BEKÄMPFUNG DER DÜRRE IM SÜDWESTEN SOMALIAS

Dürre in SomaliaSomalia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Neben bewaffneten Konflikten herrscht in Teilen des Landes zusätzlich eine Nahrungsmittelknappheit, ausgelöst durch extreme Dürre.
Im Somalia Resilience Program verpflichteten sich sieben internationale NGOs gemeinsam mit der somalischen Regierung ein Resilienzmodell zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit aufzubauen. ADRA und seine Partner wollen dadurch die Folgen der Dürre mildern und die Widerstandsfähigkeit gegen künftige Dürren stärken.

Die Maßnahmen, die ADRA in Somalia durchführt, werden partizipativ mit der Bevölkerung geplant und umgesetzt. Zu den Aktivitäten gehören unter anderem die Verteilung von landwirtschaftlichen Gütern, gemeinschaftliche Initiativen zur Nutztiergesundheit und der Bau bzw. Modernisierung wichtiger Wasserentnahmestellen. Wir wollen die Menschen in Somalia dabei unterstützen, sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen und sich langfristig selbst zu versorgen.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA in Somalia: Spendenstichwort „Bildung“ oder online direkt über das Spendenformular.

Projektlaufzeit: 06/2019 – 11/2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Zuverlässige Trinkwasserversorgung für Schulzentrum in Kenia

Das Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Doch schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Der Bau eines Brunnens sorgt für eine zuverlässige Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. So auch in dem von ADRA unterstützten Schul- und Rettungszentrum Kajiado. Da der nächstgelegene Brunnen nicht funktionstüchtig ist, war das Zentrum auf mobile Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen: eine kostspielige und nicht nachhaltige Angelegenheit. Nach Probebohrungen wurde jedoch ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden und ein eigener Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum gebaut.

Nachhaltige Versorgung durch einen Brunnen und Wasserbehandlung

Das Wasser aus dem neuen Brunnen, der mit einer Solarpumpe ausgestattet ist, kann nun zur persönlichen Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Es wird mittels sogenannter Umkehrosmose aufbereitet. Auf diese Weise wird der Salz- und Fluoridwert stark reduziert, was die Wasserqualität und Verträglichkeit steigert; sowohl für den Gebrauch als Trinkwasser als auch für die Bewässerung der Nutzpflanzen.

Projektlaufzeit: 15.09.2018 – 31.12.2018

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Existenzgrundlagen für Kleinbauern auf Fidschi

Auf den Fidschi-Inseln werden Landwirte und lokale Gemeinschaften mit Schulungen und dürreresistentem Saatgut dabei unterstützt, widerstandsfähiger gegenüber Dürrebedingungen zu werden.

Die Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht, von denen die sozioökonomische Entwicklung beeinträchtigt wird. Um die Menschen besser für kommende Naturkatastrophen zu wappnen, hilft ADRA Landwirten und lokalen Gemeinschaften in den Nord- und Westprovinzen Fidschis, die Ernährungsunsicherheit zu verringern. Die Menschen sollen anpassungsfähiger und widerstandsfähiger an Dürrebedingungen werden. Hierfür werden in der Landwirtschaft dürreresistentes Saatgut gepflanzt, Bewässerungstechniken vermittelt, Gärten angelegt und Schulungen rund um das Thema Ernährung und Nahrungsmittelzubereitung gegeben. Auch die Kapazitäten der landwirtschaftlichen Methoden der Bauern werden gestärkt. Dies erfolgt durch die Vermittlung klimaresistenter landwirtschaftlicher Methoden, die Verteilung von landwirtschaftlichen Gerätschaften und Düngemitteln.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 – 31.10.2020

Dieses Projekt wird gefördert durch 

ADRA unterstützt in der anhaltenden Dürre in Somalia

Eine erneute Dürreperiode hat die kritische Situation in Somalia noch verschärft: Hunger und Unterernährung bedrohen die Menschen. Auch Krankheiten wie Cholera und Masern grassieren. ADRA unterstützt die Bevölkerung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Hygienemaßnahmen.

