Ernährung sichern durch Wasserversorgung in Madagaskar

Der Inselstaat Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung der meisten Regionen haben nur einen ungenügenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gesundheitliche Probleme bei Mensch und Vieh sind die Folge. Wassermangel verhindert zudem eine erfolgreiche Landwirtschaft und lässt die Böden unfruchtbar werden. Wiederkehrende Dürren verstärken die Situation.

Im Südwesten Madagaskars war die Landwirtschaftssaison 2016/2017 sehr schlecht. Die Gründe dafür sind mangelnde Niederschläge in Kombination mit einem hohen Insektenbefall, wie zum Bespiel durch Wanderheuschrecken. Die Ernteeinbußen gefährden die Ernährungsgrundlage der kleinbäuerlichen Familien. Um Nahrungsmittelknappheit dauerhaft entgegenzuwirken, ist eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Wasser lebensnotwendig. ADRA entwickelt Komitees zur lokalen Katastrophenvorsorge. Eine solche Initiative gelingt nur gemeinsam mit der Bevölkerung. In 80 Dörfern des Ampanihy Distriktes im Südwesten Madagaskars sind solche Komitees gebildet worden, um die Ernährungssicherheit und Widerstandskraft gegenüber Naturkatastrophen in dieser Region zu verbessern. Nur zwei Prozent der Bevölkerung haben die Möglichkeit, einen eigenen Brunnen zu bauen. Bereits 23 Brunnen konnten neu angelegt, bzw. wieder funktionsfähig gemacht werden. Aber auch natürliche Teiche konnten vertieft werden und Wasserauffangbecken sowie sieben Latrinen gebaut werden. Die geschulten Wasserkomitees stellen jetzt die Wartung sicher, um eine langfristige Wassernutzung zu gewährleisten. Bis zu 335 Personen profitieren von einem funktionierenden Brunnen. Insgesamt kommt dieses Projekt 22.500 Menschen zugute.

Dieses Projekt wird gefördert von 

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