22,2 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe

ADRA in Jemen

In Kürze werden über 20 Mio. Jemeniten von einer Hungerkatastrophe betroffen sein, wenn die humanitäre Hilfe nicht ausgeweitet wird, so eine Analyse der Vereinten Nationen. Drei von vier Jemeniten wissen nicht, wo sie ihre nächste Mahlzeit herbekommen sollen. ADRA ist als zweitgrößte Hilfsorganisation vor Ort und leistet lebensrettende medizinische Hilfe.

Nur knapp die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Jemen sind arbeitsfähig. Viel zu wenig für die ganze Bevölkerung, denn Hunger und Cholera sind eine tödliche Gefahr! Dringend benötigte Hilfsgüter müssen aus dem Ausland angeliefert werden, doch Bombardierungen, Straßensperren und Hafenblockaden erschweren die Lieferungen.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen „humedica“ und „action medeor“ hat ADRA es geschafft: Zum wiederholten Mal konnten lebensnotwendige Medikamente und Hilfsgüter in den Jemen transportiert werden, damit tausende Patienten in den ADRA-Kliniken versorgt werden können.  (AKro)

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Menschen in Not mit Ihrer Spende. Unter dem Stichwort “JEMEN” >> ZUM SPENDENFORMULAR

Dieses Projekt wird gefördert vom Auswärtigen Amt. 

Keine Hoffnung für den Jemen? Der Kampf gegen den Hunger geht weiter

Seit vier Jahren befindet sich der Jemen im Krieg. Die Folgen für die Bevölkerung sind groß, sie leben mit Zerstörung, Angst und Mangel: Mangel an sauberem Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten und medizinischer Versorgung. Fast 16 Mio. Jemeniten leiden Hunger.

Nur knapp die Hälfte der medizinischen Einrichtungen sind arbeitsfähig. Dringend benötigte Materialien und Lebensmittel müssen aus dem Ausland angeliefert werden, da die eigene Produktion und Versorgung nicht ausreicht. Wiederkehrende Hafenblockaden erschweren die Hilfslieferungen lebensnotwendiger Mittel zusätzlich.

Über 22 Mio. Kinder, Frauen und Männer benötigen humanitäre Hilfe

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ADRA im Jemen sind immer noch einem hohen Sicherheitsrisiko während ihrer Arbeit ausgesetzt. Dabei steigen die Patientenzahlen in den medizinischen Einrichtungen, die noch arbeitsfähig sind, weiter an. Zur Eindämmung von Cholera und Diphterie wird im Kamaran-Krankenhaus im Norden des Landes ein separater Eingang geplant, damit andere Patienten nicht angesteckt werden. In den Wartebereichen der medizinischen Einrichtungen werden von ADRA erfolgreich Gesundheitsschulungen durchgeführt, um Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein zu fördern. In den letzten zwei Jahren haben wir 57.786 Personen durch diese Gesundheitsschulungen erreicht. Schulungen von medizinischem Personal in psychologischer Erster Hilfe wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.

Durch die große Unterstützung mit Spendengeldern konnte ADRA im Jemen seine Hilfsleistungen deutlich ausweiten. ADRA ist inzwischen die zweitgrößte Hilfsorganisation vor Ort und stellt in einer der ärmsten Regionen im Norden des Landes lebensrettende Gesundheits- und Ernährungshilfe für etwa 445.150 Menschen bereit. „Der Jemen ist weiterhin von Importen abhängig“, so Nikolaus Kirchler, Nothilfekoordinator von ADRA Deutschland, „mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind auf Hilfe von außen angewiesen. Eine Hungerkatastrophe steht bevor, aber wir haben jetzt noch die Chance, das Schlimmste abzuwenden!“ ADRA konnte bisher 1.428 schwer und 3676 moderat unterernährte Kinder sowie 2.372 Schwangere und stillende Mütter mit Aufbaunahrung behandeln.

