Nothilfe für die Betroffenen des Tsunamis in Indonesien

Zerstörte Gebäude, blockierte Straßen und ein eingeschränktes Kommunikationsnetz erschweren die Versorgung auf der indonesischen Insel Sulawesi, die vor einer Woche von einem starken Erdbeben und dem davon ausgelösten Tsunami getroffen wurde. ADRA stellt Notunterkünfte zur Verfügung, die betroffene Familien schützen.

In Indonesien ist die Situation nach dem verheerenden Tsunami und der immer wieder bebenden Erde weiterhin kritisch. 1.581 Menschen kamen ums Leben und unzählige werden vermisst. 2.549 wurden schwer verletzt und benötigen Versorgung, 65.733 Häuser wurden zerstört.

Schwieriger Einsatz durch beschädigte Infrastruktur

Die stark beschädigte Infrastruktur erschwert die Versorgung der Bevölkerung und humanitäre Hilfseinsätze, da Krankenhäuser, Häfen, Straßen und Flughafengebäude beschädigt oder zerstört wurden. Erdrutsche erschweren den Zugang zu der stark betroffenen Stadt Palu; Brücken sind zusammengebrochen.

Mittlerweile konnte der Betrieb des Flughafens und des Hafens in Palu wieder aufgenommen werden. Die Stromversorgung wird langsam wiederhergestellt. Manche Regionen sind jedoch nach wie vor gänzlich vom Netz abgeschnitten, was auch die Kommunikation stark einschränkt. Da das Benzin knapp wird, müssen die Menschen stundenlang an Tankstellen anstehen.

Da es den Menschen in der eng bewohnten Region an dem Nötigsten fehlt kommt es vermehrt zu Plünderungen.

Notunterkünfte für tausende Familien

ADRA ist mit einem internationalen Einsatzteam vor Ort, das erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet hat. Viele Menschen schlafen aufgrund ihrer zerstörten Häuser unter freiem Himmel. Die Angst vor den ständigen Nachbeben trägt dazu bei. Dazu beginnt in Kürze die Regenzeit und geschützte Unterkünfte werden dringend benötigt.

ADRA stellt in einem ersten Schritt 3.000 Familien Materialien für Notunterkünfte zur Verfügung. Diese bestehen aus zwei großen Zeltplanen, Seil, Nägeln, einem Hammer und einer Säge. Die daraus entstehenden stabilen Zelte sind groß genug, dass sie jeweils einer ganzen Familie Schutz bieten. Als Zeltstangen können lokale Materialien verwendet werden, wie z.B. Bambus. Der Transport dieser großen Mengen an Material ist durch die zerstörte Infrastruktur schwierig und zeitaufwändig.  ADRA sorgt dafür, dass die Hilfe so schnell wie möglich ankommt. Weitere Hilfsmaßnahmen werden zur Zeit vom Team vor Ort geplant.

Für den Einsatz der Zelte und auch weitere Hilfsmaßnahmen vor Ort ist ADRA dringend auf Spenden angewiesen. Mit einer Summe von 63 Euro kann einer ganzen Familie eine Notunterkunft zur Verfügung gestellt und sie vor der anstehenden Regenzeit geschützt werden. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Tsunami“: >> ZUM SPENDENFORMULAR

Der Einsatz wird von „Aktion Deutschland Hilft“ gefördert.
Als Mitglied von „Aktion Deutschland Hilft“ ist ADRA gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen des Bündnisses in Indonesien tätig. 

Mehr als 800 Todesopfer nach Tsunami in Indonesien

Drei Tage nach der Naturkatastrophe in Indonesien ist die Situation immer noch angespannt: Der Strom ist ausgefallen, die Telefonnetze zusammengebrochen und einige Regionen sind von der Außenwelt abgeschlossen. Ständige Nachbeben bedrohen die Menschen. ADRA ist vor Ort und kann Soforthilfe leisten.

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hatte am Freitag vor der Küste der indonesischen Insel Sulawsi einen Tsunami ausgelöst. Über 133 Nachbeben wurden verzeichnet. Mindestens 844 Tote und 540 Verletzte sind zu beklagen, insgesamt sind ca. 2,4 Millionen Kinder, Frauen und Männer von der Katastrophe betroffen. Das indonesische Online-Nachrichtenportal Kumparan berichtete am späten Sonntagabend unter Berufung auf die nationale Polizei von mindestens 1203 Toten.

Die Arbeit der Helfer ist schwer. Zufahrtswege sind verschüttet und für Helfer und Hilfsgüter unpassierbar, viele Häuser sind zerstört und lassen die Bewohner schutzlos ohne Hab und Gut zurück. Es fehlt an Notunterkünften, medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und Nahrung. ADRA Indonesien koordiniert sich bereits mit den örtlichen Behörden und startet Nothilfemaßnahmen.

Indonesien ist mit mehr als 260 Millionen Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Indonesien gehört zu den Regionen mit den meisten Erdbeben auf der Welt. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone weltweit. Beben gibt es hier regelmäßig. Das große Erdbeben an der Küste Sumatras an Weihnachten 2004 forderte insgesamt 230.000 Menschenleben. Die Menschen der Insel Sulawesi brauchen unsere Unterstützung, helfen Sie mit!

