ADRA hilft Vertriebenen in Nigeria

Terroristische Gruppierungen in Nordnigeria bedrohen das Leben vieler Menschen. Über eine Million Nigerianer wurden vertrieben und flüchten in andere Bundestaaten. Wegen der immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Lage und den Vertreibungen sind derzeit rund 4,5 Millionen Bewohner Nigerias auf Ernährungshilfe angewiesen.

Die Gewalttaten der nigerianischen Terrorgruppierung treiben immer mehr Menschen in Elend und Hunger. Überfüllung, der Mangel an Nahrung und die verheerenden Zustände in den Flüchtlingslagern bringen Betroffene dazu, wieder in ihre Dörfer zurückzukehren. Weil ihre Häuser zerstört und unbewohnbar wurden, versuchen diese Menschen, in Städten unterzukommen. Steigende Nahrungsmittelpreise, fehlender Zugang zum Markt und niedriges Einkommen führen dazu, dass viele der Vertriebenen sich nicht ausreichend ernähren können.

ADRA unterstützt Rückkehrer in Adamawa und Borno durch die Versorgung mit Nahrung. Witwen, Frauen, Kinder und ältere Menschen werden dabei besonders berücksichtigt. ADRA vergibt an betroffene Haushalte Lebensmittelpakete, die unter anderem Reis, Bohnen, Mehl und Mais enthalten oder Lebensmittelgutscheine für jeweils fünf Monate. Dadurch wird der tägliche Kalorienbedarf der Menschen gedeckt und sie müssen nicht länger Hunger leiden. Rund 1.200 Menschen profitieren von diesem Projekt.

 

Projektlaufzeit: 01.07.17 – 31.07.18

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ADRA hilft Burkina Faso in der Hungerkrise

Das „Land der aufrichtigen Menschen“ ist vom Hunger bedroht. Häufige und lange Dürreperioden und ausgelaugte Böden zerstören die Lebensgrundlage der Bevölkerung in der gesamten Sahelzone. In Burkina Faso leiden 7 Millionen Menschen unter der akuten Nahrungsmittelkrise. ADRA unterstützt 40 Dörfer im Norden des Landes dabei, die Nahrungsmittelversorgung zu stabilisieren und die Lebensbedingungen an den Klimawandel anzupassen.

Das westafrikanische Land ist ein friedliches. Gewalt und wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen den rund 60 Ethnien gibt es im früheren Obervolta so gut wie nicht. Die Gesellschaft ist beispielhaft dafür, dass verschiedene Ethnien und Religionen friedlich und tolerant miteinander leben. Dagegen sind in großen Teilen der Sahara und der Sahelzone bewaffnete und radikale Gruppierungen unterwegs. So auch in Mali. Die instabile Situation wirkt sich auch auf die Sicherheitslage in Burkina Faso aus. Tausende Flüchtlinge aus Mali suchen in Burkina Faso Schutz und Nahrung. Das erschwert die ohnehin schwierige Ernährungslage. Fruchtbares Land für die Landwirtschaft ist knapp, daher werden die nutzbaren Böden übernutzt und sind ausgelaugt – doch für 80 Prozent der Bevölkerung bildet die Landwirtschaft ihre Lebensgrundlage. Zur Selbstversorgung bauen sie vor allem Mais, Reis, Weizen und Maniok an. Es gibt wenige andere Nahrungs- und Erwerbsquellen.

Klimawandel erschwert die Nahrungsmittelproduktion

Die Sahelregion ist stark vom Klimawandel betroffen. Extreme lange Trockenheitsperioden wechseln sich mit Überschwemmungen ab. Durch die starke Austrocknung werden die Böden hart und können Wasser kaum aufnehmen. Beide Klimaextreme zerstören die Ernten und verstärkt auftretende Heuschreckenplagen ebenso. Darum steigen die Preise sogar für Grundnahrungsmittel stark an. Das Hauptproblem Burkina Fasos ist die Armut. Über 40 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Laut der UN gehört dieser Staat zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, er belegt Rang 183 von 188 Ländern. (HDI 2015). 64 Prozent der Bevölkerung leiden an Hunger und rund 30 Prozent der Kinder sind unter- und mangelernährt. Das trifft mehrere Kinder einer Familie, bekommt doch jede Frau durchschnittlich acht Kinder.

