Verbesserte Ausstattung für die Kinderklinik in Mekele

Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Räume konnte ADRA die Gesundheitsversorgung an der Kinderklinik in Mekele wesentlich verbessern. Damit das neue Röntgengerät vollumfänglich genutzt und die Klinik den Besucherzahlen gerecht werden kann, werden nun Maßnahmen ergänzt.

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Mekele City, Äthiopien, bietet eine allgemeine medizinische Versorgung und hat sich insbesondere auf Kinder spezialisiert. Seit mehr als 40 Jahren haben auch ärmere Patienten hier Zugang zu medizinischer Versorgung und werden behandelt. Die Klinik genießt einen guten Ruf und wird stark frequentiert. Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und medizinische Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend renoviert werden. Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Spender konnten diese Missstände behoben werden. Unter anderem wurden neue Labor- und medizinische Geräte und Material erworben, Personal für die Verwendung der neuen Ausstattung ausgebildet, alle Klinik- und Toilettenräume wurden renoviert und Mütter wurden zu Gesundheit, Ernährung und Hygiene geschult. Damit können nun rund 12.000 Kinder in Mekele und Umgebung wieder adäquat behandelt werden.

Einrichtung eines Röntgenraums sowie Ausstattung mit Sitzmöbeln

Damit die neu angeschaffte Röntgenanlage gefahrlos genutzt werden kann und um Patienten vor Strahlungen zu schützen, muss nun ein separater Raum gebaut werden. Außerdem wird weiteres Material für die Röntgengeräte erworben, damit die Ergebnisse digital zur Verfügung stehen – was die Arbeit des medizinischen Personals enorm erleichtert, wertvolle Zeit sowie Kosten einspart. Darüber hinaus werden weitere Sitzplätze für Patienten und das Personal der Klinik eingerichtet, da die alte Ausstattung nicht mehr den aktuellen Patientenzahlen gerecht wird. Ein Problem bei der Wasserversorgung für eine angemessene Hygiene und die Bewässerung der Begrünung konnte mittlerweile schon gelöst werden. Die Maßnahmen in diesem Projekt verbessern die Qualität der Gesundheitsversorgung in Mekele und kommen rund 140 Patienten pro Tag zugute.

Projektlaufzeit: 01.01.2019 – 31.12.2019

Neue Ausbildungschancen für junge Äthiopier

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in den äthiopischen Regionen Oromia und Tigray ohne Beschäftigung. Gleichzeitig bietet der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA führt ein neues Ausbildungsmodell ein, das 2.200 Jugendliche für Aufgaben in dem Sektor befähigt.

Die Hälfte der äthiopischen Bevölkerung ist 18 Jahre und jünger. Damit drängt jedes Jahr eine hohe Zahl an Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt – der nicht genügend Jobs bietet. Sofern sie dennoch eine Beschäftigung finden, ist diese oft schlecht bezahlt. Gleichzeitig entsteht mit dem Sektor der erneuerbaren Energien ein neues Feld mit hohem Potenzial für das Land. Bislang gibt es jedoch kaum Ausbildungsmöglichkeiten für diesen Bereich.

Ziel des dreijährigen Projektes ist es, den Jugendlichen in den Regionen Oromia und Tigray die Möglichkeit zu einem Einkommen und Perspektiven zu geben, indem ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien geschaffen wird. Es wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Dabei geht es um den Vertrieb, die Montage, Wartung und Instandhaltung von erneuerbaren Technologien. Außerdem werden die jungen Äthiopier durch Arbeitsvermittlung und auch bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert.

Das Projekt richtet sich dabei vor allem an benachteiligte Jugendliche, die bereits die Schule abgeschlossen haben und ohne Arbeit sind. Auch ihre Familien profitieren durch die Ausbildung, da davon ausgegangen wird, dass sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen werden, sobald sie eine Anstellung gefunden haben. Darüber hinaus werden 30 Berufsschullehrer für den Bereich erneuerbare Energien ausgebildet.

 

Projektlaufzeit: 1.10.2018 – 31.12.2021

Dieses Projekt wird gefördert durch 

ADRA stärkt äthiopische Hirtennomaden gegen die Dürre

Die derzeitige Hitzewelle macht in Europa Mensch und Natur zu schaffen. In anderen Teilen der Welt sind diese Temperaturen normal und die Menschen haben sich daran angepasst. Immer häufigere und ausgeprägtere Dürrephasen stellen jedoch neue Herausforderungen dar – so auch bei den Hirtennomaden im Nordosten Äthiopiens. ADRA unterstützt sie mit verschiedenen Maßnahmen gegen die Dürre.

