Weltfrauentag: Ungleichheit schadet der ganzen Gesellschaft

Anlässlich des heutigen Weltfrauentags erinnert ADRA Deutschland daran, dass der Weltfrauentag noch immer kein Tag zum Feiern ist, da die Ungleichheiten immer noch zu groß sind. Frauen sind häufiger von Armut, Hunger und Krankheit bedroht. Gleichzeitig sind die Bildungs- und Teilhabechancen geringer.

Diese fehlende Teilhabe zeigt sich anhand von drei Faktoren:

  • Mädchen dürfen nicht zur Schule gehen, da sie im Haushalt oder in der Landwirtschaft helfen müssen. Die fehlende Schulbildung führt zu geringerem Einkommen, was wiederum zu Armut und Abhängigkeit führt.
  • Weltweit ist fast ein Drittel der erwerbstätigen Frauen in der Landwirtschaft tätig. Doch nur 13 % der Frauen sind Landbesitzerinnen. Der Zugang zu Ressourcen bleibt ihnen verwehrt. Frauen haben oft keine Wahl, als schlecht bezahlte Arbeit mit geringem sozialen Schutz anzunehmen.
  • Frauen bereiten weltweit die meisten Mahlzeiten zu, sie sind aber auch die Ersten, die selbst verzichten, damit ihre Kinder satt werden. Für schwangere und stillende Frauen bedeuten unzureichende und schlechte Ernährung das Risiko von Blutarmut, einer der häufigsten Ursachen für Müttersterblichkeit.

Diese Faktoren zementieren die Ungleichheit auf Generationen, zum Beispiel wenn Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen. Dabei sorgt eine gute Bildung für gute Entwicklungschancen. Wenn alle Mädchen die weiterführende Schule abschließen würden, hieße das:

  • 49% geringere Kindersterblichkeit
  • 64% geringere Kinderhochzeiten und
  • 59% weniger Frühschwangerschaften sowie
  • 45% höheres Einkommen

ADRA setzt sich weltweit für Gleichberechtigung, beginnend bei den Kleinsten, ein

In unseren Projekten achten wir auf Gleichstellung und Gleichbehandlung. Wir wollen Potenziale fördern und berücksichtigen deshalb die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern. Beispielsweise in der indonesischen Katastrophenvorsorge. Dort werden Frauen gezielt gestärkt, um sie im Ernstfall vor Übergriffen zu schützen. Und sie werden ermächtigt, damit sie ihrer Gemeinschaft besser helfen können.

Zum Weltfrauentag spenden!

Mit einer Spende von 200 Euro sichern Sie einer schwangeren Frau in einem Krisengebiet die bestmögliche Versorgung für Mutter und Kind.

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Dann bewirb dich jetzt für einen Auslandsfreiwilligendienst mit ADRAlive und weltwärts.
Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Wir entsenden aktuell nach Peru, Bolivien, Albanien, Kirgistan, Uganda, Lesotho und Tansania.

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Menschen stärken und Katastrophen vorbeugen

Naturkatastrophen nehmen weltweit zu. Doch in welchem Land die Menschen besonders verwundbar sind, hängt nicht nur von der Stärke des Naturereignisses ab.

Entscheidend sind vor allem die Lage des Wohnortes, die Infrastruktur und die verfügbaren Schutzmaßnahmen. Je höher das Ausmaß der Armut und Ungleichheit in einer Gesellschaft ist und je schlechter der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, desto gefährdeter sind die Menschen gegenüber Katastrophen.
Die Bekämpfung von Hunger und Armut sowie die Förderung von Bildung und Gesundheit tragen dazu bei, das Risiko für Katastrophen zu reduzieren. Wenn wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort Frühwarnsysteme installieren, Notfallpläne erarbeiten und die Umwelt schützen, wirkt sich das positiv auf die gefährdeten Regionen aus und macht die Menschen widerstandsfähiger gegenüber Krisen. Vorsorge kann eine Katastrophe nicht verhindern, sie kann aber die Auswirkungen für die Menschen stark vermindern.

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Für Sie, für mich, für alle! Am 10. Dezember ist Internationaler Tag der Menschenrechte

Mit dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“ erinnern die Vereinten Nationen daran, dass diese Rechte weltweit immer wieder verletzt werden. Die Menschenrechte gelten für Sie genauso wie für jeden Menschen, überall auf der Welt. Sie bilden die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.

