Die Klimawende auf der Insel Koro

Koro ist eine kleine Vulkaninsel im Zentrum des Pazifiks. Sie gehört zum Inselstaat Fidschi. Die Region ist bei Touris­ten sehr beliebt, doch auf die Koro-Insel reisen nur wenige. Dies liegt nicht nur an der weiten Entfernung zur Hauptin­sel, sondern auch an den schweren Lebensbedingungen, die dort herrschen. Die Menschen auf der Insel leben in extremer Armut.

Infrastrukturen sind kaum vorhanden. Zudem haben sich in den letzten Jahren Unwetter- und Naturkatastrophen wie Überflutungen und Dürrephasen derart vervielfacht, dass die Ernährungssicherheitslage auf der Insel immer schlechter geworden ist. Ohne Hilfe von außen würden die Menschen verhungern. Koro ist eine der ärmsten Inseln Fidschis.
Als erste Hilfsorganisation hat ADRA dieses Jahr ein Hilfs­projekt auf der Insel gestartet, welches darauf abzielt, das Ein­kommen der dort lebenden Bevölkerung unmittelbar zu verbessern. Mittels Schulungen, finanzieller Unterstützung und Technologietransfer werden gemeinsam mit den Men­schen Zukunftsperspektiven entworfen. Gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften wird daran gearbeitet, eine „grüne“ Wirtschaft aufzubauen. Mit dem Ausbau entsprechender In­frastrukturen soll sanfter Tourismus als zusätzliche Einkom­mensquelle, neben der Landwirtschaft, gefördert werden. Durch Recycling soll eine nachhaltige Wirtschaft geschaffen werden. Ziel des Projektes ist es, die Herausforderungen des Klimawandels anzunehmen und gleichzeitig den Inselbewoh­nern zu helfen, die ersten Weichen für eine nachhaltige Ent­wicklung zu stellen.

  Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union.

 

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“ >> zum Spendenformular

„Ich fühle mich wieder wie ein Mensch!“

Die 70jährige Miriam aus Kenia ist dankbar für eure Hilfe, die sie von Mama Nagis, einer ADRA-Ehrenamtlichen, überreicht bekam. Zu lange hatte sie nicht genug zu essen und zu trinken, denn die Ernten sind aufgrund von Wetterextremen und einer verheerenden Heuschre­ckenplage in ganz Ostafrika knapp.

Nicht nur in Ostafrika, weltweit wirken sich Klimaveränderungen auf unsere Lebensgrundlagen aus. Auf der einen Seite gibt es Sorge um eine weitere Gefährdung der Natur und unseres Planeten. Auf der anderen Seite geht es um die Nutzung technischer Errungenschaften, um Le­bensqualität und Chancengleichheit. Unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen treffen aufeinander und haben jede für sich eine Berechtigung. Belege für einen „planetaren Notfall“ sehen führende Klimaforscher wie Hans Joachim Schellnhuber und Johan Rockström vom deutschen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung deutlich. Die Klimaexperten warnen vor bisher unterschätzten Kettenreaktionen und Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Ökosystemen auf­grund der Klimaveränderungen. Die Folgen treffen die Menschen welt­weit unterschiedlich, abhängig von ihrem Wohnort, der sozialen Stellung und ihrem Geschlecht. ADRA ist mit seinem weltweiten Netzwerk mit verschiedenen Projekten im Umwelt- und Naturschutz aktiv. Durch Maßnahmen wie Wiederaufforstung und Bodenanreiche­rungstechniken, Waldschutz, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Wasserspar- und Bewässerungstechniken werden kleinbäuerliche Fami­lien auf der ganzen Welt nachhaltig unterstützt. So wie Miriam. ,,Ich war verzweifelt, aber mir wurde geholfen. Danke liebe Spender, eure Liebe hat mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin!“

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“! >> zum Spendenformular

Nachhaltigkeitskonferenz

Die Nachhaltigkeitskonferenz von ADRA Deutschland findet, trotz Corona, am letzten Wochenende im August statt. Für die Durchführung haben wir ein Hygienekonzept erarbeitet.

Die Nachhaltigkeitskonferenz ist Teil eines entwicklungspolitischen Bildungsprojektes und beleuchtet Aspekte des großen Themas Nachhaltigkeit auf globaler und lokaler Ebene.  Das Thema der Nachhaltigkeit ist heute wichtiger denn je und spielt auch in der Arbeit von ADRA eine überaus wichtige Rolle. Dazu zählen nicht nur ökologische Aspekte, sondern ebenfalls soziale und wirtschaftliche Dimensionen. Es erwarten Sie/Euch spannende Vorträge und praktische Workshops zum Thema Nachhaltigkeit im alltäglichen Leben und in einer globalisierten Welt.

