Die Klimawende auf der Insel Koro

Koro ist eine kleine Vulkaninsel im Zentrum des Pazifiks. Sie gehört zum Inselstaat Fidschi. Die Region ist bei Touris­ten sehr beliebt, doch auf die Koro-Insel reisen nur wenige. Dies liegt nicht nur an der weiten Entfernung zur Hauptin­sel, sondern auch an den schweren Lebensbedingungen, die dort herrschen. Die Menschen auf der Insel leben in extremer Armut.

Infrastrukturen sind kaum vorhanden. Zudem haben sich in den letzten Jahren Unwetter- und Naturkatastrophen wie Überflutungen und Dürrephasen derart vervielfacht, dass die Ernährungssicherheitslage auf der Insel immer schlechter geworden ist. Ohne Hilfe von außen würden die Menschen verhungern. Koro ist eine der ärmsten Inseln Fidschis.
Als erste Hilfsorganisation hat ADRA dieses Jahr ein Hilfs­projekt auf der Insel gestartet, welches darauf abzielt, das Ein­kommen der dort lebenden Bevölkerung unmittelbar zu verbessern. Mittels Schulungen, finanzieller Unterstützung und Technologietransfer werden gemeinsam mit den Men­schen Zukunftsperspektiven entworfen. Gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften wird daran gearbeitet, eine „grüne“ Wirtschaft aufzubauen. Mit dem Ausbau entsprechender In­frastrukturen soll sanfter Tourismus als zusätzliche Einkom­mensquelle, neben der Landwirtschaft, gefördert werden. Durch Recycling soll eine nachhaltige Wirtschaft geschaffen werden. Ziel des Projektes ist es, die Herausforderungen des Klimawandels anzunehmen und gleichzeitig den Inselbewoh­nern zu helfen, die ersten Weichen für eine nachhaltige Ent­wicklung zu stellen.

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Vanuatus schweres Erwachen nach dem Wirbelsturm ‚Harold‘

Welche Folgen hat ein solcher Zyklon für die
Menschen und die Natur? Wie sieht die Zeit nach der Katastrophe aus?
Neuigkeiten aus den betroffenen Inseln sind uns von ADRA Vanuatu in den letzten
Tagen gekommen.

Am sechsten April traf ein tropischer
Wirbelsturm mit voller Wucht den Inselstaat Vanuatu. Mit einer
Windgeschwindigkeit von bis 215 Kilometer pro Stunde[1] fegte
der tropische Wirbelsturm über Vanuatu und später dann über Fidschi hinweg. Die
Weltorganisation für Meteorologie stufte den Wirbelsturm als sehr gefährlich
ein mit einem Wert von 5 auf einer Gefährlichkeitsskala von 1 bis 5. Ein Wert
von fünf auf der Skala bedeutet einen Hurrikan der schlimmsten Sorte.[2]

Vanuatu, berühmt für seine schöne Strände, ist
an manchen Orten nur noch Trümmerfeld. Die Menschen sind noch fassungslos über
den Zyklon, der sie Anfang April heimsuchte. Viele Gebäude sind eingestürzt. Der
starke Wind löste Überschwemmungen aus, die zusätzliche Schäden anrichteten. Aktuelle
Schätzungen der Regierung zufolge haben mehr als 160.000 Menschen ihr Zuhause
verloren und zwei Menschen sind an den Folgen der Naturkatastrophe gestorben.
Einige Krankenhäuser auf den Hauptinseln wurden ebenso beschädigt, sodass den
Menschen nur eine begrenzte medizinische Versorgung gewährleistet werden kann. Die
Menschen müssen im Alltag auch wegen einer Nahrungsmittelknappheit um ihr
Überleben kämpfen: Die Ernten wurden fast vollständig zerstört.

Mitarbeiter und freiwillige Helfer verteilen Hilfsgüter auf Vanuatu

Von Anfang an stand ADRA den Menschen auf
Vanuatu zur Seite. Aktuell arbeitet ADRA eng mit der einheimischen Regierung
und der Kirche zusammen, um das Leid der Menschen zu verringern. Trinkwasser,
Nahrungsmittel und Material zum Wiederaufbau werden dringend benötigt. Die
Soforthilfe von ADRA vor Ort umfasst unter anderem zahlreiche WASH-Maßnahmen
und die Bereitstellung von Notunterkünften. WASH-Maßnahmen zielen darauf ab,
den Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und
Hygiene zu ermöglichen. Dafür wurden hauptsächlich Hygienematerialen verteilt.
Wasserpumpen, die die Bevölkerung normalerweise mit Trinkwasser versorgen,
werden im Augenblick repariert. Nahrungsmitteln werden verteilt, um den Hunger
auf den Inseln zu reduzieren.

