Am Weltkindertag wollen wir Gehör finden

Wohl alle Kinder werden neidisch auf ihre Altersgenossen in Thüringen am 20. September sein. Warum? Seit diesem Jahr ist in diesem Bundesland der Weltkindertag, der an diesem Datum stattfindet, ein Feiertag. „Wir Kinder haben Rechte!“ lautet das Motto. Mindestens an diesem Tag haben die Eltern dann keine Ausreden mehr, wenn ihre Kinder mit ihnen spielen wollen.

Aber nicht nur innerhalb der Familie sollen die Rechte der Kinder gefördert werden. ADRA unterstützt die Forderungen von UNICEF Deutschland und vom Deutschen Kinderhilfswerk, Kinder ernster zu nehmen und besser über ihre Rechte zu informieren. Kinder und Jugendliche sollen und wollen aktiv an der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken und dabei von ihren Eltern unterstützt werden. Können wir nicht alle an diesem Tag frei haben?

Spenden Sie unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“ und fördern Sie damit unsere Projekte für eine bessere Zukunft der Kinder. >> zum Spendenformular

Hurrikan auf den Bahamas: ADRA schickt Notfallteam

Der Wirbelsturm Dorian traf den Inselstaat Bahamas auf höchster Stufe und setzte sich drei Tage lang fest. Das Ausmaß der Zerstörung wird nun erst deutlich. Das Katastrophenschutzteam von ADRA auf den Bahamas arbeitet eng mit der Adventistischen Kirche und den lokalen Behörden zusammen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln, um schnell und zielgerichtet helfen zu können.

„Dieser [Hurrikan Dorian] ist der schlimmste und größte
Sturm, den die Bahamas je erlebt haben“, sagt Leonardo Rahming, Generalsekretär
der Südbahamas-Konferenz und ehrenamtlicher Helfer bei ADRA. „Dorian
verursachte vor allem auf den Inseln Abaco und Grand Bahama Verwüstungen, was
dazu führte, dass Kommunikation und Strom auf beiden Inseln unterbrochen
wurden“, so Rahming.  Der UN-Chef
für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, sprach von 70.000 Menschen, die
auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Einwohner der Bahamas-Inseln
benötigen dringend Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente.

Zwischenzeitlich ist die Anzahl der Todesopfer des Hurrikans
auf 30 gestiegen, viele Menschen werden immer noch vermisst. Die
Aufräumarbeiten können jetzt erst beginnen, da der Wirbelsturm sich
ungewöhnlich lange auf den Bahamas festsetzte. Bisher sind die Inseln nur per
Hubschrauber zu erreichen, da die Flughäfen Abaco and Grand Bahamas beschädigt
oder wegen Überschwemmungen vorübergehend außer Betrieb sind. Auch
Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden. Darin
unterscheiden sich die Auswirkungen des Hurrikans Dorian nicht gravierend von
den Zerstörungen anderer Wirbelstürme wie dem Zyklon Idai im Frühjahr vor der
Südostküste Afrikas.

ADRA schickt Notfallteam auf den Inselstaat

Eine große Stärke des ADRA Netzwerks ist es, dass es
Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt gibt, die im Ernstfall
unverzüglich handeln können. So auch auf den Bahamas. Das internationale ADRA-Notfallteam
ist auf dem Weg nach Nassau und wird so schnell wie möglich weiter in die
betroffenen Gebiete vordringen. ADRA transportiert Wasser, Nahrung und NFI
(Non-Food-Items = lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken,
Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser), in die Katastrophenregion. Viele
Menschen sind durch den Hurrikan obdachlos geworden. Deshalb plant ADRA mit der
Hilfe von Freiwilligen eine Zeltstadt auf den Abaco-Inseln und eine Zeltstadt
auf Grand Bahama aufzubauen.

Der Inselstaat Bahamas hat in etwa so viele Einwohner wie
die Stadt Wuppertal. Von den 700 Inseln sind nur 30 bewohnt. Haupterwerbszweig
der Bahamas ist der Tourismus, in dem etwa 60 % der erwerbstätigen Bevölkerung
beschäftigt sind.

Inzwischen bereiten sich die Menschen an der Südostküste der USA auf die Ankunft des Sturms vor, der von der höchsten Kategorie fünf auf zwei heruntergestuft wurde und nun wieder an Stärke zunimmt. Ihre Spende hilft ADRA bei der Versorgung der Menschen und dem Wiederaufbau auf den Bahamas. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

20. Jubiläum: „Aktion Kinder helfen Kindern!“

Im Jahr 1999 startete ADRA die „Aktion Kinder helfen Kindern!“, damals noch unter dem Namen „Weihnachts-Spendenaktion“. Seitdem organisiert ADRA jährlich zur Weihnachtszeit eine Sammlung für Kinder in Osteuropa. Vor 20 Jahren startete ADRA die „Aktion Kinder helfen Kindern!“, um Mädchen und Jungen in ärmeren Gegenden eine Freude zu machen. Mit unserer jährlichen Aktion öffnen wir die Tür zwischen zwei verschiedenen Welten. Kinder in Deutschland erfahren, wie Gleichaltrige in anderen Teilen Europas leben und bekommen einen Eindruck davon, wie sich Barmherzigkeit anfühlt. Fast 35.000 Pakete zauberten im letzten Jahr ein Lächeln auf die Gesichter der Beschenkten. Die Pakete wurden durch Kinder in Deutschland mit Schul- und Spielsachen, Kuscheltieren und anderen nützlichen Dingen befüllt. Was für uns nur Kleinigkeiten sind, ist für die beschenkten Kinder etwas ganz Besonderes. Wir danken unseren Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre großartige Arbeit. Eine Aktionsgruppe trifft sich bestimmt auch in eurer Nähe. Termine und Aktionsgruppen findet ihr unter www.kinder-helfen-kindern.org.

Unterstützen Sie die Aktion „Kinder helfen Kindern“ mit Ihrer Spende.   >> zum Spendenformular

Die Lage im Jemen bleibt kompliziert

Seit März 2015 wütet im Jemen ein barbarischer Krieg zwischen Regierungstruppen, ausländischen Verbündeten und bewaffneten Oppositionsgruppen. Der Krieg hat große Teile der zivilen Infrastruktur zerstört und die bereits vor Kriegsausbruch verarmte jemenitische Bevölkerung hart getroffen.

Behandlungszimmer auf der Kinderstation ©ADRA Yemen
Behandlungszimmer auf der Kinderstation (c) ADRA Yemen

Nun hat sich die Lage noch einmal verschärft. Das
Militärbündnis zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien
und den Regierungstruppen bricht auseinander, es droht ein Bürgerkrieg im
Bürgerkrieg. Leidtragende, im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Jemenitinnen
und Jemeniten, allen voran die Kinder.

Die aktuelle Situation im Jemen

Nach Zahlen der Vereinten Nationen sind mehr als 24 Millionen Menschen (ca. 80 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfe angewiesen, besonders auf Nahrung und medizinische Versorgung. Eine Cholera-Epidemie hat mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet. Bisher wurden mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle gemeldet.

Ärzte und ADRA-Mitarbeiter bei einer Einsatzbesprechung ©ADRA Yemen
Ärzte und ADRA-Mitarbeiter bei einer Einsatzbesprechung (c) ADRA Yemen

Ein baldiges Ende der Kampfhandlungen ist nicht in Sicht. Deshalb ist die Arbeit von ADRA im Jemen so wichtig! Seit sieben Jahren ist ADRA Deutschland im Wiederaufbau des Gesundheitssystems tätig. ADRA stellt Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen in Al-Hudaydah, Hajjah und Saada, im Norden und Nordwesten des Landes, bereit. Dazu kommen Gesundheitsschulungen, die ADRA organisiert. Einen weiteren Fokus legt ADRA im Jemen auf Schwangere und stillende Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern. ADRA versorgt Mütter und ihre Kinder bei Krankheiten und Unterernährung. Damit es im Jemen eine nächste Generation gibt, müssen besonders Kleinkinder geschützt werden. Sie trifft Unterernährung oder Mangel besonders hart und reist nachhaltige Lücken in ihre Entwicklung. Bisher konnten dadurch über 9.000 kleine  Patienten stabilisiert und gerettet werden.

Unter dem Stichwort „JEMEN“ unter https://adra.de/spendenformular/ können Sie helfen.

Seenotrettung: Häufig gestellte Fragen

Warum unterstützt ADRA die Seenotrettung im Mittelmeer?

ADRA hat mit seinem weltweiten Netzwerk einen humanitären Auftrag. D.h., wenn Menschen in Not sind, hilft ADRA – ohne Ansehen der Person, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen Herkunft, Alter oder Geschlecht. Leben ist ein Menschenrecht. Hilfsorganisationen wie ADRA arbeiten nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie nach den Verhaltensgrundsätzen für Nichtregierungsorganisationen bei Katastrophen (ICRC-Verhaltenskodex). Die zivilen Rettungsschiffe handeln entsprechend der UN-Seerechtskonventionen. Demnach soll jeder Schiffbrüchige gerettet und in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden.

Wie sieht die Unterstützung der Seenotrettung von ADRA aus?

ADRA Deutschland e.V. unterstützt aktuell in einem Konsortium von Hilfsorganisationen aus dem Katastrophenbündnis Aktion Deutschland hilft die Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANNEE finanziell. Die unterstützenden NGOs sind Aktion Deutschland Hilft, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), Islamic Relief, die Kinderhilfswerk-Stiftung Global Care und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Die Crew von SOS MEDITERRANEE arbeitet an Bord mit einem Team von Ärzte ohne Grenzen, die die Geretteten medizinisch versorgen.

Humanitäre Hilfe ist religionsübergreifend. ADRA als christlich geprägte NGO arbeitet hier in der Seenotrettung mit einer jüdischen und islamischen Organisation Hand in Hand für Menschen in Not.