Die anhaltende Dürre in Somalia hat hunderttausende Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und in anderen Regionen Somalias oder im benachbarten Äthiopien Zuflucht zu suchen. Im vergangenen Jahr hat sich die Lage erneut verschärft: Die Regenzeit zwischen März und Mai war deutlich trockener als gewöhnlich. In ganz Somalia ist rund ein Drittel weniger Regen heruntergegangen, in den besonders betroffenen Gebieten sogar nur die Hälfte der üblichen Menge. Die Folgen für die Bevölkerung sind dramatisch, da die Nahrungsmittel schon bisher knapp waren. Die Bedrohung durch Hunger und Unterernährung steigt nochmals enorm. In der Bay-Region wird davon ausgegangen, dass die Ernte komplett ausfällt und das Vieh die Dürre nicht überlebt.
Und auch das vorhandene Wasser birgt Gefahren: Durch Verunreinigung können sich Krankheiten ausbreiten. So wurden zum Beispiel bis Mitte des Jahres 2017 rund 51.000 Cholerafälle registriert.

Trinkwasserverteilung und Erweiterung von Brunnen

Um die Menschen in Somalia gegen diese vielfältigen, kritischen Bedrohungen zu stärken, ist ADRA hier in drei Bereichen tätig: in der Versorgung mit Trinkwasser, der Sicherstellung der Ernährung sowie der Verbesserung von Hygieneversorgung und -praktiken.
In den besonders trockenen Monaten zwischen Juli und September wurden rund 10.800 Menschen mittels Gutscheinen täglich mit Trinkwasser versorgt. Ein öffentlicher Brunnen wurde erweitert und mit einem Leitungssystem ausgerüstet, mit dessen Hilfe drei weitere Siedlungen dauerhaft versorgt werden können. Darüber hinaus wurden zehn Brunnen gereinigt, gewartet und Gesundheitsstationen mit Chlor versorgt, damit diese ihr Wasser behandeln können.

Schulungen und Materialien für eine bessere Hygienesituation

Verbesserte Hygienemaßnahmen helfen dabei, die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Masern effektiv zu bekämpfen. Aus diesem Grund bildet ADRA 50 Hygienepromoter aus, die gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Arbeitspläne zum Thema Hygiene ausarbeiten. Diese beinhalten beispielsweise Besuche bei Familien, um wichtiges Wissen zur sicheren Lagerung und Behandlung von Trinkwasser sowie zur Abfallentsorgung weiterzugeben. Durch Radiospots und unterstützendes Informationsmaterial erreicht dieses Thema eine noch größere Anzahl an Haushalten. Hygiene-Sets für Privathaushalte und speziell für Frauen helfen dabei, die gelernten Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Lebensmittelversorgung für tausend Haushalte

Im Bereich Ernährung erhalten 1.000 Haushalte monatlich über einen Zeitraum von vier Monaten Gutscheine, mit denen Lebensmittel gekauft werden können. Sie werden darüber hinaus mit Gutscheinen versorgt, die keiner Einschränkung unterliegen, und mit denen eine eventuell noch größere Not als der Mangel an Nahrungsmitteln behoben werden kann.

Im Fokus: besonders bedürftige Personengruppen

Die von ADRA in diesem Projekt unterstützten Menschen sind zum größten Teil Binnenflüchtlinge. Da der humanitäre Bedarf sehr viel größer ist als die zur Verfügung stehenden Mittel, liegt der Fokus auf besonders bedürftigen Personen. Dies sind vor allem Haushalte, die von Frauen oder sogar Kindern geführt werden, Haushalte mit Kindern unter fünf Jahren sowie Schwangere und stillende Mütter.

 

Projektlaufzeit: 01.02.17 – 08.02.18.

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ADRA stärkt kenianische Kinder und Familien gegen die Dürre

Bereits mehrere Jahre in Folge ist das kenianische Kajiado County stark von Dürreperioden betroffen. Die Bevölkerung hungert und manche Kinder erhalten einzig in der Schule eine Mahlzeit. Durch die Verteilung von Lebensmitteln an 235 Haushalte verbessert ADRA ihre Situation und unterstützt sie dabei, weiterhin die Schule besuchen zu können.

