Mitarbeiterin von ADRA Deutschland auf Fidschi eingetroffen

„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Zur Unterstützung des ADRA-Notfallteams ist Anna Krikun auf den Fidschis eingetroffen. Gemeinsam mit ortskundigen Bewohnern verteilte sie als Soforthilfemaßnahme Lebensmittel an 500 Haushalte im Gebiet um Rakiraki, im Norden der Hauptinsel Viti Levu. Für erste Hilfsaktionen hat ADRA Deutschland 15000 Euro zur Verfügung gestellt.

Krikun, Koordinatorin von ADRA Deutschland für die Region Südostasien & Pazifik, befand sich am vergangenen Wochenende auf dem Weg zu der kleineren Fidschi-Insel Vanua Balavu, als der gewaltige Zyklon „Winston“ nach Meldung des Nachrichtenportals „Fijivillage“ mindestens 42 Menschenleben auslöschte. „Eigentlich wollte ich das neue Projekt von ADRA Deutschland besuchen. Doch der Zyklon hat meine Reise im wahrsten Sinne des Wortes durcheinandergewirbelt“, berichtete Anna Krikun in einem Telefonat. Auf Vanua Balavu will ADRA Deutschland durch Solaranlagen und Solarkocher die Energieversorgung von 500 Haushalten auf ökologische und effiziente Weise verbessern. Krikun: „Jetzt sind viele dieser Dörfer vom Sturm vernichtet.“
„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern in der Stunde deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. Tausende haben ihr Zuhause verloren. Die Mitarbeiter von ADRA, die Armee und Freiwillige sind immer noch dabei, sich ein genaues Bild von den Schäden und Opfern auf den abgelegen Inseln des Pazifikstaates zu verschaffen.

ERHÖHTE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT BEI KATASTROPHEN

Taifun Haiyan, der im November 2013 über die Philippinen fegte, sorgte für massive Zerstörungen und Leid auf dem Inselstaat im Pazifischen Ozean. Tausende Menschen verloren ihr Leben. Bis heute haben die Überlebenden mit den Auswirkungen des Taifuns zu kämpfen. ADRA hilft dabei, den Lebensunterhalt der Betroffenen nachhaltig zu sichern und die Menschen vor weiteren Katastrophen zu schützen.

Die Situation auf den Philippinen nach Taifun Haiyan ist noch immer kritisch. Viele Häuser und Straßen sind noch immer zerstört. Da die Ärmsten der Bevölkerung am stärksten von der Katastrophe getroffen wurden, gelingt es ihnen nicht aus eigener Kraft, sich aus ihrer Situation zu befreien. Die Meisten von ihnen sind Fischer oder Bauern. Es fehlt ihnen an den notwendigen Ressourcen und Kenntnissen. Ihr Leben ist bestimmt von Perspektivlosigkeit. Tritt eine erneute Naturkatastrophe ein, nehmen diese Menschen wiederum am meisten Schaden.

VORBEREITUNG AUF NATURKATASTROPHEN

ADRA unterstützt die Bewohner in den Bezirken Ajuy, Concepcion und Estancia auf der Insel Panay, ihren Lebensunterhalt nachhaltig zu sichern. Im Rahmen von Workshops, Simulationen und Schulungen werden sie auf mögliche Naturkatastrophen vorbereitet. Sie erlernen hierbei Methoden, wie man sich auch mit wenig Geld und Ressourcen schützen kann. Die Workshops und Schulungen werden häufig von Dorfbewohnern durchgeführt, die zuvor durch ADRA ausgebildet wurden. So übernehmen die Einheimischen Verantwortung füreinander. Unter Mitwirkung der insgesamt 60 Kommunen hilft ADRA außerdem beim Ausbau der örtlichen Frühwarnsysteme.

EINKOMMEN STEIGERN

Zusätzlich erhalten die Menschen von ADRA Unterstützung, ihr Einkommen dauerhaft zu steigern. Von der Produktion bis zum Verkauf der Ware soll das gesamte System verbessert werden. ADRA vermittelt beispielsweise neue Technologien und Methoden, mit denen die Menschen ihre Produktion erhöhen können. Hierbei werden klimaresistente und nachhaltige Anbaumethoden in den Fokus gesetzt. Im Hinblick auf erneute Verwüstungen durch Naturkatastrophen und ein langfristig gesichertes Einkommen ist es wichtig, gemeinsam mit den Menschen weitere Einkommensquellen zu schaffen. Die Hilfsmaßnahmen von ADRA kommen über 48.000 Menschen zugute.

