ADRA setzt sich für Betroffene der Waldbrände in Griechenland ein

Mit einer Sammelaktion startete ADRA vergangene Woche kurzfristig die Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen der Waldbrände in Griechenland – und traf auf große Resonanz in der Bevölkerung. Seither ist viel passiert. Die Verteilung von Hilfsgütern, Einrichtung einer Not-Apotheke sowie Koordination der Hilfsmaßnahmen sind nur einige der Aufgaben, die das Team vor Ort bewältigt.

Die verheerenden Waldbrände nahe der griechischen Hauptstadt Athen haben in der der vergangenen Woche mehr als 90 Menschen das Leben gekostet. Die enorme Trockenheit sowie die starken Winde führten dazu, dass sich die in unbewohnten, ländlichen Gegenden ausgebrochenen Feuer schnell ausbreiteten und ganze Ortschaften niederbrannten.

ADRA war als eine der ersten Hilfsorganisationen vor Ort, um den Bedarf an notwendigen Hilfeleistungen sowie das Ausmaß der Schäden festzustellen. Dabei zählte das Team rund 1.600 stark beschädigte bis gänzlich zerstörte Häuser sowie mehr als 320 ausgebrannte Fahrzeuge. Anwohner waren sowohl zu Fuß als auch per Auto vor den Flammen geflohen – teilweise waren Fluchtwege durch zurückgelassene Fahrzeuge blockiert, die in Panik verlassen worden waren. Auch waren Menschen aufs Meer hinausgeschwommen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Bevölkerung und Hilfsorganisationen sind gemeinsam aktiv

Wie zuletzt berichtet reagierte ADRA Griechenland mit einer kurzfristigen Spendensammlung in Katerini, bei der Anwohner dazu aufgerufen waren, Nahrungsmittel, Trinkflaschen, Windeln und weitere erste Hilfsgüter zu spenden. Der Aufruf traf auf große Resonanz in der Bevölkerung und es kamen rund 240 Kisten zusammen, die von ADRA in die betroffenen Gegenden gebracht werden konnten.

Ein Team von Freiwilligen war darüber hinaus in den ersten Tagen nach den Bränden im Einsatz, um Unterstützung zu leisten und einen Plan für die zu treffenden Hilfsmaßnahmen zu entwickeln. Dieses Team war vor allem für die Logistik einer Lagerhalle für Notfallgüter zuständig – sowie bei der Errichtung einer Not-Apotheke in ebendieser. Die Gruppe, die aus Krankenpflegepersonal, einem Psychologen, logistischen Hilfskräften, einem Anwalt sowie als Leitung fungierendem Verwaltungspersonal besteht, war als Ersthelfer vor Ort und besuchte darüber hinaus in den Folgetagen des Feuers die Betroffenen in ihren vorübergehenden Unterkünften.

ADRA arbeitet eng mit weiteren Hilfsorganisationen und den lokalen Behörden zusammen, um die Hilfe zu koordinieren.

 

Großbrände in Griechenland: ADRA unterstützt Bevölkerung

Am vierten Tag nach Beginn der verheerenden Brände im Süden Griechenlands ist klar: Mehr als 80 Menschen sind bislang ums Leben gekommen, 200 sind verletzt und weitere werden vermisst. Viele haben ihre Häuser sowie Hab und Gut verloren. Nach einer kurzfristigen Sammelaktion bringt ADRA Griechenland Hilfsgüter wie Nahrung, Trinkwasser, Medikamente und Windeln zu den Betroffenen.

„Mati existiert nicht mehr“, sagte eine Überlebende aus dem südgriechischen Badeort, nachdem am Montagabend und -nacht von starkem Wind angefachte Feuer ganze Landstriche verwüstet hatten. Das Team von ADRA Griechenland, das in der Region mit einem Flüchtlingscamp, Beratung und Erstversorgung von Geflüchteten tätig ist, funktionierte kurzerhand sein geplantes Fest im Park von Katerini zu einer Sammlung für die Opfer der Feuer um. Trinkwasser, Nahrung, Hygiene-Utensilien, Medikamente, Babynahrung und Windeln werden am meisten benötigt, um den Betroffenen in den ersten Tagen weiterhelfen zu können. Die Aktion stieß auf sehr hohe Resonanz bei der Bevölkerung der 500 Kilometer von Athen entfernten Stadt, die am Dienstagabend zahlreiche Päckchen zum Sammelpunkt brachten. Die eingegangenen Materialien werden heute in Abstimmung mit den jeweiligen Behörden dorthin transportiert, wo sie am meisten benötigt werden.

