Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik

Notfall- und Sicherheitspläne sowie die Entwicklung von Strategien für den Katastrophenfall stärken auf den Fidschi-Inseln die Bevölkerung gegen immer wieder auftretende Naturkatastrophen.

In der Südpazifik-Region ereignen sich immer wieder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis und Wirbelstürme. Um die Menschen zu schützen und besser für Katastrophen zu wappnen, unterstützt ADRA lokale Kirchengemeinden und dort ansässige ADRA-Büros im Bereich Katastrophenvorsorge. Die örtlichen Gemeinden erhalten Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und Katastrophen im Südpazifik. In gemeinsamen Workshops werden dafür Strategien erarbeitet. Außerdem werden Notfallpläne und Sicherheitspläne entwickelt und regelmäßige Trainings im Bereich Katastrophenschutz abgehalten. Erreicht wird hierdurch eine Sensibilisierung über Katastrophenrisiken. Gemeinschaften und Einzelpersonen werden in die Lage versetzt, Verantwortung für Risiken zu übernehmen und es werden verstärkt Hilfsgüter bereitgestellt.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 30.06.2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

ADRA LEISTET HILFE NACH ZYKLON „WINSTON“ AUF FIDSCHI

„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern trafen im Februar 2016 auf die Inselgruppe, deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. ADRA hilft den Betroffenen, mit der Katastrophe fertig zu werden.

Als der Wirbelsturm „Winston“ über die Fidschi-Inseln fegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Tausende Bewohner verloren ihr Zuhause sowie ihr ganzes Hab und Gut und mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

ÜBERFÜLLTE NOTUNTERKÜNFTE

Seitdem sind die Notunterkünfte überfüllt, es fehlt an Nahrung, Wasser und Sanitäranlagen. Deswegen werden die Betroffenen von ADRA mit Lebensmitteln oder Lebensmittelgutscheinen sowie sauberem Wasser und Hygieneartikeln versorgt.  ADRA unterstützt sie außerdem mit Materialien zur Ausbesserung ihrer Häuser, damit sie die Notunterkünfte bald verlassen können.

LANGFRISTIGE ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Zur langfristigen Sicherung der Ernährung werden Saatgut und Setzlinge verteilt. Denn der Sturm hat auch viele Felder und Ernten zerstört.

Bisher hat ADRA mit den Hilfsmaßnahmen mehr als 10.000 Menschen erreicht.

Projektlaufzeit: 01.03.16 – 30.09.16

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Mitarbeiterin von ADRA Deutschland auf Fidschi eingetroffen

„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Zur Unterstützung des ADRA-Notfallteams ist Anna Krikun auf den Fidschis eingetroffen. Gemeinsam mit ortskundigen Bewohnern verteilte sie als Soforthilfemaßnahme Lebensmittel an 500 Haushalte im Gebiet um Rakiraki, im Norden der Hauptinsel Viti Levu. Für erste Hilfsaktionen hat ADRA Deutschland 15000 Euro zur Verfügung gestellt.

Krikun, Koordinatorin von ADRA Deutschland für die Region Südostasien & Pazifik, befand sich am vergangenen Wochenende auf dem Weg zu der kleineren Fidschi-Insel Vanua Balavu, als der gewaltige Zyklon „Winston“ nach Meldung des Nachrichtenportals „Fijivillage“ mindestens 42 Menschenleben auslöschte. „Eigentlich wollte ich das neue Projekt von ADRA Deutschland besuchen. Doch der Zyklon hat meine Reise im wahrsten Sinne des Wortes durcheinandergewirbelt“, berichtete Anna Krikun in einem Telefonat. Auf Vanua Balavu will ADRA Deutschland durch Solaranlagen und Solarkocher die Energieversorgung von 500 Haushalten auf ökologische und effiziente Weise verbessern. Krikun: „Jetzt sind viele dieser Dörfer vom Sturm vernichtet.“
„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern in der Stunde deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. Tausende haben ihr Zuhause verloren. Die Mitarbeiter von ADRA, die Armee und Freiwillige sind immer noch dabei, sich ein genaues Bild von den Schäden und Opfern auf den abgelegen Inseln des Pazifikstaates zu verschaffen.

ERHÖHTE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT BEI KATASTROPHEN

Taifun Haiyan, der im November 2013 über die Philippinen fegte, sorgte für massive Zerstörungen und Leid auf dem Inselstaat im Pazifischen Ozean. Tausende Menschen verloren ihr Leben. Bis heute haben die Überlebenden mit den Auswirkungen des Taifuns zu kämpfen. ADRA hilft dabei, den Lebensunterhalt der Betroffenen nachhaltig zu sichern und die Menschen vor weiteren Katastrophen zu schützen.

Die Situation auf den Philippinen nach Taifun Haiyan ist noch immer kritisch. Viele Häuser und Straßen sind noch immer zerstört. Da die Ärmsten der Bevölkerung am stärksten von der Katastrophe getroffen wurden, gelingt es ihnen nicht aus eigener Kraft, sich aus ihrer Situation zu befreien. Die Meisten von ihnen sind Fischer oder Bauern. Es fehlt ihnen an den notwendigen Ressourcen und Kenntnissen. Ihr Leben ist bestimmt von Perspektivlosigkeit. Tritt eine erneute Naturkatastrophe ein, nehmen diese Menschen wiederum am meisten Schaden.

VORBEREITUNG AUF NATURKATASTROPHEN

ADRA unterstützt die Bewohner in den Bezirken Ajuy, Concepcion und Estancia auf der Insel Panay, ihren Lebensunterhalt nachhaltig zu sichern. Im Rahmen von Workshops, Simulationen und Schulungen werden sie auf mögliche Naturkatastrophen vorbereitet. Sie erlernen hierbei Methoden, wie man sich auch mit wenig Geld und Ressourcen schützen kann. Die Workshops und Schulungen werden häufig von Dorfbewohnern durchgeführt, die zuvor durch ADRA ausgebildet wurden. So übernehmen die Einheimischen Verantwortung füreinander. Unter Mitwirkung der insgesamt 60 Kommunen hilft ADRA außerdem beim Ausbau der örtlichen Frühwarnsysteme.

EINKOMMEN STEIGERN

Zusätzlich erhalten die Menschen von ADRA Unterstützung, ihr Einkommen dauerhaft zu steigern. Von der Produktion bis zum Verkauf der Ware soll das gesamte System verbessert werden. ADRA vermittelt beispielsweise neue Technologien und Methoden, mit denen die Menschen ihre Produktion erhöhen können. Hierbei werden klimaresistente und nachhaltige Anbaumethoden in den Fokus gesetzt. Im Hinblick auf erneute Verwüstungen durch Naturkatastrophen und ein langfristig gesichertes Einkommen ist es wichtig, gemeinsam mit den Menschen weitere Einkommensquellen zu schaffen. Die Hilfsmaßnahmen von ADRA kommen über 48.000 Menschen zugute.

Projektlaufzeit: 01.04.15 – 31.03.19

Dieses Projekt wird gefördert von