ADRA verbessert die Ernährungs- und Einkommenssituation im Norden des Landes

Bedingt durch ein hohes Bevölkerungswachstum und der klimatischen Bedingungen ist Burkina Faso auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Die Kosten dafür sind aufgrund der Binnenlage des Landes sehr hoch. Für die Ernährung der Bevölkerung und für die Bekämpfung der Armut spielt die eigene landwirtschaftliche Produktion eine große Rolle. In vier ländlichen Gemeinden der Provinz Soum im Norden Burkina Fasos führt ADRA ein Projekt zur Ernährungssicherung durch. Dieses wird gemeinsam mit den Begünstigten geplant und durchgeführt, um zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen. Aus den Gemeinden Djibo, Pobé, Mengao, Kelbo und Tongomayel werden 200 Personen, davon mindestens 40 Frauen, ausgebildet. Sie erhalten Schulungen zu verbesserten Produktionstechniken in der Landwirtschaft und im Farmmanagement. Die Landwirtschaft wird damit an die Klimabedingungen angepasst und widerstandsfähiger gemacht. Durch Wissensvermittlung wird der Schutz der Böden sowie der Umwelt aktiviert. Die Ausgebildeten wirken als Multiplikatoren und können ihr Wissen an andere Kleinbauern weitergeben.

 

Projektlaufzeit: 01.07.17 – 31.07.20

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Hungersnot in Afrika: Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe

Kinder sind besonders von der Hungersnot betroffen.
In weiten Teilen Afrikas herrscht extreme Trockenheit und Dürre. Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, dem ADRA angehört, warnt vor einer schweren humanitären Katastrophe. 15 Millionen Menschen sind akut vom Hungertod bedroht, wenn sie keine Hilfe erhalten.

Besonders betroffen sind der Südosten Äthiopiens, der Nordosten Kenias, der Südsudan und Somalia, ein Gebiet mit über 15 Millionen Einwohnern. Die UN schätzt die Zahl der Menschen die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind allein in Somalia auf bereits 6,2 Millionen. Das sind über 50 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Nordkenia, an der Grenze zu Äthiopien, sind 70 Prozent der Brunnen und Wasserquellen versiegt. Die Regierung Kenias hat den Katastrophenzustand ausgerufen. Schon das dritte Jahr in Folge sind die Regenzeiten besonders in Ostafrika zu gering ausgefallen oder vollständig ausgeblieben. Ohne Aussaat keine Ernten, ohne Weideflächen keine Viehhaltung. Die Auswirkungen sind dramatisch. Nach Schätzungen von UNICEF sind schon jetzt in Somalia 360.000 Kinder lebensbedrohlich unterernährt. Die Dürre trifft Länder, in denen die Menschen ohnehin unter Armut und Nahrungsunsicherheiten leiden. Die Gründe für Hunger und Unterernährung sind neben kriegerischen Auseinandersetzungen vor allem der Klimawandel. Er verschlimmert die Lage in Ostafrika und führt immer wieder zu Versorgungskrisen. In den letzten Jahren sind die Abstände zwischen den Dürren immer kürzer geworden. Dazu kommen die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño mit Starkregen und Erdrutschen, weil der ausgelaugte Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann.

ADRA hilft der Bevölkerung in Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan

Hilfsorganisationen haben in der Vergangenheit einige Verbesserungen erzielt. ADRA unterstützt die Bevölkerung in der Afar-Region Äthiopiens, im Osten Kenias, im Südwesten Somalias und im Südsudan wirksam und erhöht ihre Widerstandfähigkeit gegen den Klimawandel. Pflanzungen von Bäumen und Büschen verbessern die Bodensituation. Dürren und starken Regenfällen kann so standgehalten und das Wasser besser aufgenommen und gespeichert werden. Wasserrückhaltebecken und kleine Teiche sammeln Regenwasser und Deiche schützen die Felder vor Überflutungen. Klimaresistentes Saatgut sichert die Ernährung der Familien und steigert deren Produktivität. ADRA stärkt die lokale Katastrophenvorsorge mit der Einführung von Frühwarnsystemen und Notfallplänen. Schulungen und Trainings befähigen die Bevölkerung, in Krisensituationen schnell reagieren zu können. Ziel von ADRA ist es, die Menschen in Ostafrika besser gegen wiederkehrende Wetterextreme zu wappnen und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu geben.

Um den Menschen in dieser akuten Hungerkatastrophe helfen zu können, bittet ADRA Deutschland e.V. dringend um Spenden unter dem Stichwort „Hungersnot“.

Spendenkonto:
IBAN DE87 660 205 00000 770 4000
BIC BFS WDE 33 KRL

oder über das Online-Spendenformular.

ADRA stärkt die Bevölkerung im Osten Kenias gegen den Klimawandel

Durch chronische Unter- und Mangelernährung sind Kinder in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung verzögert. Fast die Hälfte aller Todesfälle bei den unter Fünfjährigen ist auf Mangelernährung zurückzuführen. Der Grundstein der Ernährungssicherung ist eine qualitativ gute und ausreichende landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion. Die meisten Familien im Osten Kenias leben von der Landwirtschaft. Steigende Temperaturen, lange Dürrezeiten und veränderte Regenzeiten sind jedoch ein Risiko für die Ernten. Die Ernährungssituation bleibt deshalb unsicher. Da in Kenia 45 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben (Weltbank 2015), ist der Zukauf von Nahrungsmitteln nicht oder nur begrenzt möglich.

Klimaveränderungen führen zu Hunger und Armut

Durch den Klimawandel werden die Jahresmitteltemperaturen auf allen Kontinenten im Laufe des 21. Jahrhunderts weiter ansteigen. Mit unterschiedlichen Konsequenzen. Für die Menschen in Kenia wird es zunehmend schwieriger, Wasser zum Trinken, für das Vieh und für die Bewässerung der Felder zu finden. Wasserholen gehört in den ländlichen Gebieten zu den Aufgaben der Frauen und Mädchen. Oftmals müssen sie mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen, um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Die Steigerung der Produktivität der kleinbäuerlichen Familienbetriebe sind der Schlüssel gegen Hunger und Armut. Die Landwirtschaft, die fast ausschließlich zur Subsistenzwirtschaft dient, ist stark vom Klima abhängig. Veränderte klimatische Bedingungen mit Wasser- und Temperaturunregelmäßigkeiten wirken sich direkt auf die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und die Menge und Qualität der landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus. Aber auch auf den Gesundheitszustand der Nutztiere und auf die Fruchtbarkeit der Weidegebiete. Abholzung und der Verkauf von Holzkohle als Geldeinnahmequelle führen dazu, dass die natürliche Vegetation immer mehr verschwindet und die Böden auslaugen und erodieren.

ADRA fördert die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaveränderungen

In Kitui County im Bezirk Mwingi Zentral im Osten Kenias führt ADRA ein Projekt zur Stärkung der Resilienz und Anpassung an den Klimawandel durch. Die Maßnahmen unterstützen 4.300 kleinbäuerliche Haushalte, um die Ernährungssituation zu verbessern. Mithilfe nachhaltiger Produktion von Nahrungsmitteln soll die Einkommenssituation der Familien erhöht werden. Der Bau von Sanddämmen und die Errichtung von Bewässerungsanlagen stellen den Zugang zu Wasser sicher. Gemeinschaftliche Obstbaumschulen und Gemüsegärten erweitern die Nahrungsmittelvielfalt. Wiederaufforstungen wirken den Bodenerosionen entgegen und das Ökosystem wird wiederhergestellt. ADRA stellt Saatgut und Baumsetzlinge zur Verfügung und errichtet ein Fortbildungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft. Ziel ist es, die Ernährung und Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig das Ökosystem zu rehabilitieren und zu schützen. Das Projekt trägt dazu bei, die Bevölkerung zu befähigen, trotz des Klimawandels wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

Projektlaufzeit: 01.10.16 – 30.09.19

Dieses Projekt wird gefördert durch: 

Widerstand gegen die Dürre – ADRA unterstützt Menschen in Äthiopien

Die Mehrheit der Bevölkerung in der Region Afar in Äthiopien lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Gegend gehört klimatisch zu einem der weltweit heißesten Gebiete und ist durch geringen Niederschlag, karges Ackerland und beschränkten Zugang zu Wasser gekennzeichnet. Viele Menschen leben von der Viehhaltung. Weil chronische Dürren die Lebensgrundlage der Bewohner bedrohen, stärkt ADRA ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingter Ernährungsunsicherheit.

