Wie arbeitet ADRA im Katastrophenfall?

Im Frühjahr trafen zwei Zyklone, Idai und Kenneth, auf Ostafrika. Fast 2,2 Millionen Menschen waren insgesamt betroffen. Fast 650 Menschen kamen dabei ums Leben und über 400.000 Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen. Ebenso wurden über 110 Gesundheitseinrichtungen sowie 35 Schulen entweder zerstört oder stark beschädigt. Besonders die Menschen in Mosambik hatten unter den Tropenstürmen zu leiden. ADRA Deutschland reagierte umgehend und startete eine Spendenaktion. Nach Absprache mit unseren Bündnispartnern waren wir für die Organisation der Hilfsprojekte in den Provinzen Zambézia, Tete und Sofala zuständig. Um eine effizientere Koordination neben den regelmäßigen Telefonkonferenzen zu erhalten, war unser Referent, Réne Fechner, in den Gebieten vor Ort. Um nachhaltige Hilfe nach dem Ausbruch von Naturkatastrophen sicherzustellen, hat ADRA einen Drei-Stufen-Plan erstellt.

Phase 1: Linderung und erste Wiederherstellungen (erster bis dritter Monat)

In den ersten drei Monaten ging es darum, die Not der Menschen zu lindern und erste Wiederherstellungsmaßnahmen zu treffen. Die Aktivitäten umfassten die Bereitstellung von Nahrungsmitteln durch das Welternährungsprogramm. Bausätze wie Zelte wurde zur Verfügung gestellt. Die Installation von Wasserreinigungsanlagen und die Verteilung von Kanistern gewährleisten sauberes Wasser. Hygienesets oder Gutscheine an betroffene Haushalte wurden verteilt. Gesundheitszentren wurden mit Medikamenten und medizinischen Geräten ausgestattet. Dadurch wurden Cholera- und Malariaausbrüche verringert beziehungsweise vorgebeugt. Fast 85.000 Menschen erreichte diese Hilfe. Zur Sicherung der Ernte und des Nahrungsmittelbedarfs wurden landwirtschaftliche Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Schon in dieser Phase ist Vorsorge ein wesentlicher Bestandteil der humanitären Hilfe!

 

Die Zerstörung der Zyklone Idai und Kenneth
was ADRA bisher erreicht hat

Phase 2: Kontinuierliche Wiederherstellung (vierter bis sechster Monat)

ADRA setzt verstärkt auf ein Bargeld- und Gutschein-System. Die Verteilung der Lebensmittel durch personalisierte Gutschriften wird damit besser geregelt. Den Landwirten wird Saatgut zur Verfügung gestellt. Die Kleinbauern werden auch darin geschult, die Veränderung des Klimas durch nachhaltige Agrartechniken besser umzusetzen. Bereits 5.000 Bauern nehmen in dieser Phase an diesem Programm teil. So werden „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“.

Phase 3: Langfristige Wiederherstellung und Ausbau (nach sechs Monaten)

Nach einem halben Jahr steht das Ziel an, die betroffene Bevölkerung bei der Rückkehr in ihr gewohntes Alltagsleben zu unterstützen. Im Fokus steht die technische Unterstützung der Landwirte, um klimafreundliche Landwirtschaft umzusetzen. Insgesamt wird das Projekt auf 10.000 Landwirte ausgeweitet. Ebenso wird die Wasserinstandhaltung repariert und ausgebaut. Dies betrifft auch die Sanitäranlagen in öffentlichen Schulen.

Mit euren Spenden habt ihr schnelle Hilfe ermöglicht, helft beim Wiederaufbau und die Infrastruktur des Landes zu verbessern, damit in Zukunft solche Not infolge von Zyklonen verringert wird.
Stellvertretend sollen wir euch von den Mosambikanern, mit denen wir persönlich Kontakt haben, herzlich danken und Gottes Segen übermitteln. Seid gewiss, sie wissen, wem sie die Hilfe zu verdanken haben! Um auch in Zukunft sicherzustellen, dass den Menschen, die weltweit von Naturkatastrophen betroffen sind, geholfen werden kann, bitten wir euch, unter dem Stichwort „NATURKATASTROPHEN“ zu spenden.

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