Bildung fördern – Zukunft schenken

Bildung fördern - Zukunft schenkenOhne Bildung entsteht ein Mangel – Mangel an Wissen, Mangel an Lösungsansätzen und Perspektiven, aber auch Mangel am Erlernen von Fertigkeiten, die ein selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben ermöglichen.
Bildungschancen hängen stark vom Wohnort und Einkommen der Eltern ab. Gerade in ländlichen Regionen der Entwicklungsländer wird Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen erschwert: Der Weg ist zu weit, Fahr- und Schulgeld sowie Schulmaterialien sind für die Eltern nicht erschwinglich. Viele Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder sich bei der Haus- und Feldarbeit beteiligen. Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten haben es besonders schwer. Ein kindgerechter Alltag mit regelmäßig stattfindendem Unterricht ist nicht immer gewährleistet, weil die Infrastruktur und Bildungssysteme zusammengebrochen sind. Dabei ist mangelnde Bildung eine der Hauptursachen für Armut! Nur durch Bildung kann dieser Kreislauf der Armut durchbrochen werden. „Bildung ist die mächtigste „Waffe“, mit der man die Welt verändern kann“, sagte Nelson Mandela.
Die Arbeit von ADRA ist in die global gültigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) eingebunden, um allen Menschen eine chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen und ein lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

Unterstütze unsere Projekte mit Deiner Spende. Unter dem Stichwort „BILDUNG“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Danke, Dortmund!

ADrA auf dem evangelischen Kirchentag in DortmundDer 37. Evangelische Kirchentag ist zu Ende. Bestes Sommerwetter und 2.400 Veranstaltungen lockten rund 121.000 Besucherinnen und Besucher nach Dortmund. In den Westfalenhallen luden verschiedenen Aussteller auf dem Markt der Möglichkeiten ein, sich kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen.
Auch am ADRA-Stand war viel los. Vielen Dank unseren Besuchern für das Interesse an der Arbeit von ADRA und für die guten Gespräche. Wir habe viel Zuspruch erhalten, dass sich ADRA für etwas Sinnvolles engagiert! Danke an alle Kollegen und Mitwirkenden, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben!

Besuchen Sie uns auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund!

„Was für ein Vertrauen!“ Dieser Bibelvers aus 2. Könige 18,19 ist das Motto des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages, der in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindet. Besuchen Sie uns in Halle 4 am Stand 4-D34 und kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Die Welt ist geprägt von Spannungen, humanitären Katastrophen, Krieg und Gewalt. Als christliche Hilfsorganisation vertraut ADRA auf Gottes Beistand und Hilfe, um vertrauenswürdige Arbeit zu leisten. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir uns für Menschen in Not ein. Damit Menschen wieder hoffen können und Perspektiven für die Zukunft bekommen. An unserem Marktstand informieren wir Sie über die Arbeit und Hintergründe der humanitären Hilfe und stellen unsere aktuelle Bildungskampagne „Every Child. Everywhere. In School.“ vor.
Der Markt der Möglichkeiten in den Messehallen ist von 20. bis 22. Juni von 10:30 bis 18:30 geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wenn die Heimat verschwindet… durch Vertreibung

Wenn Heimat verschwindet durch Vertreibung„Ich bin wie ein Baum, der ohne Wurzeln leben muss!“ Keynan ist 28 Jahre alt und in einem kleinen Dorf im Süden Somalias zuhause. Seine Heimat hat er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen. Bürgerkrieg, religiöser Extremismus mit wiederkehrenden Anschlägen und Gewalt versetzten Keynan in Angst und Schrecken.

Die unsichere Lage für die Bevölkerung wird durch Dürre und Hunger verstärkt und macht wie Keynan über 2 Million Menschen in Somalia zu Vertriebenen im eigenen Land. Damit steht Somalia auf Platz 5 der Länder mit den meisten Binnenvertriebenen. Weltweit waren 2018 laut UN 68,8 Millionen Frauen, Männer und Kinder auf der Flucht.
Vor zehn Jahren waren es nur 37,5 Millionen.

Keynan nahm große Risiken in Kauf und ließ alles zurück, was ihm lieb und teuer ist. „Flucht war der einzige Ausweg, doch ich habe alles verloren. Ich habe meine Heimat, meinen ganzen Besitz, Freunde und Familie verlassen, um in Sicherheit zu sein. Jetzt habe ich Schutz, lebe aber an einem fremden Ort mit Fremden auf engstem Raum zusammen“, beschreibt er die Situation im Flüchtlingscamp. „Wir Geflüchtete befinden uns in einem Schwebezustand. Wir wissen nicht, wie lange er andauert und können nicht selbst bestimmen, was wir essen, kaufen oder arbeiten dürfen!“ ADRA setzt mit seiner Projektarbeit genau an dieser Stelle an. Die Hilfsmaßnahmen werden an die Verhältnisse der Notleidenden angepasst. Die vertriebenen Menschen werden in die Planung und Umsetzung mit einbezogen. Wenn sich Somalia eines Tages stabilisiert hat, möchte Keynan in seine Heimat zurückkehren. Sie können ihn dabei unterstützen!

