Im Auge des Sturms

Zyklon Mosambik - Im Auge des Sturms

Es gab eine Zeit, da wussten die Menschen in den betroffenen Gebieten am Indischen Ozean, wann ein Zyklon, ein Wirbelsturm, zu erwarten war und konnten sich dagegen einigermaßen wappnen. Heute ist das anders! Durch den Klimawandel, genauer gesagt durch die Erderwärmung, tauchen Zyklone wie Idai und Kenneth zu Zeiten auf, die die Bevölkerung überraschen. Die Folge sind unzählige Opfer, zerstörte Häuser und Ernten. ADRA setzt sich für die Menschen ein, die durch Naturkatastrophen betroffen sind.

Zyklone gab es schon immer

Wirbelstürme wie Zyklone (Indischer Ozean), Taifune (Pazifik) und Hurrikans (Atlantik) treffen normalweise in regelmäßigen Abständen auf bestimmte Küstenregionen. Der Anfang Mai auf Indien und Bangladesch aufkommende Zyklon Fani war zu erwarten. Wirbelstürme entstehen dort meist kurz vor oder nach der Zeit des Sommermonsuns, also in den Monaten Mai/Juni und Oktober/November. Im Verhältnis zur betroffenen Bevölkerung und den daraus resultierenden Personen- und Sachschäden bleibt das Ausmaß im „Rahmen“, da die Menschen in diesen Regionen mit den saisonalen Wirbelstürmen vertraut sind. Dennoch kommt es auch dort, aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel einfach gebauter Häuser und Hütten, einer sehr hohen Bevölkerungsdichte und Defiziten im Frühwarnsystem, zu Zerstörung und Toten.

Zyklone werden unberechenbarer

Mudanças climáticas, auf Portugiesisch bedeutet das „Klimawandel“. Diesen Begriff kennt in Mosambik schon fast jedes Kind. Denn die Zyklone treten nun auch in Jahreszeiten auf, in denen sie normalerweise nicht zu erwarten sind. Die übliche Saison der Zyklone an den Küsten Südostafrikas südlich des Äquators während der Sommermonate. Simbabwe, Malawi und besonders Mosambik wurden aber schon Mitte März davon überrascht: und nicht nur einmal, von Zyklon Idai, sondern kurz darauf auch durch den Zyklon Kenneth!
Das Paradoxe: Generell haben die Menschen in diesen Gebieten zu wenig Regen. Wenn aber ein Zyklon auf das Land trifft, dann entstehen nicht nur gewaltige Sturmschäden mit Toten und Verletzten, sondern durch die Überflutungen und andauernd starken Niederschläge wird zusätzlich die Ernte vernichtet. Ist Mosambiks Landwirtschaft, der größte Wirtschaftsfaktor des Landes, durch die zunehmende Erderwärmung großen Dürreperioden und somit Ernteausfällen ausgesetzt, so bringen Wirbelstürme dafür zu viel Wasser. Überflutungen und heftige Regenfälle lassen die Ernte verschimmeln und unbrauchbar machen – die Ernte geht unter. Aus dem vermeintlich nassen Segen wird Verderben!

ADRA setzt sich in Mosambik für die Opfer der Naturkatastrophen mit sehr viel Engagement ein.
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende die Hilfsbedürftigen in Mosambik unter dem Stichwort „Zyklon Mosambik“ auf https://adra.de/spendenformular/.