Projektlaufzeit: 01.04.15 – 31.03.19

Dieses Projekt wird gefördert von 

Ernährungssicherheit für die Bewohner Madagaskars

Frauen verkaufen ihre Produkte auf dem Markt

Wirbelstürme, Dürre, Heuschreckenplagen – Damit haben die Bewohner Madagaskars regelmäßig zu kämpfen. All diese Faktoren sorgen im Land verstärkt für Nahrungsmittelknappheit. Vor allem die Region des Ampanihy Distrikts in Süd-Madagaskar ist betroffen. ADRA hilft in 80 Dörfern, die Ernährungssituation zu verbessern und die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Hungerkrisen zu reduzieren.

Jedes Jahr wird Madagaskar von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Im Südwesten des Landes kommt erschwerend hinzu, dass die Zyklone keinen zusätzlichen Niederschlag in diesen trockenen Landesteil bringen. Selbst in der Regenzeit bleibt der Regen aus. Diese Elemente des Klimawandels wirken sich negativ auf die Ernährungssituation der Bevölkerung aus, denn die Menschen verfügen über zu wenige Strategien, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Große Dürren und die Zerstörung von Ernten durch Heuschreckenplagen der letzten Jahre hat diese Problematik weiter verschlimmert. Die damit einhergehenden Ernteausfälle mancher Kleinbauern machen es ihnen teils unmöglich, sich und ihre Familien zu versorgen. Sie können weder Einkommen generieren noch andere Nahrungsmittel zur eigenen Versorgung dazu kaufen.

GESTEIGERTE LEBENSMITTELRATE

In einem vierjährigen Projekt unterstützt ADRA Kleinbauern und Haushalte in der Atsimo-Andrefana Region, widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu werden und ihre Ernährungssituation zu verbessern. Den Menschen wird vermittelt, wie sie ihre lokalen Ressourcen besser nutzen und vor dem Klimawandel schützen. Hierfür erhalten rund 1600 Kleinbauern Schulungen und Fortbildungen, die zu verbesserten Anbautechniken, höherer Produktion sowie gesteigerte Vermarktung von Grundnahrungsmitteln beitragen sollen. Auf sogenannten „bäuerlichen Feldschulen“ und Demonstrationsparzellen werden theoretische und praktische Elemente der Fortbildung verknüpft. Die damit einhergehende gesteigerte Versorgungsrate kommt den Menschen im Projektgebiet auch insofern zugute, dass sie die im Land weit verbreitete chronische Unterernährung bei Kindern bekämpft. ADRA hilft den Bauern dabei, sich untereinander besser zu vernetzen und kleine Produktionsgemeinschaften einzurichten. Hierzu zählt auch, die Bevölkerung für gesunde Ernährung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kleinkindern zu sensibilisieren.

FÜR KATASTROPHEN GEWAPPNET

Zusätzlich werden die lokalen Regierungen und Dorfgemeinschaften durch Ausbildungsmaßnahmen im Bereich der Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme sowie der Erarbeitung von Plänen zur Reduzierung von Risiken gestärkt. ADRA unterstützt die Bewohner des Projektgebiets darin, Dorf-Komitees für die Katastrophen- und Risikovorsorge und das Ressourcenmanagement zu gründen, um die Widerstandsfähigkeit der Dörfer und Gemeinden zu stärken. Die Mitglieder der Komitees und der Verbände erhalten Fortbildungen, um bestehende Infrastrukturen zu schützen, potentielle Risiken zu erkennen und die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Hierfür werden Vorsorgemaßnahmen in den Privathaushalten sowie im landwirtschaftlichen Bereich vorgenommen. Insgesamt kommt das Projekt rund 25.000 Menschen zugute.

 

Projektlaufzeit: 10.11.15 – 30.06.19

Dieses Projekt wird gefördert durch