Am 09.12. ist Anti-Korruptions-Tag

„Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“.  So lautet das sechzehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, welche im September 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem auch darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesellschaft geben. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn „Der Begriff Korruption ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (-Transperency Insternational). Und wie soll man etwas bekämpfen, wovon man nicht genau weiß, was das ist und wann, wo und wie es stattfindet?

Die Grundlage dafür und für das Erreichen der gesamten 17 Ziele ist Bildung. Das vierte Ziel fordert eine „chancengerechte und hochwertige Bildung“ für jeden Menschen weltweit. Bildung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, denn Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Leben in jeder Hinsicht und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der darin lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption würde verringert, wenn nicht sogar komplett vernichtet werden, wenn alle Menschen die gleiche chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten würden und somit eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zukunft bekämen.

Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sollen bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Doch um dies zu realisieren, müssen noch viele Schritte getan werden. Je mehr Menschen sich engagieren und mitarbeiten, damit diese Ziele Realität werden, desto besser ist es und desto wahrscheinlicher wird das Erreichen der Ziele.

Auch ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vorzugehen. ADRA Deutschland führt zahlreiche Projekte in verschiedenen Ländern durch, bei denen es darum geht, Bildung zu ermöglichen und zu fördern. Zum Beispiel ermöglicht ADRA Schülerinnen und Schülern in Konfliktgebieten in Myanmar einen Zugang zu Bildungseinrichtungen, unterstützt die lokalen Schulen mit Managementtraining und Unterrichtsmaterialien und Lehrer/-innen erhalten Weiterbildungen. Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt in Somalia. Hier arbeitet ADRA schon viele Jahre im Aufbau des Bildungssystems mit. Es werden sowohl Grund-, als auch Oberschulen aufgebaut, in denen Jungen und Mädchen eine qualitativ gute Bildung erhalten sollen. Zudem erhalten Lehrkräfte, mit einem Mindestanteil von 40% Frauen, Fort- und Weiterbildungen. Dabei ist es ADRA wichtig, den Schülerinnen und Schülern eine sichere und geschützte Lernumgebung zu bieten.

Abgesehen von solchen Projekten, bietet ADRA Deutschland einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst für junge Leute an, bei dem die Teilnehmer für ein Jahr in Entwicklungsländer entsendet werden und dort in einem Projekt mitarbeiten. Ein solches Jahr in einem Entwicklungsland öffnet jungen Menschen die Augen für viele wichtige entwicklungspolitische Themen, unter anderem auch für das Thema „Korruption“. Sie erkennen, was es heißt in einem Land zu leben, in dem Korruption herrscht und ein fester Bestandteil des Alltags ist und warum es wichtig ist, gegen Korruption vorzugehen. Jedes Jahr am 9. Dezember wird am Internationalen Antikorruptionstag daran erinnert.

„Wir sollten für die Bewohner in Mekelle beten“ – Eskalation der Gewalt in Äthiopien

Der ausgebrochene Konflikt in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, macht uns große Sorgen. Wir hoffen und beten, dass die Menschen dort zum Frieden zurückkehren.

Die Kampftruppen der äthiopische Zentralregierung rücken auf die Regionalhauptstadt Mekelle vor. Dort leben ca. 500.000 Menschen. In Mekelle unterstützt ADRA die Mekelle Adventist School und eine Kinderklinik. Außerdem bildet ADRA junge Äthiopier*innen in der Region zu Solartechniker*innen aus.

Sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten wurden gekappt, es gibt keinen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen oder zu den Menschen in den Projekten.

ADRA Mitarbeiter beten für baldige Beendigung der militärischen Auseinandersetzung und für Frieden.

Sänger Michael Patrick Kelly ist Pate des KiKA Awards 2020

Am 20. November wird der KiKA Award 2020 verliehen. ADRA und die Aktion „Kinder helfen Kindern“ unterstützen den Preis.

„Man merkt, dass Kinder auch ein Herz für andere Kinder haben.“

Der Award wird in vier Kategorien verliehen. Dem Paten der Kategorie „KiKA Kinder für Kinder Award“, dem Sänger Michael Patrick Kelly, konnten wir vorab vier Fragen stellen:

Michael Patrick Kelly ist Pate des „KiKA Kinder für Kinder Award“
(c) Marvin Ströter

1.        Was hat dich motiviert, beim „KiKA Award“ als prominenter Pate mitzumachen?

Ich finde es total schön, Pate für den „KiKA Award“ in der Kategorie „Kinder für Kinder“ sein zu dürfen. Hier werden Kinder ausgezeichnet, die sich für andere, die in Not geraten sind, einsetzen. Man merkt, dass Kinder auch ein Herz für andere Kinder haben. Sie kennen sich untereinander zwar nicht, aber erkennen Situationen, in denen sie sich helfen wollen. Das ist Liebe – und deswegen ist das meine Kategorie!

2.       Du vertrittst die Kategorie KINDER FÜR KINDER-Award. Worauf freust du dich hier am meisten, was sind deine Erwartungen an die Projekte der Kids?