Die Lebensbedingungen sind weltweit unterschiedlich, doch die Menschenrechte betreffen jeden einzelnen Menschen und kommen jedem zugute. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren,“ heißt es im 1. Kapitel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. ADRA setzt sich dafür ein, dass Ungerechtigkeiten, Chancenungleichheit und Diskriminierung weltweit bekämpft und ein friedvolles Leben in Würde für alle Menschen ermöglicht wird. So führt ADRA Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie zum Beispiel Bildung, Gesundheit, Nahrung, Förderung einkommenschaffender Maßnahmen oder Katastrophenvorsorge durch. ADRA hilft jedem, ungeachtet der Herkunft, Ethnie, des Geschlechts, der Weltanschauung oder Religion. Denn nach den Menschenrechten und nach dem christlichen Menschenbild sind alle Menschen gleich.

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Internationaler Tag des Ehrenamts – Du machst den Unterschied!

Millionen Menschen weltweit engagieren sich in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich für die Gemeinschaft. Ihnen ist der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember gewidmet.

Der internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wurde 1985 von der UN erklärt und seitdem jährlich begangen. Mit diesem besonderen Tag sollen alle Menschen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen, geehrt werden. Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland üben eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Ob gelegentliche Unterstützung oder regelmäßiges Engagement, von einfachen Tätigkeiten bis zu höchst professionellen Einsätzen: Jede und jeder von ihnen tut etwas, das für andere Menschen wertvoll ist. Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, ihr Können, ihre Zuwendung und Kraft. Dies verdient großen Respekt.

Nach dem folgenschwersten Hochwasserereignis von Mitte Juli 2021 in Westdeutschland kamen Menschen aus ganz Deutschland, um zu helfen. Nach Erkenntnissen des Bundes waren über 12.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Hilfsorganisationen im Einsatz![1] Sie brachten den Betroffenen nicht nur Hände und Wissen mit, sondern auch menschliche Wärme und Nächstenliebe. Ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer, es fördert den sozialen Zusammenhalt und das Funktionieren des Gemeinwesens.

Ehrenamtliches Engagement ist in vielen Bereichen möglich. Einem Bericht der Bundeszentrale für politischer Bildung zufolge, setzen sich die meisten freiwilligen Helferinnen und Helfer in Deutschland in den Bereichen Sport, Kultur und Musik, Schule und Kindergarten, in kirchlichen Bereichen, in der Pflege und Gesundheitsbereich, im sozialen Bereich oder in Umweltprojekten ein.[2]

Auch für ADRA Deutschland setzen sich viele Ehrenamtlichen in unterschiedlichen Projekten ein. Sie sind eine Bereicherung für unsere Arbeit und unersetzliche Kolleginnen und Kollegen. Wir danken ihnen für ihren wertvollen Einsatz.

 

[1] https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2021/09/zwischenbericht-Flutkatastrophe.html#:~:text=Die%20Hochwasserereignisse%20vom%20Juli%202021,von%20Bund%2C%20L%C3%A4ndern%20und%20Kommunen.

[2] https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/281984/ehrenamt

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Welternährungstag – Die nächste Hungerkrise ist schon da!

Die Welt war auf einem guten Weg! Das Ziel „Eine Welt ohne Hunger bis 2030“, ausgegeben von den Vereinten Nationen (UN) als eines der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, schien möglich. Bis 2015 mussten immer weniger Menschen hungern. Doch seitdem steigt die Zahl wieder an. Die Gründe dafür sind altbekannt: Armut, Kriege und der Klimawandel. ADRA stemmt sich in den Projekten gegen diesen Trend.

Hungerkrisen schaffen es bei uns meist nicht in die Nachrichten. Wenn, dann nur als Kurzmeldung oder Randnotiz. Dabei ist das Problem global und betrifft ein Drittel der Weltbevölkerung. Nach Angaben der UN leben 2,37 Milliarden Menschen ohne Zugang zu ausreichend gesundem Essen. Die Corona-Pandemie war ein echter Brandbeschleuniger: gegenüber 2019 ist die Zahl um 320 Millionen Menschen angestiegen. Menschen sind mangelernährt, wenn ihre Ernährung einseitig und arm an lebenswichtigen Nährstoffen ist. Das hemmt ihre Leistungsfähigkeit und führt zu einem insgesamt ungesunden Leben. Besonders betroffen davon sind Kinder, die durch den Mangel in ihrer Entwicklung verzögert sind. Drei Viertel
aller Unter- und Mangelernährten leben im ländlichen Raum. Dort gibt es zwar landwirtschaftliche Anbauflächen, doch es fehlt an Arbeit und Lohn. Dort, wo die Armut am größten ist, da herrscht Hunger.