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA für Vertriebene unter dem Spendenstichwort „Heimat“ oder online direkt über das Spendenformular.

Das Evangelium mit Taten verkündigen

Frank Brenda von ADRA Deutschland - Das Evangelium mit Taten verkünden

Ende April verließ Frank Brenda (65,5) ADRA Deutschland e.V. in Richtung (Un)Ruhestand. Zum Abschied führte die Redaktion von ADRAheute ein Interview mit Frank.

Lieber Frank, du bist seit 1992 für ADRA tätig, erst als Ehrenamtler, dann ab 1993 in Festanstellung. Wie bist du zu ADRA gekommen?

Ich war 15 Jahre Gemeindepastor. Durch meine Scheidung konnte ich den Beruf nicht mehr ausüben und bin dann zu ADRA gewechselt. Wie sich herausstellte, hat sich eine der schwersten Einschnitte meines Lebens positiv entwickelt. Die Tür, die mit ADRA aufgegangen ist, war größer und weiter, als die Tür, die geschlossen wurde.

Was hat dich an ADRA gereizt?

Humanitäre Hilfe ist ein Auftrag aus dem Evangelium und so habe ich es immer als Teil meiner Bestimmung gesehen. Als Pastor habe ich das Evangelium mit Worten verkündigt, mit ADRA habe ich das Evangelium durch Taten verkündigt, wie es Jesus letztendlich auch getan hat.

Mein Wirkungsbereich hat sich bei ADRA wesentlich vergrößert. Ich war weltweit unterwegs und habe Menschen erreicht, die ich als Pastor nie erreicht hätte. Ich konnte für viele tausende Menschen Projekte durchführen und ihnen Hilfe in unterschiedlichen Lebenssituationen zukommen lassen.

Wofür steht ADRA in deinen Augen?

Wir hatten früher das Motto, dass wir durch die humanitäre Hilfe die Liebe Jesu zum Ausdruck bringen. Ich habe das immer so verstanden, dass die Liebe Gottes durch die Arbeit von ADRA Hände und Füße bekommen hat.

Ich bin oft in Gebiete gereist bin, wo man ADRA noch nicht kannte, und wurde fragt: Was ist ADRA? Klingt ja zunächst wie eine Zauberformel: ADRA Kadabra. Unseren Auftrag sehe ich bereits im Namen ADRA beschrieben. Das erste A steht für Adventistisch. Hier steckt die Hoffnung drin, die wir in Jesus Christus haben; und in einer Katastrophensituation wollen wir den Menschen Hoffnung bringen.

Die Buchstaben D und R stehen für „Development and Relief“, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe. Wir machen beides zusammen. Wir sind nicht nur eine Organisation, die in einer Katastrophe kurz da und nach ein paar Monaten wieder weg ist, sondern, wenn wir irgendwo Hilfe leisten, verfolgen wir einen langfristigen Ansatz. An die Katastrophenhilfe schließen sich Rehabilitations- und Entwicklungsmaßnahmen an.

Das letzte A steht für „Agency“. Eine Agentur zeichnet aus, dass sie etwas vermittelt. Heiratsagentur, Finanzagentur, Versicherungsagenturen, es wird immer etwas vermittelt. Und was vermittelt ADRA? Wir vermitteln Ressourcen, damit diese von dort, wo sie im Überfluss sind, dort hinkommen, wo ein Mangel herrscht. Damit wollen wir zu einem gewissen Ausgleich beitragen. Wir sind also ein Kanal, der Ressourcen dorthin bringt, wo sie gebraucht werden. Das betrifft nicht nur Geld, sondern auch menschliche Kapazitäten, Wissen, ‚Know-how‘, natürlich auch Hilfsgüter und andere Dienste, die wir durch unsere Projekte vermitteln.

Weißt du noch, was dein erster Einsatz für ADRA war?

Vor 27 Jahren war ich in Somalia. Ein Land gezeichnet von Hungersnot, Dürre und Bürgerkrieg. Wir waren damals vor Ort, um Essen zu verteilen. Ich hatte keine große Erfahrung als ADRA-Mitarbeiter und bin mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen worden. Ohne große Vorkenntnisse gleich den ersten Einsatz in einem Bürgerkriegsland mit Hungersnot, Chaos und ohne Regierung. Ich musste mich da irgendwie zurechtfinden. Gleich zu Beginn bestand meine Aufgabe, täglich eine LKW-Ladung mit zehn Tonnen Lebensmittel zu verteilen. Die Frage war, wie macht man das am besten.

