„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?“

Bildung ist ein Menschenrecht für jeden lebenslang, einschließlich derer mit besonderen Bildungsbedürfnissen. Bildung befähigt Menschen dazu, ihre soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern, damit ein erfülltes und unabhängiges Leben möglich ist.

In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara haben weniger als ein Drittel der Erwachsenen eine Grundschule abgeschlossen. Gerade in ländlichen Regionen wird Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen erschwert: Der Weg ist zu weit, Fahr- und Schulgeld sind für die Eltern nicht erschwinglich, Schuluniformen, Materialien und Verpflegung kosten zu viel Geld. Viele Familien sind darauf angewiesen, dass die Kinder früh anfangen zu arbeiten und die Eltern in der Haus- und Feldarbeit unterstützen. Vor allem Mädchen können ihr Menschenrecht auf Bildung nicht überall in Anspruch nehmen und sind benachteiligt. Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten haben es besonders schwer. Ein kindgerechter Alltag mit regelmäßig stattfindendem Unterricht ist nicht gewährleistet, wenn die Infrastruktur und Bildungssysteme zusammengebrochen sind. Dabei ist mangelnde Bildung eine der Hauptursachen für materielle Verarmung und gleichzeitig deren größte Folge. Es ist ein Kreislauf: Bildung verhindert Armut und Armut verhindert Bildung. ADRA setzt sich für den Bau von Bildungseinrichtungen ein, für die Verbesserung der Bildungssysteme, qualifiziert Lehrkräfte und erhöht das Bildungsangebot für alle Altersgruppen: Frühkindliche Bildung, Schul- und Ausbildungen, Weiterbildungen und Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Damit ein lebenslanges Lernen möglich ist und Bildung kein Privileg bleibt.
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