Fast 1 Milliarde Menschen leben in extremer Ernährungsunsicherheit

Extreme Ernährungsunsicherheit, hinter diesem technischen Begriff versteckt sich Hunger in seiner brutalsten Form. Menschen, die in ihrer Verzweiflung alles halbwegs Essbare zu sich nehmen, wie Blätter oder Insekten. Eltern, die den ganzen Tag nichts essen, um ihren Kindern wenigstens eine Mahlzeit zu ermöglichen. Und Babys, die noch nie in ihrem Leben satt waren. Die Zahl der Menschen in einer Hungersnot ist gegenüber 2019 um 148 Millionen Menschen gestiegen und beträgt nun 928 Millionen Menschen.

Drei Gründe und ein Brandbeschleuniger

Leidtragende von Konflikten, Klima- und Konjunkturkrisen sind immer die Ärmsten einer Bevölkerung. Sie können keine Rücklagen bilden, sie leben von der Hand in den Mund. Ohne Rücklagen trifft sie eine Naturkatastrophe, ein bewaffneter Konflikt oder eine Phase der Arbeitslosigkeit härter. So zum Beispiel in Ostafrika. Dort hat im letzten Jahr eine Heuschreckenplage ungekannten Ausmaßes die Feldfrüchte vernichtet. In Kenia, Somalia und Äthiopien konnten die Landwirte nichts ernten und waren, sofern sie keine Vorräte hatten, auf Unterstützung angewiesen. Die Heuschreckenplage fordert
die Bevölkerung auch 2021 heraus, wie Dawit Mehari, Äthiopien-Referent von ADRA Deutschland e.V., berichtet.

Pandemie und Hungersnot

Durch den Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie hat sich die Hungerkrise noch verstärkt. Lockdowns, unterbrochene Lieferketten und geschlossene Schulen stürzen arme Menschen vor nahezu unlösbare Aufgaben. Ihnen zu helfen hat sich ADRA Deutschland e.V. zum Ziel gesetzt. Deshalb hat die Hilfsorganisation im vergangenen Jahr fast 2 Millionen Euro in Ernährungsprojekte investiert. Das jahresübergreifende Budget beläuft sich auf über 12,6 Millionen Euro und hilft mehr
als 370.000 Menschen. ADRA bekämpft die Wurzeln der Hungersnot, die Armut und die Klimakrise. Durch Einkommens- und Ernährungsprojekte sowie durch Klimaanpassungsmaßnahmen hilft ADRA der Bevölkerung, widerstandfähiger gegen Katastrophen, Krisen und Kriege zu werden. Und ADRA leistet Nothilfe mit Lebensmittellieferungen. Durch die ADRA-Projekte wird mittel- bis langfristig die Resilienz gesteigert, damit Menschen wieder hoffen können.
Jedes Jahr am 16. Oktober findet der Welternährungstag oder Welthungertag statt. Er macht darauf aufmerksam, dass noch immer zu viele Menschen auf der Welt an Hunger leiden.

Unterstützen auch Sie unsere Projekte im Bereich Ernährung unter dem Spendenstichwort „Hunger“.
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Leid mindern, bevor es geschieht

Jedes Jahr sorgen Dürren, tropische Wirbelstürme oder Überflutungen für großes Leid. In diesem Sommer sind wir in Deutschland ebenfalls davon betroffen.

„Auf eine Katastrophe vorbereitet zu sein, kann viele Leben retten“, erzählt eine Teilnehmerin des Trainings zur Katastrophenvorsorge auf Fidschi. Hier ist der Klimawandel besonders spürbar. Im letzten Jahr wurde der Inselstaat fünfmal von Wirbelstürmen heimgesucht. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung erarbeitet ADRA Notfallpläne, stellt Hilfsgüter bereit und bildet Rettungsteams. Schutzräume werden eingerichtet, Lebensmittelvorräte, Trinkwasser und Hygieneartikel sturmsicher gelagert. Katastrophenvorsorge vermindert Leid, bevor es geschieht. Darauf machen die Vereinten Nationen am Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober aufmerksam. Je besser eine Region auf eine Katastrophe vorbereitet ist, desto weniger Hilfe brauchen die Menschen. Neben Fidschi setzt ADRA auch in Indonesien und auf den Philippinen Projekte zur Katastrophenvorsorge um.

       Das Projekt auf Fidschi wird gefördert von Aktion Deutschland Hilft.

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