Naw Eh Khu Paw träumt von einem eigenen Restaurant

ADRA unterstützt Geflüchtete aus Myanmar in einem thailändischen Flüchtlingslager. Sie erhalten eine Berufsausbildung, mit der sie sich selbstständig machen oder eine Arbeit finden können. Eine von ihnen ist die alleinerziehende Mutter Naw Eh Khu Paw.

Naw Eh in der Küche ihre Restaurants

Die zweifache Mutter Naw Eh stammt aus der Region Bago (Myanmar) und lebt im Flüchtlingslager Umphien (Thailand). Dorthin ist sie geflohen, nachdem ihr Vater im Bürgerkrieg in Myanmar getötet wurde und ihre Mutter an einem Herzleiden verstarb. Auch ihre Ehe ging in die Brüche, so dass sich Naw Eh nun allein um die beiden Kinder kümmert. 

Naw Eh ist eine ungelernte Arbeiterin und hielt sich und ihre Familie über Wasser, indem sie Lebensmittel und Snacks auf der Straße verkaufte. Diese Arbeit machte sie krank und sie konnte damit nicht weitermachen, wusste nicht, wie sie ihre Kinder künftig ernähren und in die Schule schicken soll. 

In dem Flüchtlingslager, in dem Nah Eh mit ihren beiden Kindern lebt, wird ein Ausbildungsprogramm angeboten, finanziert aus Spenden und mit der Unterstützung der Europäischen Union. Naw Eh hat sich dafür beworben und wurde angenommen. Sie möchte Köchin werden. 

Während der Ausbildung lernt Naw Eh die wirtschaftlichen Grundlagen, für KleinunternehmerInnen, aber auch Kochen, Backen und Lebensmittelkunde. Noch während der Ausbildung eröffnet die fleißige Mutter ein erfolgreiches kleines Restaurant. Im Lager übernimmt sie das Catering für Schulungen, Meetings und Feierlichkeiten.

Alles lief gut, doch dann kam die Corona-Krise auch im Lager Umphien an. 

Das Lager wurde abgeriegelt, es kamen keine Aufträge mehr rein, genauso wie niemand mehr in das Lager hinein oder heraus kam. Naw Eh musste ihr Geschäft schließen und konnte erst vor Kurzem wieder öffnen. Sie verdient immer noch weniger als zuvor. Doch ist sie in der glücklichen Situation wenigstens etwas Geld zu verdienen. Vielen Bewohner des Lagers geht es nicht so gut.

Dank der Ausbildung, die Naw Eh absolvierte, verdient sie jeden Monat genug Geld, um etwas für Anschaffungen zu sparen und ihre Kinder in die Schule zu schicken. Sie träumt davon irgendwann ihr eigenes Restaurant mit Angestellten zu eröffnen. Irgendwann, außerhalb des Flüchtlingslagers.

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