Der Kampf gegen die Hungersnot geht weiter 

Nach Analysen der Vereinten Nationen werden in Kürze über 20 Mio. Jemeniten von der Hungerskatastrophe betroffen sein, wenn keine humanitäre Nahrungsmittelhilfe geleistet wird!  Drei von vier Personen wissen nicht, wo sie ihre nächste Mahlzeit herbekommen sollen. Zudem infizieren sich aktuell jede Woche 10.000 Personen mit Cholera; das ist eine tödliche Gefahr für geschwächte Menschen. Der UN-Nothilfekoordinator Marc Lobcock warnt: „Wir könnten den Kampf gegen den Hunger verlieren. Die Lage hat sich in den letzten Wochen auf alarmierende Weise verschlechtert.“

Bitte unterstützen Sie ADRA bei dieser wichtigen Arbeit! Gegen den Hunger. Für die Menschen im Jemen.
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Storyfinding im vergessenen Jemen

Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ lädt Journalistinnen und Journalisten zum Thema „Humanitäre Krisen im Schatten der Berichterstattung“ ein. Die Veranstaltung findet am 23. Januar 2019 im Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2, 80469 München statt.

Wie funktioniert humanitäre Hilfe? Wie können Journalisten über die vergessene Krise im Bürgerkriegsland Jemen berichten? Und welche Herausforderungen erwarten Journalisten bei ihrer Arbeit in Krisengebieten?

Millionen Menschen weltweit leben in humanitären Krisen, aber es mangelt an politischer und medialer Aufmerksamkeit. Aktion Deutschland Hilft will mit Hilfe der Veranstaltung deutsche Journalisten und Journalistinnen über Hintergründe der humanitären Katastrophe im Jemen aufklären, ein realistisches Bild von humanitärer Hilfe, Hilfsmaßnahmen und Bedürfnissen vermitteln. Wir wollen somit die Möglichkeiten aufzeigen über vergessene Krisen, wie die im Jemen, aber auch über humanitäre Krisen generell, zu berichten.

PROGRAMM

17:30 Einlass
18:00 Wer steckt hinter Aktion Deutschland Hilft und was ist humanitäre Hilfe?
18:30 Warum ist die humanitäre Situation im Jemen so katastrophal (Referent: Nikolaus Kirchler, ADRA Deutschland Nothilfekoordinator für den Jemen)
19:15 Pause
19:20 Storyfinding im Jemen (Referent: Volker Schwenck, Korrespondent der ARD im Hauptstadtstudio)
20:05 Get-together mit Snacks und Getränken
— Der Eintritt ist frei —

>> Aktion Deutschland Hilft bittet um Anmeldung bis zum 16. Januar 2019 per E-Mail an presse(at)aktion-deutschland-hilft.de.

Den Veranstaltungsflyer mit allen Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Aktion Deutschland Hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Weitere Informationen über Aktion Deutschland Hilft gibt es hier: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/ .

Hilfsgüter für den Jemen

Durch den Bürgerkrieg und die extreme Hungersnot ist die Bevölkerung im Jemen zu drei Vierteln auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mit einer Hilfsgüterlieferung von humedica und ADRA konnten nun sechs Krankenhäuser und Kliniken mit Medikamenten, Cholera-Kits und medizinischen Geräten versorgt werden.

Im Jemen engagiert sich ADRA vor allem für eine medizinische Grundversorgung der Menschen. In Krankenhäusern und Gesundheitsstationen werden sie ärztlich versorgt; unterernährte Babys und Kleinkinder werden mit Notfallnahrung wieder aufgepäppelt. Besondere Sorge gilt vor allem der großen Anzahl von Cholera-Fällen.

Nach einer ersten Hilfsgüterlieferung im Juli 2017 konnten die Partner ADRA und humedica nun erneut wichtige Medikamente und medizinische Geräte an sechs Krankenhäuser und Kliniken verteilen. Alleine 1,8 Tonnen Medikamente und 6,2 Tonnen Cholera-Kits, sogenannte DDKs (Interagency Diarrhoeal Disease Kits), erreichten die Stationen. Mit jedem dieser DKKs können 100 schwere und 400 moderate Cholera-Fälle behandelt werden – und je weitere 100 Personen, die Shigella-Dysenteriae-Bakterien mit sich tragen.

