Jemen: Die Story von Mayram & Myla ❤️

Im März 2015 begann die militärische Eskalation im Jemen, die bis heute andauert. Es kämpfen Regierungstruppen gegen Huthi-Rebellen. Die Regierungstruppen werden unterstützt von Saudi-Arabien, die Huthi-Rebellen durch den Iran.

Der Jemen-Krieg ist auch ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Königreich Saudi-Arabiem und dem Iran, ausgetragen auf dem Rücken der Zivilbevölkerung.

Hilfslieferungen kommen nur schwer ins Land.
Saudi-Arabien hat den Jemen nahezu komplett abgeriegelt. Die Folge ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit, ohne größere Berichterstattung. Der Kriegsausbruch jährt sich am 26. März zum fünften Mal.

Du kannst im Jemen wirklich etwas bewegen!
Deine Spende kommt an!

Es gibt auch Hoffnung in all dem Leid. Wir möchten euch mit den Geschichten von Mayram und Myla zeigen, dass die Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe im Jemen fortbestehen – zumindest solange wir das Leid der Menschen im Jemen nicht vergessen.

Seit sieben Jahren organisiert ADRA Deutschland Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen. Auch Dank deiner Unterstützung können wir Schwangere, Mütter, Kleinkinder und Neugeborene bei Krankheiten und Unterernährung behandeln. Bisher konnten wir über 9.000 Babys und Kleinkinder retten.
Mayram und Myla sind zwei von ihnen. 

Jemen – der vergessene Krieg

Seit dem Jahr 2015 herrscht im Jemen ein blutiger Krieg, ausgetragen auf dem Rücken der Bevölkerung. Ein Krieg, der die Infrastruktur und die Verwaltung des Landes zerstört und noch immer viele Menschen vertreibt. Vier von fünf Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als die Hälfte aller Gesundheitseinrichtungen im Land funktioniert nicht mehr. Der Zugang zu Medikamenten ist kaum möglich.

Seit 2012 ist ADRA Deutschland einer der Protagonisten im Wiederaufbau des Gesundheitssystems im Jemen. So stellt ADRA umfassende lebensrettende Gesundheits- und Ernährungshilfe für fast eine halbe Million Menschen in Al-Hudaydah, Hajjah und Saada bereit. Durch die Einführung einer medizinischen Grundversorgung, die zunächst im ADRA Krankenhaus Kamaran umgesetzt und langfristig landesweit zugänglich sein soll, werden grundlegende Gesundheitsbedürfnisse gestillt. Ein Baustein des Engagements ADRAs im Jemen ist die Hilfe zur Selbsthilfe mittels Gesundheitsschulungen. Patientinnen und Patienten und deren Angehörige erhalten in den Wartebereichen der Krankenhäuser und Gesundheitszentren Schulungen über Gesundheitsthemen. Davon profitierten im Jahr 2018 über 30.000 Menschen.
Wiederkehrende Cholera-Epidemien sind für die Kliniken eine Herausforderung. Allein im Krankenhaus Kamaran wurden im vierten Quartal 2018 über 750 Patienten mit dieser Durchfallerkrankung behandelt. Die Cholera-Ausbrüche gehen zurück auf verunreinigtes Trinkwasser, um dem zuvorzukommen werden präventiv Hygieneschulungen durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von ADRA im Jemen liegt auf Schwangeren und stillenden Müttern mit ihren Babys und Kleinkindern. Wir versorgen Mütter und ihre Kinder bei Krankheiten und Unterernährung. Mangel- und Unterernährung können bei Kleinkindern zu Entwicklungsverzögerungen oder dauerhaften physischen und geistigen Einschränkungen führen. Um sie kümmert sich ADRA ganz besonders. Dies geschieht sowohl ambulant als auch stationär. Bisher konnten dadurch 8.000 Menschen stabilisiert und gerettet werden.
Nach dem Vorbild des gut funktionierenden ADRA Krankenhauses Kamaran soll nun auch ein Krankenhaus in der Region Saada ausgebaut werden. Gut eingerichtet und mit adäquatem Fachpersonal, einer Apotheke und einem Medikamentenlager ausgestattet, soll dieses Krankenhaus für die medizinische Versorgung vieler Patienten sorgen.
In Zeiten von Not und Armut stellt eine medizinische Versorgung das Überleben sicher. Solange die Infrastruktur im Jemen brachliegt, sind die Menschen besonders im Gesundheitsbereich auf humanitäre Hilfe angewiesen. Als zweitgrößte Hilfsorganisation im Jemen setzt sich ADRA dafür ein, das Leid der Menschen durch die gesundheitliche Versorgung zu mindern und unterstützt nachfolgende Generationen, eine Perspektive für die Zukunft zu bekommen.

