Neue Ausbildungschancen für junge Äthiopier

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in den äthiopischen Regionen Oromia und Tigray ohne Beschäftigung. Gleichzeitig bietet der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA führt ein neues Ausbildungsmodell ein, das 2.200 Jugendliche für Aufgaben in dem Sektor befähigt.

Die Hälfte der äthiopischen Bevölkerung ist 18 Jahre und jünger. Damit drängt jedes Jahr eine hohe Zahl an Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt – der nicht genügend Jobs bietet. Sofern sie dennoch eine Beschäftigung finden, ist diese oft schlecht bezahlt. Gleichzeitig entsteht mit dem Sektor der erneuerbaren Energien ein neues Feld mit hohem Potenzial für das Land. Bislang gibt es jedoch kaum Ausbildungsmöglichkeiten für diesen Bereich.

Ziel des dreijährigen Projektes ist es, den Jugendlichen in den Regionen Oromia und Tigray die Möglichkeit zu einem Einkommen und Perspektiven zu geben, indem ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien geschaffen wird. Es wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Dabei geht es um den Vertrieb, die Montage, Wartung und Instandhaltung von erneuerbaren Technologien. Außerdem werden die jungen Äthiopier durch Arbeitsvermittlung und auch bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert.

Das Projekt richtet sich dabei vor allem an benachteiligte Jugendliche, die bereits die Schule abgeschlossen haben und ohne Arbeit sind. Auch ihre Familien profitieren durch die Ausbildung, da davon ausgegangen wird, dass sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen werden, sobald sie eine Anstellung gefunden haben. Darüber hinaus werden 30 Berufsschullehrer für den Bereich erneuerbare Energien ausgebildet.

 

Projektlaufzeit: 1.10.2018 – 31.12.2021

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Heizmaterial und Nahrungsmittelhilfe gegen die Kälte des afghanischen Winters

In Kabul und der Provinz Bamyan unterstützt ADRA vor allem Binnenvertriebene und Rückkehrer mit Heizmaterialien gegen den Winter, der eisige Temperaturen erreichen kann. Wegen der langanhaltenden Dürre ist die Bevölkerung dieses Jahr außerdem stark von Hunger bedroht – daher stellt ADRA darüber hinaus elektronisches Bargeld für Nahrung (e-Cash for Food) zur Verfügung.

Jahrzehntelang andauernde Konflikte, anhaltende Gewalt und die jüngsten Dürren zehren an den Menschen in Afghanistan. 4,2 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Weitere 8,7 Millionen benötigen durch die Folgen des Klimawandels Unterstützung, da ihnen die Lebensgrundlagen entzogen werden. In der Folge kam es zu zahlreichen Vertreibungen und Fluchtwellen. 54,5 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Die Provinz Bamyan, die für gewöhnlich von sehr kalten Wintern betroffen ist, hat in diesem Sommer nur 30 Prozent der sonst üblichen Niederschläge verzeichnet. Das bedeutet einerseits weniger Schnee im Winter, andererseits aber auch einen enormen Mangel an Nahrungsmitteln. In Kabul sind vor allem Binnenvertriebene und zurückgekehrte Geflüchtete von der Kälte bedroht, da ihnen die finanziellen Mittel und die passenden Lebensbedingungen fehlen, um den Winter zu überstehen.