Immer öfter und immer stärker treten Dürren in Kajiado Country auf. Hierdurch ist die landwirtschaftliche Produktivität gesunken, viele Nutztiere sind verendet. Infolgedessen leidet die Bevölkerung immens Hunger. Und auch durch den Wechsel von Dürre- und Flutperioden sind Bauern in einem Kreislauf von Armut und schwindenden Ressourcen gefangen.

Im Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado sowie in der Bisil-Schule werden Mädchen von ADRA unterstützt, die vor Gewalt, Zwängen und insbesondere Genitalbeschneidung innerhalb ihrer Ethnie flohen. Sie stammen aus Familien, für die es enorm schwierig ist, sich Mahlzeiten zu leisten. Durch die Dürreperioden hat sich ihre Situation noch verschärft. In der Hoffnung auf Unterstützung wenden sich sowohl die Mädchen als auch ihre Mütter an die Schulen.

Seit Anfang des Jahres unterstützt ADRA 235 Haushalte, deren Kinder das Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado oder die Bisil-Schule besuchen, mit Nahrungsmitteln. Dies ist zunächst für den Zeitraum von drei Monaten angesetzt, nach dem es wieder zu Regenfällen kommen soll. In dieser Zeit erhalten die Haushalte jeden Monat eine Nahrungsmittelration aus Maismehl, Weizenmehl, Reis, Bohnen, Öl, Zucker und Salz.

 

Projektlaufzeit: 15.01.18 – 31.05.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Anpassung an Klimaveränderungen verbessert die Ernährungssituation im Osten Kenias

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. Die Ernten der Kleinbauern können ganzjährig die Familien nicht ausreichend ernähren, Unterernährung und Hungerkrisen sind die Folge. ADRA ist an sechs Standorten in Kenia aktiv, um die Ernährungssicherheit mit Bewässerungssystemen langfristig zu verbessern.

Die Flüsse in Mwingi Central im County Kitui führen nur während der sporadischen und unsicheren Regenzeiten ausreichend Wasser. Die natürliche Vegetation besteht aus Trocken- und Dornensavanne. Der Großteil der hier lebenden Bevölkerung gehört der Ethnie der Kamba an, der viertgrößten Ethnie Kenias. Sie haben eine lange Tradition als zuverlässige Händler zwischen Küste und dem Binnenland, die sesshaften Kamba leben zu 80 Prozent als Kleinbauern von den Produkten, die sie auf ihren Feldern anbauen. Hauptanbaufrüchte sind Mais, angepasste Sorghum- und Hirsearten und verschiedene Bohnensorten. Dabei ist der Anbau aufgrund der trockenen Lehm- und Sandböden schwierig. Die Felder sind nährstoffarm und die Weideflächen für Ziegen, Schafe und Rinder kaum nutzbar. Die Bevölkerung im Osten Kenias leidet wegen der Dürre immer wieder unter saisonaler Lebensmittelknappheit und ist von Hilfsgütern abhängig. Aufgrund der Bodendegradation, Überweidung und Umweltschäden wie dezimierte Waldbestände kommt es regelmäßig zu Unterernährung und Hungersnöten in dieser Region.

Nachhaltige Maßnahmen zur Wasserkonservierung

Das Projekt in County Kitui wurde von der Dorfbevölkerung initiiert und partnerschaftlich von ADRA geplant. Entlang des Flussbettes werden an sechs Standorten jeweils ein Sanddamm- und Bewässerungssysteme für 500 Gärten angelegt. 3.000 Kleinbauern der ärmsten Dörfer können durch dieses Wassergewinnungsverfahren ihre Böden und Felder ertragreicher bewirtschaften und die Produktion für den Eigenbedarf und den Verkauf steigern. 300 Haushalte profitieren von den Umweltschutzmaßnahmen und 120 Hektar degradierte Landflächen werden durch Wiederaufforstung und Bodenanreicherungstechniken zum Anbau von Feldfrüchten nutzbar gemacht. Zur Unterstützung werden 15 Dorf-Marketinggruppen sowie 50 Dorf-Spargruppen gegründet. 1.300 Haushalte können ihr Einkommen dadurch zusätzlich steigern. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit setzt das Projekt auf Partizipation und Kooperation mit der Bevölkerung vor Ort. Der Aufbau von Kapazitäten zum Thema Umwelt- und Ressourcenschutz befähigt die Kamba, langfristig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können und ihre unsichere Ernährungssituation zu stabilisieren.

