Bong Lai lernt fleißig für ihre Kinder

Auf der ganzen Welt gibt es keine festere Bindung, als die zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Eine Mutter nimmt die härtesten Leiden auf sich, damit es ihrer Familie gut geht, um ihre Kinder in die Schule zu schicken und ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Wir unterstützen Mütter wie die 26-jährige Bong Lai dabei.

Sie lebt mit drei Kindern im Kambodscha von Reisanbau und Viehzucht. Doch für eine ausgewogene Ernährung fehlte die Abwechslung und das Wissen. Bong Lai wollte für ihre Kinder ein besseres Leben und beschloss in einem ADRA-Programm Hilfe zu suchen. „Bevor ich der Lerngruppe beitrat, wusste ich nicht, wie ich meine Kinder gesund ernähren konnte. Wir hatten keine Latrine, kein sauberes Wasser und mein jüngstes Kind (11 Monate) war stark unterernährt“, erklärt Bong Lai die Situation ihrer Familie. Dank der Lerngruppe und ihrem Fleiß stellten sich schnell erste Verbesserungen ein.

„Wir haben eine Menge gelernt und viel Unterstützung bekommen. Ich bekam eine Latrine, einen Wasserfilter, landwirtschaftliche Geräte und Saatgut. Und die Mitarbeiter von ADRA haben mir erklärt, wie ich Malaria und Dengue-Fieber vorbeugen kann. Wir trinken seitdem sauberes Wasser, wissen wie wichtig Hygiene, Pflege und Ernährung speziell der Kinder ist. Und ich weiß jetzt besser, was zu tun ist, wenn meine Kinder krank sind, Fieber oder Durchfall haben“ sagt Bong Lai.
Nicht nur die Familie von Bong Lai hat davon profitiert. Sie gibt ihr Wissen an die Nachbarschaft weiter.

„Ich möchte, dass es meiner Familie gut geht, dass meine Kinder gesund sind. Und ich möchte mein eigenes Geschäft haben, damit meine Kinder zur Schule gehen können“ sagt Bong Lai. Bong Lai steht stellvertretend für alle Mütter.

Ihnen wollen wir am Muttertag danken und Geschichten wie Bong Lais als Inspiration und Ansporn nehmen. Wir wollen noch mehr Frauen dabei unterstützen, bitte helft uns dabei!

Spendet den Geldwert eines Blumenstraußes für Mütter auf der ganzen Welt. Eine kleine Spende bewirkt bereits viel, auch dann noch, wenn die Muttertagssträuße längst verwelkt sind.

Kambodscha – Mit Vielfalt die Ernährungssituation verbessern

Das südostasiatische Land wurde durch die Roten Khmer, die das Land von 1975 bis 1979 totalitär regierten, in seinen Grundfesten erschüttert. Nach Schätzungen sind den Roten Khmer 1,7 bis 2,2 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Zu den Opfern zählten auch Lehrerinnen und Lehrer und beinahe die gesamte intellektuelle Elite des Landes. Die Befölkerung lebt überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft, doch Rodungen und Überfischung gefährden die Ökosysteme und Lebensgrundlage der Menschen.

In den ländlichen Gebieten Kambodschas herrscht oft Nahrungsunsicherheit. Kinder und Erwachsene haben keinen Zugang zu einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung und sind unterernährt. Im Rahmen des Projektes „Food Security and Nutriti­on for All“ unterstützt ADRA Deutschland die Men­schen dabei, Maßnahmen zu ergreifen, um ihnen eine vielseitigere Ernährung zu ermöglichen.
So wurden beispielsweise 122 Frauen und Män­ner zu Ernährungsberatern weitergebildet. Diese Be­rater leiten wöchentliche Treffen mit festen Gruppen in den Dörfern, sogenannte Reflexionskreise, und ge­ben ihr Wissen zu Ernährung und Hygiene weiter. Es wird über exklusives Stillen gesprochen, darüber wie man die Nährstoffdichte erhöhen kann und welche Hygienemaßnahmen man in der Küche und rund um die Kinder ergreifen sollte.
Durch ADRAs Unterstützung konnten außerdem Dorfbewohner zu Bäuerinnen und Bauern ausgebil­det werden. Sie verfügen jetzt über Kleingärten und über Kenntnisse darüber, wie man in den Gärten die Erde vorbereitet, unterschiedliche Gemüsearten säht, sie biologisch düngt und pflegt. So sind diese Men­schen jetzt in der Lage, die wirtschaftliche und gesund­heitliche Situation ihrer Familien zu verbessern.
In anderen Familien tragen Vieh- und Fischzucht zu besseren Lebensverhältnissen bei. Hier vermittelte ADRA Wissen zur Futterherstellung, medizinischen Versorgung und Pflege der Tiere.

