Honduras im Unwetter

Anfang November wurden die Philippinen vom schwersten Taifun seit fast einem Jahrzehnt heimgesucht. Letzte Woche fegte ein starker Wirbelsturm über Mittelamerika. In beiden Fällen setzte sich ADRA für die Menschen ein und leistete Katastrophenhilfe. Neuigkeiten aus Mittelamerika haben wir in den letzten Tagen von unseren Kolleg*innen aus Honduras bekommen.

Anfang des Monats erreichte der Zyklon „ETA“ das zentralamerikanische Westland und wütete mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 230 Kilometer pro Stunde über Honduras. Der Sturm löste starke Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Viele Gebäude stürzten ein oder wurden unter den Schlammmassen verschüttet. Acht Menschen verloren ihr Leben. 1,6 Millionen Menschen fliehen vor den Überschwemmungen. Die meisten von ihnen brauchen dringend sauberes Wasser und Essen, um den nächsten Tagen zu überleben. Ohne Hilfe werden es die Menschen nicht schaffen. In den Monaten vor der Katastrophe verhängte die Regierung eine Ausgangsperre, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. In dieser Zeit verloren viele Leute ihre Arbeit und ihr Einkommen. Nun fehlt es ihnen an Mitteln, um sich der Naturkatastrophe zu stellen. Die Regierung reagierte auf diese Notsituation mit der Ausrufung des nationalen Katastrophennotstandes.

Schon vor der Ausrufung des Notstandes stand ADRA den Menschen in Honduras zur Seite. Die Soforthilfe vor Ort umfasst unter anderem zahlreiche Hygiene-Maßnahmen und die Bereitstellung von Notunterkünften. Mit den Hygiene-Maßnahmen schaffen wir Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Lebensmittel werden verteilt, um den Hunger in den betroffenen Regionen zu verringern. Zusammen werden wir diese schwere Zeit überleben.

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Naturkatastrophen zugenommen. Immer wieder berichten die Medien über starke Wirbelstürme, die ganze Gebiete verwüsten. Im Zuge des Klimawandels nehmen Unwetterphänomene und somit das Ausmaß an Zerstörungen allmählich zu. Während Europa von diesem Phänomen weitgehend verschont bleibt, leiden viele Menschen in anderen Regionen der Welt unter deren Auswirkungen.

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