Burundi: Gesteigerte Ernährungssicherheit

Im ostafrikanischen Burundi setzt sich ADRA dafür ein, dass die Ernährung der Menschen am Kibira-Nationalpark das ganze Jahr über gesichert ist. Mit dem Klimawandel verbundene Erosion und Überschwemmungen haben die landwirtschaftlichen Möglichkeiten dort wesentlich eingeschränkt. Drei Bauern berichten, wie sie sich durch das Projekt nachhaltig und dauerhaft versorgen können.  

Die Region am Rande des Kibira-Nationalparks in Burundi ist eine der Regionen der Welt, die vermehrt vom Klimawandel betroffen ist. Ungewöhnlich lange Trockenperioden im Wechsel mit heftigen Regenfällen führen zu Erosion und Überschwemmungen. Dies schränkt die landwirtschaftlichen Möglichkeiten stark ein, Lebensgrundlagen werden zerstört und der knapp bemessene Boden wird landwirtschaftlich übernutzt. Seit mehr als zweieinhalb Jahren verfolgt ADRA das Ziel, die Ernährungssicherheit von Betroffenen rund um den Park zu steigern. Was konnte dabei bislang erreicht werden? ADRA hat drei Bauern in der Region befragt.

Ich baue Karotten, Rüben, Kohlköpfe, Amarant, Kürbisse, japanische Pflaumen und Maracuja mit den Techniken an, die ich im Rahmen des Projektes gelernt habe. Mit dem Ertrag der Ernten kann ich die Schulgebühren der Kinder bezahlen und meinen täglichen Bedarf decken. Ich habe auch gerade zwei Kühe gekauft und 143 veredelte Avocadosetzlinge gepflanzt.“ Maurice Kavamahanga, Vater von zehn Kindern

Früher konnte ich weder lesen noch schreiben. Zuletzt wollte meine Genossenschaft ein Feld für den Anbau von Kohl mieten. Ich verlangte, dass unsere Absprachen schriftlich niedergelegt werden – ich konnte die Vereinbarung nun selbst verfassen, denn ich habe im Rahmen des Projektes lesen und schreiben gelernt. Nach ein paar Tagen sagte der Eigentümer, dass er einen Fehler gemacht habe und dass der Mietbetrag erhöht werden müsse, andernfalls würde er sein Eigentum zurücknehmen. Hätten wir die Vereinbarung nicht unterzeichnet und aufbewahrt, hätte meine Genossenschaft ihr Anrecht darauf verloren.“ Aline Mukeshimana

Vor dem Projekt haben wir nur in der Regenzeit Gemüse angebaut. So konnten wir unseren Nahrungsbedarf nicht über das ganze Jahr hinweg abdecken und mussten wildwachsende Früchte und Gemüse aus dem Wald von Kibira sammeln – das hatte Folgen für die Umwelt. Nun wurden wir bei der Einführung einer neuen Technik unterstützt: der Tröpfchenbewässerung. Jetzt haben wir das ganze Jahr über unser Gemüse.“ Créscence Ntakobatagize

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