>> Unterstützen Sie die Betroffenen – nutzen Sie dazu das Spendenstichwort „Tsunami“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Der Einsatz wird von „Aktion Deutschland Hilft“ gefördert.
Als Mitglied von „Aktion Deutschland Hilft“ ist ADRA gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen des Bündnisses in Indonesien tätig. 

Am 8. September ist Weltbildungstag

A-B-C – und dann? Der Weltbildungstag mahnt weltweite Missstände an: Etwa 750 Millionen Jugendliche und Erwachsene können nicht lesen und schreiben, fast zwei Drittel von ihnen sind Mädchen und Frauen. Dabei ist die Entwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft ohne Bildung nicht möglich. Bildung ist ein Menschenrecht, für das ADRA sich stark macht!

Bildung fängt mit der Alphabetisierung von Kindern an. Jedoch sind einige Jahre Kindergarten und Grundschule nicht ausreichend, um sich für ein selbstbestimmtes Leben mit regelmäßigem und ausreichendem Einkommen zu wappnen. Die Förderung von Bildung ist in jedem Alter und Lebensabschnitt notwendig. Lebenslanges Lernen trägt zur Entwicklung des Einzelnen und zum Gelingen des Zusammenlebens bei. Innerhalb der Familie, des Dorfes, der Stadt, der Gesellschaft – wirtschaftlich, sozial und kulturell. Bildung und Armut hängen eng zusammen. Mangelnde Bildungsmöglichkeiten schwächen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Bildung ist der Schlüssel, materieller Verarmung entgegenzuwirken. Die Vereinten Nationen haben 2015 die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die dort vereinbarten Ziele sollen dazu beitragen, weltweit allen Menschen ein Leben in Würde, in Frieden und ohne Armut zu ermöglichen. Um diese 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erreichen, spielt Bildung eine essentielle Rolle. Bildung ist ein Schwerpunkt der Arbeit von ADRA. Frühkindliche Bildungsangebote, Grundschule, Sekundarschulbildung, Alphabetisierungskurse, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten fördert ADRA derzeit in Somalia, Äthiopien, Kenia, Albanien, Serbien, Thailand und Fidschi. Weitere Informationen zu den Projekten gibt es unter www.adra.de/projekte.

Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Förderung der integrativen Entwicklung

Dieses Projekt auf den Fidschi-Inseln hat ADRA initiiert, um zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Registrierung zu unterstützen und auf einer der Inseln eine Netzwerkplattform zu etablieren. Diese dient dazu, die Rolle von zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken.

Auf den Fidschi-Inseln haben zivilgesellschaftliche Organisationen einen schweren Stand. Sie verfügen über zu wenig Kapazitäten oder haben zu wenig ausgebildetes Personal. Beides ist jedoch wichtig, um sich auf lokaler und nationaler Ebene mit zivilgesellschaftlich relevanten Themen und Anliegen auseinanderzusetzen und diese an die Regierung zu tragen. ADRA hat ein Projekt initiiert, um zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Registrierung zu unterstützen und auf der Insel Vanua Levu eine Netzwerkplattform für solche Organisationen zu etablieren. Die Organisationen und deren Akteure werden in den Bereichen Finanzmanagement, Vernetzung und Partizipation gestärkt. Zusätzlich wird die Einbindung der Gemeinschaft in den Dialog mit politischen Akteuren verbessert. Dies geschieht mitunter in Form von Schulungen und Workshops, Einrichtung von Ausschüssen.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 – 31.12.2020

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Existenzgrundlagen für Kleinbauern auf Fidschi

Auf den Fidschi-Inseln werden Landwirte und lokale Gemeinschaften mit Schulungen und dürreresistentem Saatgut dabei unterstützt, widerstandsfähiger gegenüber Dürrebedingungen zu werden.

Die Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht, von denen die sozioökonomische Entwicklung beeinträchtigt wird. Um die Menschen besser für kommende Naturkatastrophen zu wappnen, hilft ADRA Landwirten und lokalen Gemeinschaften in den Nord- und Westprovinzen Fidschis, die Ernährungsunsicherheit zu verringern. Die Menschen sollen anpassungsfähiger und widerstandsfähiger an Dürrebedingungen werden. Hierfür werden in der Landwirtschaft dürreresistentes Saatgut gepflanzt, Bewässerungstechniken vermittelt, Gärten angelegt und Schulungen rund um das Thema Ernährung und Nahrungsmittelzubereitung gegeben. Auch die Kapazitäten der landwirtschaftlichen Methoden der Bauern werden gestärkt. Dies erfolgt durch die Vermittlung klimaresistenter landwirtschaftlicher Methoden, die Verteilung von landwirtschaftlichen Gerätschaften und Düngemitteln.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 – 31.10.2020

Dieses Projekt wird gefördert durch 

KINDER GEGEN KATASTROPHEN STÄRKEN

Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung werden bei Katastrophen am stärksten getroffen – sie haben besondere Bedürfnisse, sind weniger widerstandsfähig als Erwachsene und dadurch hohen Risiken ausgesetzt. ADRA stärkt Kinder und Jugendliche auf den Philippinen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten und vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge.

