Am 24. Februar 2022 hat Russland sein Nachbarland überfallen. Seit diesem Tag vor vier Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. ADRA Deutschland e.V. steht den Menschen in der Ukraine seit Anfang an zur Seite und leistet gemeinsam mit dem weltweiten ADRA-Netzwerk unablässig Hilfe. Zusammen mit Partnern wie dem Auswärtigen Amt und der Aktion Deutschland Hilft konnten wir allein in den ersten beiden Kriegsjahren bis Juni 2024 rund 650.000 Ukrainerinnen und Ukrainern im Land sowie in Nachbarländern und Deutschland helfen.
Überlebenshilfe und Schutz vor der Kälte
In den besonders betroffenen Regionen im Osten und Süden des Landes sichert ADRA das Überleben durch die Verteilung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Winterhilfe: In Regionen wie Kiew, Charkiw und Donezk wurden hunderte beschädigte Häuser isoliert, Fenster repariert und Heizsysteme instandgesetzt, um den Menschen bei Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius ein warmes Zuhause zu ermöglichen. Zudem versorgt ADRA Jahr für Jahr zahlreiche Sammelunterkünfte für Binnenvertriebene in der Winterzeit mit Brennholzbriketts und entsprechenden Öfen.
Bildung und psychosoziale Unterstützung
Um den Menschen nicht nur das Überleben zu sichern, sondern auch Hoffnung auf eine Zukunft zu geben, setzt ADRA auf Bildung und seelische Gesundheit:
- Bildungsprojekte: In Lwiw unterstützt ADRA die Schule „Zhyve Slovo“, um Kindern in den betroffenen Regionen den Schulbesuch zu ermöglichen und Jugendlichen beispielsweise durch ein eigenes Radiostudio berufliche Perspektiven im Medienbereich zu eröffnen. Workshops mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Berufsfeldern geben den Jugendlichen Einblick in verschiedene Berufe.
- Seelische Gesundheit: Mobile Teams aus Psychologen und Rechtsberatern leisten landesweit juristische und psychosoziale Hilfe, um Kriegstraumata bei Kindern, Lehrkräften und Familien zu lindern. Ein besonderes Augenmerk liegt mittlerweile auch auf der Wiedereingliederung von Kriegsveteranen in das zivile Leben.
Stärkung der Infrastruktur
ADRA unterstützt zudem den Wiederaufbau der Infrastruktur durch die Lieferung von Stromgeneratoren an Schulen und Krankenhäuser sowie modernster medizinischer Geräte wie beispielsweise Computertomographen. Zur Brandbekämpfung wurden den Feuerwehren in Charkiw und Kiew sechs spezialisierte Feuerwehrfahrzeuge übergeben. In der Region Dnipro wurden zudem Wassertürme und Brunnen repariert, um Krankenhäuser und Schulen wieder mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Bereitstellung von Mobilität in Gebieten, in denen der öffentliche Nahverkehr kriegsbedingt zum Erliegen gekommen ist. In Regionen wie Dnipro, Donezk, Cherson und Saporischschja stellt ADRA Busse bereit, die mittlerweile über 100 verschiedene Fahrstrecken bedienen. Dieser kostenlose Transportdienst ermöglicht es Familien in abgelegenen Gebieten sowie Menschen mit geringem Einkommen, lebensnotwendige Ziele wie Arztpraxen, Behörden oder Banken zu erreichen und Einkäufe für den täglichen Bedarf zu tätigen. Die befahrenen Strecken werden dabei in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden ermittelt und fortlaufend an die aktuelle Sicherheitslage angepasst.
Ein Versprechen für die Zukunft
Trotz der andauernden Kämpfe und der schwierigen Sicherheitslage bleibt ADRA Deutschland e.V. und das gesamte ADRA-Netzwerk fest an der Seite der betroffenen Bevölkerung. Neue Projekte für die Jahre 2025 und 2026 sind angelaufen, um die Hilfe in schwer zugänglichen und befriedeten Gebieten weiter auszubauen.
„Vier Jahre nach Kriegsbeginn blicken wir bei ADRA auf die bisherige Hilfe für rund 650.000 Menschen zurück und bereiten gleichzeitig die nächsten Schritte vor“ erklärt Christian Molke, Vorsitzender des Vorstands von ADRA Deutschland e.V. und ergänzt: „Das außerordentliche Engagement und Vertrauen unserer Spenderinnen und Spender gibt uns die Kraft, die Menschen in der Ukraine weiterhin in dieser schweren Zeit zu begleiten, ihnen Hilfe und Hoffnung zu bringen.“ Die Organisation bleibt ein verlässlicher Partner vor Ort, der alles tut, um die Not zu lindern und den sozialen Zusammenhalt in den betroffenen Regionen zu stärken.
Ihre Spende unter dem Stichwort „Nothilfe“ bringt den Menschen in der Ukraine Hoffnung. Dank Ihrer Unterstützung können wir Winterhilfe leisten, Schulprojekte umsetzen und Menschen in abgelegenen Regionen Transportdienste anbieten. Und wir können den Menschen helfen, die psychischen Belastungen des Krieges zu verarbeiten. Spenden können Sie auf das Spendenkonto ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter adra.de/spenden.