Inhalte sind unter anderem:

  • Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Zero Food Waste und Plastikvermeidung
  • Der Low Profit Ansatz für eine Postwachstumsökonomie
  • SDG’s, Konsum und Fairer Handel
  • Rund um Migration und Flucht
  • Umweltpsychologie – Wechselwirkung von Umweltfaktoren und menschlicher Psyche

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos! Anmeldefrist: Montag, 24. August.

Auch für ein gemeinsames Abend- und Mittagessen ist gesorgt.

Programmablauf (Änderungen vorbehalten):

Samstag, 29.08.2020:
Ab 17Uhr: Anreise und Akkreditierung
18:00Uhr: gemeinsames Abendessen
19:00Uhr: feierliche Eröffnung der Konferenz und Grußwort durch Christian Molke, Vorstandsvorsitzender von ADRA Deutschland e.V.
19:15Uhr: Vortrag unserer Keynote-Speakerin und ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul zu „Nachhaltigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit“
19:45Uhr: Talkrunde und Publikumsfragen
21:00Uhr: Ende Tag 1
Sonntag, 30.08.2020                                                           
09:30 Uhr Begrüßung und Vortrag
10:30 Uhr Workshop-Runde 1
11:30 Uhr Austausch/Diskussion bei Kaffee und Tee
12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen
13:00 Uhr Aktion
13:30 Uhr Einleitung zur Workshop-Runde 2
13:45 Uhr Workshop-Runde 2
14:45 Uhr Kaffee-/Teepause
15:00 Uhr interaktiver Impulsvortrag
16:00 Uhr Abschluss und Abreise

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA durch Ihre Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“ >> zum Spendenformular


Die Umwelt retten – ja bitte!

Am 05. Juni 1972 fand die erste internationale Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt in Stockholm statt. In Erinnerung an diese Konferenz wurde der 05. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Mit diesem Beitrag möchte ADRA Deutschland auf den Klimawandel und seiner Konsequenzen aufmerksam machen.

Mit der Fridays for Future-Bewegung ist das Thema Umwelt seit dem Jahr 2019 – vor dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie – wieder stärker in den Vordergrund der Öffentlichkeit gerückt.

Warum ist es aber so wichtig, die Umwelt zu schützen? Seit vielen Jahren wird darüber berichtet. Haben wir noch nicht genug getan?

Die Erde ist ein Planet, auf dem wir alle leben. Es ist unser gemeinsames Gut. Die lebensnotwendigen Ressourcen wie Trinkwasser, Energiequellen oder die für die Landwirtschaft benötigten Ackerböden sind begrenzt. Schon jetzt verbrauchen wir pro Jahr mehr von diesen Ressourcen als die Erde es uns geben könnte. Damit opfern wir die Zukunft, um kurzfristige Bedürfnisse zu erfüllen. Wir müssen auf die Umwelt achten, um unseren Kindern eine Chance auf ein sicheres Leben zu geben.

In den letzten Jahren wurde schon viel zum Schutz unseres Planeten unternommen. In Europa wird vermehrt darauf geachtet, den Müll richtig zu trennen. Die EU hat ein Emissionshandelssystem auf die Beine gestellt, welches darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen von Unternehmen zu reduzieren. Auf den Pariser Klimagipfel 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren.  Das Thema Umwelt wird also ernst genommen! Die angekündigten Maßnahmen reichen dennoch nicht aus! Mit dem voranschreitenden Klimawandel sind unsere Lebensgrundlagen in Gefahr. Der Klimawandel zwingt große Population dazu, ihre Heimat zu verlassen. Ganze Gebiete sind nicht mehr bewohnbar. Es betrifft alle Menschen – reiche wie arme. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Genau nach diesem Motto legt ADRA die Hand ans Werk. Wir arbeiten daran – sowohl im In- als auch im Ausland – unsere Gegenwart und Zukunft nachhaltiger zu gestalten. In vielen unserer Projekte gehen nachhaltige und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand. Weltweit fördert ADRA den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Entwicklung von klimafreundlichen Methoden für die Landwirtschaft. Auch In Deutschland möchten wir ein Zeichen setzten. Bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs unserer Gebäude in Weiterstadt decken wir durch Solarenergie. Mit unserer Solaranlage vermeiden wir dabei zirka 23,6 Tonnen CO2 jährlich. Wir möchten den Menschen eine Zukunft und Entfaltungsmöglichkeiten geben. Das wird uns jedoch nur gelingen, wenn wir alle – dort und hier – an einem Strang ziehen!

