BEKÄMPFUNG DER DÜRRE IM SÜDWESTEN SOMALIAS

Dürre in SomaliaSomalia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Neben bewaffneten Konflikten herrscht in Teilen des Landes zusätzlich eine Nahrungsmittelknappheit, ausgelöst durch extreme Dürre.
Im Somalia Resilience Program verpflichteten sich sieben internationale NGOs gemeinsam mit der somalischen Regierung ein Resilienzmodell zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit aufzubauen. ADRA und seine Partner wollen dadurch die Folgen der Dürre mildern und die Widerstandsfähigkeit gegen künftige Dürren stärken.

Die Maßnahmen, die ADRA in Somalia durchführt, werden partizipativ mit der Bevölkerung geplant und umgesetzt. Zu den Aktivitäten gehören unter anderem die Verteilung von landwirtschaftlichen Gütern, gemeinschaftliche Initiativen zur Nutztiergesundheit und der Bau bzw. Modernisierung wichtiger Wasserentnahmestellen. Wir wollen die Menschen in Somalia dabei unterstützen, sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen und sich langfristig selbst zu versorgen.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA in Somalia: Spendenstichwort „Bildung“ oder online direkt über das Spendenformular.

Projektlaufzeit: 06/2019 – 11/2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Mosambik nach dem Zyklon: Nur langsame Rückkehr zur Normalität

Zyklon mosambik - ADRA hilftIn Mosambik traf am 14. März der Zyklon Idai ein Gebiet von der Größe des Saarlandes und nur einen Monat später, am 25. April traf der Zyklon Kenneth ebenfalls Mosambik. Zu diesem Zeitpunkt war unser Mitarbeiter René Fechner in Mosambik, um nach dem ersten Zyklon Katastrophenhilfe zu leisten. Nach seiner Rückkehr haben wir ein Interview mit ihm geführt.

Hallo René, du kommst gerade zurück aus Mosambik. Was hast du da gemacht?

Ich war als Teil des Emergency Response Teams (Notfallteam, Anm. der Redaktion) des ADRA Netzwerks als technischer Berater vor Ort. Meine Aufgabe war es, das Team in der Projektumsetzung technisch zu unterstützten.

Was hast du für einen Eindruck gewonnen, wie geht es den Menschen nach der Katastrophe?

Ich kam in Mosambik vier Wochen nach der Katastrophe an. In einigen Teilen des Landes hat sich die Lage bereits normalisiert. Das heißt, die Märkte sind wieder geöffnet, die Menschen haben wieder Zugang zu Lebensmitteln und eine gewisse Grundversorgung. Schulen öffnen nach und nach wieder. Aber es ist noch nicht so wie vor dem Zyklon. Über 70 Prozent der Ernten wurden durch den Zyklon vernichtet und vielen Menschen ist die Lebensgrundlage zerstört worden. Auch wenn sich die Situation teilweise normalisiert hat, sind viele Familien in den nächsten Wochen und Monaten von Lebensmittelunsicherheit bedroht. Bis sich das Leben wieder hundertprozentig normalisiert wird es dauern, ich schätze bis zur nächsten Ernte im Oktober oder sogar bis März des kommenden Jahres.

Du bist also als Teil des ADRA Netzwerks nach Mosambik gereist. Was können wir uns unter dem Netzwerk vorstellen?

ADRA besteht aus über 130 Büros weltweit. In den jeweiligen Büros sitzen Fachleute für verschiedene Themen. Als Netzwerk ist es wichtig, gebündelt aufzutreten und die Stärken der einzelnen Mitarbeiter einzubinden. ADRA Mosambik hat die Erfahrung vor Ort, kennt sich mit den Märkten aus und hat viele Projekte in der Landwirtschaftsentwicklung durchgeführt. Deshalb leitet ADRA Mosambik den Einsatz und aus dem Netzwerk kommt Unterstützung. Ich war einer der Experten, die aus dem Netzwerk nach Mosambik geschickt wurden, um die Leitung vor Ort zu unterstützen. Ich war hauptsächlich für die weitere Projektentwicklung zuständig. Gemeinsam mit ADRA Mosambik konnten wir ein Projekt mit dem Netzwerk entwickelt, das sich mit der Landwirtschaft beschäftigt. Wir haben Lebensmittelverteillungen in unterschiedlichen Regionen durchgeführt. Und langfristig natürlich auch Saatgutverteilung.