Im Rahmen dieses Projekts wurde außerdem eine Kooperation zwischen den Gesundheitszentren vor Ort und ADRA Kambodscha entwickelt. Dabei werden Kinder regelmäßig gewogen und gemessen, mit dem Ziel, die Zahl der unterernährten Kinder stark zu verringern. Stark untergewichtige Kinder werden in die Gesundheitszentren weitergeleitet, um dort ein Reha­bilitationsprogramm zu durchlaufen.
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass ADRA und die Health Centers vor Ort unterschiedliche Messmethoden anwendeten. Dadurch wurden in einigen Fällen die von ADRA als akut untergewichtig eingestuften Kinder von den Gesundheitszentren nicht als solche gesehen und damit nicht in Behandlung genommen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Lösungen in den Dörfern selbst zu finden und bestärkt ADRA in der Umsetzung eines Programms, bei dem die Kinder und die Essgewohnheiten von Familien in demselben Dorf mit einander verglichen werden. So können die Familien miteinander lernen und selbstständig zu Lösungen gelangen.

Kambodscha
– Hauptstadt: Phnom Penh
– Amtssprache: Khmer
– Durchschnittsalter: 25 Jahre
– Einwohnerzahl: 16 Millionen

 

                                                  

 

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA, um die Lebensgrundlage der Menschen in Kambodscha zu sichern.
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ADRA bekämpft Mangelernährung von Kindern in Kambodscha

Kambodscha zählt zu den ärmsten Ländern Südasiens. Für 80 Prozent der Bevölkerung bildet Landwirtschaft die Lebensgrundlage. Inflation und extreme klimatische Bedingungen belasten jedoch die Lebensmittelressourcen und damit auch die Gesundheit der Menschen. Anna Krikun, Koordinatorin für die Region Südostasien & Pazifik, erzählt wie ADRA dabei hilft, die Mangelernährung im Trapeang Prasat Distrikt zu bekämpfen.

Mit welchen Problemen haben die Menschen im ländlichen Kambodscha zu kämpfen?

Ein großes Problem im ländlichen Kambodscha stellt die Mangelernährung durch einseitige Nahrungsmittel, vorwiegend Reis, dar. Kinder benötigen besonders in den ersten Lebensjahren eine ausgewogene Ernährung, um sich gut zu entwickeln. Grund für diese Mangelernährung ist einerseits, dass sich die Eltern keine ausgewogene Ernährung leisten können, andererseits fehlt ihnen aber auch das Wissen darüber. Die einseitigen Ernährungsgewohnheiten sowie schlechte Wasserqualität und daraus resultierende mangelnde Hygiene führen bei den Kindern zu Durchfallerkrankungen sowie anderen schweren Krankheiten. 

Spielt der Klimawandel auch eine Rolle?

Ja, der Klimawandel trägt vor allem in Südostasien zunehmend zu Armut und Mangelernährung bei. Starke Überschwemmungen und wiederkehrende lange Dürren führen dazu, dass die bisher angepflanzten Feldfrüchte nicht mehr wachsen und Böden unfruchtbar werden. Es gibt kaum mehr eine klare Abgrenzung zwischen Trocken- und Regenzeit, was der natürlichen Vegetation zu schaffen macht.

Wie hilft ADRA dabei, die Ernährungssituation zu verbessern?

Als wichtigste Maßnahme finden Schulungen mit Müttern mangelernährter Kinder statt, in deren Rahmen kindergerechte Ernährung thematisiert und ausgewogen gekocht wird. Das Kinderwachstum wird während der Treffen kontrolliert und die Fortschritte werden dokumentiert.

Damit die Mütter ihre Kinder ausgewogen ernähren können, unterstützt ADRA sie in der Landwirtschaft. So fördert ADRA die Umstellung auf klimaangepasste Feldfrüchte und die Ausweitung des Anbaus auf vitamin- und eiweißreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Sojabohnen und Hülsenfrüchte. Hierzu werden Saatgut und Setzlinge verteilt und Schulungen durchgeführt. In den Küstengebieten spielt auch die Einführung von Fischfangtechniken eine Rolle. Außerdem erhalten die Familien Vieh und Hühner sowie Weiterbildungen für Zucht und Vermarktung, um das Einkommen zu erhöhen. Das gestiegene Einkommen führt zusätzlich zu einer besseren Ernährungssicherheit.

Ein weiterer wichtiger Faktor für das Wohlergehen der Kinder ist sauberes Wasser. ADRA subventioniert Wasserfilter und führt Sensibilisierungskampagnen zu Wassersicherheit und Hygiene durch.

Welche Herausforderungen stellen sich in diesem Projekt?

Es ist immer eine Herausforderung, Menschen davon zu überzeugen, dass sie aufgrund der veränderten Umweltbedingungen ihre Lebensumstände verändern müssen. Die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten stellt für jeden Menschen einen weitreichenden Einschnitt dar und benötigt Zeit.

