„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?“

Bildung ist ein Menschenrecht für jeden lebenslang, einschließlich derer mit besonderen Bildungsbedürfnissen. Bildung befähigt Menschen dazu, ihre soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern, damit ein erfülltes und unabhängiges Leben möglich ist.

In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara haben weniger als ein Drittel der Erwachsenen eine Grundschule abgeschlossen. Gerade in ländlichen Regionen wird Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen erschwert: Der Weg ist zu weit, Fahr- und Schulgeld sind für die Eltern nicht erschwinglich, Schuluniformen, Materialien und Verpflegung kosten zu viel Geld. Viele Familien sind darauf angewiesen, dass die Kinder früh anfangen zu arbeiten und die Eltern in der Haus- und Feldarbeit unterstützen. Vor allem Mädchen können ihr Menschenrecht auf Bildung nicht überall in Anspruch nehmen und sind benachteiligt. Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten haben es besonders schwer. Ein kindgerechter Alltag mit regelmäßig stattfindendem Unterricht ist nicht gewährleistet, wenn die Infrastruktur und Bildungssysteme zusammengebrochen sind. Dabei ist mangelnde Bildung eine der Hauptursachen für materielle Verarmung und gleichzeitig deren größte Folge. Es ist ein Kreislauf: Bildung verhindert Armut und Armut verhindert Bildung. ADRA setzt sich für den Bau von Bildungseinrichtungen ein, für die Verbesserung der Bildungssysteme, qualifiziert Lehrkräfte und erhöht das Bildungsangebot für alle Altersgruppen: Frühkindliche Bildung, Schul- und Ausbildungen, Weiterbildungen und Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Damit ein lebenslanges Lernen möglich ist und Bildung kein Privileg bleibt.
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Welt-Mädchentag – Mädchen rund um den Globus stärken

Mädchen haben weltweit häufig schlechtere Lebensaussichten als Jungs. Besonders in Entwicklungsländern werden sie benachteiligt oder sind Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Der heutige Welt-Mädchentag, von den Vereinten Nationen im Jahr 2012 ins Leben gerufen, weist auf Probleme hin, gegen die Mädchen vielerorts ankämpfen müssen.

Benachteiligung erfahren vor allem Mädchen in Ländern des Nahen Ostens, Südasiens und im Süden Afrikas. Laut UNICEF erhalten weltweit 62 Millionen Mädchen im Schulalter keinen Zugang zu Bildung. In manchen Ländern erhalten sie sogar weniger Nahrung als ihre Brüder.

Leider werden Millionen Mädchen auch Opfer von Genitalverstümmlung, Menschenhandel, erfahren Gewalt oder werden gar zwangsverheiratet.

Mehr als ein Viertel der derzeit rund 60 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Frauen und Mädchen. Die Flucht ist für Frauen und Mädchen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle von besonderen Belastungen und Gefahren geprägt. Nicht selten werden sie Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Rehabilitations- und Rettungszentrum Kajiado

ADRA unterstützt Mädchen mit verschiedenen Maßnahmen, um ihre Entwicklung zu fördern, ihre Rechte zu stärken und um sie zu schützen. Zum Beispiel bietet ADRA Massai-Mädchen in Kenia, die vor Genitalbeschneidung und Zwangsverheiratung fliehen, ein geschütztes Umfeld im Rehabilitations- und Rettungszentrum Kajiado. Dort ist es den Mädchen auch möglich, die Schule zu besuchen.

Keine Chance für Menschenhändler

In Thailand bietet ADRA Zuflucht in einem Heim für Mädchen, die Opfer von Menschenhandel wurden oder stark gefährdet sind. Dort können sie eine Schule besuchen und werden psychologisch betreut. Nach Schulabschluss hilft ADRA ihnen dabei, eine feste Arbeitsstelle zu finden. Außerdem leistet ADRA in den Familien Aufklärungsarbeit rund um das Thema Menschenhandel und beschützt andere Mädchen vor diesem Schicksal.

Neue Perspektiven für Frauen in Äthiopien

Um Mädchen und Frauen im ländlichen Äthiopien zu stärken, schult ADRA 150 junge Frauen im Umgang mit dem Computer und der digitalen Welt. Das Ziel des Projekts ist es, ihre Zukunftsperspektiven durch bildungsfördernde Maßnahmen zu verbessern.