Storyfinding im vergessenen Jemen

Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ lädt Journalistinnen und Journalisten zum Thema „Humanitäre Krisen im Schatten der Berichterstattung“ ein. Die Veranstaltung findet am 23. Januar 2019 im Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2, 80469 München statt.

Wie funktioniert humanitäre Hilfe? Wie können Journalisten über die vergessene Krise im Bürgerkriegsland Jemen berichten? Und welche Herausforderungen erwarten Journalisten bei ihrer Arbeit in Krisengebieten?

Millionen Menschen weltweit leben in humanitären Krisen, aber es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Aktion Deutschland Hilft will mit Hilfe der Veranstaltung deutsche Journalisten und Journalistinnen über Hintergründe der humanitären Katastrophe im Jemen aufklären, ein realistisches Bild von humanitärer Hilfe, Hilfsmaßnahmen und Bedürfnissen vermitteln. Wir wollen somit die Möglichkeiten aufzeigen über vergessene Krisen, wie die im Jemen, aber auch über humanitäre Krisen generell, zu berichten.

PROGRAMM

17:30 Einlass
18:00 Wer steckt hinter Aktion Deutschland Hilft und was ist humanitäre Hilfe?
18:30 Warum ist die humanitäre Situation im Jemen so katastrophal (Referent: Nikolaus Kirchler, ADRA Deutschland Nothilfekoordinator für den Jemen)
19:15 Pause
19:20 Storyfinding im Jemen (Referent: Volker Schwenck, Korrespondent der ARD im Hauptstadtstudio)
20:05 Get-together mit Snacks und Getränken
— Der Eintritt ist frei —

>> Aktion Deutschland Hilft bittet um Anmeldung bis zum 16. Januar 2019 per E-Mail an presse(at)aktion-deutschland-hilft.de.

Den Veranstaltungsflyer mit allen Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Aktion Deutschland Hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Weitere Informationen über Aktion Deutschland Hilft gibt es hier: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/ .

Kinder sind unsere Zukunft – Am 20. September ist Weltkindertag und Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“

Um auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Kinderrechte aufmerksam zu machen und sich für diese einzusetzen, riefen die Vereinten Nationen 1954 den Internationalen Kindertag ins Leben. Diesem Auftrag folgen 145 Staaten mit verschiedenen Aktionen und Festen. In Deutschland wird der Weltkindertag am 20.09. begangen, viele Städte nehmen daran teil. ADRA ist in Darmstadt dabei.

Mit dem Motto „Kinder brauchen Freiräume!“ wird seitens des Deutschen Kinderhilfswerks und UNICEF dazu aufgerufen, Kindern mehr Möglichkeiten zur Beteiligung in unserer Gesellschaft einzuräumen. „Kinder und Jugendliche wollen ihren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Dafür ist es notwendig, dass wir ihnen Freiräume eröffnen, damit sie ihre Ideen und Wünsche einbringen und ihr persönliches Potential entfalten können“, so Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Neben weltweiten Projekten in der Entwicklungs- und Nothilfe ist ADRA für Kinder in Deutschland und Europa aktiv. ADRA transportiert jedes Jahr in der Weihnachtszeit mit der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ zehntausende Geschenkpakete in osteuropäische Länder und sorgt so für einen kleinen Hoffnungsschimmer im Leben dieser Kinder. Gepackt werden die Pakete von Kindern, ihren Eltern und Großeltern aus ganz Deutschland, mit dem Ziel zu lernen, etwas von sich an andere abzugeben. Diese Aktion schon Ressourcen und macht Kindern aus ärmeren Gesellschaften eine Freude zu Weihnachten. Weitere Infos zu der bundesweit jährlich stattfindenden Aktion gibt es unter www.kinder-helfen-kindern.org.

Fest zum Weltkindertag am 23. September in Darmstadt

Darmstadt feiert am 23.09. ein großes Fest zum Weltkindertag, mehr als 50 Einrichtungen und Organisationen erhalten hier von 11:30 bis 18:00 die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren. ADRA ist auf dem Luisenplatz in der Wilhelminenstraße dabei und steht für Interessierte zur Verfügung.

Einschränkung zivilgesellschaftlichen Handelns

Weltweit sind Hilfsorganisationen in ihrem Handeln immer weiter eingeschränkt. Der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) weist anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie auf diesen Missstand hin. Auch ADRA unterstützt als Mitgliedsorganisation von VENRO das Positionspapier, das in nachfolgender Pressemitteilung vorgestellt wird.

Berlin, 13. September 2017 – Zivilgesellschaftliche Organisationen sehen sich weltweit zunehmendem Druck und zunehmender Repression ausgesetzt. Darauf weist der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) hin. Im Vorfeld des Internationalen Tages der Demokratie (15. September) hat VENRO das Positionspapier „Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft“ veröffentlicht, das den Blick auf den zunehmend engeren Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Akteure lenkt – auf den Trend von sogenanntem „Shrinking Space“.

„Gerade Partnerorganisationen, die sich für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz und die bessere Beteiligung von Minderheiten einsetzen, geraten weltweit in immer mehr Ländern unter Druck und werden in ihrer Arbeit stark behindert. Dabei sind es gerade diese Teile der Zivilgesellschaft, die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stärken“, kommentiert Heike Spielmans, Geschäftsführerin von VENRO.

„Die Bundesregierung muss sich wirkungsvoll bei Regierungsverhandlungen für zivilgesellschaftliche Rechte weltweit einsetzen. Das heißt vor allem auch, dass die außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen der Bundesregierung nicht dazu beitragen dürfen, dass in anderen Ländern Menschenrechte missachtet und gesellschaftliche Freiheiten beschränkt werden“, fordert Christine Meissler, VENRO-Expertin für Shrinking Space. „Darum müssen auch die längst überfälligen gesetzlichen Vorgaben geschaffen werden, damit deutsche Unternehmen ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflichten weltweit wahrnehmen müssen.“

In dem Positionspapier problematisiert VENRO Diffamierungen und Gewaltaufrufe durch staatliche Stellen und populistische Parteien ebenso wie den Missbrauch von Antiterror-, Sicherheits- und Mediengesetzen, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. VENRO-Mitgliedsorganisationen erleben täglich, wie ihre Partnerorganisationen gegängelt und unterdrückt werden. Die Repressionen reichen von Verboten finanzieller Unterstützung aus dem Ausland und behördlichen Schikanen bis hin zu Entführung und Mord. VENRO fordert von der Bundesregierung, sich für die Rechte und den Handlungsspielraum der Zivilgesellschaften weltweit einzusetzen.

VENRO fordert von der Bundesregierung unter anderem

  • Politikfelder wie Handel, Außenwirtschaftsförderung, Entwicklung, Migration oder Sicherheit so zu gestalten, dass Menschenrechte und gesellschaftliche Freiheit davon nicht beeinträchtigt werden,
  • Regierungsverhandlungen und Regierungskonsultationen zu nutzen, um wirkungsvoll gegen die Einschränkung der Handlungsräume von Menschenrechtsverteidiger_innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen einzutreten,
  • sich dafür einzusetzen, dass Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung weltweit und in Deutschland unter strikter Einhaltung der Menschrechte und der Prinzipien der Humanitären Hilfe erfolgen.

>> Das VENRO-Positionspapier „Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft“ kann hier eingesehen werden.

Die Pressemitteilung von VENRO findet sich unter http://venro.org/presse.

Die Aktion wird aktiv unterstützt von  action medeor, ADRA Deutschland, agl Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), arche noVa, AWO International, Brot für die Welt, CARE Deutschland-Luxemburg, DGB Bildungswerk, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Eine Welt Netz NRW, HelpAge Deutschland, INKOTA, Johanniter-Auslandshilfe, Kindernothilfe, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), , medica mondiale, Netz Bangladesh, MISEREOR, Oxfam Deutschland , Plan International Deutschland, Save the Children, Stiftung Nord-Süd-Brücken,  Weltgebetstag der Frauen, Deutsche Welthungerhilfe, World Vision Deutschland

 

Hilfsorganisationen im Handeln immer weiter eingeschränkt

Weltweit nimmt der Druck auf zivilgesellschaftliche Organisationen zu. Wie äußert sich das? Fundamentale Rechte wie Versammlungs- oder Meinungsäußerungsfreiheit werden zunehmend eingeschränkt. Auch für Hilfsorganisationen schrumpfen die Handlungsspielräume und sie werden in ihrer Arbeit behindert. Zum Tag der Demokratie am 15. September machen Aktionen in Berlin darauf aufmerksam.

Viele Mitgliedsorganisationen von VENRO, dem Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe, sind von „Shrinking Spaces“ betroffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit Drohungen und Diffamierungskampagnen attackiert und ihre Arbeit durch Repressalien zunehmend eingeschränkt. In einigen Ländern wird inzwischen von „Closing Spaces“ gesprochen. Repressalien sind beispielsweise behördliche Schikanen, verzögerte Projektfinanzierung, Entführungen, Gewalt oder Tötung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Anlässlich des Tages der Demokratie am 15. September wird VENRO der Bundesregierung Forderungen und Empfehlungen in Form eines Positionspapiers übergeben. Das Aktionsbündnis fordert, dass sich die Regierung für die Rechte und Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft einsetzt. Begleitet wird die Veröffentlichung des Positionspapiers von einer Aktion am 13.09. von 11 bis 12 Uhr auf dem Pariser Platz in Berlin. ADRA unterstützt die Aktion. Weiter Infos zum Thema, den beteiligten Organisationen und zum VENRO-Positionspapier finden sich in Kürze online unter http://venro.org und unter dem Hashtag #TagDerDemokratie.