In der Afar-Region im Nordosten Äthiopiens leben vor allem Hirtennomaden, die ihren Lebensunterhalt mit der Viehhaltung bestreiten. Damit sind die Tiere eine unerlässliche Nahrungs- und Einkommensquelle. Die Gesundheit der Tiere ist für­­ die Besitzer von zentraler Bedeutung. Durch die in dieser Region immer häufiger ausgedehnt stattfindenden Dürren der letzten Jahre kommt es zu extremer Wasserknappheit und damit zu einem Mangel an Weideflächen für die Tiere. In Kombination mit vorhandenen und neu entstehenden Viehseuchen schrumpft der Viehbestand dramatisch. Das hat Folgen: Die verlässliche Nahrungsmittelversorgung bricht zusammen und die Menschen leiden Hunger. Mit Hilfe von Kleinbewässerungsanlagen, verbesserten landwirtschaftlichen Techniken und der Nutzung anderer Futtersorten unterstützt ADRA die Produktionssteigerung in der Landwirtschaft und der Viehhaltung. Neu angelegte Wasserstellen und Wasserspeicher wirken der Wasserknappheit entgegen. Verödetes Weideland wird durch das Einsäen verbesserter Saatgutsorten wieder nutzbar gemacht. Darüber hinaus stärken weitere ADRA Maßnahmen die lokale Katastrophenvorsorge durch Schulungen, Frühwarnsysteme, Aufstockung der Viehbestände und verbesserte Zugänge zu Veterinärdiensten.

>> Mehr Informationen zum Leben der Hirtennomaden in Äthiopien und dem Projekt von ADRA gibt es in folgendem Video:

Dieses Projekt wird gefördert von 

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Modernisierung und Verbesserung des Unterrichts an der Mekele Adventist School

Die Mekele Adventist School wurde 1968 gegründet und genießt einen guten Ruf in der Region. Die Schule hat maßgeblich zur Bildung von Menschen beigetragen, die sich heute positiv in die Zivilgesellschaft einbringen. Hier arbeitet motiviertes Personal, welches sich mit Berufung für die Schule engagiert. Seit einigen Jahren jedoch ist die Schule zunehmend baufällig geworden und es fehlen moderne Unterrichtsmaterialien. Aus diesem Grund hat ADRA ein entwicklungspolitisches Projekt ins Leben gerufen, um mehr Schulplätze für Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen und um den Unterricht qualitativ besser zu gestalten.

Äthiopien ist das zweitstärkste bevölkerte Land Afrikas. Die Haupterwerbsquelle ist die Landwirtschaft. Im Bildungswesen ist ein starker Anstieg landesweit zu verzeichnen, aber die Qualität des Unterrichts bleibt hinter den Anforderungen und Erwartungen zurück. Von diesem Problem ist auch die Mekele Adventist School betroffen. Die sich verschlechternden Lernbedingungen haben bereits zu einem Rückgang der Einschulungsquote um 70 Prozent in den vergangenen fünf Jahren geführt und zur Schließung der High School beigetragen. Die Schule beherbergt derzeit nur noch einen Kindergarten sowie die Grundschule.

Modernisierung und Wiedereröffnung der High School

Ziel des Projekts ist die Wiedereröffnung der High School durch Verbesserungen der Lernmöglichkeiten und Unterrichtsmaterialien an der Mekele Adventist School. Das baufällige Gebäude wird renoviert und um einen Neubau ergänzt. Neue Lernmaterialien werden dazu beitragen, die Einschulungsquote anzuheben.
Dies ist dringend erforderlich, da in der Region derzeit nicht genügend Schulplätze für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Insbesondere für High School-Schüler aus einkommensschwachen Familien fehlen entsprechende Bildungsmöglichkeiten. Zudem wird die Einführung von ICT (Information and Communications Technology)- Materialien, u.a. Computern, den Zugang der Schüler zu zusätzlichen Bildungsquellen schaffen. Durch das Kennenlernen und Zurechtfinden in der digitalen Welt erhalten sie später bessere Berufsmöglichkeiten.
Langfristig gesehen können die gut ausgebildeten Schüler ihre eigenen Lebensbedingungen verbessern und die gesellschaftliche Entwicklung unterstützen.

Widerstand gegen die Dürre – ADRA unterstützt Menschen in Äthiopien

Die Mehrheit der Bevölkerung in der Region Afar in Äthiopien lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Gegend gehört klimatisch zu einem der weltweit heißesten Gebiete und ist durch geringen Niederschlag, karges Ackerland und beschränkten Zugang zu Wasser gekennzeichnet. Viele Menschen leben von der Viehhaltung. Weil chronische Dürren die Lebensgrundlage der Bewohner bedrohen, stärkt ADRA ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingter Ernährungsunsicherheit.