Bamyan und Kabul: Winterhilfe und elektronische Nahrungsmittelunterstützung

ADRA ist seit 15 Jahren in Afghanistan jährlich mit einem Winterhilfeprojekt tätig. Wegen der aktuellen Dürre besteht das Projekt in diesem Jahr aus zwei Komponenten: Zum einen aus der Verteilung von Heizmaterial an 11.490 der am meisten gefährdeten Personen in Bamyan und Kabul gegen die bittere Winterkälte. Zum anderen aus der Versorgung von 975 Haushalten (5.860 Personen) mit Nahrungsmittelhilfe. Das Neue daran: In dem sechsmonatigen Projekt wird die finanzielle Unterstützung für den Erwerb von Lebensmitteln elektronisch bereitgestellt. Das bedeutet, dass den Begünstigen monatlich ein fester Betrag auf eine ec-Karte geladen wird, der dem Wert von ausreichend Lebensmitteln pro Tag entspricht. Das Geld können sie bei einer Bank abheben. Auf diese Weise bleibt die persönliche Entscheidungsfreiheit erhalten, das einzukaufen, was aktuell am dringendsten benötigt wird. Zudem wird die Wirtschaft der jeweiligen Gemeinde gefördert, in der die Nahrungsmittel erworben werden.

Projektlaufzeit: 1.10.2018 – 30.03.2019
Dieses Projekt wird gefördert von: 

Am 16. Oktober ist Welternährungstag

Es ist keine Selbstverständlichkeit, täglich satt zu werden – daran erinnert der heutige Welternährungstag. Immernoch gibt es große Hungersnöte, die oft von wechselnden Wetterbedingungen ausgelöst werden. ADRA unterstützt Betroffene mit Zugang zu Nahrung, Einkommensmöglichkeiten und Schulungen.

Viele Menschen beginnen den Tag mit einem Frühstück, aus dem viel Energie für den neuen Tag geschöpft wird. Diese Mahlzeit gilt als die wichtigste des Tages, weshalb sie für Viele fest zum Tagesablauf gehört und als selbstverständlich angesehen wird. Doch nicht alle Menschen dieser Welt können diesen Luxus genießen.

Rund 815 Millionen Menschen weltweit leiden immer noch an Hunger. Davon sterben täglich ca. 24.000 Menschen.  Vor allem klimatische Bedingungen, Dürren und Wasserknappheit sind Gründe der Armut, zerstören die Ernte der Bevölkerung und sorgen so zu einem Teufelskreis. Dies ist zum Beispiel in Kambodscha der Fall. Da für 80 Prozent der Einheimischen die Landwirtschaft als Lebensgrundlage dient, sind sie abhängig von der Wetterlage. Dennoch wird das Land durch Inflation und Dürreperioden belastet, und die Kleinbauern können nur wenig bis gar nichts ernten. Das macht Kambodscha zu einem der ärmsten Ländern Südostasiens. Auch in Madagaskar sieht die Ernährungslage aufgrund von Heuschreckenplagen und Dürren fatal aus.

Um die Ernährungssituation zu verbessern, stellt ADRA Lebensmittel zur Verfügung und verschafft Zugang zu sauberem Wasser. Da nicht nur die klimatischen Bedingungen, sondern auch eine fehlende Bildung negativ zur Ernährungssituation beitragen kann, schult ADRA die Einwohner in Schädlingsbekämpfung und Vermarktung der Agrarprodukte. Das höhere Einkommen führt wiederum zu einer besseren Schulbildung und dementsprechend bessere Chancen auf ein menschenwürdiges Leben ohne Hungern. Für die aber dennoch unaufhaltsamen Wetterbedingungen finden Vorsorgeschulungen zur Nahrungsabsicherung und Vermittlung von Wissen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Techniken statt. ADRA führt im Bereich Ernährung unter anderem Projekte in Kambodscha, Madagaskar, Burundi, Kenia, Burkina Faso, Äthiopien, Peru und im Südsudan durch.

>> Mit einer Spende können Sie helfen, die Ernährung von Menschen zu sichern: Da, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird, oder für Menschen, die von der extremen Hungersnot in Afrika betroffen sind (Stichwort „Hungersnot“) >> ZUM SPENDENFORMULAR

Taifun Mangkhut hinterlässt auf den Philippinen breite Schneise der Verwüstung

Der Taifun Mangkhut ist der bislang heftigste Tropensturm des Jahres. Mit einer Windgeschwindigkeit von 200 km/h traf der Taifun am Samstagmorgen des 15. September im Nordosten der Philippinen auf Land. Mehr als 155.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften. ADRA verteilt Hilfsgüter vor Ort. Die Behörden warnen vor weiteren Sturmfluten und Überschwemmungen.