ADRA-Tag Heilbronn: Ein Erfahrungsbericht

Im Rahmen eines ADRA-Tages informiert ADRA regelmäßig über die Arbeitsfelder in der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, über die Freiwilligendienste, die Paket-„Aktion Kinder helfen Kindern!“, die ADRAshops und vieles mehr. Der nachfolgende Bericht schildert die Eindrücke von Natasha van der Plas, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei ADRA Deutschland e.V. absolviert.

Am 23.06.2018 fand ein ADRA-Tag in der Adventgemeinde Heilbronn mit rund 100 Gästen statt. Mit einem Missionsbericht von der Freiwilligen Natasha van der Plas, die von ihrer 6-monatigen Erfahrung im Ausland berichtete, wurde gezielt Bezug auf das zentrale Thema Nachhaltigkeit genommen. Durch den Einsatz in einer völlig neuen Umgebung habe sie nicht nur viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen können, sondern sich auch ihr allgemeines Weltbild geändert. Auch ihr Bewusstsein, wie wichtig das nachhaltige Leben für die Umwelt letztendlich ist, sei stark gestiegen, berichtete van der Plas. In der Predigt der Abteilungsleiterin Entwicklungspolitische Bildung, Anja Emrich, wurde der Vergleich zum „Tempel Gottes“ gemacht und auf die Natur übertragen. Wir Menschen sollten nicht nur auf unseren Körper gut Acht geben, sondern auch auf die Natur. Beides sei in Betracht dessen eine uns gegebene Schöpfung, der wir mit Vorsicht begegnen sollten. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause gab es dann einen tieferen Einstieg in die Arbeit von ADRA, wobei Bezug auf die vielseitigen Bereiche von ADRA genommen, aber auch vor allem die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ angesprochen wurde. Im Rahmen des Vortrags, der auch vereinzelte Fragen erlaubte, stellte Anja Emrich insbesondere das Grundkonzept von ADRA hervor und brachte es in Verbindung zu nachhaltigerem Leben innerhalb unserer Gesellschaft. Daran knüpfen ebenfalls die ADRAshops an, die gebrauchte und gut erhaltene Waren anbieten. Dementsprechend beinhaltet die Arbeit von ADRA nicht nur eine breitgefächerte Auswahl an Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe, sondern will auch persönlich ansprechen und zu einem nachhaltigeren Konsum auffordern.

 

>> Weitere Informationen zu den ADRA-Tagen gibt es unter info(at)adra.de.

ADRA Deutschland e.V. Geschäftsführer spricht auf Weltgipfeltreffen der Vereinten Nationen

Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V., sprach auf dem 1. Weltgipfel der Vereinten Nationen für Religion, Frieden und Sicherheit über die Betreuung von 1200 Angehörigen der vom Genozid bedrohten Religionsgemeinschaft der Jesiden im Flüchtlingslager Petra Olympu in Griechenland.

Molke ermutigte die anwesenden Vertreter der Weltreligionen und Politiker verschiedener Nationen sowie der Europäischen Union, Partnerschaften in der humanitären Hilfe einzugehen. Es sei wichtig, erfolgreich umgesetzte Konzepte bekannt zu machen und mehr Einfluss zu nehmen auf die Gesetzgebung, die Entscheider in den eigenen Organisationen oder die Geldgeber. Solche Erfolgsmodelle seien dringend als Vorlage für ähnliche Maßnahmen notwendig.

„Religiöse Parolen und Überzeugungen werden oft in kriegerischen Konflikten und Spannungsgebieten missbraucht, um Interessen, die im sozioökonomischen Bereich verwurzelt sind, zu vertreten und Konflikte anzuheizen“, so der ADRA-Geschäftsführer. Da religiöse Leiter mit ihrem Einfluss sowohl ökonomische als auch soziale Ungerechtigkeiten durch religiös motiviertes Verhalten begegnen könnten, müssten sie besonders auf eine friedensstiftende Sprache achten und dürften sich nicht für andere Interessen instrumentalisieren lassen.
Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschand e.V.
Der 1. Weltgipfel für Religion, Frieden und Sicherheit (Global Summit on Religion, Peace and Security) fand unter Mitwirkung der Internationalen Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (International Association for the Defense of the Religious Liberty) und dem UN-Sonderberater für die Verhinderung von Völkermord, Adama Dieng, vom 23.-25. November 2016 im Genfer Palast der Nationen statt.