Bildung schenken – Chancen schenken

Bildung verhindert Armut, aber Armut verhindert Bildung. Um diesem Teufelskreis entgegenzuwirken, arbeitet ADRA in afrikanischen Ländern gegen Umstände an, die Kinder vom Schulbesuch abhalten. Mit Ihrer Spende können Sie zu Weihnachten Bildung schenken – und Kindern Hoffnung geben.

Mehr als die Hälfte der Somalier lebt von der Viehzucht – als Nomaden oder Halbnomaden ziehen die Menschen von Ort zu Ort. Daher ist es schwierig, Kinder in der Schule zu halten. Besonders durch die anhaltende Dürre sind sie gefährdet, weiterziehen zu müssen – und können oftmals wegen des Nahrungsmangels nicht zur Schule kommen. ADRA versorgt Kinder und Lehrer an somalischen Schulen mit Nahrungsmitteln und Wasserrationen, um Bildungschancen zu stärken.

Seit 25 Jahren engagiert sich ADRA schon im Bildungsbereich in Somalia – und arbeitet dafür eng mit der Regierung zusammen. ADRA macht inhaltliche Vorschläge für das Curriculum und beteiligt sich an der Renovierung und am Neubau von Schulgebäuden. Ein besonderer Fokus wird auf die Situation von Mädchen gelegt – durch frühe Schwangerschaften, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung ist ihr Schulbesuch besonders gefährdet.

„Wegen des Bürgerkriegs musste ich mit meiner Familie fliehen und deswegen in der 5. Klasse die Schule abbrechen. Dabei wollte ich immer Ärztin werden. Später habe ich von den Bildungskursen von ADRA erfahren. Ich bin ADRA dankbar, dass ich die Chance erhalten habe, zu lernen und unabhängig zu werden! So kann ich meinen Traum doch noch verwirklichen!“ (Hamdo, 22)

So wirkt Ihre Spende in diesem Projekt:

Mit 13 Euro kann einem gefährdeten Kind in den von der Dürre betroffenen Gebieten Somalias einen Monat lang Verpflegung für die Mittagspause mitgegeben werden – und es so in der Schule gehalten werden.

15 Euro Euro ist ein Hygiene-Set wert, das aus Seife, Damenbinden, Unterwäsche und einer kleinen Tasche besteht. Damit werden Mädchen unterstützt, nicht während ihrer Periode dem Unterricht fern bleiben zu müssen.

Damit den Schülern auch während der Dürrezeit genügend Wasser zur Verfügung steht (2,5 Liter am Tag), werden die Schulen mit Wassertanks von 5.000 Litern angefahren. Eine solche Lieferung kann mit 90 Euro durchgeführt werden.

>> Schenken Sie zu Weihnachten Bildung in Afrika: >> ZUM SPENDENFORMULARStichwort „AFRIKA“

Neue Sanitäreinrichtungen für das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kaijado County

Die Dusch- und Toiletteneinrichtungen im Schul- und Rettungszentrum in Kajiado County müssen dringend erneuert werden: Sie sind in einem schlechten Zustand und reichen nicht für die Anzahl an Schülerinnen aus. Die große Entfernung zum Hauptgebäude des Zentrums stellt darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die jungen Frauen dar. ADRA stellt neue und verbesserte Sanitäranlagen zur Verfügung.

Seit einigen Jahren unterstützt ADRA das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado County, das Mädchen und jungen Frauen der Massai Zuflucht vor Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung bietet. Darüber hinaus erhalten die derzeit 172 Mädchen Zugang zu Bildung und leben in einem sicheren und familiären Umfeld.

Allerdings sind die sanitären Anlagen der Schule mittlerweile völlig veraltet und unzureichend. Es gibt nur einen Toilettenblock ohne Handwaschanlage sowie eine provisorische Gemeinschaftsdusche mit sechs Duschplätzen. Deren Erneuerung ist aus hygienischer Sicht dringend notwendig. 172 Schülerinnen teilen sich fünf Toiletten, die zudem in schlechtem Zustand sind und deren Bodenplatte gefährdet ist, einzubrechen. Durch die fehlende Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, verbreiten sich Keime und Krankheitserreger schneller und Infektionen werden begünstigt. Krankheiten führen wiederum zu erhöhten Arztkosten und die Mädchen verpassen wichtigen Unterricht.

Die Lage der sanitären Einrichtungen stellen darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die Schülerinnen dar. Sie sind weit vom Hauptgebäude des Zentrums entfernt, was bedeutet, dass die Mädchen mehrmals täglich ohne den Schutz von Lehrern und Mitschülerinnen sind – und das in einem sensiblen Moment. Auch die brüchige Bodenplatte ist eine Gefahr für die Gesundheit der Mädchen.