Und wo bekommt ihr die Lebensmittel her, die verteilt werden?

Diese Lebensmittel kommen zum Großteil aus den Nachbarregionen. Nach und nach wird die Hilfe von Lebensmittel auf Gutscheine umgestellt. Wir wollen damit die lokalen Märkte stärken.

Ich habe gelesen, ganze Regionen waren von der Außenwelt abgeschnitten?

Schauen wir uns beispielsweise die Bursi-Region an. Dieser Distrikt war von der Außenwelt quasi abgeschnitten und nur über Hubschrauber zu erreichen. Jetzt sind wenigstens die Straßen für LKWs wieder befahrbar.

Nicht nur die Ernten und Vorräte wurden vernichtet, auch die Häuser der Menschen hat es schwer getroffen. Über 40.000 Häuser wurden zerstört?

Ja, das stimmt leider. Viele Menschen haben ihre Unterkunft verloren. Die Häuser standen unter Wasser oder wurden durch den Sturm zerstört. In einer Erstversorgung verteilen wir Zeltplanen, um zum Beispiel das Dach abzudecken und die Menschen vor dem Regen zu schützen

Verteilung von Saatgut durch ADRAWarum verteilt ADRA nicht direkt Saatgut, dann könnten die Menschen sich doch selbst versorgen?

Es stimmt schon, in der Region, die vom Zyklon verwüstet wurde, ist die Landwirtschaft stark. Es gibt dort – im Gegensatz zu Deutschland – zwei Ernten im Jahr. Die nächste Aussaat ist bis Mitte Juni möglich. Die Menschen brauchen Saatgut und Dünger. Bevor wir dazu kommen muss aber die Lebensmittelunsicherheit, die größte Not, behoben werden. Stell dir vor, du bist hungrig und bekommst Maiskörner. Du wirst den direkten Hunger stillen, weil du bis zur nächsten Ernte verhungert bist. Das heißt, wir müssen zuerst Lebensmittel verteilen bevor wir Saatgut verteilen, da die Menschen sonst das Saatgut nutzen, um ihren Hunger zu stillen.

Kaum hat Zyklon Idai Mosambik verwüstet, traf auch schon Zyklon Kenneth auf Mosambik.

Ja, stimmt. Aber Mosambik ist ein großes Land, um es von Nord nach Süd zu durchqueren, sind es 2400 Kilometer. Dadurch sind die Menschen, die vom Zyklon Idai betroffen sind, nicht die gleichen, die der Zyklon Kenneth getroffen hat. Zyklon Kenneth hat eine eher dünn besiedelte Region getroffen. Schwierig ist dort der Zugang zur humanitären Hilfe, denn dort gibt es regionale Konflikte mit Terrorismus und Anschlägen. Der Zyklon hat die bestehende Unsicherheit noch verstärkt.

Wir haben hier besonders mit der Adventistischen Universität in Beira mitgefiebert.

Die Universität in Beira wurde durch den Zyklon Idai stark zerstört. Der Sturm hat Dächer abgerissen und es gab Überschwemmungen. Der Aufbau wird dauern, Unterstützung ist weiterhin notwendig.

Nach dem Zyklon drohen Krankheiten. Wer ist besonders gefährdet?

