Im Katastrophenfall schnell und effektiv Hilfe leisten

Aktion Deutschland Hilft mit ADRA

Gemeinsam bei Katastrophen Hilfe leisten – das ist das Ziel des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. Nach dem Zusammenschluss von neun deutschen Hilfsorganisationen vor knapp 18 Jahren ist das Bündnis mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen. „Zusammen wollen wir Menschen in der Not beistehen“, so Außenminister und Kuratoriumsvorsitzender Heiko Maas. ADRA ist Mitglied.

Im Einsatzfall koordinieren mittlerweile 23 Mitgliedsorganisationen ihre Maßnahmen, ergänzen ihre Kompetenzen und senken durch das gemeinsame Vorgehen die Kosten. Als Gründungsmitglied konnte ADRA schon zahlreiche Nothilfemaßnahmen mit Unterstützung des Bündnisses umsetzen. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz bei dem Taifun Haiyan auf den Philippinen 2013, die Projekte von „Gemeinsam für Flüchtlinge“ in der Flüchtlingskrise 2015 und die Nothilfe bei dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien im vergangenen Jahr. Durch das gemeinsame Auftreten in der Öffentlichkeit werden mehr Menschen erreicht und können über die Hilfsprojekte der Mitgliedsorganisationen informiert werden – so kennt man Aktion Deutschland Hilft zum Beispiel über die tagesschau. Die eingegangenen Spendengelder werden abhängig von Beteiligung und Größe unter den Organisationen aufgeteilt und kommen so dort an, wo sie dringend benötigt werden. (CLi)

https://www.aktion-deutschland-hilft.de/

Mangelnder Schutz von Helfern erschwert Arbeit von Hilfsorganisationen

©Timur Oczko/Auswärtiges Amt
Die Teilnehmer der Kuratoriumssitzung, darunter Außenminister Heiko Maas (Details siehe unten*).

— Pressemitteilung des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“, dem ADRA Deutschland e.V. angehört —

Auf der Kuratoriumssitzung von „Aktion Deutschland Hilft“ in Berlin mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Außenminister Heiko Maas berieten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen der humanitären Hilfe im Zusammenspiel der Akteure. Besonderer Fokus der Gespräche: Sicherheit humanitärer Helfer, die Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume, Lokalisierung von Hilfe und künftige Formen von Hilfe.

Außenminister Maas sagte: „Deutsche Nichtregierungsorganisationen leisten jeden Tag Hilfe, die Leben rettet. Dass humanitäre Helferinnen und Helfer dabei immer häufiger selbst zur Zielscheibe von Angriffen werden, können wir nicht hinnehmen. Deshalb wird der Schutz humanitärer Helfer und humanitärer Zugänge ein zentrales Anliegen unserer Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat sein.“ Er würdigte das humanitäre Engagement vieler Helfer und sagte, ihre Aufgabe könne nicht die Konfliktlösung in Krisengebieten sein. Hier müsse die Politik greifen und in den Dialog mit internationalen Autoritäten treten. Nur durch den Schutz humanitärer Helfer könne Hilfe auch ankommen.

179 Angriffe wurden allein von  Januar bis August 2018 verzeichnet. Handlungsspielräume von Hilfsorganisationen werden zunehmend eingeschränkt. Neben Gewalt behindern Drohungen und Diffamierungen die Arbeit der Helfer.

Künftiges Augenmerk liegt auf Stärkung lokaler Partner

Akute Krisen wie kürzlich der Taifun auf den Philippinen, aber auch  langwierige Krisenherde wie Jemen oder der Hunger in Afrika zeigen, wie wichtig es ist, Räume für Hilfe zu schaffen. „Unser Augenmerk liegt künftig insbesondere darauf, Partner vor Ort zu stärken“, erklärt Bernd Pastors, Vorstandsvorsitzender von „Aktion Deutschland Hilft“. „Wir möchten im Vorfeld von Katastrophen unterstützen, die Strukturen im Einsatz zu stabilisieren, damit Staaten und Bevölkerung gut vorbereitet sind.“ Gerade die aktuelle Katastrophe in Indonesien habe gezeigt, dass Länder zunehmend autark agieren, was der Aufgabe eines souveränen Staates entspräche.

