Hurrikan auf den Bahamas: ADRA schickt Notfallteam

Der Wirbelsturm Dorian traf den Inselstaat Bahamas auf höchster Stufe und setzte sich drei Tage lang fest. Das Ausmaß der Zerstörung wird nun erst deutlich. Das Katastrophenschutzteam von ADRA auf den Bahamas arbeitet eng mit der Adventistischen Kirche und den lokalen Behörden zusammen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln, um schnell und zielgerichtet helfen zu können.

„Dieser [Hurrikan Dorian] ist der schlimmste und größte Sturm, den die Bahamas je erlebt haben“, sagt Leonardo Rahming, Generalsekretär der Südbahamas-Konferenz und ehrenamtlicher Helfer bei ADRA. „Dorian verursachte vor allem auf den Inseln Abaco und Grand Bahama Verwüstungen, was dazu führte, dass Kommunikation und Strom auf beiden Inseln unterbrochen wurden“, so Rahming.  Der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, sprach von 70.000 Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Einwohner der Bahamas-Inseln benötigen dringend Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente.

Zwischenzeitlich ist die Anzahl der Todesopfer des Hurrikans auf 30 gestiegen, viele Menschen werden immer noch vermisst. Die Aufräumarbeiten können jetzt erst beginnen, da der Wirbelsturm sich ungewöhnlich lange auf den Bahamas festsetzte. Bisher sind die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, da die Flughäfen Abaco and Grand Bahamas beschädigt oder wegen Überschwemmungen vorübergehend außer Betrieb sind. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden. Darin unterscheiden sich die Auswirkungen des Hurrikans Dorian nicht gravierend von den Zerstörungen anderer Wirbelstürme wie dem Zyklon Idai im Frühjahr vor der Südostküste Afrikas.

ADRA schickt Notfallteam auf den Inselstaat

Eine große Stärke des ADRA Netzwerks ist es, dass es Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt gibt, die im Ernstfall unverzüglich handeln können. So auch auf den Bahamas. Das internationale ADRA-Notfallteam ist auf dem Weg nach Nassau und wird so schnell wie möglich weiter in die betroffenen Gebiete vordringen. ADRA transportiert Wasser, Nahrung und NFI (Non-Food-Items = lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser), in die Katastrophenregion. Viele Menschen sind durch den Hurrikan obdachlos geworden. Deshalb plant ADRA mit der Hilfe von Freiwilligen eine Zeltstadt auf den Abaco-Inseln und eine Zeltstadt auf Grand Bahama aufzubauen.

Der Inselstaat Bahamas hat in etwa so viele Einwohner wie die Stadt Wuppertal. Von den 700 Inseln sind nur 30 bewohnt. Haupterwerbszweig der Bahamas ist der Tourismus, in dem etwa 60 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind.

Inzwischen bereiten sich die Menschen an der Südostküste der USA auf die Ankunft des Sturms vor, der von der höchsten Kategorie fünf auf zwei heruntergestuft wurde und nun wieder an Stärke zunimmt. Ihre Spende hilft ADRA bei der Versorgung der Menschen und dem Wiederaufbau auf den Bahamas. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ >> ZUM SPENDENFORMULAR