Zyklon Idai: Hilfskräfte erreichen die Menschen nur schwer

Update 27.03.2019 Nach dem Zyklon Idai benötigen die Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi dringend Hilfe! Nach den verheerenden Überschwemmungen sind viele Gebiete für Hilfsorganisationen noch immer nicht erreichbar. ADRA ist in allen drei Ländern vor Ort.

Die Ausmaße des tropischen Wirbelsturms, der am 15. März auf die Küste Südostafrikas traf, übertrifft laut der Vereinten Nationen die schlimmsten Befürchtungen. Mindestens 1,8 Millionen Kinder, Frauen und Männer sind von den Folgen der Überschwemmungen und starken Regenfällen betroffen. Viele Häuser, Brücken, Straßen, Wasser- und Stromleitungen sind zerstört, Dämme brechen. Die Preise für Nahrungsmittel sind um 100 Prozent gestiegen. Noch immer harren Menschen auf ihren Häusern und in Baumkronen aus und warten auf Hilfe. Viele werden noch vermisst. Vor allem die Regionen des Hinterlandes sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und die Helfer können nur mit Booten oder Helikoptern zu ihnen gelangen.

Ganze Dörfer verschwunden

Graham lebt in einem kleinen Dorf im Hinterland Mosambiks und ist erschüttert von dem, was er gesehen hat. „Einige Dörfer gibt es einfach nicht mehr! Die Leute sitzen auf den Bäumen und warten auf Hilfe, unter ihnen die Krokodile und weit und breit kein Boot in Sicht!“ Einige Nachbarn mit Booten wären unermüdlich im Einsatz, die Menschen von den Bäumen zu retten, berichtet er uns. Ein Mann hatte nur ein kleines Boot, trotzdem tat er alles, um anderen zu helfen. Er band mehrere leere Plastikcontainer zu einer langen Schnur, befestigte ein Ende an seinem Boot und das andere an einen höher gelegenen Baum. „Drei Tage war er im Einsatz. Er konnte so mehrere Nachbarn aus den Fluten und von Bäumen retten, die im hohen Wasser standen.“

Hilfe ist dringend notwendig!

Viele Familien haben ihr ganzes Hab und Gut verloren. Es fehlt an Nahrung, Trinkwasser, Kleidung, Decken, Medikamenten und Unterkünften. Zudem wächst die Angst vor Krankheiten durch verunreinigtes Wasser. Durchfallerkrankungen wie Typhus und Cholera werden befürchtet sowie ein Anstieg an Malariaerkrankungen, weil sich die Mücken im Wasser schnell vermehren können. ADRA unterstützt die Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi mit sauberem Trinkwasser, Nahrungsmittel, Überlebenspaketen und Notzelten und lässt sie nicht allein.

Hier noch ein paar Beispiele, wie Sie die Menschen in Südostafrika mit Ihrer Spende unterstützen:

  • Moskitonetze und Mückenspray für 1 Monat und 1 Familie: 20 Euro
  • Prävention von wasserübertragbaren Krankheiten mit Hygieneartikeln und Chlortabletten für 1 Monat für 1 Familie: 30 Euro
  • Notunterkunft für 1 Familie: 30 Euro
  • Nahrungsmittelhilfe für 1 Monat für 1 Familie (2100 kcal pro Person pro Tag mit Lebensmittelpaketen oder Bargeld, um die lokalen Märkte zu unterstützen): 70 Euro
    (1 Familie besteht im Schnitt aus 5 Personen)

Ihre Spende ermöglicht dringend benötigte Soforthilfe für die Menschen in Südostafrika. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Zyklon Idai“ >> ZUM SPENDENFORMULAR