Am 13. Oktober ist Tag der Katastrophenvorsorge

Jedes Jahr am 13. Oktober würdigen die Vereinten Nationen den Schutz vor Dürren, Stürmen oder Fluten. Vor allem in Bezug auf är­mere Länder und den Klimawandel wächst das Interesse an nachhal­tiger Katastrophenvorsorge.

Bei der Planung von ADRA-Projekten spielt das Thema schon lange eine wichtige Rolle. So werden etwa Landwirtschafts- und Naturschutzprojekte auch in Sachen Katastro­phenvorsorge nachhaltiger gestaltet. Staaten und Gemeinden werden zu Zivilschutzplänen beraten und es wird über Trainings Aufklärung für gefährdete Bevölkerungsgruppen geleistet. In den letzten Jahren gab es erfolgreiche AD RA-Projekte mit Schwerpunkten in der vorbeu­genden Katastrophenhilfe unter anderem in Nepal, Indien, Somalia, auf den Philippinen, den Fidschi-Inseln, in Papua-Neuguinea und auf Madagaskar.

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Im Angesicht der Katastrophen

Kriege, Erdbeben, Überschwemmungen oder Explosionen inmit­ten einer Stadt – eine Katastrophe wirkt lange bei den betroffenen Menschen nach. Für etliche findet die Verarbeitung auch nach vie­len Jahren noch kein Ende. Unschuldige haben ihr Zuhause verlo­ren, ihr Hab und Gut und oftmals auch geliebte Menschen. In einer Welt, die zusehends aus den Fugen gerät, können wir dankbar sein für alles, was Bestand hat.

Nach der Explosion im Hafen von Beirut/Libanon im August haben viele von euch sofort bei uns angefragt, wie sie helfen können. Da­für danken wir euch herzlich! Es zeigt euer großes Mitgefühl und eure Großherzigkeit, Menschen in Not zu unterstützen. Und das, obwohl jeder von uns seine persönlichen Krisen und Katastrophen zu bewältigen hat.
,,Geht hin und seht nach!“ heißt der Appell von Jesus in der Ge­schichte der Speisung von 5.000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen (Markus 6, 38). Dieser Appell gilt uns allen! Denn „nachsehen“ nimmt wahr und geht nicht vorbei. Dieser Appell ruft zum Handeln auf.
Zuallererst schaut Gott hin. Was auch immer dir gerade Ängste und Sorgen bereitet, auf eines darfst du dich verlassen: Gott sieht dich! Er ist ein Gott, der wahrnimmt. Das ist unsere Verheißung, aus der wir Mut, Kraft und Hoffnung schöpfen können.

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„Ich fühle mich wieder wie ein Mensch!“

Die 70jährige Miriam aus Kenia ist dankbar für eure Hilfe, die sie von Mama Nagis, einer ADRA-Ehrenamtlichen, überreicht bekam. Zu lange hatte sie nicht genug zu essen und zu trinken, denn die Ernten sind aufgrund von Wetterextremen und einer verheerenden Heuschre­ckenplage in ganz Ostafrika knapp.

Nicht nur in Ostafrika, weltweit wirken sich Klimaveränderungen auf unsere Lebensgrundlagen aus. Auf der einen Seite gibt es Sorge um eine weitere Gefährdung der Natur und unseres Planeten. Auf der anderen Seite geht es um die Nutzung technischer Errungenschaften, um Le­bensqualität und Chancengleichheit. Unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen treffen aufeinander und haben jede für sich eine Berechtigung. Belege für einen „planetaren Notfall“ sehen führende Klimaforscher wie Hans Joachim Schellnhuber und Johan Rockström vom deutschen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung deutlich. Die Klimaexperten warnen vor bisher unterschätzten Kettenreaktionen und Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Ökosystemen auf­grund der Klimaveränderungen. Die Folgen treffen die Menschen welt­weit unterschiedlich, abhängig von ihrem Wohnort, der sozialen Stellung und ihrem Geschlecht. ADRA ist mit seinem weltweiten Netzwerk mit verschiedenen Projekten im Umwelt- und Naturschutz aktiv. Durch Maßnahmen wie Wiederaufforstung und Bodenanreiche­rungstechniken, Waldschutz, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Wasserspar- und Bewässerungstechniken werden kleinbäuerliche Fami­lien auf der ganzen Welt nachhaltig unterstützt. So wie Miriam. ,,Ich war verzweifelt, aber mir wurde geholfen. Danke liebe Spender, eure Liebe hat mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin!“

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Gottes Werk und unser Beitrag

„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“. Die biblische Schöpfungsgeschichte lenkt den Blick auf das Geschenk des Lebens und auf das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen. In der Natur begegnen wir Gottes schöpferischem Wirken. Die Fülle und Vielfalt von Flora und Fauna lässt uns staunen und begreifen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Wir Menschen haben die Verantwortung für Gottes gute Schöpfung übertragen bekommen (1. Mose 2, 15). Wir sollen beides – behutsam und achtsam die Welt gestalten und sie gleichzeitig schützen. Die Aussagen der Bibel sind aktuell. Die Bewältigung der Umweltprobleme und das Bewahren der Natur ist eine gemeinsame Aufgabe für uns alle.

Die Lebensgrundlagen auf der Erde verändern sich zunehmend. In unserer Arbeit in den Katastrophengebieten dieser Welt begegnen uns verheerende Zustände. Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen bringen Menschen unverschuldet in Not. Hitzewellen und Dürreperioden nehmen in vielen Teilen der Welt zu und fordern immer mehr Opfer. Das betrifft vor allem die marginalisierten und ärmsten Bevölkerungsgruppen. ADRA stärkt die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an klimabedingte Naturkatastrophen und schützt gleichzeitig die Umwelt. Die Bekämpfung der Armut ist hiervon nicht zu trennen. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Sinn zu stiften und uns bewusst zu entscheiden für das, was zu tun ist und was nicht. Nutzen wir sie.

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