Krankheiten sind natürlich ein Thema. Wasserbezogene Krankheiten entstehen dadurch, dass zum Beispiel Tierkadaver oder Fäkalien das Grundwasser verseuchen. Dann ist es wichtig, die besonders vulnerablen Menschen zu schützen. Das sind Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen und ältere Menschen. In diesem Bereich ist neben der Cholera-Impfung wichtig, mit Hygieneschulungen die Menschen darauf hinzuweisen, wie wichtig Hygiene ist. Jeder Mensch auf der Welt weiß, wie wichtig Händewaschen ist. Nur, wenn wir uns in einer Krise befinden, sind andere Dinge wichtiger als die persönliche Hygiene. Aber auch in solchen Fällen darf man die persönliche Hygiene nicht vergessen. ADRA unterstützt vor Ort nicht nur die lokalen Wasserkomitees, sondern führt Hygieneschulungen mit jungen Familien und in den Schulen durch, um gemeinsam mit der lokalen Zivilgesellschaft für Sensibilität zu sorgen.

Wir in Deutschland können uns kaum vorstellen, was eine Katastrophe mit den Menschen macht. Du hast angesprochen, wie ADRA hilft. Mit Hygieneartikeln und -Schulungen. Mit Lebensmitteln und Saatgut. Mit Zelten und Planen. Habe ich etwas vergessen?

Wir als ADRA haben eine starke Verpflichtung die Begünstigten zu schützen. Begünstigte sind in einer Extremsituation hohem Stress ausgesetzt. Es gibt immer Menschen, die so etwas auch ausnutzen. Zu meinem Aufgabenbereich gehört es auch, die Mitarbeiter zu sensibilisieren, wie man die Begünstigten davor schützt, ausgenutzt zu werden.

Bitte unterstützen Sie mit einer Spende die Hilfsbedürftigen in Mosambik unter dem Stichwort „Zyklon Mosambik“ auf https://adra.de/spendenformular/.

Every Child. Everywhere. In School.

Kinder brauchen Bildung. Every Child. Everywhere. In School.Jedes Kind. Überall. In der Schule. ist eine weltweite Aktion von ADRA und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), die sich dafür einsetzt, dass jedes Kind, überall, die Schule besucht, seine Ausbildung abschließt und sein von Gott gegebenes Potenzial entfalten kann.


262 Millionen Kindern und Jugendlichen wird das Recht auf Bildung verweigert

ADRA fordert in einer Petition, dass keinem Kind jemals Bildung verweigert werden sollte.
Nicht wegen der Lage, in der sie leben. Nicht, weil ihre Regierung es versäumt, eine angemessene und kostenlose Bildung anzubieten. Nicht, weil ihre Familie arm ist. Nicht wegen Konflikten oder Vertreibung. Nicht wegen ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrer Behinderung. Jedes Kind, überall, hat das Recht, die Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu erhalten.
Konflikte, Naturkatastrophen und andere Notfälle stören die Bildung der Kinder erheblich. Kinder in instabilen, von Konflikten betroffenen Ländern sind mehr als doppelt so häufig von der Schule ausgeschlossen wie Kinder in konfliktfreien Ländern. Flüchtlingskinder haben eine fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit, eine Schule nicht zu besuchen oder früher verlassen zu müssen als Nicht-Flüchtlingskinder.

ADRA setzt sich mit dieser Petition ein, allen Kindern auf der Welt einen Schulzugang und damit Bildung zu ermöglichen.

Button-Every Child. Everywhere. In School.

Gerade Mädchen wollen Bildung. Every Child. Everywhere. In School.Bildung verbessert das Leben

Ohne Bildung ändert sich nichts. Nachteile bleiben bestehen. Die Armut hält an. Wenn ein Kind seine Ausbildung abgeschlossen hat, eröffnet sich eine ganz neue Welt der Möglichkeiten. Wenn du ein Kind erziehst, änderst du nicht nur ein Leben, sondern auch das Leben ihrer Familie, ihrer Gemeinschaft und zukünftiger Generationen. Wenn jedes Kind eine Ausbildung erhält, profitiert die gesamte Gesellschaft.
Für Mädchen sind die Vorteile besonders gravierend – wenn alle Frauen die Sekundarausbildung abschließen würden, gäbe es 49 Prozent weniger Kindersterblichkeit, 64 Prozent weniger frühe Ehen, 59 Prozent weniger junge Schwangerschaften und sie würden bis zu 45 Prozent mehr verdienen als eine Frau ohne Ausbildung.

