Weltkindertag – lasst die Kinder zur Schule gehen

Heute ist Weltkindertag! Kinder spielen in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe eine besondere Rolle, wir schützen ihre Rechte und Bedürfnisse in unseren Projekten ganz besonders. Kinder sind die Zukunft und trotzdem in Krisen schutz- und hilflos. Deshalb setzt sich ADRA für die Rechte und den Schutz von Kindern ein. Mit unserer Arbeit wollen wir ihnen die Chance auf eine gesunde und glückliche Zukunft geben.

Zukunft in Gefahr

Kinder sollen spielen, toben, erwachsen werden, zur Schule gehen und ein sorgenfreies Leben führen. Doch das ist nicht die Realität von Millionen Jungen und Mädchen. Jedes fünfte Kind auf dem afrikanischen Kontinent, mehr als 72 Millionen Mädchen und Jungen, müssen unter extremen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Viele arbeiten zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Kakao-, Kaffee- und Palmölanbau oder im Bergbau zur Rohstoffgewinnung für Handys, Batterien und Computer oder von Gold und Edelsteinen. Aber auch als Prostituierte, Kindersoldaten oder Haussklaven müssen sich viele Kinder verdingen. Unter diesen Bedingungen aufzuwachsen ist nicht kindgerecht und gefährdet Kinder in ihrer Entfaltung.

Die Folgen von Kinderarbeit

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen, sondern in der Landwirtschaft, im Bergbau oder in der Industrie arbeiten gehen müssen, wirkt sich das auf ihre Entwicklung aus. Durch die schwere Arbeit erleiden sie schwere körperliche und seelische Schäden sowie Entwicklungsstörungen. Ohne Schulbildung können sie sich keine Perspektiven schaffen. Ohne eine Ausbildung landen auch Jugendliche und Erwachsene leichter in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, die zu gering entlohnt werden. Eine Spirale der Armut entsteht.
Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation für viele Kinder verschärft. Wegen der Lockdowns und Schutzmaßnahmen ist ihren Eltern das Einkommen weggebrochen und so müssen Kinder für das Überleben der Familien arbeiten.

Kinderarbeit? Nicht mit uns!

Damit Kinder zur Schule gehen können, müssen wir alle zusammen Armut bekämpfen. Leiden die Eltern kein Hunger und können ihre Familie ernähren, profitieren auch die Kinder davon. Deshalb unterstützen wir in unseren Bildungsprojekten neben Schülerinnen und Schüler auch ganze Familien. ADRA fördert Kinder auf der ganzen Welt:

  • In Thailand schützen wir Mädchen vor Menschenhandel und Zwangsprostitution
    • In der Region um Chiang Rai bietet ADRA gezielte Hilfe und Schulungen gegen Menschenhandel an. Dazu gehört auch die Unterbringung von besonders gefährdeten Mädchen an einem sicheren Zufluchtsort. Dort können sie eine Schule besuchen und Hilfe erhalten.
      Auf diese Weise helfen wir 2.642 Menschen, frei zu leben.
  • In Somalia hat sich ADRA zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung für alle zu verbessern.
    • Im Rahmen der Projektarbeit widmen wir uns dem Aufbau einer funktionierenden Oberschule für 300 Schülerinnen und Schüler zu. Zentral für dieses Vorhaben ist auch die Fort- und Weiterbildung von 320 Lehrkräften. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Ausbildung von Frauen, die noch oft benachteiligt werden.
  • In Serbien unterstützen wir ausgegrenzte Familien
    • In den Städten Belgrad und Novi Sad engagiert sich ADRA an der Seite von Roma-Familien, um ihnen die Integration in die serbische Gesellschaft zu erleichtern. Kinder werden unterstützt, einen Schulabschluss zu machen und erhalten Nachhilfe. Erwachsene erlernen in Schulungen neue Fähigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt nachweisen können. Gerade den Roma geht es in Osteuropa nicht gut. Sie sind von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Deshalb leben sie oft an der Armutsgrenze.
Helfen Sie uns, den Kindern zu helfen. Danke.

Unterstützen auch Sie unsere Bildungsprojekte.
Danke!