Modernisierung und Verbesserung des Unterrichts an der Mekele Adventist School

Die Mekele Adventist School wurde 1968 gegründet und genießt einen guten Ruf in der Region. Die Schule hat maßgeblich zur Bildung von Menschen beigetragen, die sich heute positiv in die Zivilgesellschaft einbringen. Hier arbeitet motiviertes Personal, welches sich mit Berufung für die Schule engagiert. Seit einigen Jahren jedoch ist die Schule zunehmend baufällig geworden und es fehlen moderne Unterrichtsmaterialien. Aus diesem Grund hat ADRA ein entwicklungspolitisches Projekt ins Leben gerufen, um mehr Schulplätze für Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen und um den Unterricht qualitativ besser zu gestalten.

Äthiopien ist das zweitstärkste bevölkerte Land Afrikas. Die Haupterwerbsquelle ist die Landwirtschaft. Im Bildungswesen ist ein starker Anstieg landesweit zu verzeichnen, aber die Qualität des Unterrichts bleibt hinter den Anforderungen und Erwartungen zurück. Von diesem Problem ist auch die Mekele Adventist School betroffen. Die sich verschlechternden Lernbedingungen haben bereits zu einem Rückgang der Einschulungsquote um 70 Prozent in den vergangenen fünf Jahren geführt und zur Schließung der High School beigetragen. Die Schule beherbergt derzeit nur noch einen Kindergarten sowie die Grundschule.

Modernisierung und Wiedereröffnung der High School

Ziel des Projekts ist die Wiedereröffnung der High School durch Verbesserungen der Lernmöglichkeiten und Unterrichtsmaterialien an der Mekele Adventist School. Das baufällige Gebäude wird renoviert und um einen Neubau ergänzt. Neue Lernmaterialien werden dazu beitragen, die Einschulungsquote anzuheben.
Dies ist dringend erforderlich, da in der Region derzeit nicht genügend Schulplätze für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Insbesondere für High School-Schüler aus einkommensschwachen Familien fehlen entsprechende Bildungsmöglichkeiten. Zudem wird die Einführung von ICT (Information and Communications Technology)- Materialien, u.a. Computern, den Zugang der Schüler zu zusätzlichen Bildungsquellen schaffen. Durch das Kennenlernen und Zurechtfinden in der digitalen Welt erhalten sie später bessere Berufsmöglichkeiten.
Langfristig gesehen können die gut ausgebildeten Schüler ihre eigenen Lebensbedingungen verbessern und die gesellschaftliche Entwicklung unterstützen.

Schulbildung für Kinder in Myanmar

In Myanmar leben die ethnischen Minderheiten seit Jahrzehnten unter der Herrschaftsgewalt des Militärregimes. 40 Prozent der Gesamtbevölkerung gehören Minderheiten an. Kinder dieser ethnischen Minderheiten fehlt meist der Zugang zu Bildung. ADRA ermöglicht es ihnen, eine Schule zu besuchen.

Das Fehlen eines nachhaltigen Friedensprozesses wirkt sich in Myanmar negativ auf die wirtschaftliche und bildungspolitische Entwicklung des Landes aus. Die Mittel für den Bildungssektor wurden stark eingeschränkt. In vielen ländlichen und bergigen Regionen Myanmars gibt es zu wenig oder überhaupt keine Schulen oder der angebotene Unterricht ist qualitativ auf einem niedrigen Niveau, weil die Lehrer nicht gut genug ausgebildet sind. Nur wenige der schulpflichtigen Kinder haben eine Grundschule vollständig abgeschlossen.

ADRA unterstützt schulpflichtige Kinder und Jugendliche vorwiegend von ethnischen Minderheiten in 66 Dörfern im Osten des Landes mit Bildungsmaterialien und Trainingsangeboten für Lehrer. 380 Lehrer werden geschult, die Unterricht in die abgelegenen Regionen ohne Schulen bringen. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen wird damit gefördert und zudem werden Hilfen für die Verantwortlichen der Schulverwaltungen und des Schulmanagements angeboten. So wird auch benachteiligten Kindern eine positive Perspektive für ihre Zukunft geboten.

 

Projektlaufzeit: 01.05.16 – 15.07.18

Das Projekt wird gefördert durch

Bildung durch ehrenamtliche Studenten

In der Region Krujas in Nordalbanien leben viele marginalisierte Gruppen. Unter ihnen gibt es viele Analphabeten, insbesondere Frauen die dazu neigen, sehr früh zu heiraten. Kulturell bedingt führt dies dazu, dass sie die Schule abbrechen. Die hohe Anzahl der Analphabeten wirkt sich auf kommende Generationen aus, die durch mangelnde Bildung und Unterstützung von ihrem Elternhaus wiederum früh die Schule abbrechen. ADRA unterstützt betroffene Kinder, innerhalb des Bildungssystems integriert zu werden und somit eine Zukunft mit Perspektive zu erhalten.

Die Kluft zwischen marginalisierten Gruppen und reicheren Bevölkerungsschichten in Albanien ist groß. Dazu kommt, dass eine große Diskrepanz zwischen den Bewohnern von städtischen und ländlichen Gebieten, speziell zwischen Roma und den Hauptgruppen der Bevölkerung herrscht. Durch die schwache Herangehensweise der Regierung im Bereich des Bildungssystems wurde eine Umgebung geschaffen, in der die Integration von Minderheiten aber auch von benachteiligten Kindern durch Armut, Krankheit oder Behinderung nur sehr schwer gelingt. Ein weiteres bestehendes Problem in Albanien betrifft junge Leute nach Abschluss der Universität. Ihnen fehlt es an Möglichkeiten, ihr erworbenes Wissen während des Studiums praktisch anzuwenden. Aufgrund dessen sind sie direkt nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt kaum konkurrenzfähig.

STUDENTEN UNTERSTÜTZEN KINDER

Das Projekt von ADRA zielt darauf ab, die praktischen Kenntnisse junger Studierender und gleichzeitig Kinder aus marginalisierten Gruppen schulisch zu fördern. Aus diesem Grund werden beide Aspekte miteinander verbunden und Studenten unterstützen Kinder mit Lernschwierigkeiten durch ehrenamtliche Arbeit. Durch die Einbindung von Lehramtsstudierenden wird auf die Bedürfnisse von Betroffenen mit Lernschwierigkeiten aufmerksam gemacht und Zusatzunterricht für diese Kinder angeboten. Neben dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen wird auch an der sozialen Entwicklung der Jungen und Mädchen gearbeitet. Um den Studenten beizubringen, wie sie den betroffenen Kindern helfen können, erhalten sie durch ADRA Trainings und Schulungen. Durch das ehrenamtliche Engagement wird ihnen die Möglichkeit geboten, praktische Arbeitserfahrung zu sammeln. Das Risiko, nach Abschluss des Studiums in die Arbeitslosigkeit zu rutschen, wird damit verringert.

Neben dem Zusatzunterricht der Kinder werden auch deren Eltern miteinbezogen. Sie erhalten Informationen rund um das Thema Bildung und wie wichtig die schulische Förderung ist. Ihnen wird bewusst gemacht, welch großen Anteil die Unterstützung der Familie auf den Lernerfolg und die soziale Integration der Kinder hat.
Ziel des Projekts ist, den Kindern beim Absolvieren ihrer Schulpflicht zu helfen und sie aus dem Armutskreislauf und der Diskriminierung zu befreien.

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 31.12.18