ADRA hilft nach Überschwemmung in Kolumbien

Bei schweren Überschwemmungen und folgenden Erdrutschen in Mocoa, im Südwesten Kolumbiens, sind nach bisherigen Angaben mindestens 254 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Zirka 200 Menschen werden noch vermisst. Mindestens 1.200 Menschen sind direkt durch das Unglück betroffen.

Wasserleitungen wurden zerstört und der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist nur eingeschränkt möglich. Fast 80 Prozent der Straßen in Mocoa sind nur schwer passierbar. Hilfskräfte erreichen das Einsatzgebiet nur per Boot und die Betroffenen können sich ohne fremde Hilfe nicht in Sicherheit bringen. Laut Vorhersagen wird es in den nächsten Tagen noch mehr regnen, wodurch Hilfseinsätze weiter erschwert werden.

ADRA hilft betroffenen Familien

ADRA ist vor Ort und verteilt an 275 betroffene Familie Matratzen, Bettlaken und Hygienepakete, bestehend aus Zahnpasta, Zahnbürsten, Kämmen, Seife, Deo, Damenbinden und Windeln. Außerdem wurde das Gelände der lokalen Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten den Regierungsbehörden als Lager zur Verfügung gestellt.

ADRA hilft nach Flut-Katastrophe in Peru

Anhaltende Regenfälle haben in Peru zu schweren Überflutungen geführt. Hunderttausende Menschen sind von der Katastrophe betroffen und mussten evakuiert werden. Strom- und Wasserversorgung wurden unterbrochen. Mehr als 70.000 Menschen haben ihre Häuser verloren. Mindestens 72 Menschen wurden getötet. Durch das starke Gefälle zwischen Anden und Küsten entstanden reißende Ströme, die zu zahlreichen Erdrutschen geführt haben.

ADRA hat gemeinsam mit anderen lokalen NGOs 84.212 Kilogramm Hilfsgüter und 31.527 Kilogramm Kleidung verteilt, die über Spendenaufrufe in den lokalen Medien gesammelt wurden. 36.150 Liter Wasser in Zisternen wurden in Media Mundo, im Distrikt José Leonardo Ortiz (Region Lambayeque) ausgegeben. Zusätzlich sind 35.736 Liter Wasser in Flaschen in acht städtischen und ländlichen Bezirken in den Regionen Lambayeque und Lima verteilt worden.

Zudem versorgte ADRA 2.900 Familien mit 5.300 Lebensmittelrationen und 8.909 Kilogramm ergänzenden Lebensmitteln in den Distrikten La Tinguiña, San José de Los Molinos, Chaclacayo, Chosica Metropolitan of Lima, Santa Eulalia, Ricardo Palma, Pimentel, Jayanca, Chiclayo, La Victoria und José Leonardo Ortiz.

Wetterextreme häufen sich

Es ist nicht das erste Mal, dass Peru von extremen Überflutungen getroffen wird. Das Land kämpft seit Jahren mit schwankenden Wetterbedingungen, die unter anderem durch die Klimaphänomene „El Niño“ und „La Niña“ ausgelöst werden.

Hochwasserhilfe in Hessen und Baden-Württemberg

Im Frühjahr überfluteten Wassermassen ganze Ortschaften in Hessen und Baden-Württemberg und zerstörten die Existenzen vieler Menschen.

Mit diesem Projekt hilft ADRA denjenigen Familien, die aufgrund eines fehlenden Versicherungsschutzes die Trocknungskosten des eigenen Gebäudes nicht selbst tragen können. Hierfür stellt ADRA eigene Bautrockner inklusive Trocknungsservice zur Verfügung. Die Trockner bleiben solange im Einsatz, bis die Wände keine Feuchtigkeit mehr abgeben. Das kann bis zu acht Wochen dauern. Wenn Haushalte bereits Firmen mit der Trocknung der eigenen Räumlichkeiten beauftragt haben, beteiligt sich ADRA anteilig an den Kosten.

Um das Risiko zukünftiger Hochwasser zu senken, installiert ADRA außerdem Rückstauverschlüsse in Gebäuden bedürftiger Haushalte. Diese Rückstauverschlüsse können das Überfluten von Gebäuden durch die Kanalisation verhindern.