Viele Bewohner im genannten Gebiet sind Hirtennomaden und verdienen ihren Lebensunterhalt mit Viehhaltung. Die Tierbestände stellen für den Großteil der Hirtennomaden unerlässliche Nahrungs- und Einkommensquellen dar. Die Gesundheit der Tiere spielt für die wirtschaftliche Stabilität der Bevölkerung eine wichtige Rolle. In den vergangen Jahren wurden die Dürren in der Region immer drastischer – Wasserknappheit, Ernteausfälle, schwindende Weideressourcen und schrumpfender Viehbestand sind die Folgen. Vor allem ziehen die ausgedehnten Trockenperioden in Kombination mit vorhandenen und neu entstehenden Viehseuchen weitere Krankheits- und Todesfälle bei Tieren nach sich. Die Weide- und Wasserknappheit wirkt sich negativ auf die Nahrungsmittelversorgung und die Gesundheit der Menschen aus. Häufig müssen sie Hungerperioden durchleiden.

Widerstandskraft stärken

ADRA stärkt die Widerstandskraft der Betroffenen gegenüber klimabedingter Nahrungsmittelknappheit. Mit Hilfe von Kleinbewässerungsanlagen, verbesserten landwirtschaftlichen Techniken und der Nutzung anderer Futtersorten wird die Produktion in der Landwirtschaft und Viehhaltung gesteigert. Verödetes Weideland wird durch das Einsäen verbesserter Saatgutsorten wieder nutzbar gemacht. Durch das Anlegen von Obst- und Gemüsegärten und die anschließende Ernte wird die Ernährung der Menschen abwechslungsreicher. ADRA verbessert darüber hinaus den Zugang zu Veterinärdiensten, sodass Tierkrankheiten reduziert werden und der Bestand gesichert wird. Wasserentnahmestellen und Wasserspeicher wirken der Wasserknappheit entgegen.

Katastrophenvorsorge fördern

Um die Bewohner für die Zukunft zu wappnen, stärkt ADRA die lokale Katastrophenvorsorge in Form von Schulungen, der Errichtung von Frühwarnsystemen und Notfallplänen sowie durch die Aufstockung der Viehbestände. Die herrschende Jugendarbeitslosigkeit bekämpft ADRA durch Schulungen im Bereich Kleinstunternehmertum. Bei Gründung von Kleinunternehmen werden Businesspläne erarbeitet, Startkapital bereitgestellt und Kredit- und Vertriebsgenossenschaften gestärkt. So können sich die Menschen weitere Einkommensmöglichkeiten schaffen.

Projektlaufzeit: 01.10.16 – 31.12.21

Dieses Projekt wird gefördert durch 

HILFE FÜR DIE KINDERKLINIK IN MEKELE

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet. Die Klinik wurde von Missionsärzten und Krankenschwestern aus den USA, den Philippinen und anderen Ländern geführt. Das bei der Bevölkerung beliebte Krankenhaus bietet allgemeine medizinische Versorgung und hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Allerdings ist die Ausstattung komplett veraltet und die Klinik kämpft um das Überleben. ADRA hilft dabei, die Missstände zu beheben.

Zu Zeiten der Gründung des Krankenhauses war die Klinik das einzige private Krankenhaus in der Stadt. Der medizinische Service wurde kostenlos angeboten, doch als die externe Unterstützung aufhörte, musste die Klinik um ihre Existenz kämpfen. Weil das Krankenhaus nicht in der Lage war, sich selbst zu finanzieren, wurde es für einige Zeit geschlossen. Mittlerweile trägt sich das Krankenhaus wieder selbst, doch das Personal arbeitet unter erbärmlichen Umständen.

Damit das Fortbestehen der Klinik und damit die kinderärztliche Versorgung für rund 12.000 Kinder aus Mekele und Umgebung gesichert sind, hilft ADRA, die Klinik neu auszustatten. Das Gebäude sowie die Behandlungsräume werden renoviert, Reparaturen vorgenommen und Mobiliar ausgetauscht. Zudem erhält das Krankenhaus eine medizinische-technische Ausstattung, die aktuellen Standards entspricht. Um die medizinischen Geräte korrekt bedienen und anwenden zu können, erhält das Klinikpersonal Fortbildungen und Trainings. Mit der Unterstützung durch ADRA wird es dem Kinderkrankenhaus in Mekele ermöglicht, seine Kapazitäten auszubauen und die aufkommende Konkurrenz anderer Krankenhäuser zu überwinden.

Projektlaufzeit: 01.01.16 – 31.07.17