Mobile Starthilfe für Obdachlose in Belgrad

Der Mangel an Waschmöglichkeiten und sauberer Kleidung macht es Obdachlosen in Belgrad schwer, wieder beruflich Fuß zu fassen und auch eine feste Unterkunft zu finden. Mit einem mobilen Bus unterstützt ADRA sie dabei, den Teufelskreis zu durchbrechen. 

In der serbischen Hauptstadt Belgrad leben rund 5000 obdachlose Menschen, die keinen Wohnraum haben, keine regelmäßigen Mahlzeiten bekommen und keiner geregelten Tätigkeit nachgehen. Auch medizinische Versorgung, saubere Kleidung und Hygiene-Artikel stehen ihnen oft nicht zur Verfügung. Die Wurzel des Problems liegt im Mangel an Ausbildung und Arbeitsplätzen sowie in der Wohnungsknappheit der Stadt. Es kommt zu einem Teufelskreis: Da die Obdachlosen keinen Zugang zu Waschmöglichkeiten haben und ihre Nahrung auf unkonventionelle Weise beschaffen müssen, werden sie als potenzielle Anwärter für die Arbeits- und Wohnungssuche ausgeschlossen.

Ein mobiler Bus bringt Unterstützung

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, benötigen die Obdachlosen eine Startunterstützung. Diese bekommen sie in Form eines mobilen Busses von ADRA. Dort erhalten die Betroffenen eine Mahlzeit, eine Dusche und die Gelegenheit für einen Haarschnitt. Sie werden zu verschiedenen Themen, Anlaufstellen und Möglichkeiten der psychosozialen Unterstützung informiert. So werden die Obdachlosen befähigt, sich selbst zu helfen, und ihre Situation langfristig zu verbessern. Darüber hinaus soll auf ihre Lage aufmerksam gemacht sowie mögliche Perspektiven bei sozialen Unternehmen oder durch anderweitige einkommensgenerierende Gelegenheiten ermittelt werden.

 

 Projektlaufzeit: 01.06.17 – 31.12.18

Dieses Projekt wird gefördert durch