Insgesamt 5,2 Millionen Menschen sind von Taifun Mangkhut betroffen. „Super Tayphoon Ompong“, wie er auf den Philippinen genannt wird, entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser und verursachte bei vier Millionen Menschen Stromausfälle. Die Zahl der Todesopfer beträgt inzwischen 65, nachdem in der Nacht zu Montag heftige Regenfälle massive Erdrutsche ausgelöst hatten. 43 Personen werden noch vermisst. Die philippinischen Behörden sind dieses Jahr besser vorbereitet als vor fünf Jahren, als Taifun Haiyan 6.300 Todesopfer forderte. „Viele tausend Kinder, Frauen und Männer wurden evakuiert, Warnungen an die Bevölkerung werden über verschiedenen Kanäle verbreitet und Lebensmittelpakete, Trinkwasser, Decken, Planen sowie Transportmittel für Verteilungen stehen bereit“, so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“.

Die Schneise der Verwüstung ist dieses Jahr breiter als je zuvor. Dabei lebten 824.000 Menschen bereits vor dem Tropensturm in großer Armut. Etliche Straßen und Brücken sind unpassierbar, nicht alle Dörfer können momentan erreicht werden. Das ADRA-Büro auf den Philippinen ist bei den Menschen vor Ort und koordiniert mit Katastrophenschutzbehörden und Partnerorganisationen seine Arbeit. So können beispielsweise schnell Notunterkünfte und lebenswichtige Hilfsgüter bereitgestellt werden. Es ist alles vorbereitet. Mit Ihrer Hilfe kann ADRA bei Katastrophen schnell und koordiniert Hilfe bei den Menschen leisten, die von einem Tag auf den anderen alles verloren haben.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA unter dem Stichwort Katastrophenhilfe mit Ihrer Spende und helfen Sie mit, das Leid der Menschen zu lindern.

Dieses Projekt wird gefördert durch 

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Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik

Notfall- und Sicherheitspläne sowie die Entwicklung von Strategien für den Katastrophenfall stärken auf den Fidschi-Inseln die Bevölkerung gegen immer wieder auftretende Naturkatastrophen.

In der Südpazifik-Region ereignen sich immer wieder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis und Wirbelstürme. Um die Menschen zu schützen und besser für Katastrophen zu wappnen, unterstützt ADRA lokale Kirchengemeinden und dort ansässige ADRA-Büros im Bereich Katastrophenvorsorge. Die örtlichen Gemeinden erhalten Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik. In gemeinsamen Workshops werden dafür Strategien erarbeitet. Außerdem werden Notfallpläne und Sicherheitspläne entwickelt und regelmäßige Trainings im Bereich Katastrophenschutz abgehalten. Erreicht wird hierdurch eine Sensibilisierung über Katastrophenrisiken. Gemeinschaften und Einzelpersonen werden in die Lage versetzt, Verantwortung für Risiken zu übernehmen und es werden verstärkt Hilfsgüter bereitgestellt.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 30.06.2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Verbesserte Lebensgrundlagen durch Umweltschutz und erneuerbare Energien

Licht aus Wasserkraft

Für die ethnischen Minderheiten in den abgelegenen Gebieten des Bao Lac Distrikts in den Bergen Vietnams dienen die natürlichen Ressourcen als Lebensgrundlage. Deren Produktivität ist von den Wetter- und Klimabedingungen abhängig – doch besonders Vietnam bekommt die Folgen des weltweiten Klimawandels immer mehr zu spüren. Die Bewohner des Landes sind mit regelmäßig extremen Wetterphänomenen konfrontiert. Mithilfe von klimaresistenter Landwirtschaft und dem Einsatz erneuerbarer Energien hilft ADRA den Betroffenen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

