Wir sind die Hälfte der Welt! Am 11. Oktober ist Weltmädchentag

Wenn am 11. Oktober der Berliner Funkturm, die Niagarafälle, das London Eye oder die Pyramiden von Gizeh in leuchtendem Pink erstrahlen, ist das kein Zufall. An diesem Tag ist Weltmädchentag, ein von den Vereinten Nationen ins Leben gerufener Aktionstag, der auf die weltweit vorhandenen Benachteiligungen von Mädchen hinweist. 2011 wurde der Weltmädchentag sowohl von der UNO als auch von Deutschland offiziell eingerichtet und steht seitdem jedes Jahr unter einem besonderen Thema mit eigenen Kampagnen. Forderungen der Kampagnen sind zum Beispiel Förderung durch Bildung für Mädchen und junge Frauen, die Abschaffung der Zwangsehe, eine komplette Gleichberechtigung und die Etablierung von Anti-Diskriminierungsgesetzen.

Ausbeutung, sexualisierte Gewalt, Genitalverstümmelungen und Menschenhandel treffen vor allem Mädchen und Frauen. Auch für den Einsatz gegen Ungleichheit unter dem Deckmantel Kultur und Tradition ist der Weltmädchentag Symbol und Motivation für neue Initiativen.

Das Thema 2015 lautete „The Power of Adolescent Girl: Vision for 2030“. Dabei wurde insbesondere auf die Ziele der Agenda 2030 eingegangen. Diese umfasst 17 Zielsetzungen der Vereinten Nationen, welche eine nachhaltige Entwicklung der Welt sichern sollen und für alle Staaten gleich gültig sind. Besonders die Punkte „Quality Education“ (Qualitative Bildung), „Reduced Inequalities“ (weniger Ungleichheit) und „Gender Equality“ (Geschlechtergleichheit) werden am Weltmädchentag in die Öffentlichkeit gerückt.

Projekte wie die Erleuchtung des Empire State Buildings in Pink, ein Marathonlauf in Nepal für die Rechte von Mädchen und eine Demo am Züricher Hauptbahnhof für die Bildung von Mädchen waren nur einige von vielen Aktionen in jenem Jahr.

ADRA unterstützt nicht nur am Weltmädchentag Projekte auf der ganzen Welt, die die Gleichberechtigung von Mädchen und die nachhaltige Entwicklung fördern.

In Thailand leitet ADRA ein Heim für Mädchen, die Opfer von Menschenhandel waren oder weiterhin gefährdet sind. Neben Bildung gibt es dort auch psychologische Betreuung. Nach dem Schulabschluss hilft ADRA bei der Jobsuche und leistet Aufklärungsarbeit in den Familien.

150 junge Frauen erhalten durch ADRA im ländlichen Äthiopien eine Computerausbildung, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen.

Somit trägt ADRA in den jeweiligen Ländern zu der Erfüllung der Agenda 2030 bei und ist für viele Mädchen eine große Stütze im fortwährenden Kampf gegen Ungleichheit und Diskriminierung gegen Frauen.

Setze dich für Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und unterstütze die Arbeit von ADRA mit deiner Spende!
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