Spendenlauf nach Darmstadt: ProjektZwanzig22

Die drei Sportler Frank, Marco und Philipp sind begeisterte Läufer. Gemeinsam haben sie das „ProjektZwanzig22“ ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2022 wollen sie in jedem Jahr einen großen Benefizlauf absolvieren. In diesem Jahr zugunsten von ADRA Deutschland.

Am 28. & 29. März ist es so weit, Frank, Marco und Philipp starten im süddeutschen Achern und legen 180 Kilometer zurück. Ziel des Laufs ist die ADRA Deutschland Zentrale in Weiterstadt. Auf der letzten Etappe von Darmstadt nach Weiterstadt bekommen die Drei Unterstützung von Mitarbeitern und Freunden von ADRA.

Die gesammelten Spenden fließen in Projekte zugunsten der Kinder in Albanien und Jemen.

Seit 2014 leidet die Bevölkerung unter einem furchtbaren Bürgerkrieg. Über 80 Prozent der Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Kindersterblichkeit nimmt dramatisch zu. ADRA ist im Jemen aktiv, um das Leid zu lindern und hilft mit Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Ein Schwerpunkt der Hilfe kommt schwangeren Frauen, Neugeborenen und Kleinkindern zugute. Mehr…

Im November wurde der Balkan von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag in Albanien, nahe der Hauptstadt Tirana. ADRA ist im betroffenen Gebiet mit Bildungsprojekten unterwegs. Nach dem Erdbeben leistet ADRA Katastrophen- und Nothilfe. Mehr…

„Wir sind froh, dass Frank, Marco und Philipp uns für ihren Spendenlauf ausgesucht haben. Im Namen der Kinder in Albanien und im Jemen danken wir ihnen von ganzem Herzen“ sagt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland.

Unterstützen auch Sie die Spendenaktion unter https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=sldfd

Erdbeben in Albanien: Die Hilfe läuft an!

So schlimm wie diesen Dienstag war es noch nie. Albanien hat in den letzten zwei Jahren häufiger Erdbeben erlebt, das Beben von Dienstag war das schwerste Erdbeben seit 1926.

In den frühen Morgenstunden traf ein Erdbeben der Stärke 6,4 den Balkanstaat. Die Auswirkungen waren bis nach Italien zu spüren. Nach offiziellen Angaben sind 23 Menschen ums Leben gekommen und über 600 Verletzt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt oder beschädigt. Auch ein Projekt von ADRA Deutschland ist betroffen.

Die Roma-Gemeinschaft in der Stadt Fushe Kruja, nahe des Epizentrums des Bebens, ist auch betroffen. Von elf Familien ist ihr zu Hause so stark zerstört, dass sie die Nacht im Freien, draußen in der Kälte, verbringen mussten. Insgesamt sind 43 Familien auf Hilfe angewiesen. ADRA nimmt sich der marginalisierten Minderheit der Roma besonders an und versorgt die Familien mit Essen, Zelten, Kleidung, Matratzen und Decken. Neben der Nothilfe beginnen parallel weitere Bedarfsanalysen, um den genauen Hilfebedarf zu ermitteln und die betroffenen Familien zielgerichtet zu versorgen.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für Albanien mit einer Spende unter dem Stichwort „Erdbeben Albanien“. Mehr dazu unter www.adra.de/spendenformular

Das ADRA-Projekt:
In der Stadt Fushe Kruja betreibt ADRA Deutschland seit 2017 ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Roma-Familien. Die Eltern erhalten Alphabetisierungskurse und werden für Kinderrechte und den Wert von Bildung sensibilisiert. Die Kinder erhalten Zusatzunterricht und Nachhilfeunterricht. Mehr zu dem Projekt unter https://adra.de/bildung-fuer-marginalisierte-in-albanien/.

Die Arbeit von ADRA Deutschland in Albanien wird unterstützt durch das Auswärtige Amt.