Weil sie zu den ethnischen Minderheiten des Landes gehören und es ihnen an Möglichkeiten fehlt, ihre Situation zu verbessern, leben die Bewohner der nördlichen Bergregionen Vietnams meist in Armut. Durch ihre ethnische Zugehörigkeit haben sie kaum Zugang zu Bildung, zum Markt oder formellen Finanzdienstleistungen. Diese Umstände zwingen sie, in die entferntesten ländlichen Gebiete zu ziehen, die wiederum am stärksten vom Klimawandel betroffen sind.

Die Menschen im Bao Lac Distrikt verfügen nur über begrenzte Anbauflächen und wenige Wasserquellen. Für ihren Lebensunterhalt sind sie auf Viehzucht und Landwirtschaft angewiesen. Deren Erträge sind stark abhängig vom Wetter und den herrschenden Klimabedingungen. Wetterextreme zerstören jedoch häufig die komplette Ernte und auch die Wohnhütten der Menschen. Jedes Jahr kommt es beispielsweise zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die den Verlust von Ackerland nach sich ziehen. Da sich die Ackerflächen der Bewohner der Bergregionen an Steilhängen befinden und nicht in Terrassenform angelegt werden, wird der Boden schneller ausgewaschen und das Risiko von Erdrutschen und dem damit verbundenen Verlust von Ackerland verstärkt. Das führt vermehrt zu Brandrodungen und dem Niedergang des Waldbestandes, weil neue Anbauflächen gewonnen werden müssen.

Einsatz von Biogas

Um den Lebensunterhalt der Menschen nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen, setzt das Projekt von ADRA auf die Förderung klimaresistenter Landwirtschaft und erneuerbarer Energien. Hierzu zählen Trainings zu klimaresistenten Agrartechniken wie Wiederaufforstung, Terrassenanbau, biologischer Landwirtschaft und tierischer Abfallwirtschaft. Im Zuge der Wiederaufforstung sollen Baumsetzlinge dafür sorgen, die Emission aus Entwaldung und Waldschädigung zu reduzieren.
Da die Bewohner des Distrikts über offenem Feuer kochen, leiden viele von ihnen wegen des aufsteigenden Qualms an gesundheitlichen Problemen. In Form von Biogas, das zum Kochen verwendet werden kann, hilft ADRA, das bestehende Gesundheitsrisiko zu verringern. Diese effektive Nutzung von Energie kommt auch der Umwelt zugute. Die meisten der Bewohner besitzen eigenes Vieh, sodass sie aus dessen Abfällen genügend Einsatzstoffe für die Biogasanlagen zur Verfügung haben. Außerdem wird damit den Frauen das Schleppen von schwerem Brennholz erspart. Als Nebenprodukt der Biogasanlage wird ein natürlicher Dünger produziert, der als Alternative zu chemischen Düngemitteln in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Wasserkraft nutzen

Durch den Einsatz von Wasserkraftgeneratoren sorgt ADRA dafür, dass die Familien mit Elektrizität versorgt werden. So können Kinder auch abends noch für die Schule lernen. Die Erwachsenen bekommen durch Fernsehen oder Radio Zugang zu Informationen, die für den Ackerbau und die Viehzucht relevant sind. In Trainings erhalten die Bewohner des Distrikts wichtige Informationen zum sicheren Umgang mit Elektrizität. Durch den gewonnenen Strom können auch andere elektronische Geräte betrieben werden, die den Alltag der Menschen erleichtern. Darüber hinaus ist es so möglich, ihre Hütten mit Licht zu versorgen und bei verschiedensten Aktivitäten gemeinsam Zeit zu verbringen – das fördert sie Gemeinschaft innerhalb der Familie und auch des Dorfes.