Mit diesem Projekt wird zirka 50 hochwassergeschädigten Haushalten in Hessen und Baden-Württemberg ohne Versicherungsschutz geholfen.

Projektlaufzeit: 15.06.16 – 15.12.16

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Hilfe gegen den Hunger in Simbabwe

Laut den Vereinten Nationen zählt der El Niño 2015/2016 zu den drei extremsten seit 1950. Simbabwe leidet bereits das zweite Jahr in Folge unter großer Dürre, die vom Wetterphänomen El Niño verursacht wird. Drei Millionen Menschen sind von der aktuellen Dürre betroffen. Rund achtzig Prozent der Ernte bleiben aus, was die ohnehin schlechte Ernährungssituation der Bewohner Simbabwes noch verschlimmert, denn in Simbabwe leidet bereits jedes dritte Kind unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Vielen Kleinbauern fehlt es an Wissen, um effektivere und klimaangepasste Anbaumethoden anzuwenden. Wegen des ausbleibenden Regens herrscht zudem auch Wassermangel. Die Menschen sind deshalb gezwungem, aus unsicheren Wasserquellen zu trinken – das erhöht das Risiko für den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen.

Klimaresistenter Anbau

Die Distrikte Gokwe North und Mbire gehören zu den am stärksten von der Nahrungsmittelknappheit betroffenen Regionen des Landes. Aufgrund dessen verteilt ADRA Nahrungsmittel an Kinder und schwangere sowie stillende Frauen der Distrikte. Langfristig werden besonders die Kleinbauern in die Lage versetzt, ihre eignen Lebensmittel nachhaltig zu produzieren. Hierfür vergibt ADRA Saatgut sowie Düngemittel und informiert die Menschen über klimaresistente und nachhaltige Anbaumethoden. Dabei wird beachtet, zukünftig verstärkt Sorten zu säen, die extremer Trockenheit standhalten.

Bessere Hygiene schützt vor Krankheiten

Um der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen, leistet ADRA Aufklärungsarbeit rund um das Thema Hygiene. Dies geschieht beispielsweise in Form von kleinen Theateraufführungen, Kampagnen, dem Aushang von Plakaten und der Verbreitung von Informationen bei Dorfversammlungen. Durch kleinere Bohrungen, die den Zugang zum vorhandenen Grundwasser freilegen, verschafft ADRA den Menschen Trinkwasserquellen.

Das Projekt kommt rund 12.300 Menschen zugute und macht sie widerstandsfähiger gegen Klimaschwankungen.

Projektlaufzeit: 01.06.16 – 31.05.17

Dieses Projekt wird gefördert durch: 

Nach der Flut – ADRA hilft Hochwasser-Opfern

Raumtrockner
Sintflutartige Regenfälle haben in den vergangenen Wochen weite Teile Deutschlands überschwemmt. Neben Bayern und Baden-Württemberg sind auch Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen betroffen. Dort überfluteten Wassermassen ganze Ortschaften, rissen alles mit sich und zerstörten die Existenzen vieler Menschen. ADRA Deutschland unterstützt die Hochwasser-Opfer dabei, das entstandene Chaos zu beseitigen, damit sie wieder Mut schöpfen und in ihren Alltag zurückkehren können.

Um überschüssige Feuchtigkeit aus den vom Hochwasser betroffenen Gebäuden zu entfernen, stellt ADRA Deutschland Städten und Gemeinden Raumtrockner, Heizlüfter und Hochdruckreiniger zur Verfügung. In Baden-Württemberg haben bereits mehrere Stadtverwaltungen dieses Angebot angenommen. ADRA verfügt über rund 300 Industrieraumtrockner in unterschiedlichen Größen. Bei Bedarf werden den betroffenen Kommunen und Landkreisen, die sich jederzeit an ADRA wenden können, diese Raumtrockner zur Verfügung gestellt.

Anfragen bitte direkt an den ADRA Deutschland-Soforthilfekoordinator Gabriel Schönfeld richten unter 06151/8115707 oder per E-Mail an gabriel.schoenfeld@adra.de.