Coronavirus 2019-nCoV: ADRA Deutschland steigt in die Unterstützung ein

ADRA ist dort im Einsatz, wo die Menschen unsere Hilfe benötigen. Als weltweit tätiges Netzwerk leisten wir im Katastrophenfall schnell Hilfe. Unsere Einsatzfälle beschränken sich nicht nur auf Wetterkatastrophen, auch Krankheiten bis hin zu Seuchen sind Teil der ADRA-Einsätze.

Am 30. Januar wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen des Coronavirus 2019-nCoV ein globaler Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dadurch verstärkt sich die internationale Zusammenarbeit und der Informationsaustausch.

Währenddessen werden Gesichtsmasken und andere medizinisch-hygienische Hilfsgüter in Festlandchina, wie auch Hongkong, zur Mangelware. Besonders in den zentralen Regionen Hubei, Guangdong und Henan gehen Atemgeräte, Gesichtsmasken und steriles Operationsbesteck zur Neige. Auch zwei adventistische Krankenhäuser in Hongkong sind von der Knappheit bedroht.

                                                                          © ADRA International

Im Netzwerk stehen wir für unsere Nächsten ein. Deshalb kann sich ADRA China auf seine Partner verlassen. Im gesamten Netzwerk arbeitet ADRA China von Hongkong aus mit ADRA Asien und ADRA International daran, fast eine halbe Millionen Atemschutzmasken für Zentral- und Ostchina zu beschaffen. Ziel ist es, die Quarantäne für mehr als 60 Millionen Chinesinnen und Chinesen schnellstmöglich und sicher zu beenden. Zeitgleich soll die weitere Verbreitung des Virus verhindert werden.

Mit einer Spende unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ kannst du mithelfen, die Ansteckungen zu minimieren. >> zum Spendenformular

Eine drohende Katastrophe: Heuschreckenplage in Ostafrika

Die Heuschreckenplage betrifft Teile Asiens und Ostafrika. Besonders Somalia, Kenia und Äthiopien leiden unter dem zerstörerischen Befall durch Wüstenheuschrecken. Ganze Ernten werden ‚weggefressen‘, im wahrsten Sinne des Wortes.

Diese Naturkatastrophe trifft eine ohnehin schon von Dürren geschwächte Region und Bevölkerung. In diesen Ländern sind ungefähr 10 Millionen Menschen von der Heuschreckenplage betroffen. ADRA ist in allen drei Ländern aktiv und koordiniert mit dem Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ Gegenmaßnahmen vor Ort.

Eine Heuschrecke wiegt zirka 2 Gramm und kann an einem Tag das eigene Gewicht an Nahrung zu sich nehmen. In einem Heuschreckenschwarm versammeln sich bis zu 80 Millionen Tiere, die dann an einem Tag unvorstellbare 160 Tonnen vernichten. In Ostafrika sind Heuschreckenschwärme von der Fläche des Saarlands unterwegs. Ohne sofortige Hilfe droht dort die nächste Hungerkatastrophe.

Die Zeit drängt also doppelt.

Im April wird am Horn von Afrika die Ernte eingebracht. Die Heuschrecken, die jetzt schon unterwegs sind, haben es auf die Pflanzen abgesehen und fressen die Ernte auf. Doch das Problem kann noch größer werden. Denn eine weibliche Heuschrecke kann, unter guten Bedingungen, bis zu 20 Nachkommen in die Welt setzen. Das bedeutet, dass sich die Heuschreckenplage noch verstärkt, wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird.

Wenn der Schwarm weiterzieht, ist es noch nicht vorbei!

Die Wüstenheuschrecke nimmt tätlich etwa 2 Gramm grüne Vegetation, wie Blätter, Blüten, Rinde, Stängel, Früchte und Samen zu sich. Fast jede Pflanze steht auf dem Speiseplan der 7 bis 9 Zentimeter großen Insekten, darunter Hirse, Reis, Mais, Zuckerrohr, Gerste, Baumwolle, Obstbäume, Dattelpalmen, Gemüse. Die verdaute Nahrung scheidet die Wüstenheuschrecke als giftigen Kot[1] aus.

Heuschrecken mit Chemie bekämpfen?

In den ADRA-Projekten wollen die Bauern ohne chemische Pestizide und Insektizide auskommen. Dazu tauschen sie sich untereinander intensiv aus und setzen auf natürliche Schädlingsbekämpfung. Die natürliche Bekämpfung stößt bei Plagen in diesem Ausmaß an ihre Grenzen. Dennoch ist der Einsatz von Chemikalien kritisch. Chemische Insektizide werden über die Atemwege aufgenommen, verändern den Boden und landen schlussendlich über die Pflanzen wieder in unserem Essen.