Ich finde es einfach so inspirierend, wenn Kinder aus eigener Initiative Projekte starten, um anderen Kindern zu helfen. Es gibt so viele Projekte, wo Menschen sich für diverse Themen einsetzen. Aber wenn Kinder sich für Kinder einsetzen, obwohl sie ihre Zeit mit Spielen und Freizeit verbringen könnten, zeigt das schon sehr viel Herz und Charakter! Für mich ist das die schönste Kategorie!

3.     Hast du dich aufgrund deiner frühen Popularität auch schon früh in der Öffentlichkeit engagiert?

Meine Eltern waren sehr großzügige Menschen, die sich immer für Leute in Not eingesetzt haben und so bin ich auch groß geworden – das hat mich natürlich sehr geprägt. Ich weiß noch, wie ich als Kind bei einer TV-Show ein Spendenalbum in den Händen hielt und es in die Kamera zeigen sollte. Das war meine erste bewusste Begegnung mit Menschen und vor allem auch Kindern, denen es sehr schlecht geht. In meiner Familie hat man mich immer den „Peace Maker“ genannt, weil ich immer versucht habe, Frieden zu schaffen, wenn Streit war.

4.      Wie könnte auch der KiKA Award mit den Ideen der Kids helfen, unsere Welt ein bisschen besser zu machen?

Sich zu engagieren ist wichtig! Wenn jeder von uns nur ein kleines bisschen Gutes tut, könnten wir eine viel schönere Welt gestalten.


© KiKA

Gemeinsam füreinander da zu sein!

Unter diesem Motto wird am Freitag, dem 20. November um 19:30 Uhr der KiKA Award verliehen. Es handelt sich um einen Kinderpreis, deshalb können sich nur Kinder bewerben und nur Kinder können abstimmen. Wir wünschen den Nominierten alles Gute!

Die Nominierten und weitere Informationen findet ihr unter https://www.kika.de/kika-award/index.html

KiKA ist der Kindersender von ARD und ZDF für Kinder und Jugendliche. 

Warum bekomme ich immer Post von ADRA? Ich spende doch auch so!

Wie ein Brief Leben rettet

Mein Name ist Mailing, ich bin ein Spendenaufruf von ADRA. Du hast mich vielleicht schon in deinem Briefkasten gefunden. ADRA hat mich geschickt, um dich über eine aktuelle Notsituation zu informie­ren, damit du helfen kannst. Viele Spender freuen sich über mich und spenden entweder zusätzlich, oder nur dann, wenn ein Aufruf kommt. So kommen 10 bis 20 Mal so viele Spenden zu ADRA und die Kosten für mich und die anderen Briefe sind nur ein Bruchteil der Spendeneinnahmen. Für einen Euro, den ADRA für die Spendenbriefe ausgibt, kommen 10 bis 20 Euro für die schnelle Hilfe bei Katastro­phen oder für die Verwendung in Entwicklungsprojekten zurück. Das heißt, ich verbrauche keine Spendengelder, sondern ich mache mehr daraus. Wenn du mich nicht mehr im Briefkasten finden möchtest, melde dich einfach beim Spenderservice unter der Tel. 06151/8115-19.

Am 6. November ist Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten

1971 – der letzte amerikanische Flieger gleitet über Vietnam und versprüht literweise giftiges Entlaubungsmittel über dem Land. Noch heute leiden Menschen unter den Folgen des wohl größten Chemie-Angriffs der Geschichte. Das Gift TCDD hat im ganzen Land irreparable Schäden verursacht und befindet sich weiterhin im lokalen Nahrungsangebot. Es ist keine Seltenheit, dass die Zerstörung und Ausbeutung der Natur strategisch in Kauf genommen wird, um kriegerische Ziele zu erreichen.

Es handelt sich hier um einen Teufelskreis, denn kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, werden nachhaltige Lebensgrundlagen zerstört, beispielsweise durch das Vergiften von Trinkwasser. Eine Verknappung der Ressourcen ist die Folge. Dies stellt eine große Belastung für die Menschen dar und wird häufig Ursache für neue Auseinandersetzungen.

Dieser Internationale Gedenktag findet jährlich am 6. November statt und wurde von den Vereinten Nationen 2001 ins Leben gerufen. Er soll ein Bewusstsein für die beschriebene Problematik wecken und gleichzeitig eine Mahnung sein, die Vergangenheit nicht zu vergessen. Kurzfristige Kriegsziele dürfen Lebensbedingungen nicht radikal verschlechtern. Die schwerwiegenden Folgen für Menschen und Natur beeinträchtigen häufig auch kommende Generationen.

Die UN hat 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert, welche weltweit Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene sichern sollen. Eine der Kernbotschaften ist, den Planeten zu schützen und Ökosysteme zu stärken. Der Zusammenhang zwischen den Zielen der UN und der Verhütung der Ausbeutung der Umwelt besteht darin, dass eine nachhaltige Entwicklung nicht erreicht werden kann, wenn die Umwelt weiterhin dermaßen durch Kriege geschwächt wird.