Die Lieferung geht an Einrichtungen in Hodeida, Al-Jawf und Hajjah. Durch die weiterhin schwierige Sicherheitslage musste die ursprünglich per Flugzeug geplante Lieferung der Hilfsgüter über Containerschiff und über den Landweg gelöst werden.

>> ADRA benötigt weiterhin dringend Unterstützung für den Einsatz im Jemen, um die von Hungernot und Krieg belastete Bevölkerung medizinisch versorgen zu können. Jeder Cent hilft! >> ZUM SPENDENFORMULAR

Frohe und besinnliche Weihnachten!

ADRA wünscht allen Spenderinnen und Spendern, Ehrenamtlichen, Mitarbeitenden sowie Partnerorganisationen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest! Nur gemeinsam können wir durch Projekte weltweit Menschen wieder Hoffnung geben – an die wir in dieser besinnlichen Zeit besonders denken.

Zum Weihnachtsfest gedenken wir der Geburt Jesu Christi, Gottes Sohn. Gottes Geschenk an die Menschheit sind Glaube, Hoffnung, Liebe und damit Geborgenheit durch seine Menschwerdung in Christus“, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V. „In diesem Sinne möchten wir zu dieser besinnlichen Zeit auch an jene Menschen denken, die in schlimmster Armut leben, unter Hunger und Not leiden oder sogar ums Überleben kämpfen. So wie Baby Sofia aus dem Jemen: Gerade noch drei Kilogramm wog das kleine Mädchen, als ihre Mutter sie in unser Krankenhaus brachte. Auch diese war furchtbar abgemagert und geschwächt. Sie konnte sich selbst kein Essen mehr kaufen und war nicht mehr in der Lage, Sofia zu stillen.

So wie Sofia und ihre Mama leiden im Jemen gerade tausende Babys und ihre Mütter. Besonders Kleinkinder sind oft dramatisch unterernährt und müssen dringend notärztlich behandelt werden. In mehreren Krankenhäusern und Kliniken hilft ADRA armen und kranken Menschen, die vor dem Verhungern stehen. Babys päppeln wir mit Spezialnahrung wieder auf“, sagt Christian Molke weiter.

Im vergangenen Jahr konnte ADRA mit der Hilfe von Spenderinnen und Spendern, Partnern und Ehrenamtlichen Kindern wie Sofia im Jemen, aber auch in anderen Katastrophengebieten der Welt helfen. Dafür danken wir ganz herzlich!

Mit Ihrer Unterstützung können wir Menschen Hoffnung auf ein Überleben schenken und ihnen eine Perspektive geben – auch im neuen Jahr.

Schon jetzt sage ich Dankeschön für Ihre Großzügigkeit und wünsche Ihnen und Ihrer Familie gesegnete Feiertage!“, so Christian Molke.

So hilft ADRA den Menschen im Jemen

  • In unseren Kliniken behandeln wir kranke und geschwächte Menschen. Besonders Kinder, stillende und schwangere Frauen sowie ältere Menschen sind dabei auf unsere Hilfe dringend angewiesen.
  • Mütter und ihre Kinder erhalten Zusatznahrung, um die schweren Folgen der Mangelernährung zu bekämpfen.
  • Wir führen Gesundheitsaufklärung und Hygienetrainings durch, damit sich schwere Krankheiten wie Cholera und Diphterie nicht weiter ausbreiten.
  • Zudem schulen wir vor Ort medizinisches Personal, das sich vertrauensvoll um die schwachen Kinder, Frauen und Männer kümmert.

Eine Spende rettet Leben!

Mit 40 Euro können wir vier Kleinkinder mit einer wichtigen Schutzimpfung behandeln.

