng mit den jeweiligen Behörden zusammen, um direkt Hilfe leisten zu können, sobald der Sturm vorbei ist.

Zum Emergency Response Team wird am Montag auch ein Kollege von ADRA Deutschland gehören.

Zyklon Fani wird voraussichtlich auch auf die Flüchtlingslager der Rohingya treffen. Über eine Millionen Rohingya sind aus Myanmar nach Bangladesch geflohen und leben dort in Flüchtlingslagern.

Über die Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

Heimat – ein Ort, an dem man sich sicher und geborgen fühlt

Heimat – ein Ort, an dem man sich sicher und geborgen fühltHeimat ist da, wo man gelebt und sich geborgen gefühlt hat. Man muss dort nicht lange gelebt haben, aber eine Weile. Manche Leute unterscheiden Zuhause und Heimat nicht. Sie haben einen oder mehrere Orte, wo sie vielleicht ein Haus sowie Familie und Freunde haben und wo sie sich wohl fühlen.

Ich bin in England geboren, aber meine Familie ist sehr bald dort wegezogen. Aber ich besuche es manchmal und habe noch Freunde und Familie dort. Meine Muttersprache ist Englisch und es ist immer noch die Sprache, die in der Familie hauptsächlich gesprochen wird. Die Sprache ist für mich also ein Stück Heimat. Aber das Land nicht, weil ich dort nie länger als drei Monate gewesen bin.

Ich bin in Portugal aufgewachsen und als ich elf Jahre war, bin ich weggezogen. Es ist mein Zuhause. Also eins von mehreren. Und es ist auch meine Heimat. Ich habe da noch Freunde und sehr viele Erinnerungen. Ich fühle mich dort wohl und glücklich. Ich kenne mich dort aus. Ich hatte sehr viel Zeit, eine nahe Beziehung zu Portugal zu entwickeln.

Aber es ist nicht nur der Ort, an dem ich Heimat festmache. Was ich am meisten vermisst habe, als ich wegezogen bin, waren die Leute. Meine Freunde, die Leute mit dem ich aufgewaschen bin. Ich werde mich da immer wohl fühlen und es immer vermissen. Zuhause ist der Ort, den man vermisst, wenn man lange weg ist.

Der Ort, wo man geboren wurde, ist nicht automatisch Heimat. Es gibt auch viele andere Kriterien, ob ein Ort Heimat ist oder nicht. Zum Beispiel, ob man die Sprache spricht, ob Teile der Familie dort leben und wie oft man den Ort besucht.

Meine Schwester wurde zum Beispiel in Portugal geboren und ist da aufgewaschen, aber ihre Familie kommt aus England. Sie hat die englische Nationalität, aber sie fühlt sich sehr zu Portugal hingezogen und sagt, dass sie Portugiesin ist. Das es ihre Heimat ist. Für sie ist der Geburtsort sehr wichtig.

Es gibt keine festen Regeln, was für jemanden Heimat oder Zuhause ist. Manche fühlen sich dort, wo sie nur ein paar Tage lang waren, schnell Zuhause. Manche leben viele Jahre lang in einen Ort, wurden vielleicht sogar dort geboren, aber es geht ihnen dort nicht gut, sie haben keine Freunde, fühlen sich nicht sicher und wohl. Dann ist es auch kein Zuhause und keine Heimat.

Ich glaube, dass der Unterschied zwischen Zuhause und Heimat darin liegt, dass es nicht so schwer ist, einen Ort Zuhause zu nennen. Man lebt dort eine Weile lang, man ist glücklich. Aber um einen Ort seine Heimat zu nennen, braucht es etwas mehr. Einerseits einfach mehr Zeit, aber man muss auch wirklich eine Verbindung und Zugehörigkeit fühlen.

Ich konnte nach ein paar Monaten Deutschland mein Zuhause nennen, aber es hat Jahre gedauert, bis es eine Heimat war.

IRIS MONTGOMERY BESUCHT DIE 9.KLASSE UND HAT EIN PRAKTIKUM BEI ADRA IN BERLIN ABSOLVIERT. ADRA UNTERSTÜTZT WELTWEIT PROJEKTE FÜR MENSCHEN, DIE IHRE HEIMAT VERLOREN HABEN, ZUM BEISPIEL DURCH KLIMAVERÄNDERUNGEN, KRIEG ODER VERTREIBUNG. SPENDE UNTER DEM STICHWORT „HEIMAT“ FÜR MENSCHEN IN NOT AUF https://adra.de/spendenformular/.