Abschied langjähriger Kuratoren

Im Rahmen der Sitzung verabschiedete „Aktion Deutschland Hilft“ zwei Kuratoren: Volker Beck und Christoph Strässer. Beide ehemaligen Bundestagsabgeordneten bildeten seit den Anfängen des Kuratoriums mit vielfältigem Engagement einen festen Bestandteil des Bündnisses. Im Namen von „Aktion Deutschland Hilft“ sprach Ingo Radtke, Vorsitzender des Aufsichtsrats,  den langjährigen Kuratoren einen Dank aus.

 

*Die Teilnehmer der Kuratoriumssitzung (v.l.n.r): Christian Molke (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Aktion Deutschland Hilft/Geschäftsführender Vorstand ADRA Deutschland), Michael Brand (MdB, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums von Aktion Deutschland Hilft), Bernd Pastors (Vorstandsvorsitzender Aktion Deutschland Hilft/Vorstandssprecher action medeor), Heiko Maas (Bundesminister des Auswärtigen, Vorsitzender des Kuratoriums von Aktion Deutschland Hilft), Rudi Frick (Vorstand Aktion Deutschland Hilft/Vorsitzender AWO International), Manuela Roßbach (Geschäftsführender Vorstand Aktion Deutschland Hilft) und Ingo Radtke (Aufsichtsratsvorsitzender Aktion Deutschland Hilft/Generalsekretär Malteser International). Foto: Timur Oczko/Auswärtiges Amt

>> Link zur Original-Pressemitteilung von Aktion Deutschland Hilft.

Flüchtlingskrise im Fokus der Kuratoriumssitzung von „Aktion Deutschland Hilft“

obs/Aktion Deutschland Hilft e.V/Kage
obs/Aktion Deutschland Hilft e.V/Kage
Am 8. Juni fand die jährliche Sitzung des Kuratoriums von „Aktion Deutschland Hilft“ im Willy-Brandt-Haus in Berlin statt. Die 25 Kuratoriumsmitglieder kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Recht, Medien und Gesellschaft. Unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Frank-Walter Steinmeier wurde über den ersten Humanitären Weltgipfel in Istanbul sowie über aktuelle politische und humanitäre Themen gesprochen.

Im Fokus des Dialoges standen die Themen Migration und Flucht und die damit verbundenen internationalen Herausforderungen. Nach Steinmeier belege die anhaltende Krise in Syrien, wie wichtig eine konkrete Unterstützung sei: „Seit Februar haben 800 000 Menschen humanitäre Hilfe bekommen. Politische Lösungsversuche und humanitäre Hilfe müssen Hand in Hand gehen. Damit humanitäre Hilfe ankommt bei den notleidenden Menschen, brauchen wir gut vernetzte und professionelle nichtstaatliche Hilfsorganisationen!“, so Steinmeier. Der Arbeit der NGO`s (Nichtregierungsorganisationen) vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH) sprach er seine Wertschätzung aus, auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt.

Unter den aktuellen Themen und den verschiedenen politischen Krisen bieten diese regelmäßigen Sitzungen von ADH eine gute Plattform, den Dialog zwischen Regierung und der Zivilgesellschaft zu fördern und sich über die aktuelle Weltlage sowie notwendige Maßnahmen auszutauschen. Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, betonte die angenehme Gesprächskultur zwischen den Sitzungsteilnehmern und die Solidarität Steinmeiers mit der Arbeit der NGO’s. Bundesaußenminister Steinmeier sitzt seit 2008 dem Kuratorium von „Aktion Deutschland Hilft“ vor.