ADRA unterstützt Frauen und Mädchen auf der Flucht

Am heutigen Weltfrauentag macht ADRA Deutschland auf die kritische Situation von Frauen und Mädchen auf der Flucht aufmerksam. Sie sind besonders gefährdet, Opfer von Ausbeutung und Gewalt zu werden.

Mehr als ein Viertel der weltweit rund 60 Millionen Flüchtige sind Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Sie fliehen vor Krieg und Zerstörung, aber auch vor Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Gewalt. Die Flucht ist für Frauen und Mädchen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle von besonderen Belastungen und Gefahren geprägt. Nicht selten werden sie Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Schutz für Mädchen und Frauen auf der Flucht

Deswegen müssen Frauen und Mädchen auf der Flucht besser geschützt werden. Es ist notwendig, dass separate Schlafplätze und Sanitäranlagen in Aufnahmeeinrichtungen eingerichtet und Unterkünfte speziell für alleinfliehende Frauen und Mädchen bereitgestellt werden. Die Einführung legaler Zugangswege nach Europa würde vielen Frauen und Mädchen großes Leid ersparen.

ADRA hilft Frauen weltweit

ADRA unterstützt Frauen und Kinder, die durch den Balkan reisen, mit verschiedenen Maßnahmen. Einerseits verteilt ADRA Hilfsgüter wie Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel, andererseits bieten mobile Einsatzkräfte Schutz und psychosoziale Betreuung.

Nicht nur auf der Balkanroute ist ADRA aktiv, sondern auch in vielen anderen Ländern weltweit. Beispielsweise gibt ADRA Mädchen in Kenia, die vor Zwangsverheiratung und Genitalbeschneidung fliehen, ein geschütztes Umfeld im Rehabilitations- und Rettungszentrum Kajiado.

In Thailand bietet ADRA denjenigen Mädchen einen sicheren Zufluchtsort, die Opfer von Menschenhandel wurden oder gefährdet sind. An diesem Mädchenheim können sie eine Schule besuchen, erhalten psychologische Betreuung und haben mit einem Schulabschluss Chancen auf eine Arbeitsstelle.