Wenn die Heimat verschwindet… durch Vertreibung

Wenn Heimat verschwindet durch Vertreibung„Ich bin wie ein Baum, der ohne Wurzeln leben muss!“ Keynan ist 28 Jahre alt und in einem kleinen Dorf im Süden Somalias zuhause. Seine Heimat hat er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen. Bürgerkrieg, religiöser Extremismus mit wiederkehrenden Anschlägen und Gewalt versetzten Keynan in Angst und Schrecken.

Die unsichere Lage für die Bevölkerung wird durch Dürre und Hunger verstärkt und macht wie Keynan über 2 Million Menschen in Somalia zu Vertriebenen im eigenen Land. Damit steht Somalia auf Platz 5 der Länder mit den meisten Binnenvertriebenen. Weltweit waren 2018 laut UN 68,8 Millionen Frauen, Männer und Kinder auf der Flucht.
Vor zehn Jahren waren es nur 37,5 Millionen.

Keynan nahm große Risiken in Kauf und ließ alles zurück, was ihm lieb und teuer ist. „Flucht war der einzige Ausweg, doch ich habe alles verloren. Ich habe meine Heimat, meinen ganzen Besitz, Freunde und Familie verlassen, um in Sicherheit zu sein. Jetzt habe ich Schutz, lebe aber an einem fremden Ort mit Fremden auf engstem Raum zusammen“, beschreibt er die Situation im Flüchtlingscamp. „Wir Geflüchtete befinden uns in einem Schwebezustand. Wir wissen nicht, wie lange er andauert und können nicht selbst bestimmen, was wir essen, kaufen oder arbeiten dürfen!“ ADRA setzt mit seiner Projektarbeit genau an dieser Stelle an. Die Hilfsmaßnahmen werden an die Verhältnisse der Notleidenden angepasst. Die vertriebenen Menschen werden in die Planung und Umsetzung mit einbezogen. Wenn sich Somalia eines Tages stabilisiert hat, möchte Keynan in seine Heimat zurückkehren. Sie können ihn dabei unterstützen!

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA für Vertriebene unter dem Spendenstichwort „Heimat“ oder online direkt über das Spendenformular.