Viele Bewohner im genannten Gebiet sind Hirtennomaden und verdienen ihren Lebensunterhalt mit Viehhaltung. Die Tierbestände stellen für den Großteil der Hirtennomaden unerlässliche Nahrungs- und Einkommensquellen dar. Die Gesundheit der Tiere spielt für die wirtschaftliche Stabilität der Bevölkerung eine wichtige Rolle. In den vergangen Jahren wurden die Dürren in der Region immer drastischer – Wasserknappheit, Ernteausfälle, schwindende Weideressourcen und schrumpfender Viehbestand sind die Folgen. Vor allem ziehen die ausgedehnten Trockenperioden in Kombination mit vorhandenen und neu entstehenden Viehseuchen weitere Krankheits- und Todesfälle bei Tieren nach sich. Die Weide- und Wasserknappheit wirkt sich negativ auf die Nahrungsmittelversorgung und die Gesundheit der Menschen aus. Häufig müssen sie Hungerperioden durchleiden.

Widerstandskraft stärken

ADRA stärkt die Widerstandskraft der Betroffenen gegenüber klimabedingter Nahrungsmittelknappheit. Mit Hilfe von Kleinbewässerungsanlagen, verbesserten landwirtschaftlichen Techniken und der Nutzung anderer Futtersorten wird die Produktion in der Landwirtschaft und Viehhaltung gesteigert. Verödetes Weideland wird durch das Einsäen verbesserter Saatgutsorten wieder nutzbar gemacht. Durch das Anlegen von Obst- und Gemüsegärten und die anschließende Ernte wird die Ernährung der Menschen abwechslungsreicher. ADRA verbessert darüber hinaus den Zugang zu Veterinärdiensten, sodass Tierkrankheiten reduziert werden und der Bestand gesichert wird. Wasserentnahmestellen und Wasserspeicher wirken der Wasserknappheit entgegen.

Katastrophenvorsorge fördern

Um die Bewohner für die Zukunft zu wappnen, stärkt ADRA die lokale Katastrophenvorsorge in Form von Schulungen, der Errichtung von Frühwarnsystemen und Notfallplänen sowie durch die Aufstockung der Viehbestände. Die herrschende Jugendarbeitslosigkeit bekämpft ADRA durch Schulungen im Bereich Kleinstunternehmertum. Bei Gründung von Kleinunternehmen werden Businesspläne erarbeitet, Startkapital bereitgestellt und Kredit- und Vertriebsgenossenschaften gestärkt. So können sich die Menschen weitere Einkommensmöglichkeiten schaffen.

Projektlaufzeit: 01.10.16 – 31.12.21

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Hilfe gegen den Hunger in Simbabwe

Laut den Vereinten Nationen zählt der El Niño 2015/2016 zu den drei extremsten seit 1950. Simbabwe leidet bereits das zweite Jahr in Folge unter großer Dürre, die vom Wetterphänomen El Niño verursacht wird. Drei Millionen Menschen sind von der aktuellen Dürre betroffen. Rund achtzig Prozent der Ernte bleiben aus, was die ohnehin schlechte Ernährungssituation der Bewohner Simbabwes noch verschlimmert, denn in Simbabwe leidet bereits jedes dritte Kind unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Vielen Kleinbauern fehlt es an Wissen, um effektivere und klimaangepasste Anbaumethoden anzuwenden. Wegen des ausbleibenden Regens herrscht zudem auch Wassermangel. Die Menschen sind deshalb gezwungem, aus unsicheren Wasserquellen zu trinken – das erhöht das Risiko für den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen.

Klimaresistenter Anbau

Die Distrikte Gokwe North und Mbire gehören zu den am stärksten von der Nahrungsmittelknappheit betroffenen Regionen des Landes. Aufgrund dessen verteilt ADRA Nahrungsmittel an Kinder und schwangere sowie stillende Frauen der Distrikte. Langfristig werden besonders die Kleinbauern in die Lage versetzt, ihre eignen Lebensmittel nachhaltig zu produzieren. Hierfür vergibt ADRA Saatgut sowie Düngemittel und informiert die Menschen über klimaresistente und nachhaltige Anbaumethoden. Dabei wird beachtet, zukünftig verstärkt Sorten zu säen, die extremer Trockenheit standhalten.