Niemand verlässt freiwillig seine Heimat! Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag

Täglich begeben sich 28.300 Menschen auf die Flucht. Laut UNO-Flüchtlingshilfe kommen 55 Prozent der Geflüchteten aus nur drei Ländern: Syrien, Afghanistan und Südsudan. Krieg, Gewalt, Unterdrückung, Verfolgung und Naturkatastrophen sind die häufigsten Ursachen, aber auch Perspektivlosigkeit und die Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Der 20. Juni wurde im Dezember 2000 von der UN-Vollversammlung zum internationalen Gedenktag erklärt. Er würdigt den Mut und die Strapazen der weltweiten Binnenvertriebenen, Flüchtlinge, Asylsuchenden und Staatenlosen. 2014 führte die deutsche Bundesregierung auf Initiative des Bundes der Vertriebenen an diesem Datum den „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ ein. Dieser nationale Gedenktag erinnert an die deutschen Geflüchteten, die als Folge des zweiten Weltkrieges dieses Schicksal erleiden mussten. Aktionen am 20. Juni setzen sich für bessere Lebensbedingungen der Flüchtlinge und für ein bestmögliches Zusammenleben zwischen Geflüchteten und der Gastbevölkerung ein. „Wir müssen zusammen sicherstellen, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden“, appelliert UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

Rückkehrperspektiven und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete

In der Entwicklungszusammenarbeit liegen die Arbeitsbereiche darin, die Fluchtursachen zu mindern und zu bekämpfen, die Aufnahmeregionen zu stabilisieren und zu stärken und die Geflüchteten und Rückkehrer zu unterstützen und zu schützen. 90 Prozent der geflüchteten Menschen suchen Schutz im eigenen oder in den direkten Nachbarländern und begeben sich nicht auf den Weg nach Europa. ADRA ist für geflüchtete Menschen in Griechenland aktiv, setzt sich in Thailand für die Rückkehr von Flüchtlingen aus Myanmar ein und unterstützt Binnenvertriebene und Gastkommunen in Nigeria und im Südsudan bei der Ernährungssicherung. Mit der deutschlandweiten Initiative Gemeinsam für Flüchtlingewerden von ADRA in Kooperation mit dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Theologischen Hochschule Friedensau ehrenamtliche Hilfsprojekte zur Integration von Geflüchteten in Deutschland durchgeführt. Die zur Zeit 35 Integrationsprojekte von „Gemeinsam für Flüchtlinge“ werden von dem Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützt.

Eine Bleibe für Flüchtlinge in Griechenland

Tausende geflüchtete Menschen harren noch immer in Griechenland aus. Sie sind vor Krieg und Terror geflohen, haben ihr Zuhause oder gar Familienmitglieder verloren. Ihre Zukunft ist ungewiss. ADRA bietet Geflüchteten im griechischen Kato Milia eine Bleibe und unterstützt sie dabei, die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten.

Die Geflüchteten in Griechenland sind weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen. Sie benötigen Hilfsgüter, Notunterkünfte und medizinische Betreuung. ADRA errichtete am Fuße des Olymps im Ort Kato Milia ein Camp, das derzeit 250 Menschen eine Unterkunft bietet. Das Camp besteht aus beheizbaren Wohncontainern mit jeweils eigener Stromversorgung, Küchenzeile, sanitären Anlagen sowie einem Wohn- und Schlafraum. Bei Einzug in das Camp erhalten Ankömmlinge Kleidung und ein Paket mit Hygieneartikeln, Bettwäsche und Küchenutensilien, um sich in den Wohncontainern entsprechend einrichten zu können.

Täglich sind mehrere Übersetzer vor Ort, um auf die Bedürfnisse der Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Irak eingehen zu können. Die medizinische Versorgung der Menschen wird innerhalb des Camps in Form einer medizinischen Klinik sichergestellt, in der ein Arzt und drei Krankenschwestern medizinische Betreuung leisten. Hierzu gehört auch die psychosoziale Unterstützung. Individuelle Beratungen und Gruppengespräche mit Psychologen helfen den Camp-Bewohnern dabei, die Erlebnisse ihrer Flucht zu verarbeiten und ihren Alltag, der von Hoffen und Bangen geprägt ist, zu bewältigen.

