Solarlampen als Bildungshelfer in Somalia

Bildung verhindert Armut – doch es sind viele Faktoren, die Bildungschancen von Kindern weltweit negativ beeinflussen. Eine gerechte und hochwertige Bildung ist eines der Entwicklungsziele der UN. ADRA setzt sich dafür ein und sorgt in Somalia dafür, dass Schüler abends noch lernen können.

Gibt es eine Schule in erreichbarer Nähe? Muss das Kind bei der Versorgung der Familie oder im Haushalt mithelfen? Sind die Lehrer qualifiziert und die Schulgebühren leistbar? Dass ein Kind zur Schule gehen kann, ist von vielen Dingen abhängig. Manches lässt sich auch erst auf den zweiten Blick erkennen. So zum Beispiel, dass junge Frauen oft wegen fehlender Sanitäranlagen oder mangels Hygiene-Utensilien während ihrer Periode zuhause bleiben müssen und wertvollen Unterricht verpassen.

Aufgrund der großen Bandbreite an Faktoren, die einen Schulbesuch verhindern, unterstützt ADRA Bildungsprojekte in Äthiopien, Somalia und Kenia auf vielfältige Art und Weise. Dazu gehören der Bau und die Renovierung von Schulen, das Erstellen von Lehrplänen, die Versorgung der Kinder in Dürrephasen, aber eben auch, dass ausreichend Sanitäranlagen entstehen – die sich in der Nähe der Schulgebäude befinden, damit besonders Schülerinnen vor Übergriffen auf dem Weg dorthin geschützt werden.

Solarlampen für Schüler aus ärmeren Verhältnissen

Auch an die Lernsituation zuhause wird gedacht: Wenn in Somalia um 18 Uhr die Sonne untergeht, können Schüler aus armen Verhältnissen oft keine Hausaufgaben mehr erledigen, weil sie keinen Strom oder keine Lampen haben. Tagsüber müssen sie aber im Haushalt oder auf dem Feld mitarbeiten und kommen nicht zum Lernen. In dem Bildungsprojekt bekommen sie deshalb eine Solarlampe, die auch abends noch die Hütte erhellt, ohne dabei so gesundheitsschädlich und gefährlich zu sein wie offenes Feuer oder Kerosinlaternen.

Bereits mit einer Spende von 30 Euro kann den Schülern eine langlebige Solarlampe zur Verfügung gestellt und ihre Zeit zum Lernen verlängert werden!

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Zuverlässige Trinkwasserversorgung für Schulzentrum in Kenia

Das Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Doch schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Der Bau eines Brunnens sorgt für eine zuverlässige Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. So auch in dem von ADRA unterstützten Schul- und Rettungszentrum Kajiado. Da der nächstgelegene Brunnen nicht funktionstüchtig ist, war das Zentrum auf mobile Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen: eine kostspielige und nicht nachhaltige Angelegenheit. Nach Probebohrungen wurde jedoch ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden und ein eigener Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum gebaut.

Nachhaltige Versorgung durch einen Brunnen und Wasserbehandlung

Das Wasser aus dem neuen Brunnen, der mit einer Solarpumpe ausgestattet ist, kann nun zur persönlichen Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Es wird mittels sogenannter Umkehrosmose aufbereitet. Auf diese Weise wird der Salz- und Fluoridwert stark reduziert, was die Wasserqualität und Verträglichkeit steigert; sowohl für den Gebrauch als Trinkwasser als auch für die Bewässerung der Nutzpflanzen.

Projektlaufzeit: 15.09.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Solarenergie schützt Gesundheit und Umwelt auf Vanua Balavu

Abholzen führt zur Erosion der Küste

Auf Vanua Balavu, einer der Inseln Fidschis, belastet der Gebrauch von Dieselgeneratoren und offenen Kochstellen die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zusehends. ADRA Deutschland verhilft den Inselbewohnern mit Solaranlagen und energieeffizienten Öfen zu einer besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität. Die Einführung von umweltschonenden Fischfangmethoden schützt die Fischbestände und die Küsten.

Auf Vanua Balavu werden in der Mehrzahl der Haushalte Dieselgeneratoren als Energiequelle vor allem zur Lichtgewinnung in den Nachtstunden verwendet. Der Kraftstoff ist teuer und das Einkommen der Familien, das hauptsächlich aus der Landwirtschaft und der Fischerei stammt, sehr niedrig. Daher können sich nicht alle Familien den Betrieb der Generatoren leisten und Kindern ist es in den Abendstunden nicht mehr möglich, zu lernen.

Zudem kochen fast alle Familien über offenem Feuer, wodurch es zu Lungen- und Herzkrankheiten kommt. Das Feuerholz stammt überwiegend aus den Mangrovenwäldern an der Küste, doch unkontrolliertes Abholzen führt zur Erosion der Küste und wirkt sich negativ auf die Biodiversität des Gebiets und die Lebensmittelsicherheit der lokalen Bevölkerung aus.

Mehr Lebensqualität durch Solarenergie

Mit Hilfe von Solaranlagen und energieeffizienten Öfen verbessert ADRA Deutschland die Energieversorgung von 500 Haushalten auf Vanua Balavu auf ökologische und effiziente Weise. Die Solaranlagen ermöglichen den Familien eine kostengünstige Beleuchtung in den Abendstunden, wodurch sich ihre Lebensqualität stark verbessert und die Kinder mehr Zeit zum Lernen haben. Durch die energieeffizienten Öfen sind die Frauen beim Kochen keinen schädlichen Dämpfen mehr ausgesetzt und die Zahl der Atemwegs- und Herzkrankheiten wird stark zurückgehen. Umweltschutz und im Besonderen der Schutz der Küstengebiete werden durch die Umstellungen auf umweltschonende Fischfangmethoden zusätzlich gewährleistet.

Die Nachhaltigkeit über den Projektzeitraum hinaus wird durch einen partizipatorischen und gemeindeorientierten Ansatz sichergestellt. Gemeindekomitees werden in den Dörfern die zentrale Anlaufstelle für Informationen über erneuerbare Energie sein und auch die Haushalte selbst werden mit ausreichenden Kenntnissen in der Verwendung und Wartung der Solarsysteme und Öfen versorgt.

 

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 28.02.19

Das Projekt wird gefördert durch