ADRA Deutschland e.V. setzt sich weltweit für die Umsetzung dieser Ziele ein. Sie unterstützen die Weltgemeinschaft darin, globale Herausforderungen wie Hunger, Armut und den Klimawandel zu bewältigen. Auch im Bezug auf die beschriebene Problematik gibt es einige Hilfsprojekte von ADRA. Ein Beispiel für die humanitäre Arbeit, die ADRA für Menschen in bewaffneten Konflikten leistet, ist die Seenotrettung. Auf der Flucht über das Mittelmeer nach Europa ertrinken unzählige Menschen, wogegen ADRA vorzugehen versucht. Ein weiteres Beispiel sind Projekte in der Ostukraine. Der dort herrschende Bürgerkrieg hat zur Folge, dass Infrastrukturen zusammenbrechen und ein Mangel an wesentlichen Gütern wie Wasser, Strom und Heizung herrscht. Bildung und Gesundheit ist für einen Großteil der Bevölkerung nicht zugänglich. ADRA hilft vor Ort über 13.000 Menschen.

Den Folgen einer Auseinandersetzung wird häufig wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die UN und Hilfsorganisationen wie ADRA setzen sich dafür ein, dass die Ausbeutung der Umwelt durch Kriege nicht in Vergessenheit gerät und schon bestehenden Schäden behoben werden.

Unterstütze die Arbeit von ADRA mit deiner Spende. Danke! >> zum Spendenformular

Wir sind Teil unserer Umwelt – am 24. Oktober ist Tag der Schöpfung

Immer spürbarer wird die Endlichkeit natürlicher Ressourcen. Die Frage nach der Verantwortung für unsere Erde und Meere einerseits sowie die Notwendigkeit der Versorgung der stetig anwachsenden Weltbevölkerung mit einem Zuhause, Nahrung und Wasser andererseits, ist komplex.

Die Frage nach der Verantwortung umfasst immer auch weltanschauliche, religiöse und kulturelle Aspekte. Menschenbild, Naturverständnis und Schöpfungstheorie haben Einfluss darauf, in welchem Bezug sich der Einzelne zu seinen Mitgeschöpfen und zur Schöpfung sieht. Die biblischen Texte verweisen immer wieder auf den Schöpfergott, der das Leben schuf und der sich um seine Geschöpfe sorgt: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“ (Genesis 1.31) .

Der Mensch ist Teil der Schöpfung. Er hat in Genesis 2, 15 die Verantwortung für sie übertragen bekommen, damit er sie „bebaue und bewahre“. Das bezieht sich auf die gesamte Umwelt – Pflanzen, Tiere, Wasser, Luft und Erde. Der Mensch soll beides – behutsam und achtsam die Welt gestalten und sie gleichzeitig behüten und bewahren. Die Aussagen der Bibel sind aktuell. Die Bewältigung der Umweltprobleme und das Bewahren der Natur ist eine gemeinsame Aufgabe für uns alle!

Um der Welt zu helfen

ADRA setzt sich weltweit für Menschen in Not ein. Dabei wird nicht nur der einzelne Mensch, sondern sein gesamtes Umfeld unterstützt. Dazu gehört ebenso die Umwelt. Durch Maßnahmen wie Wiederaufforstung und Bodenanreicherungstechniken, Waldschutz, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Wasserspar- und Bewässerungstechniken werden nachhaltig Natur- und Umwelt geschützt.

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende. >> zum Spendenformular

Philippinen: EMPOWER-Projekt nimmt erste Hürden

Die Klimakatastrophe wird Länder wie die Philippinen hart treffen. Unwetter, Überschwemmungen und Stürme nehmen zu und werden heftiger. Durch Katastrophenvorsorge will ADRA das Schlimmste verhindern und Menschen retten. Das Projekt hat nun die erste Hürde genommen.

Vom 14. bis 18. September fand in Tagaytay City ein Workshop zur Maßnahmenplanung statt. Wie bei ADRA üblich werden zuerst die Bedürfnisse der Betroffenen abgefragt und in die Planung einbezogen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die virtuelle Teilnahme von Expert*innen aus den Bereichen Katastrophenvorsorge, Klimaanpassung, ländlicher Raum, Good Governance.

Gemeinsames Ziel des Projektes ist es, die zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken und sie mit der lokalen Regierung in einen Austausch zu bringen. Dazu gehören Themen wie Gesetze und Richtlinien der Katastrophenvorsorge, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung. Besonders im Fokus sind Menschen mit Behinderungen mit ihren besonderen Bedürfnissen.

In einem nächsten Schritt werden nun Multiplikator*innen ausgebildet, die dann wiederum die Bevölkerung schulen werden. So verbreitet sich das Wissen, während gleichzeitig Schutzteams aufgebaut werden, die im Ernstfall ganz praktische Hilfe leisten. Die Stärkung der Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Schritt, der über Katastrophenvorsorge hinausgeht. Hierbei handelt es sich um nachhaltiges EMPOWERment!

Das Projekt wird unterstützt durch die Europäische Union