Wie wird Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt?

Zur Sicherung von Basiskompetenzen werden lokale Vertreter ernannt, die weitere Trainings und Mentoring erhalten und für die Unterstützung der kommunalen Entwicklungsplanung ausgebildet werden. Sie dienen als Ansprechpartner für ihre Dörfer in allen Fragen rund um Ernährung, Gesundheit und Einkommensgenerierung.

Und nicht zuletzt werden die Kinder durch die verbesserte Landwirtschaft und das erhöhte Einkommen gut ernährt, entwickeln sich positiv und erbringen bessere Leistungen in der Schule. Somit wächst eine gesündere und gut ausgebildete Generation heran, die ihre Gemeinschaft positiv weiterentwickeln kann.

Anna Krikun, Regionalkoordinatorin Südostasien & Pazifik

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt.

ADRA BEKÄMPFT MANGELERNÄHRUNG IM LÄNDLICHEN KAMBODSCHA

Kambodscha zählt zu den ärmsten Ländern Südasiens. Für 80 Prozent der Bevölkerung bildet Landwirtschaft die Lebensgrundlage. Inflation und extreme klimatische Bedingungen belasten jedoch die Lebensmittelressourcen und damit auch die Gesundheit der Menschen. ADRA hilft, die Ernährungssituation zu verbessern und schafft Zugang zu sauberem Wasser.

Besonders die Bewohner des ländlichen Kambodschas sind von Mangelernährung und damit verbundenen Gesundheitsrisiken betroffen. Nicht nur die klimatischen Bedingungen stellen die Menschen vor Herausforderungen. Geringes Bildungsniveau und mangelndes Wissen rund um eine ausgewogene Ernährung sorgen dafür, dass landesweit vor allem die Mangelernährung von Kindern ein weit verbreitetes Problem ist. Weil nur wenige Erwachsene über eine abgeschlossene Grundschulausbildung verfügen, hat dies hohe Raten von Analphabetismus zur Folge, sodass die Kenntnisse über richtige Ernährung und  fortschrittliche landwirtschaftliche Methoden weiterhin beschränkt sind und die Menschen keinen Ausweg aus ihrer Armut und Chancenlosigkeit haben. Reis ist das Grundnahrungsmittel und das Essen von Fleisch oder Gemüse wird für die Gesundheit nicht als wichtig betrachtet. Mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse schränken den Zugang der schlecht ausgebildeten Bauern zu modernen landwirtschaftlichen Techniken und zu gesundheitsfördernden Ernährungsinformationen ein. Immer wieder aufkommende Trockenperioden und Überflutungen gefährden ihre ohnehin kleine Ernte.

BEWUSSTSEIN SCHÄRFEN

In 33 Dörfern des Trapeang Prasat Distrikts im Norden des Landes hilft ADRA den Menschen, die Ernährungssituation nachhaltig zu verbessern. Besondere Aufmerksamkeit gilt Kindern, die unter Mangelernährung leiden, sowie ihren Familien. In Schulungen und Gesprächen werden die Bewohner der Dörfer für wichtige Themen wie beispielsweise Mutter-Kind-Ernährung sensibilisiert. Dabei werden gemeinsam die Grundursachen und Einflüsse auf Mangelernährung geklärt und Optionen für Verhaltensänderungen erarbeitet. Hierzu zählen auch Schulungen und Bewusstseinserweiterungen zu Themen wie Mangelernährung bei Kindern und Erwachsenen, Stillen, altersgemäße Nahrung, sowie Anbau, Beschaffung und Zubereitung von geeigneten Nahrungsmitteln. In den Reflektionsgesprächen werden Wachstumskontrollen durchgeführt, um mangelernährte Kinder zu ermitteln. Regelmäßige Koch- und Fütterungstreffen sollen behutsam das Ernährungsverhalten der Menschen verbessern. Zusätzlich werden die Bewohner darin ausgebildet, die Produktion von proteinhaltigen Lebensmitteln, etwa Tofu, Sojamilch und gerösteten Erdnüssen einzuführen.

VERBESSERTE ANBAUMETHODEN

Um das Krankheitsrisiko der mangelernährten Kinder zu reduzieren und den Zugang zu sauberem Wasser zu fördern, werden die Familien mit Wasserfiltersystemen versorgt. Zusätzlich unterstützt ADRA die Bauern beim Anbau von Gemüsegärten und vermittelt ihnen Kenntnisse für eine gute Ernte. Darunter fällt die Verbesserung der Land- und Bodenqualität, effizientes Kompostieren sowie der Umgang mit Insekten und weitverbreitetem Krankheitsbefall.

Das Projekt von ADRA kommt 2.800 Haushalten, darunter 3.700 Kinder unter fünf Jahren, zugute.

Projektlaufzeit: 01.05.16 – 30.04.20

Dieses Projekt wird gefördert durch