Projektlaufzeit: 01.07.17 – 30.06.20

ADRA hilft Burkina Faso in der Hungerkrise

Das „Land der aufrichtigen Menschen“ ist vom Hunger bedroht. Häufige und lange Dürreperioden und ausgelaugte Böden zerstören die Lebensgrundlage der Bevölkerung in der gesamten Sahelzone. In Burkina Faso leiden 7 Millionen Menschen unter der akuten Nahrungsmittelkrise. ADRA unterstützt 40 Dörfer im Norden des Landes dabei, die Nahrungsmittelversorgung zu stabilisieren und die Lebensbedingungen an den Klimawandel anzupassen.

Das westafrikanische Land ist ein friedliches. Gewalt und wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen den rund 60 Ethnien gibt es im früheren Obervolta so gut wie nicht. Die Gesellschaft ist beispielhaft dafür, dass verschiedene Ethnien und Religionen friedlich und tolerant miteinander leben. Dagegen sind in großen Teilen der Sahara und der Sahelzone bewaffnete und radikale Gruppierungen unterwegs. So auch in Mali. Die instabile Situation wirkt sich auch auf die Sicherheitslage in Burkina Faso aus. Tausende Flüchtlinge aus Mali suchen in Burkina Faso Schutz und Nahrung. Das erschwert die ohnehin schwierige Ernährungslage. Fruchtbares Land für die Landwirtschaft ist knapp, daher werden die nutzbaren Böden übernutzt und sind ausgelaugt – doch für 80 Prozent der Bevölkerung bildet die Landwirtschaft ihre Lebensgrundlage. Zur Selbstversorgung bauen sie vor allem Mais, Reis, Weizen und Maniok an. Es gibt wenige andere Nahrungs- und Erwerbsquellen.

Klimawandel erschwert die Nahrungsmittelproduktion

Die Sahelregion ist stark vom Klimawandel betroffen. Extreme lange Trockenheitsperioden wechseln sich mit Überschwemmungen ab. Durch die starke Austrocknung werden die Böden hart und können Wasser kaum aufnehmen. Beide Klimaextreme zerstören die Ernten und verstärkt auftretende Heuschreckenplagen ebenso. Darum steigen die Preise sogar für Grundnahrungsmittel stark an. Das Hauptproblem Burkina Fasos ist die Armut. Über 40 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Laut der UN gehört dieser Staat zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, er belegt Rang 183 von 188 Ländern. (HDI 2015). 64 Prozent der Bevölkerung leiden an Hunger und rund 30 Prozent der Kinder sind unter- und mangelernährt. Das trifft mehrere Kinder einer Familie, bekommt doch jede Frau durchschnittlich acht Kinder.

ADRA verbessert die Ernährungs- und Einkommenssituation im Norden des Landes

Bedingt durch ein hohes Bevölkerungswachstum und der klimatischen Bedingungen ist Burkina Faso auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Die Kosten dafür sind aufgrund der Binnenlage des Landes sehr hoch. Für die Ernährung der Bevölkerung und für die Bekämpfung der Armut spielt die eigene landwirtschaftliche Produktion eine große Rolle. In vier ländlichen Gemeinden der Provinz Soum im Norden Burkina Fasos führt ADRA ein Projekt zur Ernährungssicherung durch. Dieses wird gemeinsam mit den Begünstigten geplant und durchgeführt, um zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen. Aus den Gemeinden Djibo, Pobé, Mengao, Kelbo und Tongomayel werden 200 Personen, davon mindestens 40 Frauen, ausgebildet. Sie erhalten Schulungen zu verbesserten Produktionstechniken in der Landwirtschaft und im Farmmanagement. Die Landwirtschaft wird damit an die Klimabedingungen angepasst und widerstandsfähiger gemacht. Durch Wissensvermittlung wird der Schutz der Böden sowie der Umwelt aktiviert. Die Ausgebildeten wirken als Multiplikatoren und können ihr Wissen an andere Kleinbauern weitergeben.

 

Projektlaufzeit: 01.07.17 – 31.07.20

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