Warum flüchten denn immer wieder Menschen über das Mittelmeer nach Europa und werden sie durch die Seenotrettung nicht zur Flucht bestärkt?

Das Mittelmeer gilt als die tödlichste Fluchtroute der Welt, im Jahr 2016 ertranken über 5.000 Menschen, im Jahr 2018 waren es rund 2.300 Personen. Niemand verlässt freiwillig seine Heimat. Menschen, die sich dazu entschließen, tun dies, weil sie Verfolgung, Gewalt, Krieg, Hunger oder Armut erfahren oder andere humanitäre Krisen erleben. Auf gefährliche Wege begibt sich kein Mensch ohne Grund und ohne Hoffnung auf eine bessere Perspektive. Dazu kommt, es gibt für die Behauptung keinerlei Nachweis. In der Zeit, in der weder private noch staatliche Rettungsboote unterwegs waren, wagten trotzdem Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer.

Fördert die Seenotrettung nicht Geschäfte der Schleppernetzwerke?

Rettungsschiffe retten Menschenleben vor dem Ertrinken. Das ist ihr humanitärer Auftrag. Sie verhindern, dass Menschen, die in Seenot geraten, sterben. Wenn keine Hilfe vor Ort wäre, würde es noch mehr Tote geben. Das bedeutet, dass die Gegenwart von Rettungsschiffen nicht die Flüchtlingszahlen steigert, jedoch die Zahl der Menschen, die auf der Flucht sterben, verringern.

Warum bringen die Seenotretter die Geretteten nicht nach Tunesien?

Tunesien ist kein sicherer Hafen, und auch kein sicheres Herkunftsland. Amnesty International sagt dazu: In den Maghreb-Staaten werden Menschen nach wie vor aufgrund ihrer Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Einstellungen diskriminiert und verfolgt. Amnesty dokumentierte in Algerien, Marokko und Tunesien auch im vergangenen Jahr Fälle von Verfolgung, Folter und Misshandlung.

Handelt es sich bei den Flüchtlingen nicht um Wirtschaftsflüchtlinge ohne Bleibeperspektive statt politisch Verfolgten?

Unser Humanitärer Auftrag gilt den Menschen in Not.  ADRA Deutschland e. V. leistet weltweit Unterstützung für alle Menschen – unabhängig von der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Identität. Die Entscheidung über einen Status von Geflüchteten treffen Rechtsstaaten, nicht Hilfsorganisationen.

ADRA unterstützt Seenotrettung

Seit Jahren fliehen Menschen unter Einsatz ihres Lebens aus den Krisenregionen. Ihr Weg führt sie über das Mittelmeer zu uns nach Europa. Im Jahr 2016 ertranken über 5.000 Menschen im Mittelmeer, im folgenden Jahr starben oder verschwanden laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 3.100 Geflüchtete, im vergangenen Jahr (2018) waren mehr als 2.300 Tote und Vermisste zu beklagen. In diesem Jahr sind bereits über 500 Menschen verstorben oder werden vermisst. Das UNHCR befürchtet, dass die Zahl der Ertrunkenen weit höher ist als angenommen. Als Gründe dafür gelten unter anderem die Einschränkungen und Verbote der zivilen Seenotrettung.

ADRA unterstützt die Ocean Viking
(c) SOS MEDITERRANEE

Die Rettung Schiffbrüchiger ist ein humanitäres Gebot, das sich aus dem Selbstbild von ADRA Deutschland ergibt. Deshalb unterstützen wir SOS Mediterranee bei ihrem Einsatz im Mittelmeer zur Rettung von Menschen aus Seenot. Dies tun wir zum einen mit Spenden, um die wir bitten, und durch Aufklärungsarbeit.

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Spendenstichwort „SEENOTRETTUNG“

Der ADRAshop als eine Bildungsinsel der besonderen Art

ADRAshop - Gutes kaufen. Gutes tun.„Gutes Kaufen. Gutes Tun.“ Unter diesem Motto wirken Woche für Woche die Unterstützer der ADRAshops dabei mit, Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen zu stillen. Dabei fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass es bei diesem Geschäftsmodell nicht einfach nur um materielle Werte geht, die hier aus dem Shop heraus an die Kunden gelangen. Der ADRAshop ist viel mehr als ein Laden in dem gespendete Secondhandwaren zum Kauf angeboten werden. Der Umgang mit Ressourcen steht neben Themen der Entwicklungspolitik und der sozialen Verantwortung im Mittelpunkt des Bildungsauftrages, den der ADRAshop als Ziel definiert hat. Durch die Wiederverwendung guterhaltener Kleidung nehmen die Kunden aktiv an einem ganzheitlichen Recyclingprojekt teil und helfen mit, die Schöpfung zu bewahren.

Kommen Sie doch in einem unserer ADRAshops einfach mal vorbei. Wo überall unsere Standorte sind, können Sie auf adrashop.de finden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!