 

Projektlaufzeit: 01.12.17 – 31.10.20

Dieses Projekt wird unterstützt von:

ADRA hilft Burkina Faso in der Hungerkrise

Das „Land der aufrichtigen Menschen“ ist vom Hunger bedroht. Häufige und lange Dürreperioden und ausgelaugte Böden zerstören die Lebensgrundlage der Bevölkerung in der gesamten Sahelzone. In Burkina Faso leiden 7 Millionen Menschen unter der akuten Nahrungsmittelkrise. ADRA unterstützt 40 Dörfer im Norden des Landes dabei, die Nahrungsmittelversorgung zu stabilisieren und die Lebensbedingungen an den Klimawandel anzupassen.

Das westafrikanische Land ist ein friedliches. Gewalt und wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen den rund 60 Ethnien gibt es im früheren Obervolta so gut wie nicht. Die Gesellschaft ist beispielhaft dafür, dass verschiedene Ethnien und Religionen friedlich und tolerant miteinander leben. Dagegen sind in großen Teilen der Sahara und der Sahelzone bewaffnete und radikale Gruppierungen unterwegs. So auch in Mali. Die instabile Situation wirkt sich auch auf die Sicherheitslage in Burkina Faso aus. Tausende Flüchtlinge aus Mali suchen in Burkina Faso Schutz und Nahrung. Das erschwert die ohnehin schwierige Ernährungslage. Fruchtbares Land für die Landwirtschaft ist knapp, daher werden die nutzbaren Böden übernutzt und sind ausgelaugt – doch für 80 Prozent der Bevölkerung bildet die Landwirtschaft ihre Lebensgrundlage. Zur Selbstversorgung bauen sie vor allem Mais, Reis, Weizen und Maniok an. Es gibt wenige andere Nahrungs- und Erwerbsquellen.

Klimawandel erschwert die Nahrungsmittelproduktion

Die Sahelregion ist stark vom Klimawandel betroffen. Extreme lange Trockenheitsperioden wechseln sich mit Überschwemmungen ab. Durch die starke Austrocknung werden die Böden hart und können Wasser kaum aufnehmen. Beide Klimaextreme zerstören die Ernten und verstärkt auftretende Heuschreckenplagen ebenso. Darum steigen die Preise sogar für Grundnahrungsmittel stark an. Das Hauptproblem Burkina Fasos ist die Armut. Über 40 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Laut der UN gehört dieser Staat zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, er belegt Rang 183 von 188 Ländern. (HDI 2015). 64 Prozent der Bevölkerung leiden an Hunger und rund 30 Prozent der Kinder sind unter- und mangelernährt. Das trifft mehrere Kinder einer Familie, bekommt doch jede Frau durchschnittlich acht Kinder.

ADRA verbessert die Ernährungs- und Einkommenssituation im Norden des Landes

Bedingt durch ein hohes Bevölkerungswachstum und der klimatischen Bedingungen ist Burkina Faso auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Die Kosten dafür sind aufgrund der Binnenlage des Landes sehr hoch. Für die Ernährung der Bevölkerung und für die Bekämpfung der Armut spielt die eigene landwirtschaftliche Produktion eine große Rolle. In vier ländlichen Gemeinden der Provinz Soum im Norden Burkina Fasos führt ADRA ein Projekt zur Ernährungssicherung durch. Dieses wird gemeinsam mit den Begünstigten geplant und durchgeführt, um zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen. Aus den Gemeinden Djibo, Pobé, Mengao, Kelbo und Tongomayel werden 200 Personen, davon mindestens 40 Frauen, ausgebildet. Sie erhalten Schulungen zu verbesserten Produktionstechniken in der Landwirtschaft und im Farmmanagement. Die Landwirtschaft wird damit an die Klimabedingungen angepasst und widerstandsfähiger gemacht. Durch Wissensvermittlung wird der Schutz der Böden sowie der Umwelt aktiviert. Die Ausgebildeten wirken als Multiplikatoren und können ihr Wissen an andere Kleinbauern weitergeben.

 

Projektlaufzeit: 01.07.17 – 31.07.20

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