Bessere Hygiene schützt vor Krankheiten

Um der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen, leistet ADRA Aufklärungsarbeit rund um das Thema Hygiene. Dies geschieht beispielsweise in Form von kleinen Theateraufführungen, Kampagnen, dem Aushang von Plakaten und der Verbreitung von Informationen bei Dorfversammlungen. Durch kleinere Bohrungen, die den Zugang zum vorhandenen Grundwasser freilegen, verschafft ADRA den Menschen Trinkwasserquellen.

Das Projekt kommt rund 12.300 Menschen zugute und macht sie widerstandsfähiger gegen Klimaschwankungen.

Projektlaufzeit: 01.06.16 – 31.05.17

Dieses Projekt wird gefördert durch: 

Ernährungssicherheit für die Bewohner Madagaskars

Frauen verkaufen ihre Produkte auf dem Markt

Wirbelstürme, Dürre, Heuschreckenplagen – Damit haben die Bewohner Madagaskars regelmäßig zu kämpfen. All diese Faktoren sorgen im Land verstärkt für Nahrungsmittelknappheit. Vor allem die Region des Ampanihy Distrikts in Süd-Madagaskar ist betroffen. ADRA hilft in 80 Dörfern, die Ernährungssituation zu verbessern und die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Hungerkrisen zu reduzieren.

Jedes Jahr wird Madagaskar von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Im Südwesten des Landes kommt erschwerend hinzu, dass die Zyklone keinen zusätzlichen Niederschlag in diesen trockenen Landesteil bringen. Selbst in der Regenzeit bleibt der Regen aus. Diese Elemente des Klimawandels wirken sich negativ auf die Ernährungssituation der Bevölkerung aus, denn die Menschen verfügen über zu wenige Strategien, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Große Dürren und die Zerstörung von Ernten durch Heuschreckenplagen der letzten Jahre hat diese Problematik weiter verschlimmert. Die damit einhergehenden Ernteausfälle mancher Kleinbauern machen es ihnen teils unmöglich, sich und ihre Familien zu versorgen. Sie können weder Einkommen generieren noch andere Nahrungsmittel zur eigenen Versorgung dazu kaufen.

GESTEIGERTE LEBENSMITTELRATE

In einem vierjährigen Projekt unterstützt ADRA Kleinbauern und Haushalte in der Atsimo-Andrefana Region, widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu werden und ihre Ernährungssituation zu verbessern. Den Menschen wird vermittelt, wie sie ihre lokalen Ressourcen besser nutzen und vor dem Klimawandel schützen. Hierfür erhalten rund 1600 Kleinbauern Schulungen und Fortbildungen, die zu verbesserten Anbautechniken, höherer Produktion sowie gesteigerte Vermarktung von Grundnahrungsmitteln beitragen sollen. Auf sogenannten „bäuerlichen Feldschulen“ und Demonstrationsparzellen werden theoretische und praktische Elemente der Fortbildung verknüpft. Die damit einhergehende gesteigerte Versorgungsrate kommt den Menschen im Projektgebiet auch insofern zugute, dass sie die im Land weit verbreitete chronische Unterernährung bei Kindern bekämpft. ADRA hilft den Bauern dabei, sich untereinander besser zu vernetzen und kleine Produktionsgemeinschaften einzurichten. Hierzu zählt auch, die Bevölkerung für gesunde Ernährung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kleinkindern zu sensibilisieren.

FÜR KATASTROPHEN GEWAPPNET

Zusätzlich werden die lokalen Regierungen und Dorfgemeinschaften durch Ausbildungsmaßnahmen im Bereich der Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme sowie der Erarbeitung von Plänen zur Reduzierung von Risiken gestärkt. ADRA unterstützt die Bewohner des Projektgebiets darin, Dorf-Komitees für die Katastrophen- und Risikovorsorge und das Ressourcenmanagement zu gründen, um die Widerstandsfähigkeit der Dörfer und Gemeinden zu stärken. Die Mitglieder der Komitees und der Verbände erhalten Fortbildungen, um bestehende Infrastrukturen zu schützen, potentielle Risiken zu erkennen und die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Hierfür werden Vorsorgemaßnahmen in den Privathaushalten sowie im landwirtschaftlichen Bereich vorgenommen. Insgesamt kommt das Projekt rund 25.000 Menschen zugute.

 

Projektlaufzeit: 10.11.15 – 30.06.19

Dieses Projekt wird gefördert durch