Eine effektive Antwort auf die Naturkatastrophe zu geben ist in Zeiten von Corona nicht einfach. Auch wenn offiziell auf dem Inselstaat niemand vom Virus infiziert wurde. Dennoch gilt die Ausgangssperre auch dort weiterhin und die Grenzen zur Außenwelt bleiben bis auf weiteres geschlossen. Die Einschränkungen wurden nun gelockert: Männer dürfen beim Wiederaufbau helfen, Frauen und Kinder sollen aber weiterhin in den Notunterkünften bleiben. Die Regierung auf Vanuatu erhält Hilfe aus Neu Seeland und hat ihre Grenzen für die ankommenden Waren kurzfristig geöffnet. Der Weg bis zur kompletten Erholung wird noch andauern. Aber nichts ist unmöglich!

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[1] Zuerst
wurde von einer höheren Windgeschwindigkeit ausgegangen. ADRA Vanuatu hat ihre
ursprüngliche Einschätzungen nun auf 215 K/h korrigiert.

[2] https://public.wmo.int/en/media/news/tropical-cyclone-harold-challenges-disaster-and-public-health-management.

Vanuatu: Ein Wirbelsturm verwüstet ein Urlaubparadies im Südpazifik

Seit Beginn des Monats tobt ein schwerer Wirbelsturm im Südpazifik. In der Nacht vom 6. auf 7. April traf der Zyklon „Harold“ mit voller Wucht den Inselstaat Vanuatu. Vanuatu, berühmt für seine schöne Strände, liegt etwa 2.000 Kilometer nordöstlich der Ostküste Australiens.

Der Wirbelsturm richtete große Schäden an. Viele Gebäude stürzten ein. Der starke Wind löste Überschwemmungen aus, von den die Inselbewohner zu entkommen versuchten. ADRA Vanuatu meldete eine Windstärke von bis 220 Kilometer pro Stunde.

Seit Beginn der Naturkatastrophe setzt sich ADRA Vanuatu für ihre Mitmenschen ein. Eine Notunterkunft für die Opfern des Zyklons wurde eröffnet. Des Weiteren werden Kontakte mit den umliegenden Inseln und Staaten geknüpft, um eine schnelle Lösung für die vielen Obdachlosen zu finden. Ein Grund zu Freude gibt es dennoch: bis jetzt wurden keine Toten gemeldet!

Derzeit zieht der Wirbelsturm weiter in Richtung Fidschi. Seit vielen Jahren führt ADRA Deutschland entwicklungspolitische Projekte auf Fidschi durch. Die aktuellen Projekte wurden vorerst stillgelegt. Alle warten mit Besorgnis, dass der Zyklon am Inselstaat vorbeizieht. ADRA bereitet sich gemeinsam mit den Inselbewohnern auf die Katastrophe vor. 

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Naturkatastrophe in Australien: Ein Kontinent steht in Flammen

Buschfeuer sind im australischen Sommer keine Seltenheit, doch was sich jetzt auf dem Kontinent ereignet ist beispiellos und beängstigend. Früher als sonst, zerstörerischer als erwartet wüten die Brände. Seit September starben 23 Menschen, mehr als fünf Millionen Hektar Land sind abgebrannt, das entspricht ungefähr der anderthalbfachen Fläche Belgiens. Und die Lage dürfte sich bei Temperaturen von bis zu 46 Grad weiter zuspitzen[1].

ADRA Australia ist unermüdlich im Einsatz um den Menschen, die alles verloren haben, zu helfen. Angesichts der anhaltenden Krise stellt ADRA Australia 500 Australische Dollar/A$ (310 Euro) für Familien in Not und 2.000 A$ (1.240 Euro) für Kirchengemeinden zur Verfügung, die brandgeschädigten Familien helfen. Bislang hat ADRA 15 Familien unterstützt.

Viele Mitglieder aus den Gemeinden Tumut, Corryong und Tumburrumba (New South Wales) haben ihre Häuser verloren oder wurden aufgrund der Brände oder des Rauchs evakuiert, so Pastor Jeremy Taituave. Einige können nicht mehr zur Arbeit zurückkehren, während andere ehrenamtlich für die ländliche Feuerwehr arbeiten.

Maryellen Fairfax, von der Redaktion des Adventist Record[2] berichtet von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter den Kirchengemeinden. Es sei daher notwendig, Hoffnung zu fördern, sich zu versammeln und sich gegenseitig zu ermutigen.

Pastor Jorge Muñoz, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien, zeigte sich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe. Er bat um die Fürbitte für alle Betroffenen sowie die Mitarbeitenden der Rettungsdienste[3].

 

[1] Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/buschbraende-australien-111.html
[2] Siehe auch: https://record.adventistchurch.com/2020/01/06/bushfires-update-adventists-evacuated-homes-lost/
[3] Quelle: https://www.apd.info/2020/01/06/australien-adventisten-helfen-opfern-der-buschbraende/

Fidschi: Bildung und Aufklärung für eine lebendige Demokratie

Die Republik Fidschi ist eine junge Demokratie im Südpazifik zwischen Neuseeland und Australien. Die neue Verfassung trat 2013 in Kraft und gewährt allen Staatsbürgern das Recht auf Partizipation. Die ersten freien Wahlen fanden 2014 statt. Nun hilft ADRA dabei, eine aktive Zivilgesellschaft aufzubauen. Nicht nur die Demokratie ist noch sehr jung, sondern auch die Bevölkerung. Rund 32 Prozent der Einwohner sind unter 14 Jahre, fast zwei Drittel sind zwischen 15 und 64 Jahren alt. Nur 4,5 Prozent der Bevölkerung ist 64 Jahre und älter. Damit die Zivilgesellschaft ihre Interessen gegenüber der Regierung vertreten und durchsetzen kann, hilft ADRA mit Management-Schulungen für ortsansässige, lokale Organisationen. Dazu zählen auch die Ausbildung von Multiplikatoren in den Bereichen Transparenz, Verantwortlichkeit und kommunale Entwicklung.