ADRA Jemen ist:

  • seit 1995 im Einsatz
  • in 15 Regionen
  • mit 20 Projekten
  • 1500 Mitarbeitern
  • mit einem internationalen Team
  • für 2 Millionen Begünstigte aktiv

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Unterstüzten Sie die Arbeit von ADRA, um Menschen in vergessenen Krisen wieder Hoffnung zu schenken. >> zum Spendnformular

Spendenlauf nach Darmstadt: ProjektZwanzig22

Die drei Sportler Frank, Marco und Philipp sind begeisterte Läufer. Gemeinsam haben sie das „ProjektZwanzig22“ ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2022 wollen sie in jedem Jahr einen großen Benefizlauf absolvieren. In diesem Jahr zugunsten von ADRA Deutschland.

Am 28. & 29. März ist es so weit, Frank, Marco und Philipp starten im süddeutschen Achern und legen 180 Kilometer zurück. Ziel des Laufs ist die ADRA Deutschland Zentrale in Weiterstadt. Auf der letzten Etappe von Darmstadt nach Weiterstadt bekommen die Drei Unterstützung von Mitarbeitern und Freunden von ADRA.

Die gesammelten Spenden fließen in Projekte zugunsten der Kinder in Albanien und Jemen.

Seit 2014 leidet die Bevölkerung unter einem furchtbaren Bürgerkrieg. Über 80 Prozent der Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Kindersterblichkeit nimmt dramatisch zu. ADRA ist im Jemen aktiv, um das Leid zu lindern und hilft mit Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Ein Schwerpunkt der Hilfe kommt schwangeren Frauen, Neugeborenen und Kleinkindern zugute. Mehr…

Im November wurde der Balkan von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag in Albanien, nahe der Hauptstadt Tirana. ADRA ist im betroffenen Gebiet mit Bildungsprojekten unterwegs. Nach dem Erdbeben leistet ADRA Katastrophen- und Nothilfe. Mehr…

„Wir sind froh, dass Frank, Marco und Philipp uns für ihren Spendenlauf ausgesucht haben. Im Namen der Kinder in Albanien und im Jemen danken wir ihnen von ganzem Herzen“ sagt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland.

Unterstützen auch Sie die Spendenaktion unter https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=sldfd

ADRAdirekt zur Lage im Jemen

Seit Generationen gilt der Jemen als das Armenhaus der arabischen Halbinsel. Der Krieg hat die Lage noch schlimmer gemacht. Wir sprechen darüber in der Sendung ADRAdirekt

Im Jahr 2014
besetzen schiitischen Huthi-Rebellen strategisch wichtige Orte im Jemen,
darunter die Hauptstadt Sanaa und die wichtige Hafenstadt Aden. Im
darauffolgenden Jahr stellt sich eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition an
die Seite der international anerkannten Regierung und startet Luftangriffe auf
die Rebellen.

Laut Vereinten Nationen ist der Krieg im Jemen „die schlimmste humanitäre Krise der Welt“: Zerstörte Infrastruktur, Hunger, Krankheiten und über 2 Millionen Binnenvertriebene im Land. Mehr als 24 Millionen Menschen, also 80 Prozent der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Alle Sendungen ADRAdirekt sind auf YouTube abrufbar: Playlist

Eine bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich

ADRA ist im Jemen eine führende Hilfsorganisation. Im Norden des Landes, in Hajjah, Saada und Hudaida, ist ADRA Deutschland ein zentraler Akteur in der Gesundheitsversorgung. Hudaida ist weiterhin der gefährlichste Ort im Jemen für Zivilisten.

 „Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe, Märkte und Gesundheitseinrichtungen werden beschädigt und zerstört, die bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich“, sagen die humanitären Helfer, die im Jemen tätig sind. In diesem Jahr wurden durch Bodenkampf insgesamt 1.008 Zivilisten getötet. Über 40 Prozent aller Vorfälle von bewaffneter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung fand in der Region Hudaida statt.

Die humanitäre Lage ist katastrophal und die Versorgung verschlechtert sich mit jedem Angriff weiter. In diesem Jahr wurden fast 390.000 Jemeniten aus ihren Häusern vertrieben, es sind 2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Was die Menschen im Jemen am meisten brauchen, ist ein Ende der Gewalt durch eine politische Lösung des Konflikts. Die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit betrifft 30 Millionen Einwohner, davon sind 80 Prozent, 24 Millionen Menschen, zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Jemen werden durch Land- und Seeblockaden die Lieferungen von Hilfsgütern erheblich erschwert, die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln kommt immer wieder zum Erliegen. Deshalb wurden Fehlende medizinische Versorgung und zerstörte Infrastruktur führten 2019 zu über 460.000 Cholera-Verdachtsfällen, 2.700 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Die notleidende Bevölkerung wird zusätzlich von einer Dengue-Epidemie heimgesucht. Die Vereinten Nationen haben 2.000 Erkrankungen und bereits 50 Tote (Stand 26.11.19) gemeldet.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
>> zum Spendenformular

Die Arbeit von ADRA Deutschland im Jemen ist möglich dank Ihrer Spendengelder und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“.

Jemen: Dengue-Fieber ausgebrochen!

Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die sich sehr schnell ausbreitet. Übertragen wird das Virus von Stechmücken. Nun ist es im Jemen zu einer Epidemie gekommen, die bisher schätzungsweise 50 Menschen das Leben gekostet hat.

Schwerpunkt des Ausbruchs ist die Hafenstadt Hudaida im Westen. ADRA Deutschland ist dort aktiv und leistet humanitäre Hilfe im Gesundheitssektor. Mehr als 2.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen erkrankt. Die meisten Dengue-Fälle verlaufen mit ähnlichen Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Dengue-Fieber trifft auf eine geschwächte Bevölkerung

Die Krankheit wird umso bedrohlicher, je mehr die Bevölkerung geschwächt ist. Im Jemen sind mehr als 24 Millionen Menschen (ca. 80 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Versorgung mit Nahrungsmittel und medizinischen Gütern ist unsicher. Immer wieder treffen Cholera-Epidemien die Menschen, mehr als 2.700 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Der Jemen braucht dringend Unterstützung!

Zur Bekämpfung der jüngsten Dengue-Epidemie benötigt der Jemen ein funktionierendes Gesundheitssystem, um alle Patienten zu behandeln. ADRA ist ein wichtiger Akteur der Gesundheitsversorgung im Jemen und stellt Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen in Hudaida, Hajjah und Saada bereit.

Ein weiterer Baustein, um die Epidemie einzugrenzen sind Hygienemaßnahmen und ein funktionierendes Sanitärsystem. Deshalb organisiert ADRA Gesundheitsschulungen, um die Ansteckung zu vermeiden.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
>> zum Spendenformular

Dieses Projekt wird gefördert vom Auswärtigen Amt.