Wenn die Heimat verschwindet… durch Krieg

Wenn die Heimat durch Krieg verschwindetEs gibt immer mehr Konflikte auf der Welt. Das geht aus dem Weltfriedensindex des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) hervor, der jährlich veröffentlicht wird. ADRA unterstützt Kinder, Frauen und Männer, die durch Konflikte, Gewalt und Terror in Not geraten sind.

Europa war 2018 eine der friedlichsten Regionen der Welt. Sechs europäische Staaten befinden sich unter den Top Ten der friedlichen Länder, Deutschland belegt Platz 17. Das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien und Afghanistan sind die am wenigsten friedlichen Länder der Welt.

Wie geht es den Menschen, die mit Krieg und bewaffneten Konflikten leben müssen? Wenn die Heimat und das eigene Zuhause bedroht sind? Heimat ist der Ort, wo ich dazu gehöre, an dem ich mich sicher fühle und wo die Menschen leben, die mir wichtig sind. Wenn Heimat zerstört wird, ist das immer ein einschneidendes Erlebnis. ADRA lässt die Bevölkerung in Konfliktgebieten nicht allein und ist in Somalia, Nigeria, Afghanistan, im Jemen und in der Ukraine aktiv. „Viele Häuser in meinem Dorf waren nicht mehr bewohnbar, die Menschen hatten kein Trinkwasser und Brot gab es nur einmal in der Woche, weil die Zufahrtsstraßen zerstört waren“, erzählt die 64-jährige Halyna aus der Ostukraine. „ADRA hat uns geholfen, unser Dach zu reparieren und uns mit Trinkwasser versorgt.“ Halyna hat die Krise seit 2014 miterlebt. Noch heute besucht sie regelmäßig einen psychologisch betreuten Gesprächskreis von ADRA, um das Erlebte besser zu verarbeiten. „Ich bin dankbar dafür, dass wir nicht vergessen sind!“

Unterstütze  unsere Projekte mit Deiner Spende. Unter dem Stichwort „HEIMAT“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Zyklon Kenneth trifft auf den Norden von Mosambik

Zyklon Kenneth VerlaufÜber die nördliche Provinz von Mosambik, in Cabo Delgado, ist der Zyklon Kenneth mit voller Wucht gekommen. Laut dem National Disaster Management Institute (INGC) sind circa 163.000 Einwohner von dem Wirbelsturm betroffen. Etwa 35.000 Häuser wurden zerstört und 23.000 Menschen mussten in Notunterkünften unterkommen. Leider gab es bisher auch 38 Todesopfer zu verzeichnen.

Große Zerstörung

Besonders die Bezirke Quissanga, Macomia und Ibo sind von Zyklon Kenneth betroffen. Gerade auf den Ibo-Inseln sind 90 Prozent der Gebäude und der Infrastruktur durch den Wirbelsturm zerstört worden. Neben den zerstörten Häusern kommt hinzu, dass auch einige Schulen und Gesundheitseinrichtungen stark beschädigt wurden, was wiederum die ärztliche Betreuung für die Notleidenden erschwert. Zusätzlich belastet die Region starke Regenfälle und die darauf eintretenden Überschwemmungen, was zur Folge hat, dass Hilfe nur unter erschwerten Bedingungen die Menschen dort erreicht. Und unabhängig vom Sturm kommt noch hinzu, dass Cabo Delgado von einem Konflikt mit nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen betroffen ist, die für Selbstmordanschläge in den Regionen verantwortlich sind.

ADRA leistet Hilfe

Zusammen mit weiteren nationalen und internationalen ADRA-Mitarbeitern ist ein Projektleiter von ADRA Deutschland bereits in Mosambik. Sobald die Flughäfen im Norden wieder geöffnet sind, wird er dort eintreffen und sich ein Bild von der Lage machen und erste Hilfsmaßnahmen einleiten. Sicher ist, dass auf jeden Fall Nahrungsmittel erforderlich sein werden, da viele Familien durch den Zyklon und dessen Folgen ihre Ernte verloren haben. Ebenso muss unverzüglich durch Prävention gegen ein Cholera- und Malariaausbruch angegangen werden. Das bedeutet, eine Wasserversorgung und eine Abwasserentsorgung sind dringend erforderlich.

Bitte unterstützen Sie mit einer Spende die Hilfsbedürftigen in Mosambik unter dem Stichwort „Zyklon Mosambik“ auf https://adra.de/spendenformular/.