Ich habe mich mit meinen lokalen Mitarbeitern beraten. Der Aspekt Sicherheit spielte natürlich eine große Rolle. Zu dem Zeitpunkt begann gerade der UN-Einsatz in Somalia. Wir waren damals in Mogadischu und für unseren Stadtteil war das italienische Militär für die Sicherheit verantwortlich. Ich bin also zum italienischen Kommandanten gegangen und habe gesagt: „Wir haben morgen eine Lebensmittelverteilung und ich brauche von euch Sicherheit und Unterstützung.“ „Kein Problem, machen wir, dafür sind wir ja da“, hat er gesagt.

Am nächsten Morgen um acht Uhr ging es los. Soldaten, Panzer und der Lebensmittellaster fuhren vor, stellten sich vor unserem Bürogelände auf und bauten mit Stacheldraht eine Absperrung um den LKW herum. Wir haben eine Verteilstelle eingerichtet und die Lebensmittel ausgegeben. Man muss sich das so vorstellen, dass wir keine gepackten Rationen ausgegeben haben, sondern die Frauen und Männer haben ein Stück ihres Gewands/T-Shirts aufgehalten und dort hinein gaben wir eine Portion Mais. Dann zogen sie wieder ab.

Die erste halbe Stunde lief dieses Verteilsystem auch ganz gut. Doch als die Menschen mit Lebensmitteln durch die Stadt liefen, zog das weitere Menschen an. Es sprach sich schnell herum, dass bei ADRA Lebensmittel verteilt wurden. Innerhalb kurzer Zeit war eine riesige Traube von Menschen zusammengekommen. Die Menschenmenge wuchs an, aber die Menge an Lebensmitteln wurde immer kleiner. Irgendwann wurde allen klar, dass die Lebensmittel nicht mehr für alle reichen würden. Daraufhin brach das Chaos aus. Die ersten haben den Stacheldraht überwunden, um sich selbst zu bedienen. Um den LKW und die Verteilung zu schützen haben die italienischen Soldaten Warnschüsse in die Luft abgegeben. Aber in einem Bürgerkriegsland, in dem nahezu jeden Tag geschossen wird, halten ein paar Luftschüsse niemanden ab. Die Soldaten haben sich machtlos gefühlt und zogen sich in ihren Panzer zurück. Wir hatten ebenfalls keine andere Wahl und zogen uns in unser Bürogebäude zurück. Der LKW blieb vor der Tür stehen, frei für jedermann. Das war das abrupte Ende der ersten Verteilung.

In meinem Zimmer habe ich mir dann gesagt, dass wir so etwas nicht jeden Tag wiederholen können. Es war niemand da, den ich um Rat fragen konnte. Also bin ich in Zwiesprache mit Gott gegangen: ‚Lieber Gott, jetzt bist du dran und musst mir weiterhelfen. Wie soll ich das organisieren?‘ Dann sagte eine innere Stimme zu mir: ‚Lies doch mal nach, wie Jesus damals 5000 Leute gespeist hat‘. Die Geschichte mit den fünf Broten und zwei Fischen hatte ich schon unzählige Mal erzählt. Ich las die Geschichte also in der Bibel noch einmal nach. Im Markusevangelium fiel mir dann ein interessanter Hinweis auf: Bevor Jesus das Brot gebrochen und verteilt hat, trug er seinen Jüngern auf: Teilt die Leute in Gruppen zu fünfzig und hundert auf, lasst sie sich aufs Gras setzen und dann gebt ihnen zu essen. (Markus 6:39-40)

Plötzlich wurde mir klar: Die Menge, die wir hier in Somalia jeden Tag versorgen mussten, waren auch 5000 Menschen. Auf unserem LKW waren zehn Tonnen Lebensmittel und wir sollten zwei Kilo pro Person herausgeben. Das waren 5000 Portionen. Jesus hatte die Menschen in Gruppen eingeteilt und sich setzen lassen, bevor sie gespeist wurden. Wäre das nicht für uns eine mögliche Methode? Ich habe mich mit meinen somalischen Kollegen beraten und ihnen meine Idee vorgestellt: Auf der Straße vor unserem Bürogelände lassen wir die Menschen sich setzen und teilen sie in kleine Gruppen zu je 50 Leute auf. Die dürfen dann aufstehen und sich ihre Lebensmittelration abholen. „Ja, Frank, können wir gerne versuchen.“
Gesagt, getan. Es hat funktioniert, es war eine super Verteilung ohne Ärger oder Gedränge.

