Tsunami und Erdbeben in Indonesien: Hilfe wird ausgeweitet

Rund vier Wochen ist es her, dass in Indonesien die Erde gebebt und einen Tsunami ausgelöst hat. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben und die Schäden sind enorm. Nach der ersten Versorgung mit Notunterkünften weitet ADRA ab der kommenden Woche die Hilfe für die Betroffenen aus.

Nach dem Tsunami und dem Erdbeben der Stärke 7,5 ist auf Sulawesi nichts mehr wie zuvor. Unzählige Häuser, Brücken, Kirchen und Flughafengebäude wurden zerstört. Die Aufräummaßnahmen werden noch Monate in Anspruch nehmen. Doch auch die erste Hilfe kam an: Seit der Katastrophe konnte ADRA 605 Familien Materialen für Notunterkünfte zur Verfügung stellen. Diese bestehen aus zwei großen Zeltplanen, Seil, Nägeln, einem Hammer und einer Säge. Gemeinsam mit einem Partner konnten außerdem 1.000 Haushalte mit Zeltplanen versorgt werden. Die Verteilungen dauern weiter an, so dass letztlich 4.000 Familien zumindest vorübergehend ein Dach über dem Kopf haben und vor der anstehenden Regenzeit geschützt sind.

Der nächste Schritt: Die Nothilfe ausweiten

Zeitgleich zu den Sofortmaßnahmen hat das Team vor Ort weitere Hilfsmaßnahmen geplant, die in den ersten Novembertagen anlaufen werden. In 15 Dörfern in Zentral-Sulawesi werden bis Februar 2019 insgesamt rund 30.000 Menschen Lebensmittelunterstützung, Hygiene-Sets und weitere Zeltplanen erhalten. Denn die Situation ist nach wie vor kritisch: Unzählige Menschen haben kein Dach über dem Kopf und ihnen fehlen die einfachsten Dinge wie Handtücher, Zahnbürsten und Seifen. Die Märkte funktionieren nicht richtig, daher ist es besonders in entlegenen Gegenden schwierig, an Waren und Lebensmittel zu kommen. Der Mangel an Nahrung trifft besonders Kinder, Frauen und ältere Menschen hart. Durch beschädigte Wasserleitungen und verunreinigtes Wasser besteht außerdem die Gefahr von Ansteckungen.

Nahrungsmittel, Hygiene-Sets und Notunterkünfte für zehntausende Indonesier

Am dringendsten wird die Unterstützung im Bereich Ernährung benötigt. Daher werden 3.500 Haushalte in den Dörfern, insgesamt rund 14.000 Menschen, mit Nahrungsmitteln versorgt. Diese liefern einen ganzen Monat lang pro Person mindestens 2.100 kcal am Tag und beinhalten beispielsweise getrocknete Bohnen, Reis und mehr. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf sensiblen Haushalten, die am schwersten an Nahrung kommen. Wenn die Märkte wieder funktionieren ist geplant, bevorzugt Bargeld zu vergeben, da die Familien so die Lebensmittel erwerben können, die sie am dringendsten benötigen.

Darüber hinaus verteilt ADRA Hygiene-Sets und Wassereimer mit Schöpfkellen. 2.000 Familien erhalten diese Sets, die unter anderem Zahnbürsten, Seife, Waschlappen, Damenbinden und Handtücher beinhalten.

Auch in diesem Projekt werden Materialien für Notzelte verteilt. Damit erhalten weitere 2.000 Haushalte eine vorübergehende Unterkunft und Schutz. Haushalten, die von Frauen mit Kindern geleitet werden, älteren Menschen, Schwangeren und stillenden Müttern sowie Familien mit behinderten Familienmitgliedern wird hierbei der Vorrang gegeben.

Um die Hilfsmaßnahmen zu den Betroffenen in Indonesien zu bringen, ist ADRA weiterhin dringend auf Spenden angewiesen. Mit einer Summe von 68 Euro kann eine ganze Familie (4 Personen) einen Monat lang mit Nahrung versorgt werden. Ein Hygiene-Set kann schon für 24 Euro zur Verfügung gestellt werden. 35 Euro decken die Materialkosten für eine Notunterkunft für eine ganze Familie.
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Dieses Projekt wird gefördert durch: 

 

 

Nothilfe für die Betroffenen des Tsunamis in Indonesien

Zerstörte Gebäude, blockierte Straßen und ein eingeschränktes Kommunikationsnetz erschweren die Versorgung auf der indonesischen Insel Sulawesi, die vor einer Woche von einem starken Erdbeben und dem davon ausgelösten Tsunami getroffen wurde. ADRA stellt Notunterkünfte zur Verfügung, die betroffene Familien schützen.

In Indonesien ist die Situation nach dem verheerenden Tsunami und der immer wieder bebenden Erde weiterhin kritisch. 1.581 Menschen kamen ums Leben und unzählige werden vermisst. 2.549 wurden schwer verletzt und benötigen Versorgung, 65.733 Häuser wurden zerstört.

Schwieriger Einsatz durch beschädigte Infrastruktur

Die stark beschädigte Infrastruktur erschwert die Versorgung der Bevölkerung und humanitäre Hilfseinsätze, da Krankenhäuser, Häfen, Straßen und Flughafengebäude beschädigt oder zerstört wurden. Erdrutsche erschweren den Zugang zu der stark betroffenen Stadt Palu; Brücken sind zusammengebrochen.

Mittlerweile konnte der Betrieb des Flughafens und des Hafens in Palu wieder aufgenommen werden. Die Stromversorgung wird langsam wiederhergestellt. Manche Regionen sind jedoch nach wie vor gänzlich vom Netz abgeschnitten, was auch die Kommunikation stark einschränkt. Da das Benzin knapp wird, müssen die Menschen stundenlang an Tankstellen anstehen.

Da es den Menschen in der eng bewohnten Region an dem Nötigsten fehlt kommt es vermehrt zu Plünderungen.

Notunterkünfte für tausende Familien

ADRA ist mit einem internationalen Einsatzteam vor Ort, das erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet hat. Viele Menschen schlafen aufgrund ihrer zerstörten Häuser unter freiem Himmel. Die Angst vor den ständigen Nachbeben trägt dazu bei. Dazu beginnt in Kürze die Regenzeit und geschützte Unterkünfte werden dringend benötigt.

ADRA stellt in einem ersten Schritt 3.000 Familien Materialien für Notunterkünfte zur Verfügung. Diese bestehen aus zwei großen Zeltplanen, Seil, Nägeln, einem Hammer und einer Säge. Die daraus entstehenden stabilen Zelte sind groß genug, dass sie jeweils einer ganzen Familie Schutz bieten. Als Zeltstangen können lokale Materialien verwendet werden, wie z.B. Bambus. Der Transport dieser großen Mengen an Material ist durch die zerstörte Infrastruktur schwierig und zeitaufwändig.  ADRA sorgt dafür, dass die Hilfe so schnell wie möglich ankommt. Weitere Hilfsmaßnahmen werden zur Zeit vom Team vor Ort geplant.

Für den Einsatz der Zelte und auch weitere Hilfsmaßnahmen vor Ort ist ADRA dringend auf Spenden angewiesen. Mit einer Summe von 63 Euro kann einer ganzen Familie eine Notunterkunft zur Verfügung gestellt und sie vor der anstehenden Regenzeit geschützt werden. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Tsunami“: >> ZUM SPENDENFORMULAR

Der Einsatz wird von „Aktion Deutschland Hilft“ gefördert.
Als Mitglied von „Aktion Deutschland Hilft“ ist ADRA gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen des Bündnisses in Indonesien tätig.