Tropischer Wirbelsturm Kenneth trifft auf Mosambik und Tansania

NASA Zyklon KennethWochen, nachdem Mosambik, Malawi und Simbabwe vom Zyklon Idai getroffen wurden, wird erneut Mosambik und Tansania von einem weiteren starken Wirbelsturm heimgesucht.

Mosambik zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen betroffen

Der Zyklon Kenneth, der sich von einem Sturm der Kategorie 1 auf einen Sturm der Kategorie 4 mit Windböen bis 225 Stundenkilometern verschärfte, kommt über die nördliche mosambikanische Provinz Cabo Delgado. Der Sturm wird sogar stärker eingeschätzt als der Zyklon Idai und kann laut Berichten lebensbedrohliche Sturmfluten und mögliche großflächige Überschwemmungen verursachen.
Die lokalen Behörden haben die Gemeinden vor dem Zyklon gewarnt, gefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und sich vor zerstörerischen Winden und steigenden Überschwemmungen zu schützen.
„Viele der Bevölkerung in Kenneths Weg haben diese Zustände noch nie erlebt, und ohne das genaue Ausmaß der Schäden zu kennen, werden die Gemeinden, wenn es sich um die Auswirkungen des Zyklons Idai handelt, sauberes Wasser und Schutz benötigen“, sagt Mario de Oliveira, Direktor für Notfallmanagement der Adventist Development and Relief Agency. „Für die Landwirte wird die Unterstützung bei der Erholung und dem Aufbau ihrer Lebensgrundlage durch zerstörte Kulturen notwendig sein.“
Kenneth schlug auch die Komoren, ein Archipel mit einer Bevölkerung von einer Million Menschen zwischen dem afrikanischen Festland und Madagaskar, Anfang Mittwoch, mit Windböen von bis zu über 230 Stundenkilometern laut Wetterkanal.

ADRA vor Ort

Aufgrund des anhaltenden Sturms ist derzeit der Flugverkehr eingestellt, so dass unser ADRA Deutschland-Mitarbeiter, der schon seit einiger Zeit in Mosambik ist, erst Anfang nächster Woche in das betroffene Gebiet reisen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass dies ein konfliktbehaftetes Gebiet ist, unmittelbar an Tansania angrenzend. Ebenfalls entsenden auch andere ADRA-Organisationen Notfallteams nach Mosambik, sobald der Sturm vorbei ist, um gemeinsam eine Bedarfsanalyse durchzuführen.

Malaria breitet sich in den von Zyklon Idai geschädigten Regionen aus

Malaria in MosambikZyklon Idai hat nicht nur für Sturmschäden, Überschwemmungen und Ernteausfällen in Südostafrika gesorgt, sondern bedroht die Menschen dort nun auch mit Krankheiten. Neben der Cholera steigt die Anzahl der Malariafälle drastisch an.

Generell liegen die Gebiete mit hohem Risiko für Malaria in den Ländern südlich der Sahara, darunter auch die von Zyklon Idai betroffenen Länder Malawi, Simbabwe und Mosambik. Die weibliche Anpoheles-Mücke ist der Überträger der Krankheit, von denen etwa 40 Arten die Malaria übertragen können. In stehenden Gewässern verbreiten sich die Moskitos, die den Erreger in sich tragen. Unabhängig von lokalen Naturkatastrophen vergrößert sich durch die globale Erderwärmung sich das Verbreitungsgebiet der Malaria-Mücke. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bereits heute drei Milliarden Menschen von der Infektion potenziell bedroht. Für zirka 435.000 Menschen jedoch endete die Malaria nach WHO-Angaben im Jahr 2017 tödlich.

ADRA bekämpft die Ausbreitung der Malaria

Nach dem Zyklon Idai gibt es bereits über 14.000 gemeldete Fälle allein in Mosambik. ADRA versucht durch Aufklärung und Prävention die Infektionen einzudämmen. Ebenso kann durch eine sofortige medizinische Versorgung in den betroffenen Gebieten der Krankheitsverlauf abgeschwächt werden. Zur Bekämpfung der Malaria reicht es nicht aus, darauf zu warten, dass die überschwemmten Gebiete trocknen. So verteilt ADRA zum Beispiel in den betroffenen Gebieten Mückenspray und Moskitonetze an die betroffene Bevölkerung.

Wenn auch Sie die Menschen in Südostafrika unterstützen möchten, dann können Sie das auf https://adra.de/spendenformular/ unter dem Stichwort „Zyklon Idai“ mit einer Spende tun.