DAS PROJEKT WIRD GEFÖRDERT DURCH MITTEL DER EUROPÄISCHEN UNION.

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Das Prinzip Gemeinschaft

Der Hirnforscher Gerald Hüther erzählte in einem Interview, dass das menschliche Gehirn nur dann Potentiale entfalten kann, wenn wir in Gemeinschaft sind und es schaffen, aneinander und miteinander zu wachsen. Das bedeutet, dass wir einander brauchen, um etwas zu bewegen und um etwas konstruktiv zu verändern.

Soziale Beziehungen sind eine wertvolle Ressource, für jeden persönlich, aber auch beruflich. Wenn keiner den anderen mehr als Objekt seiner Erwartungen, Bewertungen oder Belehrungen ansieht, sondern als Subjekt, dann erst bildet sich ein Miteinander. Im Team schafft man manches, was alleine nicht möglich wäre. Zuverlässige Partnerschaften machen die Projektarbeit leichter, denn Wissen und Kompetenzen können ausgetauscht und gemeinsam genutzt werden. ADRA arbeitet in einem Netzwerk aus 130 eigenständigen Länderbüros, weil die Kolleginnen und Kollegen vor Ort am besten wissen, welche Unterstützung in welcher Region dringend gebraucht wird. Mit unseren Partnern können wir Kräfte bündeln und Ressourcen schützen. Gemeinsam mit Ihnen können wir Menschen in Not sofort zur Seite stehen und gleichzeitig nachhaltig die Lebensbedingungen verbessern. Zusammen geht es einfach besser. Nur gemeinsam können wir wirksam sein.

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GEMEINSAM für Menschen in Not!

Damit die Projekte von ADRA Menschen wieder hoffen lassen können, braucht es ein starkes Netzwerk, kompetente Partner und unzählige Engagierte. Gemeinschaftlich kommen wir weiter und die Hilfe dorthin, wo es dringend nötig ist. Darum starten wir ins neue Jahr – GEMEINSAM!

Der Jahreswechsel ist eine Zeit, in der wir uns sortieren können und in der wir reflektieren, was das vergangene Jahr gebracht hat. Endlich hatten wir Gelegenheit, ein wenig durchzuatmen, uns auf unsere Ziele rückzubesinnen und neue Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Dass sich Neues leichter gemeinsam begeht, das sehen wir, wenn wir uns zu Silvester miteinander verabreden, gemeinsam essen, beten, lachen und das Feuerwerk bestaunen. Gemeinschaft macht stark, im Kleinen wie im Großen, gibt uns Sinn und Halt und geleitet uns durch schwere Zeiten. Gemeinschaft multipliziert und potenziert unsere Bemühungen – auch diejenigen, den Menschen wieder Hoffnung zu geben. Denn mit diesem Anliegen sind wir nicht alleine. Freiwillige Helfer überall auf der Welt, Bündnispartner in Deutschland, das Netzwerk aus über 130 ADRA-Büros, Aktionsgruppen beim Sammeln der Pakete für Kinder in Osteuropa, staatliche Geldgeber, andere Hilfsorganisationen und der Spender jeder noch so kleinen Summe: Gemeinsam ziehen wir an einem Strang, wenn es darum geht, unsere Mitmenschen zu unterstützen.

In den nächsten Monaten werden wir verstärkt darüber berichten, wie verschiedene Akteure gemeinsam wirken, damit unsere Hilfsprojekte weltweit erfolgreich sein können. Denn es gibt noch viel zu tun.

Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!

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Gemeinsam doppelt wirksam bei Katastrophen
Besonders in Katastrophenfällen wird deutlich: Gemeinsam können wir mehr erreichen! Bei Katastrophen erhalten die ADRA-Büros Verstärkung aus dem ADRA-Netzwerk. Ein internationales Einsatzteam reist an. Mit einem Betrag, der speziell für Notfälle zur Verfügung steht, kann sofort ‚Erste Hilfe‘ geleistet werden – in Indonesien wurden so nach dem Tsunami im September 3.000 Notzelte verteilt. Spenderinnen und Spender machen es gemeinsam mit Partnern wie der Europäischen Kommission möglich, dass Anschlussprojekte gestartet werden können, wie z.B. die Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygiene-Sets in Indonesien. Denn die Hilfen der großen Geldgeber sind an private Spenden geknüpft – so hilft jeder gespendete Euro gleich mehrfach!

Mehr Informationen zu den Hilfsmaßnahmen auf Sulawesi finden Sie in diesem Artikel.

Das Projekt wird gefördert durch