Zerstörtes Gebäude in der Stadt Thumana (c) ADRA Albanien

ADRA erhält Town & Country Stiftungspreis

Mit einem Sommercamp unterstützt ADRA Kinder aus Roma-Familien in Albanien. Es beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm, bei dem Schulstoff wiederholt und an den Schwachstellen der Schüler gearbeitet wird. Zudem finden zahlreiche soziale und sportliche Aktivitäten statt. Für dieses Engagement wurde der Verein nun mit 1.000 Euro durch die Town & Country Stiftung gefördert.

Der ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 gegründet und steht für Adventist Development and Relief Agency. Der Verein leistet Entwicklungs- und Katastrophenhilfe auf der ganzen Welt. Mit der Spende soll ein Sommer-camp für Roma-Kinder in Albanien unterstützt werden. Die Kinder erhalten ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sie Schulstoff wiederholen und an ihren Schwachstellen arbeiten können. Zudem finden zahlreiche soziale und sportliche Aktivitäten statt. Ziel ist es, die Kinder weiterhin zu ermutigen, in die Schule zu gehen. Die Zahl der Schulabbrüche bei albanischen Roma-Kindern ist sehr hoch.

Michaela Sierra Lois, Botschafterin der Town & Country Stiftung, übergab den symbolischen Spendenscheck und sagte über das Projekt: „Durch das Sommercamp werden das Selbstbewusstsein und verschiedene Kompetenzen der Kinder gestärkt. Das ist ein wichtiger Grundstein, um sich in eine Gesellschaft integrieren zu können.“

Die Town & Country Stiftung vergibt 2018 zum sechsten Mal in Folge den Town & Country Stiftungspreis. Ein wesentliches Anliegen der Stiftung und der Botschafter ist die Unterstützung und Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Das soziale Engagement aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen von ADRA Deutschland e.V. verhelfen den Betroffenen zu mehr Chancengleichheit.

Der 6. Stiftungspreis beinhaltet Spenden in einer Gesamthöhe von fast 600.000 Euro. Es werden 500 Einrichtungen, die die Auswahlkriterien erfüllen, mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Aus allen nominierten Projekten wählt eine unabhängige Jury das herausragendste Projekt pro Bundesland, welches mit einem zusätzlichen Förderbetrag von 5.000 Euro prämiert wird. Die Auszeichnung findet im Herbst 2018 anlässlich der Town & Country Stiftungsgala statt.

Ein neuer Schulhof für Kinder in Albanien

Bei starken Regenfällen steht der Schulhof der nordalbanischen Schule „Hajdar Hoxha“ regelmäßig wochenlang unter Wasser. Schüler und Lehrer können hierdurch das Gebäude nicht betreten und der Unterricht fällt aus. ADRA saniert den Hof, damit wieder durchgängig Unterricht stattfinden kann.

In der Region Kruja im Norden Albaniens unterstützt ADRA Kinder aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen dabei, besser in das Bildungssystem integriert zu werden. Lehramtsstudierende bieten Zusatzunterricht für die Kinder an und widmen sich möglichen Lernschwierigkeiten. Eine der Schulen, in denen ADRA dieses Projekt durchführt, ist die Schule „Hajdar Hoxha“ im Dorf Larushk, 18 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Tirana gelegen. Sie hat zehn Klassenräume sowie einen Kindergarten und wird von insgesamt 300 Kindern von sechs bis 16 Jahren bzw. drei bis fünf Jahren besucht. Die Schule ist eine der ärmsten Schulen in der Gegend. Ihr Schulhof ist in einem sehr schlechten Zustand und wird bei starken Regenfällen schnell überflutet. Damit ist es für Schüler, Lehrer und Eltern unmöglich, in das Gebäude zu kommen. Der Unterricht fällt aus – ein Zustand, der mehrere Wochen andauern kann.
Da der Boden des Schulhofs außerdem ungleichmäßig und mit Löchern übersät ist, fehlt es auch an einem angemessenen und sicheren Sport- und Pausengelände. Aus Platzmangel können die Kinder auch nicht in das Innere des Schulgebäudes für ihre Sportaktivitäten ausweichen.

Eine neue Bepflasterung, Lindenbäume sowie Sitzbänke für den Schulhof

Um den Zugang zur Schule und somit die Bildung der Kinder sicherzustellen, saniert ADRA den Schulhof der „Hajdar Hoxha“-Schule. Dazu gehört unter anderem das Bepflastern des Hofes, das Begrünen der Böschung, das Pflanzen von Lindenbäumen sowie die Installation von Bänken, kleinen Abfalleimern und mehr. Eine Drainage sorgt für die Nachhaltigkeit des Projektes: So wird der Bereich vor der Schule nicht mehr überflutet und die Kinder können ihn bei jeder Wetterlage betreten. Gleichzeitig profitieren die Schüler von einem besseren Lernumfeld, da der Schulhof für Sport und die Pausenzeiten genutzt werden kann und sie sich infolgedessen im Unterricht besser konzentrieren können. Weitere Maßnahmen, um das Lernumfeld zu verbessern, sind geplant.

 

Projektlaufzeit: 01.03.18 – 31.08.18

Bildung durch ehrenamtliche Studenten

In der Region Krujas in Nordalbanien leben viele marginalisierte Gruppen. Unter ihnen gibt es viele Analphabeten, insbesondere Frauen die dazu neigen, sehr früh zu heiraten. Kulturell bedingt führt dies dazu, dass sie die Schule abbrechen. Die hohe Anzahl der Analphabeten wirkt sich auf kommende Generationen aus, die durch mangelnde Bildung und Unterstützung von ihrem Elternhaus wiederum früh die Schule abbrechen. ADRA unterstützt betroffene Kinder, innerhalb des Bildungssystems integriert zu werden und somit eine Zukunft mit Perspektive zu erhalten.

Die Kluft zwischen marginalisierten Gruppen und reicheren Bevölkerungsschichten in Albanien ist groß. Dazu kommt, dass eine große Diskrepanz zwischen den Bewohnern von städtischen und ländlichen Gebieten, speziell zwischen Roma und den Hauptgruppen der Bevölkerung herrscht. Durch die schwache Herangehensweise der Regierung im Bereich des Bildungssystems wurde eine Umgebung geschaffen, in der die Integration von Minderheiten aber auch von benachteiligten Kindern durch Armut, Krankheit oder Behinderung nur sehr schwer gelingt. Ein weiteres bestehendes Problem in Albanien betrifft junge Leute nach Abschluss der Universität. Ihnen fehlt es an Möglichkeiten, ihr erworbenes Wissen während des Studiums praktisch anzuwenden. Aufgrund dessen sind sie direkt nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt kaum konkurrenzfähig.

STUDENTEN UNTERSTÜTZEN KINDER

Das Projekt von ADRA zielt darauf ab, die praktischen Kenntnisse junger Studierender und gleichzeitig Kinder aus marginalisierten Gruppen schulisch zu fördern. Aus diesem Grund werden beide Aspekte miteinander verbunden und Studenten unterstützen Kinder mit Lernschwierigkeiten durch ehrenamtliche Arbeit. Durch die Einbindung von Lehramtsstudierenden wird auf die Bedürfnisse von Betroffenen mit Lernschwierigkeiten aufmerksam gemacht und Zusatzunterricht für diese Kinder angeboten. Neben dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen wird auch an der sozialen Entwicklung der Jungen und Mädchen gearbeitet. Um den Studenten beizubringen, wie sie den betroffenen Kindern helfen können, erhalten sie durch ADRA Trainings und Schulungen. Durch das ehrenamtliche Engagement wird ihnen die Möglichkeit geboten, praktische Arbeitserfahrung zu sammeln. Das Risiko, nach Abschluss des Studiums in die Arbeitslosigkeit zu rutschen, wird damit verringert.

Neben dem Zusatzunterricht der Kinder werden auch deren Eltern miteinbezogen. Sie erhalten Informationen rund um das Thema Bildung und wie wichtig die schulische Förderung ist. Ihnen wird bewusst gemacht, welch großen Anteil die Unterstützung der Familie auf den Lernerfolg und die soziale Integration der Kinder hat.
Ziel des Projekts ist, den Kindern beim Absolvieren ihrer Schulpflicht zu helfen und sie aus dem Armutskreislauf und der Diskriminierung zu befreien.

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 31.12.18