Da vor allem Kinder unter der gegebenen Situation leiden, unterstützt ADRA die Jungen und Mädchen dabei, den Campalltag freundlich zu gestalten. In einem speziell für Kinder eingerichteten Raum können Kinder gemeinsam spielen, malen und lernen. Auch das Spielen auf einem kleinen Sportplatz bietet Abwechslung für Kinder und auch Erwachsene. Zukünftig sollen die Kinder in das griechische Schulsystem integriert werden und auch schulische Förderung innerhalb des Camps erhalten.

 

Projektlaufzeit: 01.04.17 – 30.06.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Sicherheit und Schutz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Griechenland

Nicht nur Erwachsene flüchten vor Krieg, Gewalt und Ausweglosigkeit, sondern auch Kinder und Jugendliche. Oftmals sind sie ohne ihre Eltern unterwegs. Damit sind ganz besonders sie Gefahren ausgesetzt. ADRA stellt die Betreuung und Sicherheit von dreißig unbegleiteten Jugendlichen in einem Heim in der griechischen Stadt Drama sicher.

Minderjährige Flüchtende, die sich alleine auf den Weg gemacht oder während der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden, sind verstärkt von Ausbeutung, Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung bedroht. In einem von ADRA unterstütztem Heim in Griechenland erhalten sie Sicherheit und Schutz.

In den eingerichteten Sicherheitszonen sind die jungen Flüchtenden vor dem Zugriff externer Personen geschützt. Außerdem haben sie Zugang zu Gemeinschaftsküchen, in denen sie mit täglichen Mahlzeiten versorgt werden und erhalten Willkommens-Pakete mit Utensilien des täglichen Bedarfs. Den Jugendlichen werden entsprechend ihrer Bedürfnisse Betreuung, Bildungsmöglichkeiten und Freizeitbeschäftigungen angeboten. Neben der täglichen Anwesenheit von geschulten Betreuern erhalten sie auch spezielle psychosoziale Unterstützung, um die traumatischen Erlebnisse der Flucht sowie die Herausforderungen der neuen Lebenssituation verarbeiten zu können.

Während das Projekt Strukturen für das gemeinschaftliche Leben schafft, werden die Jugendlichen gleichzeitig dabei unterstützt, in der neuen Kultur und neuen sozialen Umgebung anzukommen und sich zu integrieren.

Um Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Heims schützen zu können, werden Informationen unter den Flüchtenden verteilt. Die beteiligten öffentlichen Stellen werden besser miteinander vernetzt und können durch neue Vermittlungsmechanismen gefährdete junge Flüchtende schneller in schützenden Einrichtungen unterbringen.

 

Projektlaufzeit: 01.12.17 – 31.03.18

Das Projekt „Humanitarian and recovery support to the affected population in Greece /
Humanitäre und Genesungshilfe für die betroffene Bevölkerung in Griechenland“ wird gefördert durch

 

 

 

Flüchtlingslager Griechenland – ADRA bietet Menschen eine Bleibe

Das im Mai 2017 von ADRA eröffnete Camp für Geflüchtete im griechischen Kato Milia bietet mittlerweile 250 Menschen eine Bleibe. Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Irak leben, am Fuße des Olymps, in beheizbaren Wohncontainern mit jeweils eigener Stromversorgung, Küchenzeile, sanitären Anlagen sowie einem Wohn- und Schlafraum.

Bei Einzug in das Camp erhalten Ankömmlinge Kleidung und ein Paket mit Hygieneartikeln, Bettwäsche und Küchenutensilien, um sich in den Wohncontainern entsprechend einrichten zu können.

Um die Aktivitäten von ADRA zu unterstützen und auf die Bedürfnisse der Camp-Bewohner eingehen zu können, sind täglich mehrere Übersetzer vor Ort. Die medizinische Versorgung der Menschen wird innerhalb des Camps in Form einer medizinischen Klinik sichergestellt. Dort kümmert sich zweimal wöchentlich ein Arzt um die Gesundheit der Geflüchteten. Darüber hinaus leisten täglich drei Krankenschwestern medizinische Hilfe. Eine weitere Komponente der medizinischen Betreuung ist die psychosoziale Unterstützung. Viele der Geflüchteten sind traumatisiert, von Familienmitgliedern getrennt und ihre Zukunft ist ungewiss. Jeden Tag verbringen sie mit Warten und Hoffen. Individuelle Beratungen und Gruppengespräche mit Psychologen helfen dabei, das Erlebte zu verarbeiten und ihren Alltag zu bewältigen.

Zusammenleben und Integration fördern

Bereits während der Eröffnungsfeier im Mai sagte Tihomir Lipohar, verantwortlicher Leiter des Camps in Griechenland: „Mit der adäquaten Unterbringung der Geflüchteten ist es nicht getan.“ ADRA fördert innerhalb des Camps auch das tägliche Zusammenleben. In einem speziell für Kinder eingerichteten Raum können Jungs und Mädchen gemeinsam spielen, malen, lernen und einfach Kind sein. Auch das Spielen auf einem kleinen Sportplatz bietet Abwechslung für Kinder und Jugendliche. Zudem stehen Kindern und Erwachsenen auch Servicecontainer zur Verfügung, die als Sozialräume sowie für Schulunterricht genutzt werden können.

ADRA fördert zudem die Integration der Geflüchteten in die griechische Gesellschaft. Inzwischen besucht ein Teil der im Camp lebenden Kinder die örtliche Schule und lernt Griechisch. Zukünftig sollen noch mehr Kinder in das griechische Schulsystem integriert werden und auch schulische Förderung innerhalb des Camps erhalten.

Mit einer Spende können Sie die Arbeit von ADRA für Geflüchtete auf der ganzen Welt unterstützen: unter dem Stichwort „Menschen auf der Flucht“. > Zum Online-Spendenformular

ADRA hilft Menschen auf der Flucht in Griechenland

Die humanitäre Lage der Flüchtlinge in Griechenland ist immer noch prekär. Sie sind weiterhin auf Notunterkünfte, Hilfsgüter und medizinische Betreuung angewiesen. Deswegen hat ADRA Deutschland in Katerini ein Büro eröffnet, um die Geflüchteten langfristig zu unterstützen und ihre Not zu lindern.

Flüchtlingscamps Petra Olympou und Ktima Iraklis

Griechenland, Katarini, Petra Olympos Camp, von ADRA unterstützt.

ADRA konzentrierte sich im Jahr 2016 auf die beiden Flüchtlingscamps Petra Olympou und Ktima Iraklis, in denen insgesamt 1.500 Geflüchtete untergebracht waren. Die hygienischen Bedingungen in den Camps waren sehr schlecht, weswegen sich ansteckende Hautkrankheiten verbreiteten. Die Betroffenen wurden von einem medizinischen Team behandelt und ihre Zelte desinfiziert. Hygieneartikel wurden verteilt und die Campbewohner über hygienische Verhaltensweisen aufgeklärt.

ADRA stellte fünf Übersetzer, die im Schichtwechsel dem medizinischen Team zur Seite standen und in Kooperation mit der NGO IsraAID wurde psychosoziale Betreuung angeboten. Außerdem betrieb ADRA eine Ausgabestelle für frische und gesunde Lebensmittel, um Mangelernährung vorzubeugen.

Das Camp Petra Olympou ist in der Zusammenarbeit von ADRA und UNHCR nach dem Einsetzen winterlicher Temperaturen geräumt worden. Die Geflüchteten wurden in leerstehenden Hotels und Apartments in Nordgriechenland untergebracht, da die Zelte am Olymp nicht winterfest waren.

ADRA errichtet neues Flüchtlingscamp in Ktima Iraklis

Im Dezember unterzeichnete Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, einen Vertrag mit der griechischen Regierung, der es ermöglicht, ein weiteres Camp in Kato Milia zu errichten. Iraklis ist zentral gelegen mit einer guten Anbindung zu Einkaufsmöglichkeiten, Krankenhaus und Schulen. Im dortigen Camp wird es 85 beheizbare Wohncontainer in einer Größe von etwa 25 Quadratmetern mit eigenem Stromanschluss, einer Küchenzeile sowie Sanitäranlagen geben. Außerdem werden Servicecontainer aufgestellt, die u.a. als Sozialräume und Waschküchen sowie für Schulunterricht und medizinische Untersuchungen genutzt werden können.

Die Anlage ist so konzipiert, dass die Privatsphäre und der Schutz der Menschen gewährleistet wird und sie sich selbst versorgen können. Das Flüchtlingscamp wird voraussichtlich Ende Februar 2017 bezugsfertig sein und Platz für bis zu 550 Menschen bieten.

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 31.03.17

Dieses Projekt wird gefördert von: