Bahamas: 3 Dinge, die ADRA sofort umsetzt

Der Hurrikan Dorian verwüstete Anfang September die Inseln Abaco und Grand Bahama. Nach Berichten aus den lokalen Medien sind aktuell 53 Todesfälle bekannt, die Zahl der Toten wird wahrscheinlich weiter ansteigen, da noch immer 692 Menschen vermisst werden und die Rettungsteams noch nicht alle verwüsteten Orte erreichten. Obwohl das volle Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt ist, steht jedoch fest, dass ungefähr 70.000 Menschen dringend auf Nahrungsmittel, sauberes Wasser, Medikamente und andere Notfallvorräte angewiesen sind.

ADRA baut die Hilfe noch einmal aus und mobilisiert weitere Ressourcen, um das bereits vorhandene Ernährungsprogramm zu erweitern.

Wie sieht die Hilfe genau aus?

Lebensmittelverteilung auf Bahamas nach dem Hurrikan (c) ADRA International

1. Lebensmittel, Wasser, NFI-Verteilung
Die betroffene Bevölkerung erhält warme Mahlzeiten, Wasser und Lebensmittel. Darüber hinaus werden sogenannte Non-Food-Items (lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser) verteilt, um bei der Unterbringung und den Notwendigkeiten zu helfen.

2. Medizinische und gesundheitliche Maßnahmen
Nach einer Katastrophe wie dem Hurrikan Dorian steht die medizinische Versorgung, einschließlich der psychischen Gesundheit, ganz oben auf der Prioritätenliste. ADRA verteilt zur Prävention von Krankheiten Hygienekits und durch medizinisches Fachpersonal auch Medikamente. Für Kindern und Jugendliche werden sichere Räume zur Verfügung gestellt, um ihr psychosoziales Wohlbefinden zu verbessern.

3. Bargeld und Planen
Für die Familien, die von den Inseln Abaco und Grand Bahamas geflohen sind, unterstützt ADRA mit Bargeld. Damit leistet ADRA einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Häuser und Wohnungen. Außerdem unterstützt ADRA Hausbesitzer mit Planen und Baumaterial, damit sie möglichst schnell wieder in ihre Häuser zurückkönnen.

Die Maßnahmen laufen zunächst bis Ende November 2019. Nach Bedarf wird der Einsatz bis Februar 2020 verlängert. Das Projekt wird aus einem Zusammenschluss von neun internationalen ADRA-Büros finanziert.

Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas-Inseln unterstützen. Nutzen Sie dazu bitte unser Spendenformular unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“: ZUM SPENDENFORMULAR.

Hurrikan Dorian: schlimmste Verwüstungen auf Abaco und Grand Bahama

Am Montag, dem 2. September, wurden die Bahamas-Inseln Abaco und Grand Bahama von Hurrikan Dorian getroffen. Der Sturm wurde in die Kategorie 5 auf der ‚Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala‘ eingestuft. Kategorie 5 bedeutet Windgeschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern. Die langsame Bewegung des Sturms hat auf diesen beiden Inseln schlimmste Verwüstungen verursacht.

Unvorstellbare Verwüstungen auf den Bahamas (c) ADRA International

Bisher sind 45 Todesfälle bestätigt, Tausende werden noch vermisst. Insgesamt werden über 70.000 Menschen durch den Hurrikan Dorian in Mitleidenschaft gezogen.

ADRA schickt Lebensmittel, Wasserversorgung und Hygienesets nach Freeport. In Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort wird ADRA in Grand Bahama mit Ingenieuren den Wiederaufbau der Schule organisieren.

Patricia hat den Hurrikan Dorian überlebt und ihr Hab und Gut verloren
Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas mit einer Spende unterstützten. Nutzen Sie dazu bitte das Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“

Hurrikan auf den Bahamas: ADRA schickt Notfallteam

Der Wirbelsturm Dorian traf den Inselstaat Bahamas auf höchster Stufe und setzte sich drei Tage lang fest. Das Ausmaß der Zerstörung wird nun erst deutlich. Das Katastrophenschutzteam von ADRA auf den Bahamas arbeitet eng mit der Adventistischen Kirche und den lokalen Behörden zusammen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln, um schnell und zielgerichtet helfen zu können.

„Dieser [Hurrikan Dorian] ist der schlimmste und größte Sturm, den die Bahamas je erlebt haben“, sagt Leonardo Rahming, Generalsekretär der Südbahamas-Konferenz und ehrenamtlicher Helfer bei ADRA. „Dorian verursachte vor allem auf den Inseln Abaco und Grand Bahama Verwüstungen, was dazu führte, dass Kommunikation und Strom auf beiden Inseln unterbrochen wurden“, so Rahming.  Der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, sprach von 70.000 Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Einwohner der Bahamas-Inseln benötigen dringend Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente.

Zwischenzeitlich ist die Anzahl der Todesopfer des Hurrikans auf 30 gestiegen, viele Menschen werden immer noch vermisst. Die Aufräumarbeiten können jetzt erst beginnen, da der Wirbelsturm sich ungewöhnlich lange auf den Bahamas festsetzte. Bisher sind die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, da die Flughäfen Abaco and Grand Bahamas beschädigt oder wegen Überschwemmungen vorübergehend außer Betrieb sind. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden. Darin unterscheiden sich die Auswirkungen des Hurrikans Dorian nicht gravierend von den Zerstörungen anderer Wirbelstürme wie dem Zyklon Idai im Frühjahr vor der Südostküste Afrikas.

ADRA schickt Notfallteam auf den Inselstaat

Eine große Stärke des ADRA Netzwerks ist es, dass es Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt gibt, die im Ernstfall unverzüglich handeln können. So auch auf den Bahamas. Das internationale ADRA-Notfallteam ist auf dem Weg nach Nassau und wird so schnell wie möglich weiter in die betroffenen Gebiete vordringen. ADRA transportiert Wasser, Nahrung und NFI (Non-Food-Items = lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser), in die Katastrophenregion. Viele Menschen sind durch den Hurrikan obdachlos geworden. Deshalb plant ADRA mit der Hilfe von Freiwilligen eine Zeltstadt auf den Abaco-Inseln und eine Zeltstadt auf Grand Bahama aufzubauen.

Der Inselstaat Bahamas hat in etwa so viele Einwohner wie die Stadt Wuppertal. Von den 700 Inseln sind nur 30 bewohnt. Haupterwerbszweig der Bahamas ist der Tourismus, in dem etwa 60 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind.

Inzwischen bereiten sich die Menschen an der Südostküste der USA auf die Ankunft des Sturms vor, der von der höchsten Kategorie fünf auf zwei heruntergestuft wurde und nun wieder an Stärke zunimmt. Ihre Spende hilft ADRA bei der Versorgung der Menschen und dem Wiederaufbau auf den Bahamas. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ >> ZUM SPENDENFORMULAR