75 Euro finanzieren die Notfallnahrung für ein Kind.

180 Euro ermöglichen die Durchführung einer sicheren Geburt in einem unserer Krankenhäuser.

Unser Projekt im Jemen, aber auch unsere Projekte weltweit können Sie unter folgendem Link unterstützen: >> ZUM SPENDENFORMULAR

Gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika und im Jemen

Seit mehr als 19 Monaten herrscht in mehreren Ländern Afrikas und im Jemen eine Hungersnot. Inzwischen sind fast 44 Millionen Kinder, Frauen und Männer auf Lebensmittelhilfen und Unterstützung angewiesen. Alleine im Jemen sind drei Viertel der Bevölkerung betroffen. ADRA ist in Äthiopien, Burkina Faso, Kenia, Somalia, dem Südsudan und im Jemen aktiv.

Für Menschen, die jede Hoffnung verloren haben, ist das Leben beängstigend. Furcht oder Angst raubt uns die Fähigkeit, sich am Leben zu erfreuen und in schwierigen Situationen besser zurechtzukommen. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben in ganzer Fülle“, so heißt es im Johannesevangelium Kapitel 10,10. Es ist demnach nicht daran gedacht, dass Menschen, Tiere und die Natur Mangel leiden, dass Ungerechtigkeit oder andere negativen Einflüsse das Leben bestimmen. Vielmehr, dass jeder ein gelungenes und erfülltes Leben führen kann. Wie können alle Menschen dabei berücksichtigt werden, wenn doch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen wir leben, oftmals ungleich und ungerecht sind? Das ist eine Frage, die für uns zur Aufgabe wird.

Dank der großen Unterstützung durch Ihre Spenden konnte ADRA in Somalia, Äthiopien, Kenia, Südsudan und im Jemen betroffenen Familien im Kampf gegen den Hunger beistehen und die Hilfeleistungen ausweiten. Dem kleinen Abdullah haben die Nahrungsmittelhilfen sehr geholfen. Abdullah ist vier Jahre alt und lebt mit seiner Familie im ländlichen Jemen. Dort ist es besonders schwierig Nahrungsmittel und Wasser zu kaufen oder medizinische Einrichtungen aufzusuchen, weil die Infrastruktur vielerorts zerstört wurde. Die Grundversorgung ist zusammengebrochen. Steht kein sauberes Trinkwasser und ausreichend nährstoffreiche Nahrung zur Verfügung, ist die Gesundheit besonders von Kindern und Geschwächten stark gefährdet. Abdullahs Leidensweg war lang. Seit seinem zweiten Lebensjahr ist er unterernährt. Im Dezember 2017 ging sein Vater mit ihm in ein Gesundheitszentrum, das von ADRA unterstützt wird. Hier kennen sie sich aus mit mangel- und unterernährten Kindern und konnten Abdullah helfen. Dank Ihrer Spenden hat er innerhalb weniger Wochen zugenommen und jetzt wieder Kraft und Freude beim Spielen. Seine Familie wird auch weiterhin von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ADRA betreut und begleitet, sodass sich die Familie ausreichend und gesund ernähren kann.

Die allgemeine Lage am Horn von Afrika hat sich in einigen Regionen im Laufe des letzten Jahres etwas stabilisiert, aber in anderen Regionen hat sich die Hungerkrise weiter ausgedehnt. Inzwischen sind auch die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo, im Niger, Tschad und im Norden Kameruns betroffen. Neben bewaffneten Konflikten und extremen Wetterereignissen, wie Dürren, sind Armut und soziale Ungleichheit Ursachen für den Hunger. ADRA fördert die Produktion ausreichend gesunder Nahrung und bekämpft damit Mangel- und Unterernährung. ADRA unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Einführung neuer landwirtschaftlicher Anbaumethoden und klimaangepasstem Saatgut, um gegen Katastrophen wie Dürren, Überflutungen, Stürme oder Insektenplagen gewappnet zu sein. „Niemand soll zurückgelassen werden!“ –  an den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, die sich die UN-Mitgliedsstaaten bis 2030 gesetzt haben, arbeitet ADRA aktiv mit. Das Gegenteil von Furcht ist Hoffnung. Hoffnung bewirkt, dass die Perspektive für das Leben positiv wird. So wie in Abdullahs Familie. „Wir sind sehr froh, dass Abdullah wieder lachen kann und ADRA uns in diesem Gesundheitszentrum bei Problemen zur Seite steht. Wir hoffen, dass diese wichtige Arbeit fortgeführt wird und noch vielen Kindern geholfen werden kann,“ sagt Abdullahs Vater.

Um weiterhin für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen in Not eintreten zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung! Spenden Sie, um die Not von Bedürftigen zu lindern und ihnen Hoffnung zu geben!

>> Unter dem Spendenstichwort „HUNGERSNOT“ kommt Ihre Hilfe an >> ZUM SPENDENFORMULAR

action medeor und ADRA helfen im Jemen: 28,5 Tonnen Medikamente sind bereits angekommen

Seit mehr als drei Jahren herrscht im Jemen ein erbarmungsloser Krieg. Die Gesundheitsversorgung ist zusammengebrochen. Mehr als 22 Millionen Menschen hungern und können medizinisch nicht versorgt werden. action medeor hat alleine in diesem Jahr bereits sieben Container medizinischer Hilfsgüter mit einem Gesamtgewicht von 34,5 Tonnen auf den Weg gebracht.

Den Großteil dieser Hilfe – 28,5 Tonnen – lieferte action medeor an die Partnerorganisation ADRA im Jemen. „Enthalten sind Schmerzmittel, Antibiotika, Mittel gegen Durchfallerkrankungen, aber auch Wasserfiltersysteme, zum Schutz vor Krankheiten durch verunreinigtes Wasser“, sagt Dirk Angemeer, Leiter der Medikamentenhilfe von action medeor. „Zwischenzeitlich waren die Transportwege gesperrt, doch momentan ist ein Zugang über den Seeweg möglich, sodass wir unsere Lieferungen jetzt ins Land bringen können.“

Vor Ort sorgt ADRA für die sichere Verteilung der Medikamente an Krankenhäuser. ADRA ist die zweitgrößte Hilfsorganisation im Jemen, betreibt selbst ein Krankenhaus und unterstützt mit medizinischen Einsatzteams weitere medizinische Einrichtungen.

„Jemen ist von Importen abhängig. Durch die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen laufen wir in den von uns unterstützten Krankenhäusern und Gesundheitsstationen kontinuierlich Gefahr, selbst für die notwendigste Versorgung der Zivilbevölkerung keine Medikamente mehr zur Verfügung zu haben. Die Zusammenarbeit mit action medeor ist daher essentiell für den Erfolg unserer Arbeit vor Ort.“, so Nikolaus Kirchler, ADRA Deutschland Nothilfekoordinator für den Jemen.

Bereits im vergangenen Jahr leisteten action medeor und ADRA gemeinsam medizinische Hilfe im Jemen. Als Bündnispartner bei Aktion Deutschland Hilft koordinieren die Organisationen ihre Arbeit, um gemeinsam schnell und effizient helfen zu können.

„Lebensgefährliche Infektionskrankheiten breiten sich rasend schnell aus, wenn die Menschen nicht direkt behandelt werden können“, so Angemeer. Er koordiniert die Hilfslieferungen von Tönisvorst aus. „Dafür müssen wir zuverlässige Logistikdienstleister finden, Zollbestimmungen berücksichtigen und den Weitertransport vor Ort sicherstellen“, so Angemeer. „Die Krankenhausapotheken sind leer, die Ärzte haben fast nichts, um zu helfen.“

Um für einen sicheren Ablauf zu sorgen, versendet Dirk Angemeer die Fracht jedoch in zeitlichen Abständen. In den nächsten Wochen wird action medeor weitere große Hilfslieferungen vorbereiten. „Die Sicherheitslage erschwert die Arbeit für die Hilfsorganisationen vor Ort“, so Angemeer, „wir sind froh, dass wir einen Weg gefunden haben, die Krankenhäuser kontinuierlich und zuverlässig zu versorgen.“

Um im Jemen medizinische Hilfe leisten zu können, benötigt ADRA Ihre Unterstützung: IBAN: DE87660205000007704000, BIC: BFSWDE33KRL oder per Online-Spende unter www.adra.de/spendenformular .