Welt-Mädchentag – Mädchen rund um den Globus stärken

Mädchen haben weltweit häufig schlechtere Lebensaussichten als Jungs. Besonders in Entwicklungsländern werden sie benachteiligt oder sind Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Der heutige Welt-Mädchentag, von den Vereinten Nationen im Jahr 2012 ins Leben gerufen, weist auf Probleme hin, gegen die Mädchen vielerorts ankämpfen müssen.

Benachteiligung erfahren vor allem Mädchen in Ländern des Nahen Ostens, Südasiens und im Süden Afrikas. Laut UNICEF erhalten weltweit 62 Millionen Mädchen im Schulalter keinen Zugang zu Bildung. In manchen Ländern erhalten sie sogar weniger Nahrung als ihre Brüder.

Leider werden Millionen Mädchen auch Opfer von Genitalverstümmlung, Menschenhandel, erfahren Gewalt oder werden gar zwangsverheiratet.

Mehr als ein Viertel der derzeit rund 60 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Frauen und Mädchen. Die Flucht ist für Frauen und Mädchen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle von besonderen Belastungen und Gefahren geprägt. Nicht selten werden sie Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Rehabilitations- und Rettungszentrum Kajiado

ADRA unterstützt Mädchen mit verschiedenen Maßnahmen, um ihre Entwicklung zu fördern, ihre Rechte zu stärken und um sie zu schützen. Zum Beispiel bietet ADRA Massai-Mädchen in Kenia, die vor Genitalbeschneidung und Zwangsverheiratung fliehen, ein geschütztes Umfeld im Rehabilitations- und Rettungszentrum Kajiado. Dort ist es den Mädchen auch möglich, die Schule zu besuchen.

Keine Chance für Menschenhändler

In Thailand bietet ADRA Zuflucht in einem Heim für Mädchen, die Opfer von Menschenhandel wurden oder stark gefährdet sind. Dort können sie eine Schule besuchen und werden psychologisch betreut. Nach Schulabschluss hilft ADRA ihnen dabei, eine feste Arbeitsstelle zu finden. Außerdem leistet ADRA in den Familien Aufklärungsarbeit rund um das Thema Menschenhandel und beschützt andere Mädchen vor diesem Schicksal.

Neue Perspektiven für Frauen in Äthiopien

Um Mädchen und Frauen im ländlichen Äthiopien zu stärken, schult ADRA 150 junge Frauen im Umgang mit dem Computer und der digitalen Welt. Das Ziel des Projekts ist es, ihre Zukunftsperspektiven durch bildungsfördernde Maßnahmen zu verbessern.