Jedes Jahr werden weltweit 175 Millionen Kinder von Katastrophen heimgesucht. Durch den Taifun Haiyan im Jahr 2013 hat sich das Leben von rund sechs Millionen Kindern auf den Philippinen dramatisch verändert. Solche Art Katastrophen haben mitunter erhebliche Auswirkungen auf den Bildungssektor, denn Schulgebäude werden zerstört und Kinder sowie Lehrer werden schlimmstenfalls verletzt oder verlieren sogar ihr Leben. Immer häufiger werden öffentliche Schulen als Evakuierungszentren bei Katastrophen eingesetzt, erfahren dadurch jedoch immensen Schaden, weil die Gebäude nicht entsprechend ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass dadurch Unterricht vorübergehend ausfällt, in provisorischen Unterkünften stattfinden muss und die meisten Kinder von der vorangegangenen Katastrophe derart betroffen sind, dass sie nicht zum Unterricht erscheinen oder es ihnen schwerfällt, aktiv teilzunehmen. Die Verringerung des Katastrophenrisikos an Schulen ist deshalb von großer Bedeutung.

ADRA fördert in Zusammenarbeit mit Handicap International das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge an Schulen. In fünf Schulen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten werden Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt, direkte Maßnahmen zu ergreifen, um Katastrophen zu erkennen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Auch Kinder mit Beeinträchtigungen sind hier involviert. Außerdem erfahren sie, wie sie sich in Katastrophensituationen richtig verhalten. Hiermit wird ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber natürlichen sowie menschengemachten Krisen erhöht. Konkret heißt das zum Beispiel, dass Kinder Fluchtpläne entwerfen. Außerdem erhalten sie speziell für Kinder aufbereitetes Infomaterial in digitaler Form. Gemeinsam mit geschulten Lehrern werden vor Ort Frühwarnsysteme sowie Notfallpläne für die jeweilige Schule entwickelt. Hinzu kommt die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Erste Hilfe.

 

Projektlaufzeit: 01.11.17 – 30.09.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Solarenergie schützt Gesundheit und Umwelt auf Vanua Balavu

Abholzen führt zur Erosion der Küste

Auf Vanua Balavu, einer der Inseln Fidschis, belastet der Gebrauch von Dieselgeneratoren und offenen Kochstellen die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zusehends. ADRA Deutschland verhilft den Inselbewohnern mit Solaranlagen und energieeffizienten Öfen zu einer besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität. Die Einführung von umweltschonenden Fischfangmethoden schützt die Fischbestände und die Küsten.

Auf Vanua Balavu werden in der Mehrzahl der Haushalte Dieselgeneratoren als Energiequelle vor allem zur Lichtgewinnung in den Nachtstunden verwendet. Der Kraftstoff ist teuer und das Einkommen der Familien, das hauptsächlich aus der Landwirtschaft und der Fischerei stammt, sehr niedrig. Daher können sich nicht alle Familien den Betrieb der Generatoren leisten und Kindern ist es in den Abendstunden nicht mehr möglich, zu lernen.

Zudem kochen fast alle Familien über offenem Feuer, wodurch es zu Lungen- und Herzkrankheiten kommt. Das Feuerholz stammt überwiegend aus den Mangrovenwäldern an der Küste, doch unkontrolliertes Abholzen führt zur Erosion der Küste und wirkt sich negativ auf die Biodiversität des Gebiets und die Lebensmittelsicherheit der lokalen Bevölkerung aus.

Mehr Lebensqualität durch Solarenergie

Mit Hilfe von Solaranlagen und energieeffizienten Öfen verbessert ADRA Deutschland die Energieversorgung von 500 Haushalten auf Vanua Balavu auf ökologische und effiziente Weise. Die Solaranlagen ermöglichen den Familien eine kostengünstige Beleuchtung in den Abendstunden, wodurch sich ihre Lebensqualität stark verbessert und die Kinder mehr Zeit zum Lernen haben. Durch die energieeffizienten Öfen sind die Frauen beim Kochen keinen schädlichen Dämpfen mehr ausgesetzt und die Zahl der Atemwegs- und Herzkrankheiten wird stark zurückgehen. Umweltschutz und im Besonderen der Schutz der Küstengebiete werden durch die Umstellungen auf umweltschonende Fischfangmethoden zusätzlich gewährleistet.

Die Nachhaltigkeit über den Projektzeitraum hinaus wird durch einen partizipatorischen und gemeindeorientierten Ansatz sichergestellt. Gemeindekomitees werden in den Dörfern die zentrale Anlaufstelle für Informationen über erneuerbare Energie sein und auch die Haushalte selbst werden mit ausreichenden Kenntnissen in der Verwendung und Wartung der Solarsysteme und Öfen versorgt.

 

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 31.12.18

Das Projekt wird gefördert durch