Zuverlässige Trinkwasserversorgung für Schulzentrum in Kenia

Das Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Doch schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Der Bau eines Brunnens sorgt für eine zuverlässige Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. So auch in dem von ADRA unterstützten Schul- und Rettungszentrum Kajiado. Da der nächstgelegene Brunnen nicht funktionstüchtig ist, war das Zentrum auf mobile Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen: eine kostspielige und nicht nachhaltige Angelegenheit. Nach Probebohrungen wurde jedoch ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden und ein eigener Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum gebaut.

Nachhaltige Versorgung durch einen Brunnen und Wasserbehandlung

Das Wasser aus dem neuen Brunnen, der mit einer Solarpumpe ausgestattet ist, kann nun zur persönlichen Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Es wird mittels sogenannter Umkehrosmose aufbereitet. Auf diese Weise wird der Salz- und Fluoridwert stark reduziert, was die Wasserqualität und Verträglichkeit steigert; sowohl für den Gebrauch als Trinkwasser als auch für die Bewässerung der Nutzpflanzen.

Projektlaufzeit: 15.09.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Gesundheitsrisiko Sanitäranlagen: Welttoilettentag 2018

Fehlende oder mangelhafte Toilettenanlagen stellen ein hohes gesundheitliches Risiko dar. Laut WHO kommt es jährlich zu 280.000 Todesfällen durch Durchfallkrankheiten. Der heutige Welttoilettentag erinnert daran, dass 2,3 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen haben.

Wie wichtig Hygiene und das tägliche Händewaschen sind, lernen wir schon von Kindesbeinen an. Doch was, wenn es dazu an dem Nötigsten fehlt? Der Welttoilettentag am 18. November ruft uns in Erinnerung, dass 2,3 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen wie Toiletten oder Latrinen haben. Gibt es keine solchen Einrichtungen und wird das Abwasser nicht entsorgt, kommt es zu Verunreinigung von Trinkwasser. Krankheiten wie Durchfall oder Cholera sind das Ergebnis. Auch der Toilettenbesuch an sich stellt ein Infektionsrisiko dar, wenn die Einrichtungen nicht einen gewissen Grundstandard haben und beispielsweise auch keine Handwaschanlagen zur Verfügung stehen. Laut WHO kommt es jedes Jahr zu 280.000 Todesfällen aufgrund von Durchfallkrankheiten – denen durch bessere hygienische Voraussetzungen vorgebeugt werden könnte.

Fehlende Sanitäreinrichtungen: Ein besonderes Risiko für Mädchen und Frauen

Ein Drittel der Schulen weltweit bieten keinerlei Toilettenanlagen an, so die WHO. Dies ist insbesondere für Mädchen während ihrer Menstruation ein großes Problem und sorgt in der Folge für schlechtere Bildung – denn oft sehen sie so keinen anderen Weg, als in dieser Zeit Zuhause zu bleiben. Auch ist es ein Sicherheitsrisiko, wenn keine Toiletten vorhanden oder diese weit von Schul- und Wohngebäuden entfernt sind: Abseits von dem Schutz der Lehrkräfte und Familien werden Mädchen und Frauen schnell Opfer von Übergriffen.

Im Schul- und Rettungszentrum in kenianischen Kajiado County werden aus diesem Grund neue Duschen und Toiletten gebaut. Die alten Toiletten reichten nicht für die aktuelle Schülerzahl aus, waren baufällig und verfügten über keine Handwaschanlagen. Die Gemeinschaftsdusche war ein Provisorium und lag weit ab von der Schulanlage. Eine größere Nähe zum Schulgebäude sorgt nun für eine erhöhte Sicherheit.

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Neue Sanitäreinrichtungen für das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kaijado County

Die Dusch- und Toiletteneinrichtungen im Schul- und Rettungszentrum in Kajiado County müssen dringend erneuert werden: Sie sind in einem schlechten Zustand und reichen nicht für die Anzahl an Schülerinnen aus. Die große Entfernung zum Hauptgebäude des Zentrums stellt darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die jungen Frauen dar. ADRA stellt neue und verbesserte Sanitäranlagen zur Verfügung.

Seit einigen Jahren unterstützt ADRA das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado County, das Mädchen und jungen Frauen der Massai Zuflucht vor Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung bietet. Darüber hinaus erhalten die derzeit 172 Mädchen Zugang zu Bildung und leben in einem sicheren und familiären Umfeld.

Allerdings sind die sanitären Anlagen der Schule mittlerweile völlig veraltet und unzureichend. Es gibt nur einen Toilettenblock ohne Handwaschanlage sowie eine provisorische Gemeinschaftsdusche mit sechs Duschplätzen. Deren Erneuerung ist aus hygienischer Sicht dringend notwendig. 172 Schülerinnen teilen sich fünf Toiletten, die zudem in schlechtem Zustand sind und deren Bodenplatte gefährdet ist, einzubrechen. Durch die fehlende Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, verbreiten sich Keime und Krankheitserreger schneller und Infektionen werden begünstigt. Krankheiten führen wiederum zu erhöhten Arztkosten und die Mädchen verpassen wichtigen Unterricht.

Die Lage der sanitären Einrichtungen stellen darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die Schülerinnen dar. Sie sind weit vom Hauptgebäude des Zentrums entfernt, was bedeutet, dass die Mädchen mehrmals täglich ohne den Schutz von Lehrern und Mitschülerinnen sind – und das in einem sensiblen Moment. Auch die brüchige Bodenplatte ist eine Gefahr für die Gesundheit der Mädchen.

Neue Sanitäranlagen für eine bessere Hygiene und erhöhte Sicherheit

Mit dem Bau von zwei neuen Toilettenblöcken und drei Duschblöcken am Haupthaus der Schule verbessert sich die sanitäre Situation wesentlich. Zwei Handwaschbecken sorgen außerdem für die nötige Handhygiene und beugen Krankheiten vor. Die größere Nähe schützt die Mädchen zudem vor Übergriffen auf dem Weg zu den Sanitäranlagen.

Ein solarbetriebener Warmwasserbereiter spart Kosten und schont die Umwelt, da nicht länger Feuerholz für die Erwärmung des Wassers genutzt werden muss. Ergänzt werden die Maßnahmen durch ein Hygiene-Training für die Schülerinnen, in dem Techniken beim Händewaschen, die Vermeidung von Krankheiten und das Thema Monatshygiene besprochen werden.

Projektlaufzeit: 01.05.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch