Gemeinsam für mehr Gesundheit

Die eigene Gesundheit ist der Grundstein für ein erfülltes Leben. Ohne körperliche und seelische Gesundheit kann es keine Entwicklung geben. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Menschen freien Zugang zu Gesundheitsdiensten weltweit haben. Auf 1.000 Einwohner entfallen in Deutschland durchschnittlich 4,33 Ärzte. Damit erzielt Deutschland weltweit einen Platz unter den Top 20. Die ärztliche Versorgung ist gut, jede und jeder bekommt eine Behandlung. 

ADRA geht dahin, wo Hilfe fehlt

Während die Ärztedichte in Deutschland gut ist, ist sie in vielen Ländern deutlich schlechter. In Äthiopien kommen auf 1.000 Einwohner*innen nur ein Zehntel eines Arztes. Heißt konkret, ein Arzt in Äthiopien kümmert sich (theoretisch) um 10.000 Patient*innen. Das ist natürlich nicht machbar. Defacto können sich also nur die Privilegiertesten einen Arztbesuch leisten. 

Zu spüren bekommen dies als erstes die Ärmsten und Schwächsten einer Gesellschaft. So liegt die Kindersterblichkeit bei über 55 von 1.000 Geburten. Zum Vergleich, in Deutschland liegt die Kindersterblichkeit bei 3,8 Todesfälle pro 1.000 Geburten.

Weltgesundheit Jemen

Wie hilft ADRA?

Die Hilfe von ADRA hat zwei Säulen: Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung.
Mittels Präventionsarbeit, Aufklärung und Gesundheitsförderung wollen wir Krankheiten vorbeugen. Durch die Corona-Pandemie ist vielen Menschen wieder ins Bewusstsein gekommen, wie wichtig Aufklärung und Vorsorge sind. In allen ADRA-Projekten nutzen wir die Chance über Gesundheitsrisiken aufzuklären. Auf der ganzen Welt haben ADRA-Mitarbeiter*innen Schulungen angeboten sowie Masken und Hygienesets verteilt. Doch manchmal kämpfen unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur gegen das Virus. „Viele Menschen glauben nicht an die Existenz der Krankheit“, sagt Kamissoko, eine Begünstigte aus dem Ernährungsprojekt in Mali, über Corona. Teil der Vorsorgearbeit von ADRA besteht aus Aufklärung über Krankheiten, Infektionswege und natürlich Schutz.

Auf der ganzen Welt haben ADRA-Mitarbeiter*innen Schulungen angeboten sowie Masken und Hygienesets verteilt. Doch manchmal kämpfen unsere Kolleginnen und Kollegen nicht nur gegen das Virus. „Viele Menschen glauben nicht an die Existenz der Krankheit“, sagt Kamissoko, eine Begünstigte aus dem Ernährungsprojekt in Mali, über Corona. Teil der Vorsorgearbeit von ADRA besteht aus Aufklärung über Krankheiten, Infektionswege und natürlich Schutz. 

Wo Prävention nicht ausreicht ist ADRA zur Stelle

Der Bürgerkrieg im Jemen hat viele Menschenleben gekostet. Die soziale Infrastruktur im Land liegt am Boden, es fehlt an Krankenhäusern, Ärzten und Ausrüstung. Das Leid der Menschen ist unermesslich. Doch wo es Dunkelheit gibt, strahlt der kleinste Lichtschein umso heller, wie uns ein Ehemann und Vater berichtet:

„Meine Frau war im neunten Monat schwanger. Als der Geburtstermin näher rückte, stieg bei uns beiden die Nervosität. Was, wenn etwas schief geht? Ich bin ein einfacher Mann ohne viel Geld und ohne regelmäßiges Einkommen. Als dann schließlich meine Frau in den Wehen lag, kümmerte sich meine Mutter so gut es ging um sie.
Ich wartete angespannt vor der Tür und hoffte.
Plötzlich fing meine schwangere Frau an zu schreien und verlor das Bewusstsein. Ich konnte aber nichts anderes tun, als meine Frau auf den Arm zu nehmen und für sie Hilfe zu suchen. Eigentlich wollte ich ins Krankenhaus nach Sana´a, doch wer sollte uns hinbringen? Ich flehte überall um Hilfe.
Ein Mann gab uns den Rat, in die ADRA Gesundheitsstation zu gehen, die war näher.
Als wir bei ADRA ankamen, ging es meiner Frau nicht besser. Ein Arzt und eine Hebamme kümmerten sich sofort um sie. Sie bekam Medikamente und ich hörte, wie die Hebamme sagte, dass meine Frau operiert werden müsse, um ihr Leben und das des Babys zu retten.

Die Operation dauerte zwei Stunden.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich mein Baby schreien hörte. Das schönste Geräusch meines Lebens. Die Krankenschwester kam aus dem Kreißsaal und reichte mir das Baby.
Mir stiegen Freudentränen in die Augen, als ich sah, dass auch meine Frau wohlauf war!
Ich bin dem Arzt, der Hebamme und all den Freiwilligen so dankbar für ihren Einsatz. Sie haben ihre ganze Arbeit unterbrochen, um das Leben meiner Frau und des Babys zu retten!
Worte sind nicht genug, um all den treuen Menschen zu danken, die sich unermüdlich um die Kranken und Verletzten kümmern.“

ADRA arbeitet unermüdlich daran, die Gesundheitsversorgung im Jemen aufrecht zu erhalten. Besondere Unterstützung bekommen schwangere Frauen, junge Mütter und ihre Babys. Durch gezielte Angebote helfen wir den Kindern ins Leben und kämpfen für ihr Überleben

Wie hilft ADRA?

Durch die Kombination von Vorbeugen und Versorgung schafft es ADRA, den Menschen Hoffnung und Perspektive zu geben. Das könnte ADRA nicht tun, ohne die vielen Spenderinnen und Spender, die unsere Arbeit erst möglich machen.

Auch Sie können uns dabei helfen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende.

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