Faktor Klimawandel

Der Niederschlag in der Region war in den letzten Monaten ungewöhnlich stark. Nach Prognosen der internationalen Klimaforscher[2] ist dieser Niederschlag, der in Kenia sogar Fluten auslöste, eine Folge des Klimawandels. Diese Phänomene können mit Fortschreiten der Erderwärmung zunehmen und solche Schwärme werden häufiger auftreten.

Die Hilfe läuft an.

Im Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ planen derzeit die Mitgliedsorganisationen, wie sie den Menschen in Ostafrika Hilfe bringen können. Dafür sind wir auf ihre Unterstützung angewiesen und bitten um ihre Spende. >> zum Spendenformular

[1] http://tierdoku.com/index.php?title=W%C3%BCstenheuschrecke

[2] https://www.deutschlandfunk.de/heuschreckenplage-in-ostafrika-in-kurzer-zeit-die-gesamte.676.de.html?dram:article_id=468660

Spendenlauf nach Darmstadt: ProjektZwanzig22

Die drei Sportler Frank, Marco und Philipp sind begeisterte Läufer. Gemeinsam haben sie das „ProjektZwanzig22“ ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2022 wollen sie in jedem Jahr einen großen Benefizlauf absolvieren. In diesem Jahr zugunsten von ADRA Deutschland.

Am 28. & 29. März ist es so weit, Frank, Marco und Philipp starten im süddeutschen Achern und legen 180 Kilometer zurück. Ziel des Laufs ist die ADRA Deutschland Zentrale in Weiterstadt. Auf der letzten Etappe von Darmstadt nach Weiterstadt bekommen die Drei Unterstützung von Mitarbeitern und Freunden von ADRA.

Die gesammelten Spenden fließen in Projekte zugunsten der Kinder in Albanien und Jemen.

Seit 2014 leidet die Bevölkerung unter einem furchtbaren Bürgerkrieg. Über 80 Prozent der Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Kindersterblichkeit nimmt dramatisch zu. ADRA ist im Jemen aktiv, um das Leid zu lindern und hilft mit Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Ein Schwerpunkt der Hilfe kommt schwangeren Frauen, Neugeborenen und Kleinkindern zugute. Mehr…

Im November wurde der Balkan von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag in Albanien, nahe der Hauptstadt Tirana. ADRA ist im betroffenen Gebiet mit Bildungsprojekten unterwegs. Nach dem Erdbeben leistet ADRA Katastrophen- und Nothilfe. Mehr…

„Wir sind froh, dass Frank, Marco und Philipp uns für ihren Spendenlauf ausgesucht haben. Im Namen der Kinder in Albanien und im Jemen danken wir ihnen von ganzem Herzen“ sagt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland.

Unterstützen auch Sie die Spendenaktion unter https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=sldfd

Nulltoleranz gegen Genitalverstümmelung

Die WHO geht von 200 Millionen Frauen und Mädchen aus, die weltweit beschnitten sind und lebenslang mit den Folgen leben müssen. Mit dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung wird am 6. Februar auf diese grausame Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht.

Täglich werden 8.000 Mädchen verstümmelt. Weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, kurz FGM) wird weltweit praktiziert. Allein auf dem afrikanischen Kontinent wird FGM in 29 Staaten durchgeführt. Beispielsweise in Somalia und Äthiopien sind mehr als 90 Prozent der Mädchen und Frauen davon betroffen. Der körperliche Eingriff unter oft unhygienischen Verhältnissen dauert meist nur wenige Minuten. Doch die körperlichen und seelischen Folgen bleiben ein Leben lang.

ADRA unterstützt das Gynocare Women´s & Fistula Hospital in Eldoret im Westen Kenias. Die Klinik von Dr. Mabeya hilft Frauen und Mädchen dabei, durch chirurgische Eingriffe und Operationen von Verletzungen und Komplikationen geheilt zu werden und ein lebenswerteres Leben zurückzugewinnen. In Kooperation mit Dr. Mabeya bietet das Krankenhaus Waldfriede in Berlin mit dem dort angeschlossenen Desert Flower Center medizinische und psychosoziale Beratung und Betreuung an. Das Team um Frau Dr. Cornelia Strunz verfolgt ein ganzheitliches interdisziplinäres Behandlungskonzept mit Psychologen, sozialer und seelsorgerlicher Beratung, Gynäkologen und Chirurgen. Im Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie am Krankenhaus Waldfriede befreien Chefarzt Dr. Roland Scherer und seine Kollegen Frauen von den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung wie z. B. chronische Beschwerden und Schmerzen. Außerdem führen sie Operationen und Rekonstruktionen der Klitoris und der kleinen Schamlippen durch. Weitere Informationen und die Kontaktmöglichkeiten für Betroffene finden sich auf www.dfc-waldfriede.de.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA im Gesundheitsbereich und in der Aufklärungsarbeit mit Ihrer Spende.
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Mali: Klimatische Veränderungen gefährden die Existenzgrundlage

