Zyklon Fani trifft auf indische Küste

Zyklon Fani

Am Freitag um acht Uhr Ortszeit traf Zyklon Fani die indische Küste mit einer Geschwindigkeit von bis zu 240 Kilometer pro Stunde und zieht eine Schneise der Verwüstung durch Indien in Richtung Bangladesch. Es gibt 29 gemeldete Todesopfer und 160 Verletzte.

Bei Zyklon Fani handelt es sich um den schwersten Sturm in der Region seit 20 Jahren. Die indischen Behörden haben frühzeitig mit Evakuierungen begonnen, konnten die Todesopfer aber nicht verhindern. Auch in Bangladesch wurden mehr als eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. Die Versorgung ist vielerorts zusammengebrochen, weitreichende Zerstörungen führen zu Stromausfällen und Wassermangel.                                                         
Die Regierung versorgt die Bevölkerung mit Lebensmitteln. In einer gemeinsamen Bewertung, die von mehreren Nichtregierungsorganisationen veröffentlicht wurde, erklären diese, dass Lebensmittel nur für begrenzte Anzahl an Menschen verfügbar seien. Da in Indien das Kastensystem noch immer einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat, wird die höhere Kastengemeinschaft vorrangig versorgt und die restlichen Lebensmittel werden dann von den anderen Gemeinschaften verzehrt.

Notunterkünfte werden dringend benötigt

Viele Häuser wurden durch den Zyklon zerstört und es werden dringend kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten benötigt. Ebenso konnten viele Haushalte keine Nahrungsvorräte anlegen und sind nun auf Unterstützung angewiesen. Auch die Landwirtschaft hat der Sturm getroffen, Ernteausfälle sind zu befürchten. Viele Menschen sind somit ohne Arbeit, was die Kaufkraft einschränkt und dadurch auch andere Wirtschaftsbereiche betroffen sind.

Und den Fischern an der Küste im Distrikt Puri wurde die Existenzgrundlage entzogen, der Sturm hat ihre Boote zerstört. Der fehlende Fischfang verschärft die Nahrungsmittelunsicherheit zusätzlich.

Die Saison für Zyklone hat in dieser Region gerade erst begonnen.