ADRA unterstützt mit dieser Petition besonders Mädchen, die gleichen Bildungschancen wie Jungen zu erhalten.

Button-Every Child. Everywhere. In School.

Selbstbestimmung und Würde - Für jedes Kind. Überall. In der Schule.Warum startet die Petition EVERY CHILD. EVERYWHERE. IN SCHOOL.?

Mit 20 Millionen Mitgliedern weltweit und dem zweitgrößten privaten Bildungssystem der Welt hat die die Freikirche der STA nicht nur eine einzigartige Chance, sondern auch eine moralische und christliche Verantwortung, dafür zu sorgen, dass jedes Kind überall die Möglichkeit hat, die Schule zu besuchen und eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten – unabhängig von Rasse, Religion oder Lebensumstände.

Die Forderung, dass jedes Kind, überall, in der Schule sein sollte, ist eine Anerkennung des Wertes und des Potenzials jedes einzelnen Kindes. Jedes Kind ist ein Kind Gottes – kostbar – und verdient die Möglichkeit, ein Leben in Würde zu führen, frei von Ausbeutung und den Fesseln der Armut.

ADRA fordert mit dieser Petition, weltweit allen Kindern ein selbstbestimmtes und angemessenen Leben zu ermöglichen.

Diese Petition, die bis 2020 aktiv ist, richtet sich an die führenden Politiker der Welt und fordert sie zu mehr Engagement auf. Dabei ist die Petition nur ein Teil einer nachhaltigen globalen Kampagne, die von ADRA und der Adventistischen Kirche gestartet und unterstützt wird, um jedem Kind, überallbis 2030 eine Schulbildung zu ermöglichen. Bildung ist dabei eines der wichtigen Themen der politischen Zielsetzungen der Vereinten Nationen.

Button-Every Child. Everywhere. In School.

Quelle: Aktion und Petition „inschool“ von ADRA International

Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie auf den Link zur Petition klicken, Sie auf die englischsprachige Webseite von ADRA International https://inschool.adra.org/, mit Sitz in den USA, gelangen.
Die eingegebenen Daten werden von ADRA International zum Zweck der Durchführung derSpeak up for out-of-school children Kampagne und Petition, zur Information der Teilnehmer über den Verlauf der Petition sowie zum Nachweis der Teilnahme des Teilnehmers an der Petition verarbeitet.  Die Daten des Teilnehmers werden auch an amerikanische politische Entscheidungsträger und andere Adressaten der Petition übermittelt.
Dabei erfolgt die Übermittlung der eigenen Daten in ein sog. genanntes Drittland außerhalb der Europäischen Union, das datenschutzrechtlich als unsicherer Drittstaat zu betrachten ist. Die Empfänger der Daten unterliegen nicht den Vorgaben der DS-GVO. ADRA Deutschland hat keinen Einfluss darauf, wie die Empfänger mit den Daten umgehen, ob und zu welchen Zwecken die Daten in den USA verarbeitet werden.

Dürre in Somalia, Kenia und Äthiopien: ADRA hilft!

Es hat seit Monaten in Somalia nicht geregnetNicht nur in Deutschland, sondern auch in den Ländern Somalia, Kenia und Äthiopien hat es viel zu wenig geregnet. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gefährdet, es droht die nächste Hungerkrise nach 2017.

Die Region Ostafrika leidet seit mehreren Jahren unter ausbleibenden Regenfällen. Die sich verschärfende Trockenheit verschlechtert die Agrarwirtschaft- und Nutztierhaltung. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Ernten der Menschen in den nördlichen und zentralen Regionen Somalias und im Nordosten Kenias. Der Rückgang der landwirtschaftlichen Produktivität trifft die arme Bevölkerung ins Mark. Meteorologen sagen auch für Mai und Juni unterdurchschnittliche Regenwahrscheinlichkeiten voraus.