ADRA verbessert in 40 Dörfern in Mali die Ernährungssicherheit von Kleinbauern und ärmeren Familien. An den Klimawandel angepasste Landwirtschaftsmethoden wirken der Unterernährung der kleinbäuerlichen Familien entgegen und tragen zur Erhöhung ihres Haushaltseinkommens bei.

Konflikte zwischen den Völkern in Mali und im Nachbarstaat Niger werden durch die Folgen des Klimawandels verschärft. Der Kampf um nutzbares Land und lebenswichtiges Wasser bedroht Existenzen und verfestigen die Armut.

Der westafrikanische Binnenstaat Mali ist etwa dreieinhalbmal so groß wie Deutschland, rund 60 Prozent davon sind Wüstengebiete. Die Regenzeiten werden immer kürzer, landwirtschaftlich nutzbare Böden werden zunehmend ausgelaugt und verschwinden.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „KLIMA“!
https://adra.de/spendenformular/

DAS PROJEKT WIRD VOM BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT UND ENTWICKLUNG UNTERSTÜTZT.

SOS MEDITERRANEE und ADRA Deutschland: Seenotrettung als humanitäres Gebot

Das Mittelmeer ist die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Im Jahr 2019 sind mindestens 743 Menschen auf der Flucht über das zentrale Mittelmeer gestorben. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer viel höher ist, da nicht jedes Unglück auf dem Mittelmeer entdeckt wird.

Wir wollen uns damit nicht abfinden! Deshalb unterstützt ADRA Deutschland den Rettungseinsatz von SOS MEDITERRANEE auf dem Mittelmeer und bittet um Spenden, damit Menschenleben gerettet werden. Im vergangenen Jahr konnten 1.373 Menschen aus Seenot gerettet werden.

ADRAdirekt zur Seenotrettung
David Starke ist Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE. Er berichtet uns über den Einsatz, die Situation in Libyen und wie schwierig sich die Suche nach einem sicheren Hafen gestaltet. Das und noch viel mehr berichtet David im Gespräch mit Julia Schmitz in der Sendung ADRAdirekt am Montag, 20. Januar um 20.15 Uhr im Hope TV.

Diskutiert die Sendung Live auf Facebook unter www.facebook.com/ADRADeutschland

Erfahrt mehr über den Einsatz auf dem Mittelmeer unter www.adra.de/seenotrettung

Eine bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich

ADRA ist im Jemen eine führende Hilfsorganisation. Im Norden des Landes, in Hajjah, Saada und Hudaida, ist ADRA Deutschland ein zentraler Akteur in der Gesundheitsversorgung. Hudaida ist weiterhin der gefährlichste Ort im Jemen für Zivilisten.

 „Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe, Märkte und Gesundheitseinrichtungen werden beschädigt und zerstört, die bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich“, sagen die humanitären Helfer, die im Jemen tätig sind. In diesem Jahr wurden durch Bodenkampf insgesamt 1.008 Zivilisten getötet. Über 40 Prozent aller Vorfälle von bewaffneter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung fand in der Region Hudaida statt.

Die humanitäre Lage ist katastrophal und die Versorgung verschlechtert sich mit jedem Angriff weiter. In diesem Jahr wurden fast 390.000 Jemeniten aus ihren Häusern vertrieben, es sind 2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Was die Menschen im Jemen am meisten brauchen, ist ein Ende der Gewalt durch eine politische Lösung des Konflikts. Die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit betrifft 30 Millionen Einwohner, davon sind 80 Prozent, 24 Millionen Menschen, zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Jemen werden durch Land- und Seeblockaden die Lieferungen von Hilfsgütern erheblich erschwert, die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln kommt immer wieder zum Erliegen. Deshalb wurden Fehlende medizinische Versorgung und zerstörte Infrastruktur führten 2019 zu über 460.000 Cholera-Verdachtsfällen, 2.700 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Die notleidende Bevölkerung wird zusätzlich von einer Dengue-Epidemie heimgesucht. Die Vereinten Nationen haben 2.000 Erkrankungen und bereits 50 Tote (Stand 26.11.19) gemeldet.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
>> zum Spendenformular

Die Arbeit von ADRA Deutschland im Jemen ist möglich dank Ihrer Spendengelder und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“.