Hilferuf aus den Philippinen

Während die Corona-Pandemie wieder ganz Europa im Atem hält, spielt sich eine weitere Katastrophe am anderen Ende der Welt ab. Anfang November traf ein tropischer Wirbelsturm mit voller Wucht auf die Philippinen. Supertaifun „Goni“ verwüstete weite Teile des Inselstaates und richtete innerhalb kürzester Zeit große Schäden an.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 225 Kilometer pro Stunde ist der als Supertaifun bezeichnete Wirbelsturm „Goni“ über die Philippinen hinweggefegt. Viele Gebäude sind eingestürzt oder stark beschädigt und damit unbewohnbar geworden, in vielen Teilen des Landes ist die Strom- und Trinkwasserversorgung zum Erliegen gekommen. Der Sturm wurde von heftigen Regenfällen begleitet: Sie lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus, die 2 Millionen Menschen unmittelbar in eine Notlage versetzen. Die Menschen stehen unter Schock. Taifun „Goni“ gilt schon heute als der stärkste Wirbelsturm des Jahres. Die Bilder verraten das Ausmaß der Katastrophe. Aktuellen Schätzungen der Regierung zufolge sind 20 Menschen an den Folgen der Naturkatastrophe gestorben. Hundertausende Menschen mussten ihr Haus verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Weite Teile des Landes stehen unter Wasser oder liegen in Trümmern.

Gleich von Anfang an stand ADRA den Menschen zur Seite. Die ADRA-Mitarbeiter auf dem Inselstaat reisten in die meistbetroffenen Gebiete, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Rückkehr zur Normalität, in einem Land, das ohnehin besonders schwer unter den Folgen Klimawandels leidet, wird ohne Hilfe von außen schwer sein. Es ist nicht der erste Taifun, der dieses Jahr auf dem Land traf. Im Zuge des Klimawandels haben Unwetterphänomene und somit das Ausmaß an Zerstörungen in den letzten Jahren zugenommen. Dieses Mal sind die Folgen für die Menschen noch gravierender. Sie müssen jeden Tag inmitten der Trümmer und der Schlammmassen um ihr Überleben kämpfen. Die Ernten sind in den betroffenen Gebieten fast vollständig zerstört. Die Betroffenen brauchen sofort Nahrungsmittel, Wasser und eine sichere Unterkunft. Gemeinsam mit den lokalen Behörden arbeitet ADRA daran, erste Hilfsmaßnahmen zu organisieren. Essen und Wasser werden verteilt, um akute Bedürfnisse zu befriedigen. Weiterhin ist ADRA an einem schnellen Wiederaufbau der betroffenen Regionen interessiert und bündelt ihre Kräfte mit anderen ADRA-Länderbüros, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Gemeinsam sind wir stärker!

 

                                           

 

Seit mehreren Jahren führt ADRA Deutschland Projekte auf den Philippinen durch, um die Menschen auf Katastrophen vorzubereiten. Es werden Strategien erarbeitet und Schulungen angeboten, um im Falle einer Naturkatastrophe das Überleben der lokalen Bevölkerung zu sichern. 

Glücklicherweise ist der Supertaifun knapp am Projektort weggefegt und hinterließ keine großen Schäden. Das Team nahm diesen Segen dankend entgegen und setzte sich gleich für die Menschen, die alles verloren haben, ein.

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