ADRA leistet Nothilfe nach Hurrikan „Matthew“ auf Haiti

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern ist Hurrikan „Matthew“ am vergangenen Dienstag über Haiti hinweggefegt. Es war der stärkste gemessene Wirbelsturm seit Jahrzehnten, der auf Haiti getroffen ist. Es gab zahlreiche Todesopfer und viele Häuser wurden schwer beschädigt oder komplett zerstört. ADRA ist vor Ort und hilft den Betroffenen im Süden der Insel.

„Matthew“ hinterlässt verheerende Schäden

Die Zahl der Todesopfer nach Hurrikan „Matthew“ steigt weiter. Bis jetzt hat die Regierung des Inselstaates 336 Todesfälle offiziell bestätigt. Einige Medien berichten von bis zu 1.000 Todesopfern. 2,1 Millionen Menschen sind insgesamt von den verheerenden Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen, mindestens 750.000 Menschen benötigen sofortige Hilfe. 61.537 Menschen wurden evakuiert und in 191 temporäre Unterkünfte gebracht. Medien berichten, dass in einigen betroffenen Regionen 90 Prozent der Häuser und Felder zerstört sind. Die Kommunikation ist nur sehr eingeschränkt möglich, viele Straßen stehen unter Wasser und sind unpassierbar. Das Wasser ist kontaminiert, weil auch Latrinen geflutet wurden und es besteht die Gefahr, dass sich Seuchen wie Cholera ausbreiten. Die ersten Todesopfer hat die Krankheit schon gefordert. Ebenso steigt die Population der Mosquitos und damit die Gefahr einer Ansteckung mit Krankheiten wie der Zikavirus-Infektion oder Dengue-Fieber.

ADRA leistet Nothilfe im Süden der Insel

ADRA unterstützt die Betroffenen in den Bezirken Maniche, Torbeck, Arniquet, Roche à Bateau und Bergeaud im Süden der Insel mit der Verteilung von Wasser und Tabletten zur Wasseraufbereitung, Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln. In Planung sind zusätzliche Wasseraufbereitungsanlagen und Notunterkünfte sowie die Verteilung von weiteren Hygieneartikeln und Schulungen mit Fokus auf Seuchen-Prävention.

Die Notunterkünfte, die ADRA nach dem großen Erdbeben 2010 in der Küstenstadt Petit Goâve  errichtet hat, sind bis auf die Dächer zum größten Teil unbeschädigt. Auch die Wasseraufbereitungsanlage konnte umgehend zum Einsatz kommen.

– Helfen Sie den Menschen auf Haiti mit Ihrer Spende!

Wirbelsturm auf Haiti – ADRA ist bereits vor Ort

Evakuierte in einer Notunterkunft.
Der in der Karibik wütende Hurrikan „Matthew“ ist mittlerweile mit Windgeschwindigkeiten über 220 Kilometer pro Stunde über Haiti und Kuba hinweggefegt. Die Menschen auf Haiti trifft dies besonders schwer, da viele noch unter den Folgen des Erdbebens im Jahr 2010 leiden. ADRA ist vor Ort und hat bereits damit begonnen, Wasser, Lebensmittel und Hygieneartikel zu verteilen.

„Matthew“ ist der stärkste gemessene Wirbelsturm seit über 50 Jahren, der auf Haiti getroffen ist. Insgesamt wurden elf Kommunen an der Südküste Haitis evakuiert und rund 340.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht. Die Lage vor Ort ist zwar noch unübersichtlich, fest steht aber, dass bereits zahlreiche Häuser zerstört wurden und der Starkregen Überflutungen und Erdrutsche mit sich bringt. Schätzungen zufolge sind etwa 50 Prozent der Bevölkerung von Überschwemmungen und Sturmschäden betroffen. Lokale Mitarbeiter von ADRA Haiti sowie die Partnerbüros ADRA Jamaika und ADRA Kuba verteilen bereits seit dem 3. Oktober Lebensmittel sowie Trinkwasser und Hygieneartikel an die Bewohner des Inselstaats. Umgestürzte Bäume und teils zerstörte Infrastruktur erschweren jedoch den Transport der Hilfsgüter. Die einzige Brücke, die den Norden und Süden des Landes miteinander verbindet und in die Stadt Petit-Goave führt, wo sich auch das regionale ADRA Büro befindet, wurde zerstört.

ADRA leistet Hilfe für die Erdbebenopfer in Ecuador

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador am vergangenen Samstag leistet ADRA Hilfe für die Betroffenen in den Katastrophenregionen. Da viele Gebiete durch zerstörte Infrastrukturen von der Außenwelt abgeschnitten sind, ist das derzeitige Ausmaß der Katastrophe noch nicht bekannt, die örtliche Regierung spricht jedoch bereits von über 400 Todesopfern.

Nur wenige Stunden nach dem Beben leiteten lokale Mitarbeiter von ADRA Ecuador die ersten Hilfeleistungen ein. Gemeinsam mit Freiwilligen der Adventgemeinden sowie Studenten der Universidad Adventista Dominicana wurden im stark betroffenen Pedernales Lebensmittel sowie Hygiene-Kits und Trinkwasser an die Betroffenen verteilt. Da bis zu 80 Prozent der Infrastruktur in der Küstenstadt zerstört sind, stellt die Koordinierung der Hilfsaktivitäten alle Helfer vor große Herausforderungen.

Hilfsgüter und psychosoziale Betreuung

Derzeit befindet sich ein ADRA-Nothilfe-Team auf dem Weg nach Ecuador, um weitere Hilfsmaßnahmen zu initiieren. Um den Erdbebenopfern umfassend zu helfen, wird ADRA in den kommenden Tagen in Pedernales, Portoviejo und Los Rios aktiv. Die Betroffenen erhalten Nahrungsmittel, Hygiene-Kits und Zugang zu ausreichend Trinkwasser. Da viele Menschen durch das Beben ihr Zuhause verloren haben und aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien schlafen, verteilt ADRA darüber hinaus Zeltplanen. Da die Menschen bei der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse Hilfe benötigen, werden sie von ADRA in Form von psychosozialer Betreuung unterstützt. Bisher stellte das ADRA-Netzwerk insgesamt 50.000 US-Dollar für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung.