Solarenergie schützt Gesundheit und Umwelt auf Vanua Balavu

Abholzen führt zur Erosion der Küste

Auf Vanua Balavu, einer der Inseln Fidschis, belastet der Gebrauch von Dieselgeneratoren und offenen Kochstellen die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zusehends. ADRA Deutschland verhilft den Inselbewohnern mit Solaranlagen und energieeffizienten Öfen zu einer besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität. Die Einführung von umweltschonenden Fischfangmethoden schützt die Fischbestände und die Küsten.

Auf Vanua Balavu werden in der Mehrzahl der Haushalte Dieselgeneratoren als Energiequelle vor allem zur Lichtgewinnung in den Nachtstunden verwendet. Der Kraftstoff ist teuer und das Einkommen der Familien, das hauptsächlich aus der Landwirtschaft und der Fischerei stammt, sehr niedrig. Daher können sich nicht alle Familien den Betrieb der Generatoren leisten und Kindern ist es in den Abendstunden nicht mehr möglich, zu lernen.

Zudem kochen fast alle Familien über offenem Feuer, wodurch es zu Lungen- und Herzkrankheiten kommt. Das Feuerholz stammt überwiegend aus den Mangrovenwäldern an der Küste, doch unkontrolliertes Abholzen führt zur Erosion der Küste und wirkt sich negativ auf die Biodiversität des Gebiets und die Lebensmittelsicherheit der lokalen Bevölkerung aus.

Mehr Lebensqualität durch Solarenergie

Mit Hilfe von Solaranlagen und energieeffizienten Öfen verbessert ADRA Deutschland die Energieversorgung von 500 Haushalten auf Vanua Balavu auf ökologische und effiziente Weise. Die Solaranlagen ermöglichen den Familien eine kostengünstige Beleuchtung in den Abendstunden, wodurch sich ihre Lebensqualität stark verbessert und die Kinder mehr Zeit zum Lernen haben. Durch die energieeffizienten Öfen sind die Frauen beim Kochen keinen schädlichen Dämpfen mehr ausgesetzt und die Zahl der Atemwegs- und Herzkrankheiten wird stark zurückgehen. Umweltschutz und im Besonderen der Schutz der Küstengebiete werden durch die Umstellungen auf umweltschonende Fischfangmethoden zusätzlich gewährleistet.

Die Nachhaltigkeit über den Projektzeitraum hinaus wird durch einen partizipatorischen und gemeindeorientierten Ansatz sichergestellt. Gemeindekomitees werden in den Dörfern die zentrale Anlaufstelle für Informationen über erneuerbare Energie sein und auch die Haushalte selbst werden mit ausreichenden Kenntnissen in der Verwendung und Wartung der Solarsysteme und Öfen versorgt.

 

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 28.02.19

Das Projekt wird gefördert durch

Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik

Notfall- und Sicherheitspläne sowie die Entwicklung von Strategien für den Katastrophenfall stärken auf den Fidschi-Inseln die Bevölkerung gegen immer wieder auftretende Naturkatastrophen.

In der Südpazifik-Region ereignen sich immer wieder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis und Wirbelstürme. Um die Menschen zu schützen und besser für Katastrophen zu wappnen, unterstützt ADRA lokale Kirchengemeinden und dort ansässige ADRA-Büros im Bereich Katastrophenvorsorge. Die örtlichen Gemeinden erhalten Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik. In gemeinsamen Workshops werden dafür Strategien erarbeitet. Außerdem werden Notfallpläne und Sicherheitspläne entwickelt und regelmäßige Trainings im Bereich Katastrophenschutz abgehalten. Erreicht wird hierdurch eine Sensibilisierung über Katastrophenrisiken. Gemeinschaften und Einzelpersonen werden in die Lage versetzt, Verantwortung für Risiken zu übernehmen und es werden verstärkt Hilfsgüter bereitgestellt.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 30.06.2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

ADRA LEISTET HILFE NACH ZYKLON “WINSTON” AUF FIDSCHI

“Winston” war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern trafen im Februar 2016 auf die Inselgruppe, deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. ADRA hilft den Betroffenen, mit der Katastrophe fertig zu werden.

Als der Wirbelsturm „Winston“ über die Fidschi-Inseln fegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Tausende Bewohner verloren ihr Zuhause sowie ihr ganzes Hab und Gut und mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

ÜBERFÜLLTE NOTUNTERKÜNFTE

Seitdem sind die Notunterkünfte überfüllt, es fehlt an Nahrung, Wasser und Sanitäranlagen. Deswegen werden die Betroffenen von ADRA mit Lebensmitteln oder Lebensmittelgutscheinen sowie sauberem Wasser und Hygieneartikeln versorgt.  ADRA unterstützt sie außerdem mit Materialien zur Ausbesserung ihrer Häuser, damit sie die Notunterkünfte bald verlassen können.

LANGFRISTIGE ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Zur langfristigen Sicherung der Ernährung werden Saatgut und Setzlinge verteilt. Denn der Sturm hat auch viele Felder und Ernten zerstört.

Bisher hat ADRA mit den Hilfsmaßnahmen mehr als 10.000 Menschen erreicht.

Projektlaufzeit: 01.03.16 – 30.09.16

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Mitarbeiterin von ADRA Deutschland auf Fidschi eingetroffen

“Winston” war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Zur Unterstützung des ADRA-Notfallteams ist Anna Krikun auf den Fidschis eingetroffen. Gemeinsam mit ortskundigen Bewohnern verteilte sie als Soforthilfemaßnahme Lebensmittel an 500 Haushalte im Gebiet um Rakiraki, im Norden der Hauptinsel Viti Levu. Für erste Hilfsaktionen hat ADRA Deutschland 15000 Euro zur Verfügung gestellt.

Krikun, Koordinatorin von ADRA Deutschland für die Region Südostasien & Pazifik, befand sich am vergangenen Wochenende auf dem Weg zu der kleineren Fidschi-Insel Vanua Balavu, als der gewaltige Zyklon “Winston” nach Meldung des Nachrichtenportals “Fijivillage” mindestens 42 Menschenleben auslöschte. „Eigentlich wollte ich das neue Projekt von ADRA Deutschland besuchen. Doch der Zyklon hat meine Reise im wahrsten Sinne des Wortes durcheinandergewirbelt“, berichtete Anna Krikun in einem Telefonat. Auf Vanua Balavu will ADRA Deutschland durch Solaranlagen und Solarkocher die Energieversorgung von 500 Haushalten auf ökologische und effiziente Weise verbessern. Krikun: „Jetzt sind viele dieser Dörfer vom Sturm vernichtet.“
“Winston” war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern in der Stunde deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. Tausende haben ihr Zuhause verloren. Die Mitarbeiter von ADRA, die Armee und Freiwillige sind immer noch dabei, sich ein genaues Bild von den Schäden und Opfern auf den abgelegen Inseln des Pazifikstaates zu verschaffen.