ADRA ist vor Ort aktiv

Die anhaltende Dürre sorgt für Binnenmigration und Spannungen in den betroffenen Ländern. ADRA ist vor Ort und unterstützt die Menschen. Wir haben uns langfristig zu folgenden Zielen verpflichtet:

  • Bereitstellung lebensrettender und lebenserhaltender Hilfe für Menschen in Not, wobei den Schwächsten Vorrang einzuräumen ist.
  • Wiederherstellung und Stärkung der Lebensgrundlagen und der Grundversorgung, um die Widerstandsfähigkeit gegen wiederholte Naturkatastrophen wie zum Beispiel Dürre zu erhöhen.
  • Stärkung des Schutzes der Vertriebenen und anderer gefährdeter Gruppen und ausloten dauerhafter Lösungen.

Auch Sie können helfen

  • Eine Spende von 13 Euro entspricht dem Preis eines Nahrungsmittelpakets für 1 Person in Somalia (Reis, Öl und roten Bohnen).
  • Eine Spende von 90 Euro deckt den täglichen Wasserbedarf einer Schule mit bis zu 2.000 Schülerinnen und Schülern in Somalia.

Bitte unterstützen Sie mit einer Spende die Menschen in der Dürreregion unter dem Stichwort „Hungersnot“ auf https://adra.de/spendenformular/.

Wir dürfen niemanden zurücklassen

Weltwassertag„Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. So lautet der Leitspruch für den Weltwassertag 2019, der am 22. März stattfindet.

Das Problem geht uns alle an

Über zwei Milliarden Menschen verfügen über keinen Zugang zur regelmäßigen Nutzung von sauberem Trinkwasser. Und für fast 4,5 Milliarden ist die sichere Verwendung von Sanitäranlagen nicht möglich. Laut Weltwasserbericht 2019 bedroht die Knappheit der Wasserressourcen aber auch die generelle Ernährung. Bis 2050, so rechnet man, könnte dadurch die weltweite Getreideproduktion um 40 Prozent sinken – bei einem weiteren prognostizierten Anstieg der Weltbevölkerung auf fast 10 Milliarden! Von den zu erwartenden Hygienemängel ganz zu schweigen…

Nur drei Prozent des Wassers auf der Erde ist süß

97 Prozent des Wassers ist Salzwasser. Circa zwei Drittel des Süßwassers sind in den Polkappen und Gletschern eingefroren: Tendenz stark fallend, da die Klimaerwärmung diese zum Schmelzen bringt und das getaute Wasser dadurch größtenteils durch den Abfluss in die Weltmeere nicht mehr genutzt werden kann. Es gilt, unsere Wasserreserven effizient zu nutzen, einzuteilen und gerecht aufzuteilen. Wieviel Wasser benötigen wir für Landwirtschaft, Industrie, Freizeit, Haushalt? Und wieviel Wasser benötigt die Natur, von der wir leben?

Ungleiche Wasservorräte – verursacht durch verschiedene Faktoren

In Afrika lebt die Hälfte der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser besitzen. Nur ein Viertel der Bevölkerung südlich der Sahara haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und knapp 30 Prozent zu eigenen sanitären Anlagen.
Liegt das Problem in Afrika auch an klimatischen Gegebenheiten, so müsste man annehmen, dass hier in Europa dieses Problem nicht auftreten kann. Falsch gedacht! Zwar ist die Wasserknappheit in unseren gemäßigten Breitengraden aufgrund der Lage nicht so ausgeprägt, dennoch gibt es auch bei uns in Europa Regionen, in denen die Einwohner im wahrsten Sinne des Wortes jeden Tag um Wasser und Hygiene kämpfen müssen.

Ukraine – Krieg nicht nur um Land, sondern auch um Wasser

Das ressourcenreiche Land in Osteuropa hat ebenfalls Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Derzeit sind die Städte der östlichen Regionen im Kriegszustand und aufgrund der Kämpfe sind die Wasserversorgungssysteme teilweise oder völlig zerstört. Der mangelnde Zugang zu Wasser und seine schlechte Qualität gefährden die Gesundheit der Menschen in der Ukraine. Vor allem Alte und Kinder sind anfällig für Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Wir alle zusammen können das Leben von Menschen in Not verbessern! ADRA unterstützt Projekte in den Bereichen Wasser, Hygiene und Sanitär in der ganzen Welt. In der Ukraine hilft ADRA bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und fördert gleichzeitig den Wiederaufbau und Isolation der Häuser und die Versorgung mit Kohle und Kesseln, um Häuser und Wasser in der kalten Jahreszeit erwärmen zu können.

Sie können ein Teil dieses Projektes sein, lassen Sie uns zusammen Menschen in Not helfen! (AUR und MSc)

Im Katastrophenfall schnell und effektiv Hilfe leisten

Aktion Deutschland Hilft mit ADRA

Gemeinsam bei Katastrophen Hilfe leisten – das ist das Ziel des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. Nach dem Zusammenschluss von neun deutschen Hilfsorganisationen vor knapp 18 Jahren ist das Bündnis mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen. „Zusammen wollen wir Menschen in der Not beistehen“, so Außenminister und Kuratoriumsvorsitzender Heiko Maas. ADRA ist Mitglied.

Im Einsatzfall koordinieren mittlerweile 23 Mitgliedsorganisationen ihre Maßnahmen, ergänzen ihre Kompetenzen und senken durch das gemeinsame Vorgehen die Kosten. Als Gründungsmitglied konnte ADRA schon zahlreiche Nothilfemaßnahmen mit Unterstützung des Bündnisses umsetzen. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz bei dem Taifun Haiyan auf den Philippinen 2013, die Projekte von „Gemeinsam für Flüchtlinge“ in der Flüchtlingskrise 2015 und die Nothilfe bei dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien im vergangenen Jahr. Durch das gemeinsame Auftreten in der Öffentlichkeit werden mehr Menschen erreicht und können über die Hilfsprojekte der Mitgliedsorganisationen informiert werden – so kennt man Aktion Deutschland Hilft zum Beispiel über die tagesschau. Die eingegangenen Spendengelder werden abhängig von Beteiligung und Größe unter den Organisationen aufgeteilt und kommen so dort an, wo sie dringend benötigt werden. (CLi)

https://www.aktion-deutschland-hilft.de/

Heizmaterial und Nahrungsmittelhilfe gegen den afghanischen Winter

Der Winter erreicht in Kabul und der Provinz Bamyan eisige Temperaturen. Die extreme Dürre des letzten Jahres erschwert die Situation der Binnenvertriebenen und Rückkehrer zusätzlich. ADRA hilft mit Heizmaterial und finanzieller Unterstützung zum Kauf von Lebensmitteln.

Die jahrzehntelang anhaltenden Konflikte und Gewalt haben in Afghanistan zu zahlreichen Vertreibungen und Fluchtwellen geführt. Verstärkt wurde der Effekt durch Naturkatastrophen und eine unzureichende Grundversorgung. 54,4 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Seit 15 Jahren stärkt ADRA vor allem Binnenvertriebene und Rückkehrer gegen den klirrend kalten Winter. In diesem Jahr bekommen sie außer Heizmaterial auch finanzielle Unterstützung für den Erwerb von Lebensmitteln – denn durch die extreme Dürre der letzten Saison sind die Menschen von Hunger bedroht. Dass sie den Betrag mittels einer ec-Karte bekommen, stellt sicher, dass sie genau die Lebensmittel kaufen können, die sie am dringendsten benötigen.

So können Sie das Winterhilfe-Projekt in Afghanistan unterstützen:

  • Stein- und Holzkohle für 1 Haushalt* für drei kalte Wintermonate: 33 Euro
  • Bargeldmittel zum Erwerb von Nahrungsmitteln für 1 Haushalt für sechs Monate: 70 Euro

>> Ihre Spende hilft – unter dem Stichwort „Winterhilfe“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Dieses Projekt wird gefördert von 

 

 

*Ein Haushalt besteht aus sieben Personen.