Menschen retten und Schulen wiederaufbauen

„Hurrikan Dorian ist der schlimmste und größte Sturm, den die Bahamas je erlebt haben. Dorian verursachte vor allem auf den Inseln Abaco und Grand Bahama Verwüstungen, was dazu führte, dass Kommunikation und Strom auf beiden Inseln unterbrochen wurden“ – Leonardo Rahming, Generalsekretär der Südbahamas-Konferenz und ehrenamtlicher Helfer bei ADRA.

Anfang September 2019 wurden die Bahamas durch den Hurrikan „Dorian“ verwüstet. Der Wirbelsturm blies heftig mit über 250 Stundenkilometer, hing jedoch lange über den Inseln fest. Dadurch konnten die zerstörerischen Kräfte des Hurrikans besonders heftig wüten. Hurrikan Dorian, war mit der Kategorie 5 der zweitstärkste jemals registrierte Atlantiksturm und der stärkste jemals auf den Bahamas aufgetretene Sturm. Er traf am 1. September auf die nordbahamaischen Insel Abaco und tags darauf auf die Grand Bahama Island. Die langsame Bewegung des Sturms führte zu weitreichenden Verwüstungen auf diesen beiden Inseln. Die Zahl der Todesopfer beträgt 70, die Zahl der Vermissten beträgt noch immer über 200 Menschen. In der Folge des Hurrikans waren rund 70.000 Menschen unmittelbar auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es fehlte auf den Inseln an Nahrung, sauberem Wasser und Unterkünften.

ADRA schickte Notfallteam

Eine große Stärke des ADRA Netzwerks ist es, dass es Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt gibt, die im Ernstfall unverzüglich handeln können. So auch auf den Bahamas. Das internationale ADRA-Notfallteam wurde umgehend mobilisiert, um in die betroffenen Gebiete vorzudringen.

Ein Vorabteam sondierte die Lage und sprach mit den Betroffenen, um zu erfahren, was genau benötigt wurde. Die Menschen brauchten am dringendsten Nahrungsmittel und Schutzmaterial. Also organisierte und verteilte ADRA Wasser und Nahrung (Soja, Reis u.a.) an die Menschen. Zu den Schutzmaterialien gehörten Decken, Plastikplanen und Behälter für Wasser.

Ein besonderes Augenmerk legt ADRA auf die Kinder und Heranwachsende. Knapp 7.000 Schülerinnen und Schüler konnten nicht in die Schule gehen, weil die Gebäude zerstört oder Lernmaterial unbrauchbar war. Die Kinder wurden umgehend mit Schulmaterial versorgt. Darüber hinaus kümmerte sich ADRA um die Schulen, damit schnell wieder unterrichtet werden konnte.

Nach der Erstversorgung

Familien, in den an den stärksten betroffenen Gemeinden, wurden mit Lebensmittelpaketen und falls nötig auch mit Matratzen versorgt.

Damit Kinder wieder zur Schule gehen konnten hat ADRA
– 5.142 Rucksäcke und Schulmaterial
– 3.000 Tische und Stühle und
– die Wasserversorgung für 8 Schulen
organisiert und verteilt.

Mit unseren Maßnahmen haben wir zunächst das Überleben der Menschen sichergestellt. Mit Blick auf die Kinder haben wir alles unternommen, damit sie schnellstmöglich wieder zur Schule gehen können. Das hätten wir nicht ohne die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender erreicht. Ein ganz besonderer Dank geht an die STERN-Stiftung, die unsere Arbeit mit
10.000 Euro unterstütze.

Das Prinzip Gemeinschaft

Der Hirnforscher Gerald Hüther erzählte in einem Interview, dass das menschliche Gehirn nur dann Potentiale entfalten kann, wenn wir in Gemeinschaft sind und es schaffen, aneinander und miteinander zu wachsen. Das bedeutet, dass wir einander brauchen, um etwas zu bewegen und um etwas konstruktiv zu verändern.

Soziale Beziehungen sind eine wertvolle Ressource, für jeden persönlich, aber auch beruflich. Wenn keiner den anderen mehr als Objekt seiner Erwartungen, Bewertungen oder Belehrungen ansieht, sondern als Subjekt, dann erst bildet sich ein Miteinander. Im Team schafft man manches, was alleine nicht möglich wäre. Zuverlässige Partnerschaften machen die Projektarbeit leichter, denn Wissen und Kompetenzen können ausgetauscht und gemeinsam genutzt werden. ADRA arbeitet in einem Netzwerk aus 130 eigenständigen Länderbüros, weil die Kolleginnen und Kollegen vor Ort am besten wissen, welche Unterstützung in welcher Region dringend gebraucht wird. Mit unseren Partnern können wir Kräfte bündeln und Ressourcen schützen. Gemeinsam mit Ihnen können wir Menschen in Not sofort zur Seite stehen und gleichzeitig nachhaltig die Lebensbedingungen verbessern. Zusammen geht es einfach besser. Nur gemeinsam können wir wirksam sein.

Unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Spende. Unter dem Stichwort „GEMEINSAM“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

GEMEINSAM für Menschen in Not!

Damit die Projekte von ADRA Menschen wieder hoffen lassen können, braucht es ein starkes Netzwerk, kompetente Partner und unzählige Engagierte. Gemeinschaftlich kommen wir weiter und die Hilfe dorthin, wo es dringend nötig ist. Darum starten wir ins neue Jahr – GEMEINSAM!

Der Jahreswechsel ist eine Zeit, in der wir uns sortieren können und in der wir reflektieren, was das vergangene Jahr gebracht hat. Endlich hatten wir Gelegenheit, ein wenig durchzuatmen, uns auf unsere Ziele rückzubesinnen und neue Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Dass sich Neues leichter gemeinsam begeht, das sehen wir, wenn wir uns zu Silvester miteinander verabreden, gemeinsam essen, beten, lachen und das Feuerwerk bestaunen. Gemeinschaft macht stark, im Kleinen wie im Großen, gibt uns Sinn und Halt und geleitet uns durch schwere Zeiten. Gemeinschaft multipliziert und potenziert unsere Bemühungen – auch diejenigen, den Menschen wieder Hoffnung zu geben. Denn mit diesem Anliegen sind wir nicht alleine. Freiwillige Helfer überall auf der Welt, Bündnispartner in Deutschland, das Netzwerk aus über 130 ADRA-Büros, Aktionsgruppen beim Sammeln der Pakete für Kinder in Osteuropa, staatliche Geldgeber, andere Hilfsorganisationen und der Spender jeder noch so kleinen Summe: Gemeinsam ziehen wir an einem Strang, wenn es darum geht, unsere Mitmenschen zu unterstützen.

In den nächsten Monaten werden wir verstärkt darüber berichten, wie verschiedene Akteure gemeinsam wirken, damit unsere Hilfsprojekte weltweit erfolgreich sein können. Denn es gibt noch viel zu tun.

Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!

>> Mit Ihrer Spende können Sie aktiv mithelfen! Unsere Projekte weltweit unterstützen Sie unter dem Stichwort „GEMEINSAM“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Gemeinsam doppelt wirksam bei Katastrophen
Besonders in Katastrophenfällen wird deutlich: Gemeinsam können wir mehr erreichen! Bei Katastrophen erhalten die ADRA-Büros Verstärkung aus dem ADRA-Netzwerk. Ein internationales Einsatzteam reist an. Mit einem Betrag, der speziell für Notfälle zur Verfügung steht, kann sofort ‚Erste Hilfe‘ geleistet werden – in Indonesien wurden so nach dem Tsunami im September 3.000 Notzelte verteilt. Spenderinnen und Spender machen es gemeinsam mit Partnern wie der Europäischen Kommission möglich, dass Anschlussprojekte gestartet werden können, wie z.B. die Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygiene-Sets in Indonesien. Denn die Hilfen der großen Geldgeber sind an private Spenden geknüpft – so hilft jeder gespendete Euro gleich mehrfach!

Mehr Informationen zu den Hilfsmaßnahmen auf Sulawesi finden Sie in diesem Artikel.

Das Projekt wird gefördert durch 

Welttag der Armen am 18. November

Das Leitwort des diesjährigen katholischen Welttages der Armen steht in Psalm 34 Vers 7: „Da rief ein Armer und der Herr erhörte ihn.“ In diesem Bibelwort steckt die Aufforderung an uns, in unserem Umfeld genauer hinzusehen, den Mitmenschen in seiner
Situation anzusehen und der Not des Nächsten zu begegnen.

Die Welt mit Extremen wie Armut und Ungerechtigkeit nicht aus den eigenen Sichtfeld auszublenden, dazu lädt dieser Gedenktag ein. Das Wahrnehmen und Ernstnehmen der Not des anderen und ihr und ihm in Mitmenschlichkeit und Liebe zu begegnen und zu unterstützen, daran sollen wir Menschen uns gegenseitig ermutigen. Damit das Leben in Würde wieder aufgenommen und fortgeführt werden kann. Damit ein Stück Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Durch das persönliche Engagement wird das Mitfühlen sichtbar gemacht. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Damit Menschen wieder Hoffen können und ihre Not gelindert wird, dafür setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom weltweiten ADRA-Netzwerk ein.
Unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende! Danke! >> ZUM SPENDENFORMULAR


ADRA setzt sich in verschiedenen Projekten weltweit gegen Armut und ihre Auswirkungen ein. So zum Beispiel auch in

  • Äthiopien: Mit einer Ausbildung im Bereich erneuerbare Energien können sich junge Arbeitslose langfristig ein Einkommen für sich und ihre Familien sichern. >> ZUM PROJEKT
  • Afghanistan: Aufgrund der langanhaltenden Konflikte des Landes sind viele Menschen auf der Flucht und benötigen Nahrungsmittel und Heizmaterialien gegen den eisigen Winter. >> ZUM PROJEKT