Neue Sanitäranlagen für eine bessere Hygiene und erhöhte Sicherheit

Mit dem Bau von zwei neuen Toilettenblöcken und drei Duschblöcken am Haupthaus der Schule verbessert sich die sanitäre Situation wesentlich. Zwei Handwaschbecken sorgen außerdem für die nötige Handhygiene und beugen Krankheiten vor. Die größere Nähe schützt die Mädchen zudem vor Übergriffen auf dem Weg zu den Sanitäranlagen.

Ein solarbetriebener Warmwasserbereiter spart Kosten und schont die Umwelt, da nicht länger Feuerholz für die Erwärmung des Wassers genutzt werden muss. Ergänzt werden die Maßnahmen durch ein Hygiene-Training für die Schülerinnen, in dem Techniken beim Händewaschen, die Vermeidung von Krankheiten und das Thema Monatshygiene besprochen werden.

Projektlaufzeit: 01.05.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Ein Weg aus der Gewalt für Massai-Mädchen in Kenia

Unfreiwillige Frühverheiratung und Genitalverstümmelung von Mädchen sind bei einem Großteil der Massai in Kenia Teil der Tradition. Die jungen Mädchen und Frauen sind den gesundheitlichen und seelischen Folgen des sozialen Drucks oft hilflos ausgesetzt. ADRA unterstützt ein Schul- und Rettungszentrum in Kajiado, welches vor achtzehn Jahren ins Leben gerufen wurde, um junge geflüchtete Massai-Mädchen vor Gewalt und Zwangsverheiratung zu schützen.

Das Rollenbild der Frau bei den Massai hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert. Ihre Hauptaufgabe besteht darin zu heiraten, Kinder zu gebären und die Familien zu versorgen. Bei einer Hochzeit steht nicht das Wohlergehen der Braut im Vordergrund, sondern entscheidend ist der Brautpreis. Das Ritual der Genitalverstümmelung symbolisiert bei den Massai den Übergang vom Mädchen zur Frau und markiert eine neue soziale Stellung. Als Folgen der Genitalverstümmelung erleiden viele der Mädchen große Schmerzen und werden oft von Infektionen oder gar dem Tod bedroht.

SCHUTZ UND SICHERHEIT

Das adventistische Schul- und Rettungszentrum wurde eingerichtet, um Mädchen vor Gewalt, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung zu schützen. Im Jahre 2000 suchten vierzehn Mädchen im Zentrum von Kajiado Zuflucht – heute ist die Einrichtung ein Zuhause von etwa 170 Kindern. Das Zentrum ermöglicht ihnen Zugang zu Bildung, bietet Schutz und Sicherheit, medizinische Versorgung sowie ein familiäres, liebevolles Umfeld. ADRA unterstützt die bedürftigen Kinder mit Schulgeldern und Bedarfsartikeln, ermöglicht Renovierungen der Gebäude und sanitären Anlagen und stellte die eigene Wasserversorgung durch den Bau eines Brunnens sicher. In Dürrezeiten hilft ADRA bei der Nahrungsmittelversorgung.

Kajiado County liegt in einer Region, welche unter chronischem Wassermangel leidet und von häufig wiederkehrenden Dürren gekennzeichnet ist. Aus diesem Grund war es lebensnotwendig für das Schul- und Zufluchtszentrum, die eigene Wasserversorgung durch den Bau eines Brunnens sicherzustellen. So konnte der Eigenbedarf der Schule sichergestellt, die allgemeine Hygienesituation verbessert und das Wasser auch zur Bewässerung landwirtschaftlicher Felder genutzt werden. Dies ermöglicht den Anbau von Gemüse- und Getreidesorten, welche die Selbstversorgungskapazität erhöht und durch den Verkauf von Überschüssen auf dem Markt das Einkommen der Schule aufbessert.

DAS SCHICKSAL VON NASHIPAE

Nashipae ist eines der Mädchen im Rettungszentrum. Sie kommt aus einer großen polygamen Familie, die in extremer Armut lebt. Ihre Eltern sind Analphabeten. Ihr Vater hat vier Frauen und 23 Kinder, davon sind elf Jungen und zwölf Mädchen. Den Schulbesuch hat er seinen Töchtern verboten. Seiner Ansicht nach ist es die Aufgabe seiner Töchter, durch den Brautpreis Wohlstand in die Familie zu bringen. Zwei von Nashipaes Schwestern wurden bereits im frühen Kindesalter verheiratet. Eine weitere Schwester, Reson, ist ebenfalls früh verheiratet worden, konnte jedoch rechtzeitig durch eine Aktivistin gerettet und im Schul- und Rettungszentrum von Kajiado untergebracht werden. Nun befinden sich die beiden Schwestern, Nashipae und Reson, in Sicherheit und besuchen dasselbe Schulzentrum, das sie gleichzeitig vor Zwangsverheiratung schützt.

 

Projektlaufzeit: 01.01.2015 – 31.12.2018

ADRA ist Mitglied im Netzwerk Integra, das sich für die Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung einsetzt.
>> Zur Webseite von Integra [externer Link]