Schützen Sie mit uns die Umwelt und unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort KLIMA. >> zum Spendenformular

Weniger ist mehr! CO²-Reduzierung bei ADRA

Die Auswirkungen des Klimawandels halten ADRA in der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit auf Trab. Wir sind da, um Menschen nach ei­ner Katastrophe zu helfen und sie gegen künftige Naturkatastrophen zu wappnen. Auch in Deutschland ist ADRA nicht untätig. Wir unternehmen alle Anstrengun­gen, um möglichst klimaneutral zu wirtschaften. So haben wir auf unserem Gebäu­de in Weiterstadt eine Solaranlage installiert, mit der wir einen Großteil des Strombedarfs decken und über 23 Tonnen CO² jährlich einsparen. Dies entspricht in etwa dem Ausstoß an CO² eines Fluges von Frankfurt nach New York und zu­rück. Dennoch sind Flugreisen unser größter CO²-Treiber. Für den CO²-Ausstoß, den wir selbst nicht einsparen können, unterstützen wir ein Wiederauf­forstungsprojekt auf Madagaskar. ADRA ist deshalb einem internationalen Koh­lenstoffregister beigetreten. Nur so kann der ausgestoßene Kohlenstoff über CO²-Zertifikate kompensiert werden. Überzählige Zertifikate können am Markt gehan­delt werden. Fast getreu dem ADRA-Motto: Gutes Kaufen. Gutes Tun.

Im Klimawandel geben wir unser Bestes. Seien auch Sie Teil unserer Arbeit >> zum Spendenformular

Gottes Werk und unser Beitrag

„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“. Die biblische Schöpfungsgeschichte lenkt den Blick auf das Geschenk des Lebens und auf das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen. In der Natur begegnen wir Gottes schöpferischem Wirken. Die Fülle und Vielfalt von Flora und Fauna lässt uns staunen und begreifen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Wir Menschen haben die Verantwortung für Gottes gute Schöpfung übertragen bekommen (1. Mose 2, 15). Wir sollen beides – behutsam und achtsam die Welt gestalten und sie gleichzeitig schützen. Die Aussagen der Bibel sind aktuell. Die Bewältigung der Umweltprobleme und das Bewahren der Natur ist eine gemeinsame Aufgabe für uns alle.

Die Lebensgrundlagen auf der Erde verändern sich zunehmend. In unserer Arbeit in den Katastrophengebieten dieser Welt begegnen uns verheerende Zustände. Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen bringen Menschen unverschuldet in Not. Hitzewellen und Dürreperioden nehmen in vielen Teilen der Welt zu und fordern immer mehr Opfer. Das betrifft vor allem die marginalisierten und ärmsten Bevölkerungsgruppen. ADRA stärkt die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an klimabedingte Naturkatastrophen und schützt gleichzeitig die Umwelt. Die Bekämpfung der Armut ist hiervon nicht zu trennen. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Sinn zu stiften und uns bewusst zu entscheiden für das, was zu tun ist und was nicht. Nutzen wir sie.

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“! >> zum Spendenformular

Tag der Erneuerbaren Energien: Entwicklung geht auch nachhaltig

Der Tag der Erneuerbaren Energien findet bundesweit vom 24.
bis 26. April 2020 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am
26. April 1986 statt. Da ist es eine Kuriosität, dass im Vorfeld des
diesjährigen Tags verheerende Brände im Wald von Tschernobyl toben. Zwar ist
die Reaktorruine nicht mehr direkt bedroht, von dem Waldbrand geht trotzdem
eine strahlende Gefahr aus. Durch das Feuer werden radioaktive Teilchen
freigesetzt und weiterverbreitet.

Zenebu ist Teilnehmerin des Green Energy-Projekts in Äthiopien

Die Energie der Zukunft ist erneuerbar und dezentral
Wie sich am Beispiel Äthiopien zeigt. Dort gewinnt die Solarenergie an
Bedeutung. Strom aus Solaranlagen ist günstig, mobil und mittlerweile ein
ganzer Wirtschaftszweig für KleinunternehmerInnen. Die Ausbildung dazu wird
mittlerweile von ADRA übernommen. Zenebu ist eine der über 600 Frauen, die sich
im Green Energy-Projekt von ADRA zu Solartechnikerinnen ausbilden lassen. Das
Projekt wurde im Mai 2019 gemeinsam mit dem äthiopischen Energieministerium und
dem Bildungsministerium entwickelt und ermöglicht erstmals staatlich anerkannte
Berufsstandards für Erneuerbare Energien. So wird in Äthiopien bereits an einer
nachhaltigen, dezentralen Energieversorgung gearbeitet.

Auch ADRA Deutschland nutzt Solarenergie. Bis zu 60 Prozent
des Energiebedarfs unserer Gebäude in Weiterstadt decken wir durch
Solarenergie. Mit unserer Solaranlage vermeiden wir zirka 23,6 Tonnen CO²
jährlich.

Solaranlage in Äthiopien