Warm durch den Winter – ADRA unterstützt Geflüchtete in Afghanistan

Der Winter in Afghanistan ist erbarmungslos. Eisige Temperaturen und Niederschlag gefährden das Leben vieler Menschen. ADRA leistet in Kabul und Bamyan Winterhilfe und unterstützt Betroffene, dem Winter zu trotzen und ihr Überleben zu sichern.

Die seit Jahren andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan haben bereits tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Chancen auf Frieden scheinen sich weiter zu verschlechtern. Die Zahl der Binnenvertriebenen hat stark zugenommen. Auch Rückkehrer aus dem Iran und aus Pakistan kommen verstärkt nach Afghanistan. Viele von ihnen lassen sich in größeren Städten, wie Kabul, nieder. Sie erhoffen sich dort einen besseren Zugang zu Infrastruktur und Jobmöglichkeiten. Doch auch hier sind sie von Elend bedroht. Zum Krieg kommen Hunger, Armut und der bitterkalte Winter erschwerend hinzu. Die Vertriebenen leben in Notunterkünften, leiden unter Nahrungsmittelknappheit, haben keinen Schutz vor der kalten Witterung.

Auch für Bewohner in der Provinz Bamyan, eine der ärmsten Regionen des Landes, stellt der eisige Winter mit durchschnittlichen Temperaturen von – 25 °C eine große Gefahr dar. In dieser Region leben viele Menschen in Höhlen oder einfachen Lehmhütten, die ihnen kaum Schutz bieten. Sie sind weder isoliert, noch beheizt. Das wirtschaftliche Einkommen in Bamyan liegt weit unter dem nationalen Durchschnitt, die Meisten haben keine nachhaltige Einkommensquelle oder besitzen gar Bargeld.

Um die akute Not zu lindern, leistet ADRA für Menschen in Kabul sowie in Bamyan Winterhilfe. Die Betroffenen erhalten Brennholz und Steinkohle als Heizmaterial und lebenswichtige Grundnahrungsmittel. Regelmäßige Mahlzeiten werden dadurch ermöglicht. Rund 20.000 Menschen müssen dank dieser Maßnahmen nicht mehr frieren und hungern.

 

Projektlaufzeit: 01.11.17 – 30.04.18

Dieses Projekt wird gefördert durch