Am darauffolgenden Tag fand das regelmäßige UN Sicherheitstreffen statt. Viele andere Hilfsorganisationen hatten ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir am ersten Tag: Verteilungen, die außer Kontrolle liefen und im Chaos endeten. Ich war zunächst erleichtert, dass es nicht nur mir so ging und dass es in diesem Land unter diesen Bedingungen wohl so üblich war. Dann hat sich unser italienischer Kommandant zu Wort gemeldet und von unserem zweiten Tag berichtet. Zu guter Letzt hat er alle anderen Organisationen eingeladensich anzusehen, wie eine Verteilung bei ADRA abläuft.
Am nächsten Morgen kamen nicht nur tausende Somalis zu unserer Verteilaktion, sondern auch hunderte Neugierige von den anderen Hilfsorganisationen, bis hin zum Nachrichtensender CNN, die ein Video darüber machten und berichtet haben. Alle hatten eine sehr geordnete, disziplinierte Verteilung von Essen gesehen. Seitdem wird diese Art von Verteilung in Somalia durchgeführt. Auch bei ADRA ist diese Verteilmethode in das Nothilfe Protokoll aufgenommen worden für zukünftige Projekte in der Nothilfe.
Letztlich war es nicht meine Idee, sondern ein Rat, den ich in der Bibel gefunden habe, weil Jesus es uns vorgemacht hat.

Lieber Frank, vielen Dank für das Interview.

Herzlichen Glückwunsch, Grundgesetz

ADRA bekennt sich zum GrundgesetzVor 70 Jahren, am 23. Mai 1949, verabschiedete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz. Nach nur acht Monaten Beratung einigten sich 61 Männer und vier Frauen auf eine Verfassung für Deutschland. Was zunächst als Provisorium gedacht war, hat sich bewährt und wurde zu einer dauerhaften Institution.

Natürlich steht ADRA Deutschland e.V. fest auf dem Boden des Grundgesetzes und bekennt sich zur freiheilich-demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes. Sonst könnten wir auch nicht mit der Exekutive, namentlich Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Auswärtiges Amt, zusammenarbeiten.

Neben den christlichen Werten begreifen wir das Grundgesetz auch als Auftrag an uns. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige und gerechte Entwicklung aller Menschen zu bewirken. Das erfordert entwicklungspolitische Bildung, Solidarität und zivilgesellschaftliches Handeln in Deutschland und im Ausland.

Als Teil eines global agierenden Netzwerkes von ADRA Organisationen in über 130 Ländern trägt ADRA Deutschland e.V. mit seinen Programmen mit dazu bei, dass jährlich hunderttausenden Menschen geholfen werden. Das tun wir unabhängig ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Denn die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1 Absatz 1), gleich (Artikel 3 Absatz 1) und niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden (Artikel 3 Absatz 3).

GREEN ENERGY IN ÄTHIOPIEN: ADRA ist federführend im staatlichen Solar-Ausbildungssektor

ADRA bildet Solartechniker ausÄthiopisches Energieministerium, Bildungsministerium und ADRA arbeiten bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit durch Ausbildung im Bereich Erneuerbaren Energien Hand in Hand. 

Die Hälfte der Bevölkerung Äthiopiens ist jünger als 18 Jahre, jedes Jahr strömen fast 3 Millionen Heranwachsende auf den Arbeitsmarkt. ADRA Deutschland hat gemeinsam mit unserem Partnerbüro in Äthiopien ein Ausbildungsprojekt entwickelt, dass die Umwelt schützt und jungen Menschen eine Zukunft bietet.

Viele junge Äthiopier sind in städtischen Gebieten ohne Arbeit gestrandet oder müssen auf schlecht bezahlte Jobs zurückgreifen. Erneuerbare Energien hingegen bieten eine saubere, dezentrale Energieversorgung und Zukunftschancen für junge Erwachsene, auch auf dem Land. Das Projekt steht auf drei Säulen:

1) Förderung der Jugendbeschäftigung

2) Stärkung der staatlichen Berufsbildungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

3) Schaffung von qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Erneuerbare Energien.

ADRA zusammen mit Ministerium von ÄthiopienMitte Mai 2019 hat ADRA gemeinsam mit dem äthiopischen Energieministerium und dem Bildungsministerium staatlich anerkannte Berufsstandards für Erneuerbare Energien entwickelt, die in das nationale Ausbildungsprogramm aufgenommen wurden. Ziel des Projektes ist es außerdem die technische Infrastruktur an Berufsschulen zu schaffen und Lehrer im Sektor Erneuerbare Energien fortzubilden.

Das Projekt richtet sich an 2.200 Jugendliche, davon sind 30 Prozent Frauen, aus den Regionen Oromia und Tigray. Neben einer soliden Ausbildung werden die Teilnehmer bei der Arbeitssuche oder Start-Up-Gründung unterstützt.

Das Projekt Green Energy TVET wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von ADRA Deutschland finanziert und von ADRA Äthiopien durchgeführt. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)